Food-Lieferdienst Deliveroo zieht sich vom deutschen Markt zurück.


Foodbye: Deliveroo zieht sich aus Deutschland zurück – wie der Restaurant-Lieferdienst seinen Kunden mitteilt, hat es sich schon an diesem Freitag ausgeliefert. Deliveroo wolle sich lieber auf die Expansion in andere europäische Märkte sowie die Asien-Pazifik-Region konzentrieren. Eine Rückkehr auf den deutschen Markt schließt der Lieferdienst jedoch nicht aus.

Ein Grund für den Rückzug aus Deutschland dürfte die starke Konkurrenz sein. Insbesondere der niederländische Food-Liefer-Konzern Takeaway.com, Mutter von Lieferando, hatte sich in Deutschland zuletzt durch die Übernahmen von Lieferheld, Pizza.de und Foodora stärker aufgestellt.
food-service.de, focus.de

Food Trend Report: 16 % der Social-Media-Nutzer kaufen beim Discounter.

Ernährung: Hungrige 62 % der Nutzer sozialer Netzwerke, die sich zum Thema Ernährung geäußert haben, kaufen Lebensmittel in Supermärkten, 16 % bei Discountern und 9 % in Drogerien. Der Rest verteilt sich u.a. auf Bioläden oder Wochenmärkte. Das ermittelt der Food Trend Report 2019 aus 600.000 deutschsprachigen Kommentaren im 1. Halbjahr 2019. Am häufigsten wurde in den sozialen Netzwerken Aldi erwähnt – gefolgt von den Marken Rewe und Edeka.
locationinsider.de

Hör-Tipp: DFL-Digitalchef Andreas Heyden orientiert sich an Netflix und Amazon Prime.

Hör-Tipp: Andreas Heyden, Digitalchef der Deutschen Fußball Liga, sieht die DFL im "Horizont"-Podcast auf Augenhöhe mit der spanischen La Liga und der englischen Premier League. Die DFL-Tochter Sportcast als Produzent der Medienangebote könne Innovationen schnell umsetzen und sei nicht von externen Dienstleistern abhängig. Heyden denkt neue Produkte vom Endkunden und orientiert sich an Netflix und Amazon Prime. Mit ihrer Medien-Strategie richtet sich die DFL vor allem an Fans außerhalb Deutschlands und will keine Konkurrenz zu "Kicker" oder "Bild" sein,
horizont.net, soundcloud.com (38-Min-Audio)



Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Andreas Heyden Fans für die Fußball-Bundesliga fängt. (03/2017)

Russland fordert YouTube zur Zensur von Demo-Videos auf.



Liebesgrüße aus Russland: Russland fordert Google auf, Videos nicht genehmigter Proteste in Russland von YouTube zu löschen und Maßnahmen zu ergreifen, um deren Verbreitung zu stoppen. Mit Hilfe der Videos würde für die Proteste geworben, kritisieren russische Politiker. Sollte Google nicht reagieren, so die russische Medienaufsichtsbehörde, werde das Land dies als feindselige Einmischung in innere Angelegenheiten ansehen und sich vorbehalten, "angemessen" zu reagieren.

In Russland haben in den letzten Tagen mehrfach Menschen für freie Wahlen demonstriert. Bei den Kundgebungen kam es zu zahlreichen Festnahmen. Einigen der Videos aus den vergangenen Tagen zeigen hartes Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten.
haz.de, spiegel.de

Analyse: KI braucht für Deepfakes noch menschliche Hilfe, lernt aber schnell.

Deepfakes, also gefälschte Bilder und Videos, können immer nur so gut sein, wie die Daten, die ihnen zugrunde liegen, schreibt Florian Schauer-Bieche. Noch seien Algorithmen und künstliche Intelligenzen nicht intelligent genug, um allein und ohne menschliche Hilfe Fake-Videos zu erstellen, aber sie lernen schnell. Hinweise auf Fälschungen seien z.B. ein Missverhältnis von Licht und Schatten oder Unstimmigkeiten bei der Hautfarbe.
t3n.de

Hör-Tipp: Fairtube will YouTube zu Transparenz zwingen.

Hör-Tipp: Die Initiative Fairtube will – unterstützt von der IG Metall – YouTube zu mehr Transparenz zwingen, etwa bei Algorithmen und Video-Sperrungen. DLF "Breitband" stellt die Initiative vor, die YouTube ein Ultimatum bis zum 23.8. gestellt hat, um an den Verhandlungstisch zu kommen. Darüber, wie die YouTuber und Gewerkschafter die US-Plattform dazu bewegen wollen, schweigen die Initiatoren – genauso wie YouTube zu den Forderungen.
dradio.de (21-Min-Audio)

Zitat: YouTube-Chefin Susan Wojcicki glaubt, den Hass besiegen zu können.

"Wo zieht man die Grenzen der Meinungsfreiheit, und zensiert man, wenn man sie zu eng zieht, nicht Stimmen der Gesellschaft, die gehört werden sollten? Wir versuchen, ein Gleichgewicht zu finden."

YouTube-Chefin Susan Wojcicki, 51, sagt, die Plattform verschärfe die Richtlinien ständig. Dennoch werde es immer grenzwertige Inhalte geben. Sie glaubt, den Kampf gegen Hass dennoch gewinnen zu können.
theguardian.com

Gamingbranche schürt Hass, schreibt Entwicklerin Brianna Wu.

Videospiele verursachen keine Amokläufe, aber die Spielerkultur fördert den Hass, schreibt Entwicklerin Brianna Wu. Sie beschreibt u.a. Spieler, die Avatare schwarzer Mitspieler beschimpfen und lynchen oder weibliche Avatare an Alligatoren verfüttern. Die Spieleunternehmen würden solches Verhalten aus Angst, Spieler zu verlieren, meist ignorieren. Auch die Entwickler sieht sie in der Verantwortung, solchen Missbrauch schon bei der Programmierung zu unterbinden.
washingtonpost.com

Project Zero von Google hat bisher 1.600 Schwachstellen gefunden.

Zahl des Tages: Nur 131 der mehr als 1.600 Schwachstellen, die Googles Hacker vom Project Zero bisher entdeckt haben, betreffen eigene Produkte. Teamleiter Ben Hawkes sagt dem "Spiegel", die Konkurrenz zweifelte die gute Intention der Einheit anfangs an. Ob eine Schwachstelle wirklich von Hackern genutzt werden würde, lässt sich nicht sagen.
spiegel.de

Korrektur, 11.8.2019: In einer früheren Version hieß es, Project Zero hätte 31 Schwachstellen in Google-Produkten gefunden, es waren jedoch 131.

“Spiegel”: Die App Coin Master soll die neue Zocker-Generation züchten.

Coin Master: Die vermeintlich harmlose Daddel-App wird in der Glücksspielbranche als neue Einstiegsdroge gefeiert, berichtet Anton Rainer. Nutzer können zwischen zwischen 1,09 und 119,99 Euro in virtuelle Münzen investieren. Betreiber Moon Active spricht gezielt junge Nutzer an über Influencer wie Bianca "Bibi" Heinicke, Dieter Bohlen und Pietro Lombardi. Hinter der Firma stehen frühere Manager aus dem Sportwetten- und Zocker-Bereich. Die Medienanstalt NRW prüft die App.
"Spiegel" 33/2019, S. 69 (Paid)

Lese-Tipp: Emojis bilden aber eine “in Watte gepackte Realität” ab, schreibt Elisabeth Gamperl.

Lese-Tipp: Emojis sind das Verständigungstool der globalen Smartphone-Gesellschaft, schreibt Elisabeth Gamperl in der "Süddeutschen". Die inzwischen 3.000 Bildzeichen liefern die emotionale Tonspur zur getippten Information. Am Ende sei die Emoji-Welt jedoch eine "in Watte gepackte Realität", in der sich alle zu Hause fühlen, achtsam, divers und weltoffen seien.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. 11 - 13 (Paid)

Zitat: Bernhard Pörksen plädiert für weniger Netz-Pessimismus.

"Ich kann diesen Quatsch freihändig formulierender Apokalyptiker zunehmend weniger ertragen und würde sagen: Solche Theorien sind tatsächlich ein Symptom, und zwar für die Arroganz, den Antiliberalismus und den Aufklärungspessimismus ihrer Vertreter, die das potenziell mündige Subjekt und das eigenständige Individuum in ihren Großthesen vorschnell verabschieden."

Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen bezweifelt, dass Menschen sich durch soziale Netzwerke in Filterblasen verschanzen. Jeder Impfgegner werde immer wieder kritischen Kommentaren ausgesetzt.
tagesspiegel.de

Erfinderin Selma Stern verlässt “Bild Politik” Richtung New York.

Bild Politik verliert Ideengeberin Selma Stern, berichtet Daniel Häuser. Sie geht für Springer nach New York, um das Bezahlangebot von Business Insider zu leiten. Springer will noch nichts zur Zukunft des Magazins "Bild Politik" sagen. Es seien "verschiedene Optionen denkbar".
clap-club.de, turi2.tv (4-Min-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv (Februar 2019): Wie finden Sie die "wichtigen Fragen", Frau Stern?

Question Hub von Google sagt Publishern, zu welchen Suchanfragen Inhalte fehlen.

Google weiß doch nicht alles: Der Suchkonzern eröffnet mit dem Question Hub eine Plattform, auf der Nutzer Suchanfragen eintragen können, zu denen Google keine befriedigenden Ergebnisse liefert. Publisher können Einblick in die Liste erhalten, um passende Inhalte zu produzieren. Bisher ist der Dienst nur Indien, Indonesien und Nigeria verfügbar.
t3n.de, googlewatchblog.de

Facebook startet Bereich für Medieninhalte im Herbst.


Hier News-Ressort, dort News-Feed: Facebook will bis Ende 2019 einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten. Laut "Wall Street Journal" bietet Facebook Medienunternehmen bis zu 3 Mio Dollar pro Jahr, wenn sie ihre News oder Schlagzeilen dafür zur Verfügung stellen. Gespräche gebe es u.a. mit der "Washington Post" und dem Finanzdienst Bloomberg. Medien sollen selbst entscheiden, ob sie komplette Artikel bei Facebook platzieren oder Leser auf ihre Seite lotsen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat Pläne für ein eigenes News Tab bereits im Gespräch mit Springer-Chef Mathias Döpfner angekündigt. Mehr Details lässt das Unternehmen auch jetzt nicht raus. Laut "WSJ" sollen die angebotenen Deals mit Medien über drei Jahre laufen. Mitarbeiter loten demnach gerade die Stimmung im Markt aus. Auch Apple bietet sich als Partner für Medieninhalte an: In den USA gibt es etwa die Digitalkiosk-Flatrate Apple News+.
spiegel.de, wsj.com (Paid), cnbc.com, faz.net

Mitarbeit: Jens Twiehaus

USA: Facebooks Berufung zur Sammelklage wegen Gesichtserkennung abgelehnt.


Appgelehnt: Ein US-Bundesgericht hat Facebooks Berufung abgelehnt – das soziale Netzwerk hatte Berufung gegen eine Sammelklage gegen Gesichtserkennung eingelegt. In der Sammelklage wird Facebook vorgeworfen, biometrische Daten von Millionen von Nutzern ohne deren Zustimmung illegal gesammelt und gespeichert zu haben. Die Gesichtserkennung, die vor allem für die Markierungsvorschläge auf Fotos genutzt wurde, ist im Bundesstaat Illinois verboten.

Die Klage aus dem Jahr 2015 könnte Facebook eine Strafe in Milliardenhöhe kosten. Das Gesetz zum Schutz von biometrischen Daten in Illinois sieht Schadensersatz in Höhe von 1.000 Dollar für jede fahrlässige Verletzung und 5.000 Dollar für jede vorsätzliche Verletzung vor. Facebook ist der Meinung, die Praktiken der Gesichtserkennung stets offen kommuniziert zu haben. Nutzer hätten diese jederzeit ein- oder ausschalten können.
reuters.com, turi2.de (Background)

Studie: Junge Zielgruppe schaut täglich 78 Minuten Streaming-Videos.

Streaming übertrifft bei jungen Nutzern die Sehdauer vom klassischen TV. Die Zielgruppe bis 29 Jahre tummelt sich 1 Stunde und 18 Minuten pro Tag bei Netflix, Amazon Prime und Co, aber weniger als eine Stunde im linearen Programm, ermittelt die GfK für Burda. Zuschauer nehmen die Portale als umfassende Angebote wahr, obwohl Nachrichten und Sport fehlen.
burda.com

Flixbus kriegt noch einmal Geld und strebt nach Südamerika und Asien.

Flixbus sammelt weitere Millionen von Investoren ein und schmiedet neue Expansionspläne. Grüne Busse sollen auch in Südamerika und Asien rollen. Flixbus plant zudem ein Charter-Angebot für Gruppen und denkt über Flix2Fly nach – eine Plattform für grüne Flüge. Die Investoren geben laut Techcrunch offenbar mehrere hundert Mio Euro, nach einer 500-Mio-Finanzierungsrunde im Juli.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

DFL steigt bei Startup zur Überwachung von Content-Piraterie ein.


Ball Ahoi! Die Deutsche Fußball Liga hisst die Kriegsflagge im Kampf gegen Piraterie. Gemeinsam mit der Kölner Contentschutz-Firma Athletia gründet der Ligaverband das Startup Ryghts, das illegal verbreitete Bundesliga-Inhalte und Spielübertragungen finden und unterbinden soll. Die DFL hält 15 % an dem Joint-Venture und garantiert für sechs Spielzeiten einen jährlichen Auftrag in Höhe von rund einer Mio Euro.

Bereits seit 2015 spürt Athletia im Auftrag der DFL bei YouTube und Facebook unrechtmäßig verbreitete Bundesliga-Videos auf und lässt sie löschen. Die Erfolgsquote liegt laut "Handelsblatt" bei 90 %. Die Dienstleister, die für die DFL bisher illegale Livestreams im Web-TV überwachen, hätten eine schlechtere Trefferquote. Ab sofort übernimmt Ryghts daher die gesamte internationale Piraterie-Überwachung der Bundesliga. (Foto: nordphoto / Straubmeier / Picture Alliance; Montage: turi2)
dfl.de, handelsblatt.com

Marketingfirma sammelt mutmaßlich illegal Instagram-Daten.

Instagram: Die Marketingfirma Hyp3r soll über längere Zeit öffentlich zugängliche Daten von Nutzern gesammelt und vermarktet haben. Dank Standort-Daten konnten Hyp3r-Kunden etwa gezielt Nutzer ansprechen, die bei der Konkurrenz einkaufen. Facebook hat Hyp3r von Instagram verbannt, weil die Agentur ein Schlupfloch nutzte. Entwickler können seit 2018 eigentlich nicht mehr auf Ortsdaten zugreifen – dennoch blieb Hyp3r lange unentdeckt.
businessinsider.de, sueddeutsche.de

Chelsea Spieker moderiert englischen Steingart-Podcast.

Media Pioneer von Gabor Steingart startet einen englischsprachigen Podcast mit Moderatorin Chelsea Spieker. "The Americans" beginnt im September. Ab kommender Woche moderiert "Welt"-Vize Robin Alexander freitags das Morning Briefing – dem "Welt"-Verlag Springer gehören 36 % des Steingart-Unternehmens. Kabarettist Mathias Richling bekommt die wöchentliche Rubrik "Richlings Spottcast".
gaborsteingart.com

USA: Trump verbannt Geräte von chinesischen Tech-Firmen aus den Staatsbehörden.


Verbannt: US-Präsident Donald Trump macht ernst und verbietet US-Bundesbehörden ab dem 13. August, Telekommunikations- und Videoüberwachungsgeräte sowie Dienstleistungen direkt bei chinesischen Tech-Konzernen zu kaufen. Betroffen sind die Firmen Huawei, ZTE sowie Hytera und Hikvision, die als nationale Sicherheitsbedrohung eingestuft werden. Die USA befürchtet Spionage für die chinesische Regierung durch die Techkonzerne.

Vereinzelt sollen bei Bundesbehörden Ausnahmen beantragen werden können – wenn die Beteiligten nicht davon ausgehen, dass ihre Zusammenarbeit mit den jeweiligen Unternehmen eine Sicherheitsbedrohung darstellt. Präsident Trump hatte im Mai per Dekret den Notstand in der Telekommunikation ausgerufen – der Schritt galt als weiterer Schlag gegen das chinesische Huawei.
techcrunch.com, cnbc.com, turi2.de (Background)

Studie: Kunden surfen mobil langsamer als von den Netzbetreibern angepriesen.

Mobilfunk: Nur mit Top-Smartphones erreichen Nutzer in Deutschland gute Downloadraten, zeigt eine Auswertung von Opensignal. Im 4G-Netz würden im Durchschnitt nicht einmal 30 Mbps erreicht. Netzbetreiber werben hingegen mit weitaus höheren Downloadraten – Vodafone z.B. mit einer maximal erreichbaren Geschwindigkeit von 500 Mbps, die Telekom mit bis zu 300 Mbps.
handelsblatt.com

Motherboard: Microsoft-Mitarbeiter hören bei Skype-Anrufen zu.

Microsoft: Mitarbeiter können Skype-Anrufe, bei denen die automatische Übersetzungsfunktion genutzt wurde, nachträglich anhören, berichtet Motherboard. Die fünf bis zehn sekündigen Mitschnitte enthalten auch persönliche Belange, u.a. über Beziehungsprobleme oder Gewichtsverlust. Skype weist in seinen Nutzungsbedingungen darauf hin, dass Ausschnitte analysiert werden könnten – jedoch nicht, dass dies auch durch Menschen geschieht.
vice.com, spiegel.de

Otto lotst Online-Shopper ins nächstgelegene Geschäft.


Vernetzt gegen Amazonien: Otto verbindet seinen Onlineshop mit Vor-Ort-Händlern. Kunden sehen künftig auf otto.de, wenn ein Produkt in einem Einkaufszentrum der Umgebung verfügbar ist. Sichtbar sind Mieter in den 90 deutschen Shopping-Centern der ECE – das Unternehmen gehört der Familie Otto. Im nächsten Schritt sollen Kunden die Produkte auch reservieren, online bezahlen oder sich den Einkauf aus dem Laden schicken lassen.

Otto und ECE gründen für die Verknüpfung von Online und Offline das Joint Venture Stocksquare. Künftig sollen über Stocksquare auch Geschäfte auf otto.de erscheinen, wenn sie nicht Mieter in einem ECE-Center sind. Die Filialisten Brax, MyToys, SportScheck und Ulla Popken haben schon alle Läden mit otto.de verknüpft. Das Hamburger Handelsimperium Otto wehrt sich vor allem gegen Amazon. Dabei hilft die breite Basis: Neben den großen Online-Shops Otto.de und About You sind Shopping-Center wie die Kö Galerie Düsseldorf und die Europa Passage Hamburg Teil der Otto-Welt, sowie auch der Logistiker Hermes. (Foto: Otto Group)
otto.de, wuv.de, abendblatt.de

Handelsblatt und Google bieten gemeinsame Workshops an.

Handelsblatt und Google kündigen gemeinsame Seminare für digitale Weiterbildung an. Die Google Zukunftswerkstatt bietet kostenlose Workshops zu Onlinemarketing und Innovation im Verlagshaus an. Ziel sind 3.000 Teilnehmer. Google steigt außerdem als Partner beim Bildungsprogramm Ada von Miriam Meckel ein.
handelsblattgroup.com

Aus dem Archiv von turi2.tv (Oktober 2018): Miriam Meckel will mit Ada ein Wirtschaftswunder schaffen.

Twitter räumt unzulässigen Daten-Transfer an Werbekunden ein.

Twitter räumt eine mögliche Daten-Panne ein: Werbekunden sollen mehr als ein Jahr lang Daten für personalisierte Anzeigen erhalten haben, ohne dass Nutzer der Verwendung zustimmten. Dazu zählten das Land, in dem sich Nutzer befinden und Angaben, ob und wie lange sie Anzeigen anschauten. Twitter macht keine Angaben, wie viele Nutzer davon betroffen sein könnten.
spiegel.de

Kartellamt genehmigt D-Force von ProSiebenSat.1 und RTL.

D-Force: Das Kartellamt winkt das Joint Venture von ProSiebenSat.1 und Mediengruppe RTL durch. Beide Unternehmen wollen unter dem Namen D-Force eine automatisierte Buchungsplattform für Onlinevideo-Werbung und Addressable TV anbieten. P7S1 und RTL möchten damit eine gemeinsame Anlaufstelle bieten, die mit YouTube, Facebook und Instagram konkurrieren kann.
presseportal.de, turi2.de (Background, 4-Min-Video)

Aus dem Archiv (Juli 2019): SevenOne-Chef Thomas Wagner über die Pläne der D-Force.

ProSiebenSat.1 wächst durch Produktion und Commerce, Programm-Investitonen drücken den Gewinn.

ProSiebenSat.1 steigert den Umsatz im 2. Quartal 2019 um 4 % auf 947 Mio Euro, das Kerngeschäft schrumpft aber. Der Umsatz im Geschäftsbereich Entertainment, zu dem u.a. die linearen TV-Sender und Video-Plattformen gehören, geht bei sinkenden Werbeeinnahmen um 4 % auf 601 Mio Euro zurück. Wachstum kommt nur aus den Segmenten Content Production & Global Sales sowie Commerce. Der bereinigte Konzerngewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schrumpft um 18 % auf 213 Mio Euro. Grund seien u.a. Investitionen ins Programm wie die Live-Show "The Masked Singer". Der Streamingdienst Joyn erreicht knapp zwei Monate nach dem Start nach eigenen Angaben mehr als 3,8 Mio monatliche Nutzer, viermal so viel wie der Vorgänger 7TV.
presseportal.de, horizont.net, prosiebensat1.com (Detail-Bericht)

AT&T: Hacker zahlt Mitarbeitern Tausende Dollar für Zugriff auf Kunden-Smartphones.


Netzflucht: Ein Hacker hat Mitarbeitern des US-Telekomriesen AT&T jahrelang mehrere tausend Dollar gezahlt, damit diese ihm Zugriff auf die Smartphones der Kunden verschaffen. Ein Mitarbeiter habe laut dem US-Justizministerium über fünf Jahre insgesamt 420.000 Dollar erhalten. Der Hacker sei von AT&T-Kunden bezahlt worden, die das AT&T-Netzwerk mit ihren Telefonen verlassen wollten, eigentlich aber vertraglich daran gebunden waren.

Mit einer aus der Ferne installierten Malware hatte der Hacker Zugriff auf die Smartphones und konnte sie aus der Bindung an des AT&T-Netz entfernen. Das Justizministerium vermutet einen Schaden in Höhe von mehreren Mio Dollar für den Telekomkonzern. Auch auf firmeninterne Router und WLAN-Netze habe sich der Hacker Zugang verschafft. Dem 34-Jährigen drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.
theverge.com

Digital-Geschäftsführer Johannes Vogel verlässt die “Süddeutsche”.

Süddeutsche Zeitung verliert Digital-Geschäftsführer Johannes Vogel. Er verlässt das Unternehmen nach 18 Jahren, weil er sich nach Jahren der Transformation nun selber verändern wolle. Neu in die Geschäftsführung kommt Jens Kessler, Technologie-Chef der "SZ"-Mutter SWMH. Er führt die Digitalgeschäfte nun mit Verlagschef Stefan Hilscher.
wuv.de