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Wie viel Angst macht Technologie den Menschen, Christiane Schulz?

30. März 2023

Vertrauensfrage: Die Deutschen nehmen die Innovationskraft der Tech-Branche als Fluch und Segen zugleich wahr, schreibt Christiane Schulz, Deutschland-CEO der Agentur Edelman, die in ihrem Trust Barometer regelmäßig abfragt, welchen Institutionen die Menschen vertrauen. Sorgen bereitet den Befragten demnach vor allem die Sicherheit ihrer Daten. Die Tech-Branche müsse diese Ängste ernst nehmen, schreibt Schulz. Für Künstliche Intelligenz sieht sie Potenziale in der Kommunikations- und Marketingbranche sowie in der Personalentwicklung – zieht aber auch eine klare ethische Grenze.
 

 
Von Christiane Schulz
 
Schon jetzt hat Künstliche Intelligenz einen großen Einfluss darauf, wie wir miteinander agieren, kommunizieren und arbeiten. Die Entwicklung ist rasant. Unsere Daten zeigen, dass die Deutschen die Innovationskraft der Tech-Branche als Fluch und Segen zugleich wahrnehmen.

Das Edelman Trust Barometer 2022 gibt einen Einblick in die Stimmungslage: Die Mehrheit der befragten Deutschen ist davon überzeugt, dass technische Innovationen dabei helfen können, gesellschaftliche Herausforderungen zu überwinden. Mehr als zwei Drittel glauben, dass neue Technologien einen positiven Einfluss auf die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit und den Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. Dass technische Innovationen auch gut bezahlte Jobs schaffen können, meinen 61 %.

Andererseits zeigen sich auch die Ängste, die mit einer wachsenden Technologisierung einhergehen. Vor allem die Frage zur Sicherheit der persönlichen Daten bereitet den Befragten Sorgen: 80 % möchten entscheiden, auf welche Daten Unternehmen Zugriff haben dürfen. 77 % wünschen sich Möglichkeiten, ihre Daten selbst zu schützen, während 75 % beim Sammeln ihrer persönlichen Daten die volle Transparenz wollen. Die Mehrheit der Deutschen sieht weder bei den involvierten Tech-Unternehmen (67 %) noch bei der Regierung (54 %) ein ausreichendes Verständnis der neuen Technologien, um sie wirksam zu regulieren oder zu kontrollieren.

Moralische und ethische Grenze von KI
 
Diese Ängste sind verständlich, denn neue Technologien haben im vergangenen Jahrhundert dazu geführt, dass sich Arbeitswelten verändert haben oder Berufsbilder gänzlich verschwunden sind. So gingen durch den Siegeszug des Personal Computers zahlreiche Berufsbilder, etwa aus Print oder Fotografie, verloren. In Bezug auf ChatGPT werden ähnliche Szenarien bereits diskutiert: Bots, die Jura-Examen mit überdurchschnittlichen Ergebnissen ablegen oder Kreditwürdigkeit bewerten, sind realistische Beispiele, die ganze Berufsgruppen verunsichern. Der öffentliche Diskurs darüber, was KI darf und was nicht, ist daher in vollem Gange. Eine moralische und ethische Grenze lässt sich bereits jetzt erkennen: KI darf zu keiner Zeit eingesetzt werden, um über menschliche Lebensschicksale zu entscheiden – weder gesundheitlich noch finanziell oder juristisch.

In der Kommunikations- und Marketingbranche sind Technologien wie ChatGPT etwa für die Personalisierung von E-Mail-Marketingkampagnen, die Erstellung passgenauer Website-Inhalte oder die Automatisierung von Prozessen und Abläufen interessant. KI kann immer dann Vorteile liefern, wenn sie wiederkehrende geistige Routinearbeiten übernimmt.

Niemals ohne menschliche Betreuung
 
Ein weiterer Einsatzbereich sind Unternehmensorganisation und Personalentwicklung. Hier kann die Technologie helfen, indem sie bei der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, z.B. der Wissensvermittlung gegenüber neuen Mitarbeitenden bei Onboardings, unterstützt. Allerdings sollte KI nie gänzlich ohne menschliche Betreuung laufen: Fehlerhaft interpretierte Trainingsdaten können zu unangemessenen, irreführenden oder diskriminierenden Informationen und Perspektiven führen.

Die Unternehmen der Tech-Branche sollten die öffentliche Diskussion anhören, gesellschaftliche Sorgen und Ängste ernst nehmen – und Themen wie mangelnden Datenschutz, Job-Sicherheit und die Verunsicherung durch Fake News angehen.

Dieser Text ist Teil der Themenwoche Digitalisierung & KI – bis 2. April fragen wir auf turi2.de, wie der technologische Fortschritt Medien, Wirtschaft und Gesellschaft verändert.

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