Stefan Plöchinger setzt für die “Süddeutsche” voll auf Paid Content.


Digitales Power Pay: Stefan Plöchinger wundert sich über die These, Paid Content und Journalismus passten nicht zusammen. Der Digitalchef der "Süddeutschen Zeitung" verbreitet Optimismus für leserbezahlten Online-Journalismus. Im turi2.tv-Video sagt Plöchinger: "Viele Menschen haben sich vielleicht 20 Jahre gewundert, warum das alles kostenlos im Internet steht."

Plöchinger argumentiert mit 55.000 digitalen "SZ"-Abos im Rücken. Sie verdienen inzwischen mehr Geld für Süddeutsche.de als klassische Display-Werbung. Für Leitartikel öffnen nur wenige Leser ihre Geldbörse. Plöchinger kann sie mit Magazin-Inhalten, Interviews und "einfach guten Geschichten" zum Bezahlen bewegen. Die Panama-Papers-Recherche habe "ein paar hundert" Nutzer zu zahlenden Kunden konvertiert. Plöchinger rät: "Man darf nicht viel Zeit vergehen lassen mit kostenlosen Abos, sodass sich die Leute daran gewöhnen."
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

2 Gedanken zu „Stefan Plöchinger setzt für die “Süddeutsche” voll auf Paid Content.

  1. Michael Freitag

    Eine einfache Wahrheit fehlt: Einige werden es schaffen, viele nicht. Vor allem unter den sogenannten “Großen” der Branche, da viele Meldungen da halt aus umgeschriebenen Agentur-News bestehen und somit bei allen letztlich gleich/ähnlich sind.

    Die machen dann “Dreck fürs Volk” (so wie derzeit Focus Online) für die, welche sich kein überregionales, ein lokales Abo und ein Branchenabo leisten können (zusammen dann mal schnell 300 – 500 Euro im Jahr).

    Aber in der Tat: es hat gerade erst begonnen, spannend zu werden. Grüße aus Leipzig 😉

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