Meinung: Clubhouse ist der “First Mover” einer größeren Social-Audio-Bewegung.

Clubhouse ist der "First Mover" einer größeren Social-Audio-Bewegung, glaubt RMS-Chefin Marianne Bullwinkel. Die App passe zum "Audio only"-Zeitgeist und sei ein Beleg für "Voice als Schlüsseltechnologie der 20er Jahre." Laut Bullwinkel könnte sich Clubhouse in Zukunft auch über gesprochene Werbung finanzieren. Auch Sven Rühlicke, CEO der Audio-Agentur Wake Word, sieht Clubhouse als "letztes Puzzlestückchen" im allgemeinen Trend hin zu Audio.
horizont.net (Paid), blog.medientage.de

Tool-Tipp: Diese Dienste erleichtern die Nutzung von Clubhouse.

Tool-Tipp: Martin Fehrensen, Gründer vom Social Media Watch Blog, hat eine Reihe praktischer Dienste zusammen­gestellt, die die Nutzung von Clubhouse erleichtern. Clublink.to erstellt visuell ansprechende Einladungen. Bei Shorten.club können Hosts Infos und Links hinterlegen, die über sechsstellige Zahl abrufbar sind. Clubrecorder.com ermöglicht den Cloud-Mitschnitt von Gesprächen, Roomsofclubhouse.com listet alle aktuell offenen Räume. Dennis Horn gibt in seinem Blog Tipps zur lokalen Aufzeichnung von Clubhouse-Talks.
twitter.com/martinfehrensen, dennishorn.de (Aufzeichnung)

Snapchat will mit Snap Minis zur Super-App werden.

Snapchat öffnet seine Chat-Sektion für sogenannte Mini-Apps, also Anwendungen von Drittanbietern. Die sogenannten Snap Minis können unterhalb des Texteingabe-Feldes geöffnet werden und erlauben es Nutzer*innen, bestimmte Aufgaben direkt in Snapchat zu erledigen. Zum Start ist u.a. das Meditations-Tool Headspace dabei. Das Konzept der "Super-App", die Zugriff auf kleinere Apps ermöglicht, ist bislang vor allem in China populär.
t3n.de

28 Mio Deutsche wollen die Corona-Warn-App dauerhaft nutzen.

Corona-Warn-App: Laut Bitkom will jeder zweite deutsche Smartphone-User ab 16 Jahren die Corona-Warn-App dauerhaft nutzen; das entspricht 28 Mio Menschen. Ein Drittel der Nicht-Nutzer glaubt dagegen nicht an die Wirksamkeit der App, jeder fünfte von ihnen fürchtet Spionage durch die Bundesregierung. Jeder neunte App-Abstinenzler gibt an, kein geeignetes Smartphone zu besitzen.
bitkom.org

Riffreporter befragen 50 Corona-Überlebende mittels Dialog-Software.

Riffreporter befragen mit der Dialog-Software HundredEyes 50 Corona-Überlebende zu ihren Erlebnissen. Die Open-Source-Software soll es Reportern künftig generell ermöglichen, mit mehreren Menschen gleichzeitig für längere Zeit ins Gespräch zu kommen. Aktuell stellen die Riffreporter ihren Protagonisten drei Fragen täglich per Mail oder Messenger, auf die meist prompt geantwortet wird. Erstes Ergebnis ist das Porträt von Isabelle, bei der trotz schwerbehinderter Tochter kein Arzt vorbeikommen wollte.
turi2 - eigene Infos, riffreporter.de (Porträt Isabelle)

“New York Times” verlässt Apple News.

New York Times beendet ihre Kooperation mit Apple News, der Nachrichten-App des Tech-Giganten. Laut Meredith Kopit Levien, COO der "NYT", wolle man Nutzer*innen wieder zurück ins "eigene Umfeld holen", in dem der Verlag seine News-Präsentation selbst kontrollieren könne. Für Apple News ist es der größte Verlust seit dem App-Exit des "Guardian" 2017; auch das Bezahl-Angebot Apple News Plus schwächelt.
theverge.com, turi2.de (Background)

Penny bringt Einkaufs-App Scan & Go in über 100 Filialen.

Penny-LogoPenny rüstet digital auf und ermöglicht in mehr als 100 Filialen deutschlandweit das schnelle Bezahlen via Scan & Go-App. Nutzer*innen scannen Produkte mit ihren Smartphones ein, generieren am Schluss einen QR-Code und bezahlen dank diesem bargeldlos an einer extra ausgewiesenen Kasse. Kleiner Wermutstropfen für Trinkfeste: Sicherungskappen von Hochprozentigem muss nach wie vor analoges Personal entfernen.
supermarktblog.com

Corona-Warn-App kostet dieses und kommendes Jahr 45 Mio Euro.

Corona-Warn-App kostet den Bund dieses und kommendes Jahr 45 Mio Euro. 20 Mio Euro entfielen bereits auf die Entwicklung der App, die Restsumme wird in Wartung, Pflege und Betrieb des Tools investiert. Rund 43 Mio gehen an an die Telekom-Tochter T-Systems, bescheidene 2 Mio an SAP. Für die Bewerbung der App sind außerdem 3,5 Mio Euro veranschlagt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellem Stand daher auf rund 68 Mio Euro.
digitalfernsehen.de, spiegel.de, turi2.de (Background Kosten Entwicklung)

Corona-Warn-App wirbt auf allen Kanälen.

Virale Werbung: Der Kampagne zur Corona-Warn-App ist kaum zu entkommen, berichtet horizont.net. Die Maßnahmen umfassen klassische Print-, TV- und Radiowerbung ebenso wie Plakate, Advertorials, Online-Banner und geplante Influencer-Posts. In den Sozialen Medien soll der Hashtag #ichapp sämtliche Aktivitäten bündeln. Balanceakt: Die Kampagne will nicht nur App-Enthusiast*innen sondern auch Skeptiker*innen ansprechen.
horizont.net, turi2.de (Background)

IBM steigt aus dem Geschäft der Gesichtserkennung aus.

IBM will künftig keine Gesichtserkennungssysteme und dazugehörige Software mehr anbieten. Auch die Forschung und Entwicklung in dem Bereich wird eingestellt. Konzernchef Arvind Krishna begründet den Schritt damit, dass KI-Lösungen u.a. nicht frei von rassistischen Vorurteilen seien. CNBC berichtet allerdings, die Gesichtserkennungs-Sparte habe IBM zu wenig Umsatz gebracht.
watson.ch, t3n.de, cnbc.com

Grüne fordern Gesetz zur Corona-App.

Grüne im Bundestag fordern, die Einführung der Corona-Warn-App per Gesetz zu begleiten, das deren Missbrauch ausschließt sowie ihren Einsatz befristet. Die Bundesregierung hält ein Gesetz nicht für nötig, da der Download der App freiwillig sei und und ihre Anwendung sich an "geltendes Recht" halten müsse. Andere Länder haben bereits Begleitgesetze verabschiedet, z.B. Australien.
"Spiegel" 23/2020, S. 41 (Paid)

Zum goldenen Hirschen sichert sich Corona-App-Kampagne.

Werbung aus dem Hause Hirsch: Bundesregierung beauftragt die Agentur Zum goldenen Hirschen mit Design und Kampagne der geplanten Corona-App. Die Layouts seien bereits fertig; demnach soll die App in blau-rot und garniert mit virentypischen Zacken auf die Smartphone-Bildschirme wandern. Offizieller Name des Tools ist schlicht "Corona Warn App", verfügbar soll es für Android- sowie Apple-Geräte sein.

Bei der Werbung wird mehr auf den Putz gehauen: Um möglichst viele User zur Installation der App zu bewegen, setzt man auf Slogans wie "Diese App kann nichts, außer Leben retten" oder "Unsere App-traktion des Jahres". Anpreisen könnte durchaus nötig sein: Die App soll im Juni zur Verfügung stehen - bereits jetzt sind laut Umfragen aber nur 44% der Bürger bereit, sie freiwillig herunterzuladen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Telekom und SAP bekommen Konkurrenz in Sachen Corona-App.

Corona-App reloaded: Obwohl die Bundesregierung bereits die Telekom und SAP um die Entwicklung einer Virus-Tracking-App gebeten hat, bekommen die Konzerne nun Konkurrenz. Ein Verbund der Unternehmensberatung PwC, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, SIS Software und des Ticketanbieters Eventim habe eine bereits "funktionsfähige Lösung", lässt PwC verlauten. Die App sei Anfang Mai einsatzbereit und soll zunächst firmenintern bei PwC Deutschland erprobt werden.

Ganz ausbooten will die neue App-Initiative SAP und die Telekom aber nicht: Die Gruppe schlägt vor, in Deutschland mehrere Corona-Apps einzusetzen, die untereinander kompatibel sind. Man sei "offen für Kooperationen", u.a. durch das Bereitstellen einzelner Module. Auch die internationale Initiative PEPP-PT hat sich bereit erklärt, ihr Know-How SAP und der Telekom zur Verfügung zu stellen.
spiegel.de, crn.de, turi2.de (Background)

Tool-Tipp: Virtuell mit Freunden feiern.

Tool-Tipp: Auf partywithmetoday.com können sich Kneipen- und Party-Nostalgiker ihre eigene Online-Feier designen - inklusive verschiedener, selbst-definierter Zonen, die digital betreten werden können. Zur Auswahl steht die "Flat-Version" für bis zu 40 Teilnehmer, bis zu 100 passen in die "Haus-Version". Freunde werden per Link eingeladen; sogar die Einbettung von Musik-Playlists ist möglich.
partywithmetoday.com

Wissenschaftler stellen sich gegen Corona-Warn-Apps.

Contra Corona-App: Rund 300 Wissenschaftler warnen in einem offenen Brief vor einer möglichen Überwachung durch Corona-Warn-Apps. Sie befürchten Missbrauch durch die Speicherung von Daten auf einem zentralen Server. Ihre Forderung: Es dürften nur so viele Daten gesammelt werden, wie zum Eindämmen der Pandemie notwendig seien. Insbesondere stellen sich die Wissenschaftler gegen das Projekt PEPP-PT, das die Entwicklung nationaler Corona-Apps vorsieht. Die Technologie sei "nicht offen und transparent genug".

Stattdessen befürworten die Unterzeichner eine dezentrale Lösung, bei der lediglich die Smartphones von Betroffenen miteinander kommunizieren. Daten zu Begegnungen sollen dabei das Handy nicht verlassen. Die Branchenverbände Bitkom und BVDW kritisieren das Verhalten der Wissenschaftler: Die Entwicklung der Apps dürfe "nicht durch langwierige akademische Debatten hinausgezögert werden". (Symbolbild: picture alliance / Sven Simon)
n-tv.de, per Mail, turi2.de (Background)

“Süddeutsche Zeitung” und Spiegel Online kooperieren mit Tickaroo.

Süddeutsche Zeitung und Spiegel Online kooperieren ab sofort langfristig mit dem Liveticker-Startup Tickaroo. Beide Redaktionen hatten die Technologie bereits bei einzelnen Sportevents wie etwa Wimbledon getestet. Über Tickaroo verbreiten ca. 14.000 Vereine ihre News und Spielstände; bei Spiegel Online soll die Sportredaktion künftig über die Bundesliga und die Premier League via Liveticker berichten.
per Mail, turi2.de (Background)

EFF: E-Mail-Verschlüsselung über PGP und S/Mime ist offenbar unsicher.

E-Mail-Verschlüsselung: Beliebte Tools für das Verschlüsseln von E-Mails sind unsicher, warnen Sebastian Schinzel von der FH Münster und die Datenschutz-Organisation EFF. Betroffen seien die Plug-ins für PGP und S/Mime in den Mail-Programmen Thunderbird, macOS Mail und Outlook. Nutzer sollten verschlüsselte Html-E-Mails meiden und Nurtext-Mails nutzen - und bis auf Weiteres ihre Mails in einer eigenen Anwendung statt in ihrem E-Mail-Client entschlüsseln.
eff.org, twitter.com (Schinzel) via arstechnica.com, efail.de

Apple kauft Automatisierungs-App Workflow.

Apple kauft die Automatisierungs-App Workflow und das dazugehörige Entwicklerteam. Mit dem Programm können Nutzer auf iPhones und iPads Funktionen verschiedener Apps miteinander verdrahten, um automatisierte Abläufe zu gestalten. Der Kaufpreis ist nicht öffentlich bekannt, Matthew Panzarino schreibt bei Techcrunch aber von einer "soliden" Summe für das Team. Normalerweise hält sich Apple bei Übernahmen bedeckt und stellt die App zeitnah ein - diesmal gibt es ein Statement und die App ist seit der Bekanntmachung des Kaufs gratis. Die Funktionen könnten gut zum Ökosystem um den Assistenten Siri passen, analysiert Panzarino.
techcrunch.com, itunes.apple.com (App)

Meinung: Apple und Adobe haben die Gestalter vergessen.

Computer Symbol-150Gestaltung: Apple und Adobe ignorieren seit Jahren die Bedürfnisse derer, die für Druckprodukte gestalten, beobachtet Jason Harder. Ständige Veränderungen an MacOs zögen eine "unbezahlbare Upgrade-Spirale" nach sich - und rationalisierten wichtige Funktionen weg. Adobe richte sich zu sehr auf Onlinemarketing und große Konzerne aus. Harders Ausweg: Auf quelloffene Software und das Betriebssystem Linux wechseln. Das sei zwar kein Zuckerschlecken, aber den Standard-Wechsel von QuarkXPress zu Indesign habe die Branche einst auch geschafft.
printpraxis.net

Tool-Tipp: OpenStreetMap kann viel mehr als Google Maps.

OpenStreetMap150OpenStreetMap ist eine unterschätzte Ressource für Journalisten, findet Datenjournalist Lorenz Matzat. Das Kartenmaterial ist nicht nur eine Alternative zu einer teuren Google-Maps-Lizenz, sondern lässt sich viel detaillierter bearbeiten, als nur ein paar Punkte zu setzen. Im "Wikipedia für Geoinformation" kann jeder Infos hinzufügen, wodurch z.B. in Katastrophengebieten relativ schnell aktuelles Kartenmaterial verfügbar ist.
datenjournalist.de

Tool-Tipp: Madam bringt Multimedia ins richtige Format.

madam-system-150Tool-Tipp: Das Open-Source-System Madam erleichtert die Verwaltung von Multimedia-Dateien auf Webseiten. Madam bringt z.B. ein Video automatisch ins richtige Format für alle Ausspielwege und verspricht bis zu 80 % Zeitersparnis. Das System ist ein Nebenprodukt des Hintergrundmagazins DerKontext und steht nun allen Redaktionen gratis zur Verfügung.
derkontext.com/madam, vimeo.com (90-Sek-Erklärvideo)

Visualisierung macht Radio-Inhalte im Netz sichtbar.

Audiowave-150Visuelles Radio kann helfen, Audio im Netz sichtbarer und besser teilbar zu machen. Sandra Müller stellt verschiedene Ideen vor: So könnte bei transkribierten Interviews ein eingebundener O-Ton-Schnipsel klarmachen, wie etwas gesagt wurde, nicht nur was. BR24 experimentiert mit Videos, die auch Fotos und das gesprochene Wort als geschriebenen Text zeigen. Das Startup TapeWrite bietet die Möglichkeit, Audio zu visualisieren und direkt an verschiedene Stellen im Text zu springen.
radio-machen.de

Tool-Tipp: Google verschenkt Foto-Software Nik Collection.

turi2 tool tipp 150Tool-Tipp: Google verschenkt Nik Collection, eine Sammlung an Bildbearbeitungs-Programmen, die zuletzt noch 150 Dollar gekostet hat. Das Paket enthält Filter und Plugins für Photoshop, Lightroom oder Photoshop Elements. Die Tools stammen von der ursprünglich deutschen Firma Nik Software, die Google 2012 übernommen hatte.
de.ubergizmo.com, pcgameshardware.de, google.com/nikcollection

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Journalisten-Tools für Smartphone & Computer
Am 6. Juli stellen wir Ihnen in München die wichtigsten Tools für Journalisten vor. Egal ob digitales Gedächtnis, Organisator, Messenger oder auch zusätzliche Hardware: neben der Vorstellung erhalten Sie Tipps für die effektive Nutzung im Büro oder unterwegs. Weitere Informationen finden Sie hier.

Klick-Tipp: Elf Trends zum Wandel im Journalismus.

NYU-Journalism-150Klick-Tipp: Das Projekt "News Literacy 2016" der New York University analysiert elf treibende Kräfte, die den Journalismus verändern. Darunter sind Trends wie Personalisierung, Erfolg in der Nische und Erklär-Journalismus, der Lesern hilft, die News verstehen. Zu jedem Thema gibt es "Killer-Links", Folge-Hinweise für Koryphäen auf diesem Gebiet sowie hilfreiche Infografiken.
nyujournalism.org/

Sprachkurse für Flüchtlinge: Deutsche Welle kooperiert mit Bundesagentur für Arbeit.

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Business-Deutsch für Anfänger: Deutsche Welle kooperiert mit der Bundesagentur für Arbeit, um einen Online-Deutschkurs für Flüchtlinge zu entwickeln. Ab Herbst 2016 sollen "maßgeschneiderte Lehreinheiten" über die Webseiten und mobilen Angebote beider Partner bereitgestellt werden. Als Herzstück ist ein didaktisches Angebot für Lernwillige "ohne Vorkenntnisse" geplant.

Die Bundesagentur für Arbeit will mit dem Angebot Flüchtlingen den Einstieg in den deutschen Stellenmarkt erleichtern. So soll der in Module gegliederte Kurs zwar zunächst Basis-Deutsch lehren, für Fachkräfte soll es aber spezielle Angebote zu berufsbezogenem Wortschatz geben.
per Mail

Meinung: Digitalmagazinen fehlt gutes Redaktionssystem.

wordpress-multiplattform150Redaktionssysteme: Upload-Gründer Jan Tißler wundert sich, dass sich auch nach Jahren noch kein brauchbares Redaktionssystem aus einem Guss für digitale Magazine herausgeschält hat. Seine Wunschliste geht von Workflows über flexible Ausspielwege, Bezahlsysteme und eine passende Nutzerverwaltung. Zwar können Redaktionen sich selbst Lösungen zusammenklicken, etwa auf Basis der Blog-Software Wordpress. Die Tools sollten aber deutlich besser integriert sein, wünscht sich Tißler.
upload-magazin.de