turi2 edition #7: Alexander Zosel baut eines der ersten Flugtaxis.


Ab auf die Himmelsstraße: Alexander Zosel, Mitgründer und Innovationschef von Volocopter, saß als Pilot an Bord des ersten bemannten Volocopter-Flugs – trotz Höhenangst. Björn Czieslik porträtiert den Ingenieur und DJ für die turi2 edition #7 als unternehmerischen Tausendsassa, der das Fliegen liberalisieren will. Beim Volocopter (f)liegt die Komplexität in der Software – und die Kundschaft momentan noch in Dubai.

Eigentlich hat Alexander Zosel totale Höhenangst. Trotzdem ist Gleitschirm-Fliegen seine große Leidenschaft. Ein Freund überredet ihn einst zu einem Schnupperkurs. Schon beim ersten Abheben packt Zosel die Faszination des Fliegens. “Dieses Spiel zwischen negativen und positiven Emotionen hat mich immer sehr fasziniert. Wenn alles total einfach ist, wird es sehr schnell langweilig.”

Er macht eine Ausbildung zum Gleitschirm-Fluglehrer, um besser zu werden. Auch eine Lizenz als Tragschrauber-Pilot besitzt er inzwischen. Höhenangst hat er immer noch. Ein Blick von einer Burg oder einem Berg in die Tiefe lässt ihn bis heute schaudern. Zosel, Jahrgang 1965, feste Statur mit unübersehbarem Tattoo vom rechten Oberarm bis zum Hals, nennt sich selbst Serial Entrepreneur. Ein Serientäter, was die Gründung von Unternehmen angeht. Er gründete eine Werbetechnikfirma und einen Cocktail-Partyservice, war DJ und Producer, Inhaber mehrerer Discos, Gründer der ersten DJ-Schule Deutschlands und besitzt ein Patent auf Nebelverteilungsanlagen für Showbühnen. Zosel war Gründungsmitglied und Sportdirektor des Basketball-Vereins BG Karlsruhe, hat selbst in der Basketball-Bundesliga gespielt, fuhr beim Snowboard-Weltcup mit und wurde auf dem Skateboard Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften. In seinem Büro steht ein S-Pedelec, mit dem er täglich, außer bei Regen, 35 Kilometer ins Büro fährt.

Etwa 2010 kommen die ersten, einfach zu steuernden Spielzeug-Quadrocopter auf den Markt: Flug-Drohnen, angetrieben von vier Propellern. Zosels Jugendfreund Stephan Wolf, beide kennen sich aus der Skateboard-Halfpipe, ist fasziniert. Er überlegt, was er tun müsste, damit Menschen mit diesen Fluggeräten abheben können. Wolf, der aus der Software-Entwicklung kommt, rechnet ein halbes Jahr lang hin und her und holt Zosel ins Boot. Ihre gemeinsame Vision: die Liberalisierung des Fliegens.
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