Wie geht Medienbeobachtung? Uwe Mommert erklärt Landau Media.


Ausschneider bei der Arbeit: Landau Media beobachtet von Berlin aus die deutsche und internationale Presse. Rechercheure durchforsten Medien nach 11.000 Stichworten für Kunden – im Auftrag etwa von Hotelketten, Handelskonzernen und der Politik. Jens Twiehaus begleitet die Arbeit einen Tag lang mit der Kamera. Und Geschäftsführer Uwe Mommert erklärt, warum seine Leute täglich an 80.000 Papier-Zeitungsseiten herumschneiden, obwohl fast alles digital vorliegt.

“Die Rechercheure nehmen Zeitungen von vorne bis hinten inhaltlich auseinander”, erklärt Mommert im turi2.tv-Video zur turi2 edition5. Er würde die Arbeit gerne weiter digitalisieren statt tonnenweise Papier umzuschlagen. Dem entgegen stehen Lizenz- und Urheberrecht: “Für jede digitale Verarbeitung brauchen wir eine individuelle Vereinbarung mit den Verlagen”, sagt Mommert. Heißt: Ausschneiden und aufkleben kommt günstiger als kopieren oder digital reproduzieren.

Der Arbeitstag bei Landau Media beginnt um 4.30 Uhr, denn viele Kunden wollen früh morgens einen Überblick über die Presselage. Den bietet die Firma auch digital. Ebenso digital erfolgt die Auswertung der Medienresonanz. Auf Wunsch können die Medienanalysten des Berliner Mittelständlers zum Beispiel bestimmen, wie wertvoll eine Berichterstattung war oder anders gesagt: Wie viel Werbung der Kunde schalten müsste, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die er durch eine bestimmte Berichterstattung erhalten hat.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Wie Landau Media arbeitet und warum es für die Digitalisierung Hürden gibt, beschreibt Jens Twiehaus in der turi2 edition5: