artcount
  • News
  • Zukunft
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Jobs
  • Termine
  • edition
  • podcast
  • werben bei turi2
  • suchen auf turi2
  • FAQ
  • werben bei turi2
  • Team
  • Newsletter
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Firmen
  • Termine
  • Edition
  • podcast
  • turi2.tv
  • turi2 folgen
  • Partner
  • RSS-Feed
  • Datenschutz
  • Impressum

turi2 edition #9: ProSieben-Chef Daniel Rosemann und die gute Konkurrenz.

3. Dezember 2019


Stolz auf die Branche: ProSieben-Senderchef Daniel Rosemann ist überzeugter Fernsehmacher – und spricht mit Heike Reuther für die turi2 edition #9 über das schwere Handwerk der leichten Unterhaltung, seinen Mut zu innovativen Formaten und die gute Konkurrenz im TV.

Schon sehr früh an diesem Donnerstagmorgen ist Daniel Rosemann von München nach Köln gejettet. Der General Manager von ProSieben und ProSieben Maxx will das Finale von “The Masked Singer” live vor Ort verfolgen. Die Sendung wird in den MMC Studios in Ossendorf produziert. Rosemann, modisch-lässig gekleidet in Jeans, Business-Hemd und weißen Sneakern, ist ein Chef zum Anfassen. Backstage plaudert er mit Showteilnehmerin Stefanie Hertel und kommt im nächsten Moment mit dem Sicherheitsmann an der Studiotür ins Gespräch.

Rosemann erinnert sich, wie er als kleiner Junge die große Samstagabend-Show “Wetten, dass..?” schauen durfte – im Schlafanzug schon bettfertig gemacht, mit Schnittchen auf dem Schoß. Später verfolgte er Stefan Raabs “TV Total” wann immer es ging. Heute, mit Ende 30, bestimmt er selbst über das Programm zweier Fernsehsender.

Im Frühjahr 2016 hat Daniel Rosemann in München die Führung übernommen. Damals befinden sich die Marktanteile von ProSieben im Sinkflug, 2017 fällt der Jahresdurchschnitt in den einstelligen Bereich. Gut, wenn da jemand am Steuer sitzt, der schon ein paar Übungsflüge absolviert hat. Rosemann trainiert in seiner Freizeit gern mal am Lufthansa-Flug-Simulator – und zwar “auf einem Niveau, das über Jochen-Schweizer-Gutscheinen liegt”, wie er selbst sagt.

Daniel Rosemann im TV-Fragebogen

Und tatsächlich: Rosemanns Programmumbau und sein Mut zu innovativen Formaten zeigen Wirkung. “The Masked Singer” mutiert zum Quotenhit des Sommers 2019. Und lässt die Konkurrenz müde aussehen. Aber Rosemann ist nicht der Typ, der sich auf Erfolgen ausruht. “Misserfolg wie Erfolg motivieren mich gleichermaßen”, erklärt er. “Mein Team und ich waren in den letzten dreieinhalb Jahre sehr fleißig, um uns aus dem Quotentief rauszuholen. Erfolg ist für mich aber erst dann ein Erfolg, wenn er nachhaltig auf die Marke einzahlt.”

Der gebürtige Kölner lernt früh, die richtigen Register zu ziehen: Schon als Vierjähriger spielt er Klavier, später Orgel. “Auch über die schwierige Phase der Pubertät hat mich die Musik begleitet”, sagt er. Der Teenager wird so gut in seinem Spiel, dass er sich bald ein ganz ordentliches Taschengeld verdient. Denn Organisten sind in der Domstadt Köln damals Mangelware. Seine Mutter kutschiert ihn an den Sonntagvormittagen von Messe zu Messe. “Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen wurden besonders gut bezahlt”, erinnert er sich.

Wenn Rosemann über Arbeit spricht, klingt das immer leicht. “Spaß ist einer meiner engsten Begleiter”, sagt er. Damit ist er bei einem Sender, der mit dem Slogan “We love to entertain you” für sich wirbt, genau an der richtigen Stelle. Zum Fernsehen kommt er – wie so viele – zufällig und bleibt hängen.

Denn als der Numerus Clausus seinen Traum vom Medizinstudium in die Ferne rücken lässt, überbrückt er das Wartesemester mit Jobs bei RTL. Rosemann arbeitet für Birgit Schrowange und Frauke Ludowig – und streicht die Medizin von der Liste seiner Traumberufe. Stattdessen absolviert er ein Volontariat und arbeitet bei TV-Produktionsfirmen, bevor er 2008 als Leitender Redakteur Show & Unterhaltung zu ProSieben geht und die Karriereleiter hinaufklettert.

Seine Aufgabe als Programmchef sieht Daniel Rosemann darin, jeden Tag positive Energie zu verbreiten, Motor zu sein, an übermorgen zu denken, Mitarbeiter zu befähigen und manchmal auch Trost zu spenden. Er will Geschichten erzählen – das war früher so bei kurzen Magazinbeiträgen und das ist auch heute noch so bei der Programmgestaltung. Wirklich loslassen will er nicht: “Wenn wir mit einem neuen Format an den Start gehen, dann bin ich dabei, da kann sich das Team auf mich verlassen.” Sagt‘s und verschwindet in der Regie von “The Masked Singer”.

Lesen Sie alle TV-Geschichten der turi2 edition #9 – direkt hier im Browser als E-Paper.

    • “Zeit für eine neue Zeitung” – So sehen die neue Marken-Identität und Kampagne der noz/shz aus.

      Die Zeitungsgruppe noz/shz in Osnabrück und Flensburg präsentiert sich mit einer neuen Marken-Identität – flankiert mit einer Werbekampagne mit dem Claim “Zeit für eine neue Zeitung”. Der erste Flight, der ab heute in Niedersachsen und Schleswig-Holstein läuft, zeigt Wortspiele wie &...
      weiterlesen
    • Social-Media-Verbot für Kinder in Australien – und in Europa? Diese Länder diskutieren Verbote von Tiktok, Youtube & Co.

      Zu jung für Social Media? Immer mehr Staaten wollen Australiens Beispiel folgen und die Jüngsten von bestimmten Apps fernhalten. Nicola Trenz hat sich in unserer Rubrik NewsKNAcker, die wir zusammen mit der KNA veröffentlichen, einen Überblick verschafft, welche Verbote diskutiert werden und wie...
      weiterlesen
    • “Bullying ist wieder salonfähig” – ARD-Korrespondentin Gudrun Engel über Beleidigungen von Journalisten.

      In seiner zweiten Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump den Medien den Kampf angesagt. Er drohte zahlreichen Redaktionen mit juristischen Schritten und strengte eine Klage gegen die BBC an. Das Heimatschutzministerium plant, die Visa für ausländische Korrespondenten drastisch zu verkürzen. Für ...
      weiterlesen
    • Kurz und KNAckig: Jana Ballweber kritisiert Arbeitsverweigerung der Medienpolitik.

      Wenn es um den Umgang mit Instagram, TikTok & Co geht, ist aktuell Australien das große Vorbild der Medienpolitiker: Dort ist es Unter-16-Jährigen nun gesetzlich verboten, Social Media zu nutzen. Wenn es nach einigen deutschen Politik-Promis geht, könnten junge Menschen auch hierzulande bald...
      weiterlesen
    • Blick in die Glaskugel: Wie Gerald Hensel Markenverantwortliche zukunftsfest machen will.

      “Brand Future Scenarios” sollen mit KI die Zukunft erlebbar machen, um Markenverantwortliche in der Strategiearbeit zu unterstützen. Gerald Hensel von der Marketingberatung Superspring erzählt im Rahmen der Themenwoche Zukunft bei turi2, welcher Mehrwert entsteht, wenn aus Zielgruppe...
      weiterlesen
    • Es graswurzelt was: Wie das Jahr 2026 die Zuversicht in Medien, Wirtschaft und Politik zurückbringen könnte.

      Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht schwarz für das Land. Diese ernüchternde Bilanz steht ganz am Anfang einer repräsentativen und tiefenpsychologischen Studie, hinter der die Initiative 18, #UseTheNews und die Marktforschungsagentur Rheingold Salon stehen. Mitte Mai 2025 kam die Stud...
      weiterlesen
    • Premiere für die Flimmerkiste: Vor 100 Jahren lief der erste Fernseher.

      Viereckige Augen vom Glotzen: Als 1926 der erste mechanische Fernseher lief, war dessen Siegeszug kaum abzusehen. Ob Castingshows oder Wettspiel-Abend und “Tagesschau” oder Tier-Doku – was als Technikexperiment begann, endete als Massenmedium im Wohnzimmer, beschreibt Daniel Zander i...
      weiterlesen
    • Ist das ein Trend, oder kann das weg? Von Trends, Hypes und allem dazwischen.

      Trends sind leise Verhaltensänderungen, Hypes dagegen laute Versprechen ohne Belege, finden Christian Simon und Johannes Klingebiel. Die Hosts des Podcasts “Hype Institut” sortieren in ihrem Gastbeitrag für die Themenwoche Zukunft das aktuelle Buzzword-Bingo und loten die Grenzen der...
      weiterlesen
    • “Die Menschen entwickeln nicht mehr automatisch Freude, nur weil etwas ‘nachhaltig’ ist.” Sebastian Ackermann über die Kommunikation von erneuerbaren Energien und sein TikTok-“Dilemma”.

      Hat der Begriff “Energiewende” ausgedient? Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation und Marke bei EnBW, spricht im Interview mit turi2 lieber von der “Transformation der Energieinfrastruktur”, auch weil der Begriff “Energiewende” sich zunehmend abnutze und au...
      weiterlesen
    • Mut zur Schnecke: Warum Philosophin Rebekka Reinhard der “Raketen-Geschwindigkeit” der KI mit Langsamkeit begegnet.

      Ausgerechnet ein Magazin über KI setzt auf gedrucktes Papier als “Artefakt”, das zur Langsamkeit zwingt. “human”-Chefredakteurin Rebekka Reinhard erklärt im Auftakt-Interview zur Themenwoche Zukunft bei turi2, warum sie Haptik gegen die “Raketen-Geschwindigkeit̶...
      weiterlesen

    Artikel-Navigation

    ← turi2 am Abend: Emotion, Investitionsverpflichtung, Paul Ronzheimer. turi2 am Morgen: Themenwoche Zukunft, Correctiv, Wolfram Weimer. →

Werktags um 7 und 17 Uhr die wichtigsten News aus Medien, Marketing und PR als Newsletter. Jetzt abonnieren!

Loading...

Suchen auf turi2.de

Banner turi2 Themenwoche
Impressum, Datenschutz, Mediadaten, FAQ, RSS-Feed, Termine
Dieses Blog läuft mit WordPress