turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Ronald Focken schreibt über Bill Gates.


Philanthrop und Kapitalist: Kann einer der reichsten Menschen der Welt beides gleichzeitig sein? Werber und Serviceplan-Chef Ronald Focken stellt in der turi2 edition #12 fest: Bill Gates beweist eindrucksvoll, dass das möglich ist.

Bill Gates ist für mich ein Vorbild, weil er die Welt nachhaltig besser machen will. Dafür setzt er sein Kapital ein und nutzt gleichzeitig erfolgreich Prinzipien aus dem Geschäftsleben. Bill Gates und seine Frau Melinda führen ihre Stiftung nach ähnlichen Prinzipien wie ein Unternehmen. Es gibt klar definierte Ziele für die Gelder, die beispielsweise in Innovationen oder Impfstoffe investiert werden. Und es findet ein umfassendes Monitoring der festgelegten Erfolgskennzahlen statt, um sicherzustellen, dass diese Ziele erreicht werden.

Diese Art, Stiftungsgelder und Spenden einzusetzen, ist relativ neu und könnte Maßstab für viele andere NGOs sein. Als Serviceplan vor einigen Jahren mit der Gates Stiftung zu tun hatte, hat uns nachhaltig beeindruckt, wie hier sowohl Innovationskraft gefördert als auch konkrete Ergebnisse erzielt werden.

Insbesondere während der globalen Covid-19- Pandemie wird deutlich, wie wichtig das Netzwerk und der Einfluss der Gates Stiftung ist. Bill Gates ist Philanthrop und Kapitalist durch und durch und kann als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Impfstoff-Entwicklung gesehen werden. Er redet nicht nur, sondern handelt. Dies zeigt sich in der finanziellen Unterstützung der WHO, wie auch in konkreten Unternehmensbeteiligungen an Firmen, die an einem Impfstoff gegen Corona arbeiten. Ich bin mir sicher, Gates‘ umfassende, finanzielle Investitionen in die Bekämpfung globaler Pandemien und Krankheiten werden auch in der Zukunft im Gedächtnis bleiben.

Auf seinem Weg musste Bill Gates viele Widerstände überwinden – sein soziales Engagement wie auch sein Unternehmen betreffend. Er ist einer der reichsten Menschen der Welt. Schon allein deshalb gibt es immer wieder kritische Stimmen und Gegner. Ich persönlich glaube, dass die Unterstützung seiner Frau Melinda hier sehr bedeutend ist und Gates viel Kraft gibt, seinen Kurs beizubehalten.

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Mich beeindruckt die Konsequenz, mit der Bill Gates sich seit langen Jahren unermüdlich für die Themen einsetzt, die ihm am Herzen liegen. Besonders bemerkenswert: Auch und gerade in schwierigen Zeiten für Microsoft, Ende der 1990er und zu Beginn der 2000er, hörte er nicht auf, den Blick auf wichtige humanitäre Zukunftsfragen zu richten. Viele andere Unternehmenslenker hätten nicht die Kraft gefunden, neben den 100 oder sogar 120 Prozent Energie, die in die Unternehmensbelange gehen, noch weitere Ressourcen für einen humanitären Einsatz zu finden. Bill Gates dagegen gründete in dieser Zeit mit Melinda die Gates Foundation. Um sich noch stärker für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung weltweit, die Bekämpfung von Armut und Infektionskrankheiten wie Malaria oder Kinderlähmung sowie den Zugang zu Bildung und Informationstechnologie zu engagieren.

Bis 2011 hatte Bill Gates bereits ein Drittel seines eigenen Vermögens an die Stiftung gespendet. Und er hat angekündigt, bis zu seinem Lebensende 95 Prozent an sie abgeben zu wollen. All das zeigt, wie ernst es ihm damit ist, zu helfen.

Was können wir alle in der heutigen Zeit von Bill Gates lernen? Ich denke: Wie wichtig Zielstrebigkeit ist, um erfolgreich zu sein. Und wie wichtig es ist, einen klaren Weg vor Augen zu haben und sich auch von Hindernissen nicht beirren zu lassen. Das hat mich in meinem Leben schon oft inspiriert. Ich bewundere, wie Bill Gates es geschafft hat, geschäftlichen Erfolg mit Nächstenliebe zu verbinden. Und ich wünsche mir mehr Menschen mit seinen Charakterzügen, mit seiner Konsequenz und Menschenliebe. Dann wäre die Welt in vielen Regionen sicherlich eine andere.

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