Mein Medienjahr: Vera Linß.

Facebook und Google heißen die großen Gewinner des Medienjahres 2015, meint Deutschlandradio-Journalistin Vera Linß. “Sie haben durch Hartnäckigkeit, geschickte Kommunikation, ihr Know-how und ihre Marktmacht die anderen Medien-Player dazu gebracht, in ihr Ökosystem hineinzugehen.” Facebooks Instant Articles hätten schließlich sogar Skeptiker wie “FAZ”-Digitalchef Mathias Müller von Blumencron überzeugt. Auch Amazon und Netflix waren für Linß Gewinner, weil sie mit eigenproduzierten Serien viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.
 

Traditionelle Medienhäuser könnten im Rückblick auf 2015 als Verlierer dastehen, vermutet Vera Linß. Angesichts der großen Macht von Google und Facebook sei ein Achtungszeichen gesetzt. “Sie müssen sich darüber Gedanken machen, wie sie ihre Eigenständigkeit als Marke auch in der digitalen Zukunft behaupten können”, sagt Linß.
 

Relevanter Content is king im Medienjahr 2016, sagt Medienjournalistin Linß. Die traditionellen Medien könnten sich als Anbieter hochwertiger Inhalte von den großen Tech-Konzernen abheben – denn Google und Facebook würden wohl auch künftig nicht als Produzenten von Artikeln und Videos in Erscheinung treten.

Über ihr Medienjahr sprechen außerdem die Branchenbeobachter Kai-Hinrich Renner (“Handelsblatt”), Ulrike Simon (“Horizont”, Madsack), Michael Meyer (ARD-Hörfunk), Daniel Häuser (“Clap”) und Christian Meier (WeltN24).