Buch-Tipp: Historische Journalisten-Beschimpfung erscheint auf Deutsch.

honore-de-balzac-edelfeder-buch-150-2Buch-Tipp: Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac hat seine Verachtung gegenüber der Presse 1843 in seinem Werk Monographie de la presse parisienne zum Ausdruck gebracht. Rudolf von Bittner bringt die detaillierte Typisierung von Journalisten nun erstmals auf Deutsch heraus. Der Leser erfährt vom "andauernden Enträtselungsversuch der Abonnentenmeinung", Kritikern, in denen "verhinderte Schriftsteller" stecken, und Feuilletonisten als "fröhlichste Spezies all dieser Papierverschwender". Die "FAS" veröffentlicht einen Auszug aus dem Buch.
"FAS", S. 49 (Paid), randomhouse.de (Leseprobe, 320 S., 19,95 Euro)Kommentieren ...

Buch-Tipp: “Der letzte Song” rechnet mit dem Radio ab.

Der letzte Song Buch 150Buch-Tipp: Reiner Ussat, langjähriger Musikredakteur bei Antenne Bayern, rechnet in seinem ersten Roman Der letzte Song mit dem Radio-Geschäft ab. Die fiktive Geschichte des schwerhörigen Musikredakteurs Max Lauschke, die durch zahlreiche eigene Erfahrung genährt sein dürfte, thematisiert dummes Moderatoren-Geschwätz, schwachsinnige Gewinnspiele und musikalischen Einheitsbrei.
schwarzkopf-verlag.net, amazon.de (288 Seiten, 9,99 Euro)Kommentieren ...

Buch-Tipp: “Der Herausgeber” in den Augen seiner Büroleiterin.

Der Herausgeber Buchcover 150Buch-Tipp: Irma Nelles hat 30 Jahre für "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein gearbeitet, war seine Büroleiterin, wohnt eine Zeit lang in seiner Zweitvilla. Ihr, der Vertrauten, gelingt es mit ihrem Porträt "der Herausgeber", den Leser nah an den Mann Rudolf Augstein heranzuführen, lobt Sonja Álvarez.
tagesspiegel.de, aufbau-verlag.de (317 Seiten, 22,95 Euro)Kommentieren ...

Buch-Tipp: Alan Rusbridger spielt es noch einmal.

Alan-Rusbridger-150Buch-Tipp: Alan Rusbridger war 20 Jahre Chefredakteur des "Guardian" und übte parallel beharrlich Chopins "Ballade Nr. 1" auf seinem Klavier. Über "Ein Jahr zwischen Noten und Nachrichten" hat Rusbridger ein Buch geschrieben, laut Kritiker Wolfram Goertz eine "wundervolle Geschichte über Scheitern und Triumph".
"Die Zeit" 52/2015, S. 54 (Paid), Alan Rusbridger: Play it again (Secession Verlag)Kommentieren ...

Buch-Tipp: Jochen Busse erinnert an TV-Vergangenheit.

Jochen Busse Buch 150Buch-Tipp: Jochen Busse erinnert mit seiner Autobiografie "Wo wir gerade von belegten Brötchen reden - Die Komödie meines Lebens" an eine längst vergangene Fernsehrealität. Auf 296 Seiten sucht er im System Fernsehen aber auch den Schuldigen für seine Misserfolge, liest Katharina Riehl heraus. Daneben tratscht Busse u.a. über den kontrollversessenen "7 Tage, 7 Köpfe"-Erfinder Rudi Carrell.
sueddeutsche.de, ullsteinbuchverlage.de (19,99 Euro)Kommentieren ...

Buch-Tipp: Eine Sieburg-Biografie mit Drehbuch-Potenzial.

Zimmermann-Buch-Sieburg-150Buch-Tipp: Harro Zimmermanns Biografie des sagenumwobenen, früheren "FAZ"-Literaturchefs Friedrich Sieburg liefert Stoff für eine TV-Serie, urteilt Lutz Hachmeister. Sieburgs Weltreisen böten bunte Geschichten, sein Leben Abgründe: Der Literaturkritiker gab sich teils mondän-herblassend und verfolgte deutschnationale Ideen.
"FAZ" Literatur-Beilage, S. L20 (Paid), wallstein-verlag.de (Shop, 488 Seiten, 34,90 Euro)Kommentieren ...

Lese-Tipp: “Berlin ist das Herz Europas, ich kenne kein anderes.”

Berlin ist das Herz Europas Cover, Axel Springer 150Axel Springer und die 68er hatten mehr gemeinsam, als sie trennt, analysiert Thomas Schmid. Der Journalist protestierte 1968 selbst gegen Springer und machte später im Verlag Karriere. In seinem Auszug aus dem Springer-Buch Berlin ist das Herz Europas, ich kenne kein anderes stempelt Schmid die eigenen Überzeugungen von damals zur "Makulatur". Springer dagegen "hatte oft recht", so Schmid.
welt.de, amazon.de (288 S., 29,95 Euro)Kommentieren ...

Buch-Tipp: Paul-Sahner-Biographie erscheint am Montag.

Paul Sahner-150Paul Sahner hat vor kurz seinem Tod seine Autobiographie Ich hatte sie fast alle fertig gestellt, die am Montag erscheint. Darin zeichnet sich der "Bunte"-Promi-Reporter selbst als "Vollblut-Journalisten, als Liebhaber der Frauen, aber auch als einen Menschen, dem Anerkennung wichtig ist", notiert "Bild" nach der Vorab-Lektüre.
bild.de (Paid), amazon.de (384 Seiten, 19,99 Euro)Kommentieren ...

Buch-Tipp: Pamphlet des getöteten “Charlie Hebdo”-Chefs.

Buchtipp-Icon-JPGBuch-Tipp: Der beim Anschlag getötete Charlie Hebdo-Chefredakteur Stéphane Charbonnier hatte zwei Tage vor seinem Tod ein Manuskript beendet, das jetzt auf Deutsch erscheint. In "Brief an die Heuchler" kritisiert er u.a. Medien, die das Thema Islamfeindlichkeit vor allem fürs Geschäft nutzen würden. Die deutsche Übersetzung mit 96 Seiten erscheint am Samstag bei Tropen Sachbuch (Klett-Cotta) und kostet 12,40 Euro.
"FAZ", S. 10 (Paid)Kommentieren ...

Buch-Tipp: “Atención!” erzählt literarische Reportagen.

Buchtipp IconBuch-Tipp: Der Sammelband "Atención!" erzählt literarische Reportagen aus Lateinamerika. Die Gattung ist dort weit verbreitet und leitet Geschichten von wahren Begebenheiten ab. Erhard Stackl gibt den Band heraus, der in Zusammenarbeit vom chilenischen Institut für investigativen Journalismus und der kolumbianischen Stiftung Nuevo Periodismo entstand.
sueddeutsche.deKommentieren ...