Zahl des Tages: Video-Streaming per Glasfaserkabel ist am klimafreundlichsten.

Zahl des Tages: Überschaubare zwei Gramm CO2 verursacht die Übertragung eines Video-Streams in HD-Qualität per Glasfaserkabel pro Stunde, sagt eine Studie von Umweltministerium und UBA. Im 4G-Netz sind es 13, im 3G-Netz 90 Gramm pro Stunde. Firmen könnten Emissionen sparen, indem sie z.B. die Autoplay-Funktion auf ihren Seiten ausschalteten, empfehlen die Behörden.
sueddeutsche.de, umweltbundesamt.de (PM Studie)

Die Deutschen nutzen mehr Bewegtbild-Angebote.

Mediennutzung: Fernsehen und Radio bleiben in Deutschland dominant, so ein Ergebnis der aktuellen ARD/ZDF-Massenkommunikation Langzeitstudie. 72 % der insgesamt rund 213 Minuten täglichen Videonutzung entfallen auf lineares TV. Streaming-Angebote holen aber auf. Bei den 14- bis 29-Jährigen ist das Nutzungsverhalten genau andersherum, hier entfallen 72 % auf Streaming-Dienste. Erstmals seit 1964 nutzt diese Altersgruppe zudem mehr Video- als Audio-Inhalte. Der tägliche Audio-Konsum ist durch Corona leicht um 7 Minuten auf 179 Minuten gefallen, weil weniger Pendler*innen auf dem Arbeitsweg Audio nutzen.
presseportal.de

Ex-Medienmanager Stefan Hassels macht jetzt in Schuhe.

Kula Schuh: Das Berliner Startup Kula will mit fair und nachhaltig produzierten Sneakern und Lauf­schuhen "die Welt ein kleines Schrittchen besser" machen. Hinter dem Projekt steht Stefan Hassels, zuletzt Gesamt­vertriebs- und Marketing­leiter beim Fachverlag Huss Medien. Bei Startnext sammelt die Firma per Crowd­funding Geld für ihre erste Kollektion.
startnext.com/kula

Neue Produktionsfirma von Herbert L. Kloiber sieht sich unter den großen Playern.

Große Ambitionen: Night Train Media, die neue Produktions­firma von Herbert L. Kloiber, Sohn von Ex-Film­händler Herbert G. Kloiber, will "einer der größten deutschen Markt­teilnehmer in der internationalen Film- und Serien­produktion" werden, sagt Kloiber Junior im "Handelsblatt". Als aktiven Gesell­schafter hat er sich Philipp Haindl an Bord geholt, der mit seiner Holding Serafin bisher vor allem in Mittel­ständler investiert. Die Firma setzt auf den Inhalte-Hunger der Streaming-Dienste und ist auch für Zukäufe offen.
"Handelslatt", S. 44 (Paid)

Bundeskabinett gibt Kartellamt mehr Macht gegen Digital-Konzerne.

Bundeskartellamt soll mehr Befugnisse gegen Digital-Konzerne bekommen. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf von Wirtschafts­minister Peter Altmaier verabschiedet, der ein Eingreifen der Wetbewerbs­hüter schon bei einer "überragenden markt­übergreifenden Bedeutung" vorsieht statt bisher bei einer "markt­beherrschenden Stellung". Zudem sollen Nutzer*innen ihre Daten leichter zu anderen Platt­formen mitnehmen können.
"FAZ", S. 16 (Paid), handelsblatt.com

Bundesländer dulden Online-Glücksspiel vorzeitig.

Online-Glücksspiel: Die Bundesländer haben sich auf eine Übergangsregelung geeinigt, die Glücksspiele im Netz vorzeitig legalisiert, berichten die "Süddeutsche" und der NDR. Bisher illegale Online-Spiele sollen vorerst geduldet werden, die Anbieter müssen sich aber schon jetzt an die Regeln halten, die mit dem neuen Glücksspiel-Staatsvertrag erst im Sommer 2021 in Kraft treten.
"Süddeutsche Zeitung", S. 15 (Paid), tagesschau.de

Irische Datenschützer wollen Facebook Daten­austausch zwischen EU und USA verbieten.

Facebook-LogoFacebook muss womöglich seinen Umgang mit den Daten europäischer Nutzer*innen überarbeiten. Die irische Daten­schutz­behörde ordnet in einem vorläufigen Erlass an, dass Facebook Nutzer-Daten aus der EU künftig nicht mehr in die USA übertragen darf. Eine finale Entscheidung soll Ende 2020 fallen. Facebook warnt vor weitreichenden Auswirkungen für trans­atlantische Geschäfte.
politico.eu, wsj.com (Paid), reuters.com, nytimes.com, fb.com

Zitat: “SZ”-Geschäftsführer Stefan Hilscher schielt nicht nur auf Reichweite.

"Sie werden auf der Website täglich Geschichten finden, die interessant, aber keine Reichweiten-Könige sind. Und das muss so sein. Wenn man zu sehr nur auf Reichweite zielt, geht auf längere Sicht das Gespür für Qualität verloren."

Stefan Hilscher, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, sagt im "Horizont"-Interview, dass es auf die richtige Themen-Mischung ankommt, über die nicht er, sondern die Redaktion entscheidet.
"Horizont" 37/2020, S. 12 (Paid)

Netflix-Chef Hastings spricht in der “Zeit” von der Angst, obsolet zu werden.


Was kommt nach dem Binge-Watching? Netflix-Chef Reed Hastings sagt im Interview mit der "Zeit", der Streaming-Dienst schaue schon jetzt auf die Zeit nach den Serien-Boom: "Irgendwann werden Fernsehserien das sein, was für uns heute die Oper ist, eine alte Kunstform." Daher gelte es "neue Formen der Unterhaltung" auszuprobieren "jenseits von Filmen und Fernsehserien". Dabei schaut Hastings unter anderem auf TikTok: "Das ist noch kein Ersatz für TV-Shows. Aber das ist es, was Teenager machen, wenn sie nicht Netflix schauen." Das größte Risiko für Netflix sei es, obsolet zu werden. Hastings Rezept dagegen: "Es ist besser, viele kleine Risiken einzugehen, um dieses große Risiko zu verringern, als die kleinen Risiken zu vermeiden, nur um am Ende überholt zu werden." Deshalb setzt der Manager auf möglichst große Freiheiten im Unternehmen. Mitarbeiter*innen steht es frei, so viel Urlaub zu nehmen, wie sie wollen. Reisespesen bedürfen keiner Genehmigung.

Hastings fragt: "Ist die größte Gefahr für unsere Organisation, dass jemand zu viel für ein Geschäftsessen ausgibt? Oder ist die größte Gefahr, dass die Mitarbeiter versäumen, die Zukunft unserer Branche zu erfinden?" Kritiker*innen hält er entgegen, dass auch ohne Kleidervorschriften keiner nackt zur Arbeit komme, weil es gesellschaftliche Normen gebe. Die Kritik, Mitarbeiter*innen hätten Angst, gefeuert zu werden, teilt er nicht. Man müsse bereit sein "einen guten Mitarbeiter zu feuern, um stattdessen einen fantastischen einstellen zu können". Das führe zu Spitzenleistungen und sei "berauschend" für "sehr gute Leute, die mit sehr guten Leuten arbeiten wollen."
"Zeit" 38/2020, S.20 (Paid)

“Capital” führt ein digitales Bezahlangebot ein.

Capital-Ertrag: "Capital" startet ein digitales Bezahlangebot für 7,90 Euro im Monat inklusive E-Paper. Wer zusätzlich das Print-Heft haben will, zahlt 1,90 Euro mehr. Hinter der Paywall erscheinen nach und nach die Inhalte der Printausgabe sowie täglich mindestens zwei exklusive Artikel und ein Newsletter, sagt Chefredakteur Horst von Buttlar zu "Horizont". Ausgewählte Beiträge gibt es zudem als Audio. Auch die "Capital"-Podcasts werden Teil des Digital-Abos. Haupt-Erlösquelle bleibe aber weiter das Heft, so von Buttlar.
horizont.net (Paid), turi2.de/koepfe (Profil von Butlar)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie geht’s dem Kapital, Horst von Buttlar? (04/2020)

Das Kartellamt prüft die Kooperation von Telekom und Vodafone beim Netzausbau.

Telekom und Vodafone geraten unter die Lupe des Bundeskartellamts. Die Wettbewerbshüter prüfen die im Februar angekündigte Kooperation der Unternehmen beim Netzausbau in Regionen mit schlechtem Mobilfunkempfang, berichtet das "Handelsblatt". Das Kartellamt will sicherstellen, dass andere Netzanbieter dadurch nicht benachteiligt werden.
handelsblatt.com (Paid)

Zitat: Miriam Meckel sagt, wir müssen uns auf dauerhafte Veränderung einstellen.

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass es das Normale nicht gibt. Es gibt auch nicht das neue Normale, sondern es gibt nur die dauerhafte Veränderung."

Miriam Meckel sagt im Podcast von Gabor Steingart, dass die Digitalisierung und Corona gezeigt haben, dass unsere Gesellschaft die Fähigkeit entwickeln muss, sich permanent auf Neues einzustellen.
thepioneer.de (32-Min-Audio)

Zahl des Tages: Slack steigert im 2. Quartal um 49 % und macht weniger Verlust.

Zahl des Tages: Um 49 % auf knapp 216 Mio Dollar steigert der Büro-Kommunikationsdienst Slack seinen Umsatz im 2. Quartal 2020. Der Nettoverlust fällt mit knapp 75 Mio Dollar deutlich geringer aus als erwartet. Vor einem Jahr standen noch knapp 360 Mio Dollar Verlust in den Büchern. Die Anzahl der zahlenden Kunden wächst nach eigenen Angaben um 30 % auf über 130.000.
handelsblatt.com

IT-Sicherheit: Cyber-Banden gleichen ihre Arbeit der von Unternehmen an.

Cyber-Kriminelle arbeiten zunehmend wie Unternehmen, 9-to-5-Job inklusive, sagt Sherrod DeGrippo, IT-Sicherheits­expertin bei Proofpoint im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung. Die Banden nutzten oft die gleichen Tools wie die Firmen, die sie erpressen. Über die Cloud mieten die Angreifer Schadsoftware und Rechenkapzität, manche geben auch Tipps zur Absicherung des Netzwerks.
"Süddeutsche Zeitung", S. 22

BGH: Angehörige haben Anspruch auf Facebook-Zugang von Verstorbenen.


Digitaler Nachlass: Facebook muss den Hinterbliebenen von Verstorbenen direkten Zugriff auf deren Facebook-Konto geben, entscheidet der Bundesgerichtshof. Ein unstrukturiertes Datenpaket reicht nicht, berichten ARD und dpa. Geklagt hatte die Familie einer 15-Jährigen, die 2012 von einer U-Bahn erfasst und dabei getötet wurde. Die Angehörigen erhoffen sich aus Chat-Nachrichten Hinweise darauf, ob es sich um einen Suizid gehandelt hat. Schon 2018 hatte der BGH entschieden, dass das soziale Netzwerk das digitale Erbe des Mädchens an die Eltern übergeben muss. Facebook hatte der Familie aber lediglich einen USB-Stick mit einen 14.000-seitigen PDF-Dokument überreicht.

Nach Ansicht der Richter, muss Facebook den Eltern Zugang zum vollständigen Benutzerkonto gewähren, mit der Möglichkeit, "vom Konto und dessen Inhalt auf dieselbe Art und Weise Kenntnis nehmen zu können", wie dies die Verstorbene habe tun können. Dabei komme es nicht darauf an, dass die Eltern das Konto theoretisch auch aktiv nutzen könnten, wofür es aber keine Anhaltspunkte gibt. Im Urteil von 2018 hatte der BGH klargestellt, dass digitale Inhalte aus erbrechtlicher Sicht genauso zu behandeln sind wie Tagebücher und persönliche Briefe. (Foto: Timm Schamberger / dpa / Picture Alliance)
tagesschau.de, sueddeutsche.de

Radio Free Europe kehrt als Digital-Angebot nach Ungarn zurück.

Radio Free Europe nimmt seinen Betrieb in Ungarn wieder. Der vom US-Kongress finanzierte Sender hatte sein ungarisches Programm mit Ende des Kalten Krieges eingestellt. Als Reaktion auf den "starken Rückgang der Pressefreiheit" in Ungarn kehrt Radio Free Europe nun als Digital-Angebot zurück. Rund zehn Reporter*innen sollen "vertrauenswürdige, unparteiische" Nachrichten liefern sowie Podcasts und Videos produzieren.
sueddeutsche.de, orf.at, dw.com (Background)

Klambt gründet mit Steven Gätjen und Tim Affeld die Produktionsgesellschaft Elbgorilla.

Affen-Theater: Klambt startet gemeinsam mit dem TV-Moderator Steven Gätjen (Foto) und Tim Affeld, bei Klambt als Chefredakteur für "Grazia", "In" und OK!" verantwortlich, die Produktionsfirma Elbgorilla. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg soll sowohl Inhalte für TV-Sender und Streamingdienste produzieren als auch Podcast. Ferner entwickelt Elbgorilla crossmediale Branded-Entertainments für Unternehmen.

Für den NDR hat Elbgorilla bereits die Sendung "Carlo und Wigald auf Kur" mit Carlo von Tiedemann und Wigald Boning produziert, für das ZDF das Kino- und Serienmagazin "Filmgorillas". Außerdem verantwortet das neue Unternehmen den Audible-Podcast "Süß oder Salzig".
per Mail

Alexander Krug wird Digital-Chefredakteur bei NOZ Medien.

NOZ Medien ernennt Alexander Krug, 45, zum Chefredakteur für Digitales. Er soll sich in dieser Position um die digitalen Kanäle aller Verlage der Mediengruppe und die digitale Zentralredaktion in Hamburg kümmern. Zuvor leitete Krug u.a. bei der "Hamburger Morgenpost" den Digitalbereich und war dort Vize-Chefredakteur.
meedia.de, turi2.de (Krug verlässt "Mopo")

Dritte Partnerin: AFP prüft für Facebook Fakten in Deutschland.

AFP prüft für Facebook künftig Fakten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dafür will die Nachrichten­agentur ein eigenes Büro mit Journa­list*innen in Berlin aufbauen. Das Recherche-Netzwerk Correctiv und die dpa helfen Facebook seit 2017 beziehungsweise 2019 beim Aufspüren von Fake News.
about.fb.com, turi2.de (dpa und Facebook), turi2.de (Correctiv und Facebook)

Die “Tagesschau” will die Livestreams in den sozialen Netzwerken ausbauen.

Live is live: Die "Tagesschau" will die Livestreams in den sozialen Netzwerken bis "spätestens Ende des Jahres" ausbauen und live von Pressekonferenzen oder Demos berichten, kündigt Marcus Bornheim, Chefredakteur von ARD-aktuell, im "radioeins-Medienmagazin" an. Die Umbenennung der Kommentare als "Meinung" diene der Verständlichkeit, verteidigt Bornheim die Änderung.
wwwagner.tv (9-Min-Audio)

Die Polizei in Sachsen entschuldigt sich für einen Retweet über “linkes Pack”.

Polizei-Pardon: Die Polizei in Sachsen entschuldigt sich für einen Retweet, der im Zusammenhang mit den Leipziger Krawallnächten von "linkem Pack" spricht. Die Polizei löschte den Tweet nach öffentlicher Kritik vom offiziellen Account, es sei eine "unbeabsichtigte Handlung" gewesen und nicht "unsere Sichtweise". Vermummte hatten in Leipzig randaliert und auch die Polizei angegriffen.
faz.net, twitter.com (Entschuldigung)

Rezo ist sich seines privilegierten Lebens bewusst – und will ein Vorbild sein.

Rezo hat als weißer Mann in Deutschland im "Privilegienlotto total gewonnen", sagt der YouTuber beim Z2X-Festival von Zeit Online bei einer Video-Fragestunde. Rezo wolle seine Reichweite "im Positiven nutzen" - beispielsweise beim Thema vegane Ernährung: "Wenn ich Leuten mit meinem Veganismus auf den Sack gehe, dann kapseln die sich ab." Wichtiger sei "das Subtile", das Vorleben dieser Ernährung.
zeit.de (37-Min-Video)

Video-Tipp: Immer mehr Ägypterinnen werden nach TikTok-Postings angeklagt.

Video-Tipp: Immer mehr Ägypterinnen werden nach TikTok-Postings aufgrund vermeintlicher Verstöße gegen die öffentliche Moral angeklagt, berichtet ARD-Reporter Alexander Stenzel im "Weltspiegel". Ein Video, in denen eine junge Frau in einem bauchfreien T-Shirt tanzt, richte laut Justiz "großen Schaden in der ägyptischen Gesellschaft" an. Jurist*innen beklagen Willkür und Sexismus.
tagesschau.de (6-Min-Video)

Magazin-Startup Heyday: “Leuten die Angst vor dem Älterwerden nehmen”.


Statt Anti-Aging-Creme: Im Video-Interview mit turi2.tv sprechen Stephanie Neubert und Thorsten Osterberger über ihr 2019 gegründetes Medien-Startup Heyday. Das Online-Magazin liefert Interviews, bunte Make-up-Strecken und Bademoden-Shootings mit grauhaarigen Models. Eine Lektüre für Frauen ab 45, die in der restlichen Medienlandschaft unterrepräsentiert sind, wie Neubert und Osterberger finden. Vor der Gründung haben die beiden in den Redaktionen bekannter Frauen- und Modetitel gearbeitet. Ihr Urteil über die Inhalte der etablierten Konkurrenz: zu weichgespült, zu viel Optimierungszwang und "Männern gefallen wollen". Von ihrem eigenen Magazin erhoffen sie sich jetzt, dass es Frauen und andere Leser*innen stärker inspiriert als ermahnt – und die Generation Botox von ihrem Jugendwahn erlöst. Heyday schreibe für Menschen "50 plus, die sich nicht mit Birgit Schrowanges Mecki-Haarschnitt beim Backen, Gärtnern und Enkel-Bespaßen sehen", sagt Osterberger.
turi2.tv (12-Min-Video auf YouTube), instagram.com (Heyday-Kanal)

Netflix plant eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.


Keeping up with the Royals: Meghan und Harry werden bei "einem gewissen Prozentsatz der von ihnen produzierten Sendezeit" bei Netflix auch vor der Kamera stehen, schreibt die "Bild am Sonntag" über Details aus ihrem 135-Mio-Deal mit dem Streamingdienst. Welche und wie viele Sendungen das royale Paar liefern muss, sei noch ungeklärt - "bei einem Vertrag dieser Größenordnung eher ungewöhnlich", schreibt die Sonntagszeitung. Netflix wollte im Bieter-Rennen mit Rivale Disney+ "schnell und unbedingt den Zuschlag". Geplant sei u.a. eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.

Die Zusammenarbeit solle ähnlich wie beim Netflix-Deal mit den Obamas sein. Meghan arbeite u.a. an einem Drehbuch für eine Kinderserie, geplant sei zudem eine Sendung über die Invictus Games, eine Olympiade kriegsversehrter Soldat*innen - ein "Herzensprojekt" von Harry.
"Bild am Sonntag", S. 44 (Paid), turi2.de (Background)

Instagram bekommt mit dem kostenpflichtigen OnlyFans freizügige Konkurrenz.

Porno-Instagram: Die Plattform OnlyFans entwickelt sich zu einer Influencer-Plattform für nackte Tatsachen. Zuschauen darf nur, wer per View oder im Abo zahlt. Nach eigenen Angaben gibt es 25 Mio Nutzer*innen, davon 4.000 in Deutschland. Weltweit stellen bisher 500.000 Intimfluencer die Bezahl-Inhalte ein, für die User mindestens 3 Dollar pro verfolgten Account bezahlen.
mopo.de, welt.de, , youtube.com (17-Min-Video "Puls Reportage")

Wir graturilieren: “Impulse” wird 40.


Wir graturilieren: Das Unternehmer-Magazin "Impulse" wird heute 40 Jahre alt. Zur Party ab 19 Uhr kommen Unternehmer*innen aus drei Generationen digital zusammen und feiern mit dem Team um Herausgeber Nikolaus Förster (Foto). Um auch physisch mitfeiern zu können, hat die Redaktion an die Party-Gäste Sekt, Ahoi-Brause und "weitere absurde Dinge aus der Vergangenheit" verschickt, bei Spotify gibt's eine Playlist mit Musik aus dem Gründungsjahr.

In der Krise, findet Förster, "zeigt sich, wer in der Lage ist, schnell auf die neue Situation zu reagieren und sein Geschäftsmodell weiterzuentwickeln". In den vergangenen Monaten hat "Impulse" etwa den Austausch zwischen Unternehmer*innen mit "hunderten Videokonferenzen" organisiert. Auf die Zukunft schaut Förster "voller Optimismus", sein Team habe gezeigt, dass es die Marke "Impulse" immer wieder neu erfinden kann. Über Geburtstags-Glückwünsche freut er sich per E-Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ende der Reichweiten-Vermarktung: Nikolaus Förster macht “Impulse” zum Abo-Only-Magazin. (2/2019)



Mitarbeit: Markus Trantow

Ungarn: Ex-Crew des regierungskritischen Mediums Index plant ein neues Portal.

Ungarn: Die Ex-Mitarbeiter*innen des regierungskritischen Nachrichtenportals Index, die nach der Entlassung des Chefredakteurs aus Protest gekündigt hatten, gründen ein neues Portal: Telex soll "unabhängig, interessant, vielseitig, unterhaltsam und parteilos" informieren und sich zunächst aus Spenden finanzieren. Chefredakteurin wird Veronika Munk, frühere Vize-Chefredakteurin von Index.
derstandard.at

ProSiebenSat.1 und General Atlantic finalisieren Übernahme von The Meet Group.

Firmenhochzeit: Die Kartellbehörden haben der Übernahme des Lovoo-Mutterkonzerns The Meet Group durch ProSiebenSat.1 und General Atlantic zugestimmt. Mit der ParshipGroup sind sie bereits gemeinsam im Online-Dating-Markt vertreten, nun soll aus der Zusammenführung in der ParshipMeet Group ein internationales Schwergewicht entstehen. Für 2022 prüfen P7S1 und General Atlantic einen Börsengang des neuen Unternehmens.
prosiebensat1.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv: Parship-CEO Tim Schiffers spricht im Video-Interview bei turi2.tv über die Übernahme der Meet Group (Mai 2020):

Twitter und Facebook verpassen Trump-Posts Warnhinweise.

Wahlbetrugs-Warnung: Twitter und Facebook versehen erneut Posts von Donald Trump mit Warnhinweisen. Damit reagieren die Plattformen auf Aufrufe des US-Präsidenten zum Wahlbetrug. Darin ermutigt er seine Follower dazu, bei der Präsidentschaftswahl zweifach abzustimmen, wenn sie unsicher seien, ob ihre Briefwahlstimme wirklich gezählt worden sei.
dw.com, heise.de, twitter.com, facebook.com

Lese-Tipp: Chefs von Volkswagen und der Telekom inszenieren sich bei Social Media.

Lese-Tipp: Volkswagen-Chef Herbert Diess und Telekom-Chef Tim Höttges (Foto) inszenieren sich bei Instagram und Linked-in als "versierte Konzernstrategen", analysiert das "Handelsblatt" deren digitale Kommunikation. Es gehe um "Einfluss, Macht und Meinungsführerschaft", um auch abseits ihrer Reden auf der Hauptversammlung eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

EuGH-Urteil: Kostenloses EU-Roaming muss automatisch für alle Tarife gelten.

Roaming: Provider müssen Kund*innen automatisch auf einen Tarif ohne Zusatzkosten für Handy-Nutzung im EU-Ausland umstellen, stellt der Europäische Gerichtshof klar und entscheidet damit gegen die Praxis von O2. Die Telefónica-Marke hatte nur Verträge umgestellt, die zuvor schon einen regulierten Roamingtarif hatten. Andere Kundin*innen mussten dies erst per SMS beantragen, was unzulässig ist.
handelsblatt.com (Paid)

Facebook erlaubt eine Woche vor der US-Wahl keine neuen Polit-Anzeigen mehr.


Wake me up when election ends: Facebook-Chef Mark Zuckerberg kündigt an, dass sein Netzwerk ab dem siebten Tag vor der US-Präsidentschaftswahl am 3. November keine neuen politischen Anzeigen mehr ausspielen wird. Das soll Falschinformationen eindämmen, die bis zur Wahl womöglich nicht mehr richtiggestellt werden könnten. Anzeigen, die vorher gebucht und bereits einmal ausgespielt wurden, dürfen aber weiter laufen, so Zuckerberg. In einem Post schreibt der CEO, dass er ein erhöhtes Risiko von Unruhen fürchte, da das Land gespalten sei und es möglicherweise Tage oder Wochen dauern könnte, bis das Wahlergebnis endgültig feststeht.

Zuckerberg verweist in seinem Post außerdem auf die Zusammenarbeit mit Reuters. Geplant sei, die Posts von Kandidat*innen oder Parteien, die vor der endgültigen Auszählung der Stimmen einen Sieg verkündeten, mit korrigierenden Hinweisen zu versehen. Außerdem würden Beiträge gelöscht, die einen Zusammenhang mit erhöhter Corona-Ansteckungsgefahr bei der Wahl herstellten.

Facebook will es anscheinend besser machen als noch 2016 und sich diesmal mit einem ganzen Maßnahmenpaket vor dem Vorwurf schützen, nicht ausreichend gegen Falschinformationen und Wahl-Beeinflussung vorzugehen.
spiegel.de, theverge.com, facebook.com (Post Zuckerberg), edition.cnn.com, nytimes.com, turi2.de (Background)

“Süddeutsche” schafft 150.000 Digitalabos – auch dank Einsteigerpreisen.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung meldet 150.000 Digital-Abos. Damit hat das Blatt sein Jahresziel für 2020 bereits im August erreicht, teilt der Verlag mit. Im Herbst 2019 hatte die "Süddeutsche" die Abo-Struktur überarbeitet und um ein günstigeres Einsteiger-Abo für 9,99 Euro im ersten Jahr erweitert. Probe-Abos sind in der Zahl nicht enthalten - sie liegen laut "SZ" im konstant fünfstelligen Bereich.
horizont.net, swmh.de, turi2.de (Background)

Zitat: Marina Weisband hält Web-Teaser für ein eigenes Genre – und ein Problem.

"Ich kann nicht 200 Euro im Jahr für jede einzelne Zeitung ausgeben, aus der ich hin und wieder einen Online-Artikel lese."

Ex-Piratin und DLF-Autorin Marina Weisband ärgert sich über reißerische Vorspänne in Online-Medien. Wegen der Paywalls würden vielfach nur Teaser gelesen. Sind die zum Beispiel rassistisch, kann das auch ein differenzierter Artikel nicht entschuldigen, findet Weisband.
deutschlandfunk.de

Microsoft-Deutschlandchefin Sabine Bendiek geht zu SAP.

Microsoft-Deutschlandchefin Sabine Bendiek wechselt 2021 als Personalchefin in den SAP-Vorstand, teilt der Walldorfer Konzern mit und bestätigt damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche". Mit der Ernennung Bendieks durch den Aufsichtsrat steht jetzt eine Nachfolgerin für Stefan Ries fest, der das Unternehmen im Mai verlassen hat. Ab Mitte 2021 soll Bendiek zusätzlich die Rolle der COO übernehmen.
news.sap.com, wirtschaftswoche.de, ict-channel.com

Georg Koflers Social Chain übernimmt Klamotten-Shop von Til Schweiger.

Social Chain AG, Social-Media-Firma von Georg Kofler, schluckt über ihre E-Commerce-Tochter Urbanara den Klamotten- und Wohnzubehör Shop von Til Schweiger, Barefoot Living. Seine Marke solle durch die Übernahme "bekannter und erfolgreicher" werden, sagt Schweiger in einer Mitteilung. Er werde künftig u.a. als Markenbotschafter für Barefoot Living tätig sein.
dgap.de

Zahl des Tages: Maximal 1.000 Menschen besuchen die Ifa pro Tag und Veranstaltung.

Zahl des Tages: Maximal 1.000 Menschen pro Tag und Veranstaltung sind nach dem Hygienekonzept der Ifa, weltgrößte Konsumelektronikschau, bis Samstag in Berlin zugelassen - im Vorjahr waren es insgesamt über 238.000. "Es gibt ein hohes Bedürfnis, wieder einen direkten Austausch zu haben", sagt Kai Hillebrandt, Chef des Branchenverbandes Gfu, in der "FAZ". Die Miss IFA (Foto), Maskottchen der Messe, bekommt eine zeitgemäße "Optimierung".
"FAZ", S. 24 (Paid)

Amazons Algorithmen sorgen für die Verbreitung von Verschwörungsliteratur.

Desinformation: Amazons Algorithmen helfen bei der Verbreitung von Verschwörungstheorien, berichten Sebastian Meineck und Daniel Laufer bei Netzpolitik.org. Ausgehend vom Correctiv-Buch Corona: Geschichte eines angekündigten Sterben liste Amazon in einer Stichprobe von 355 Kauf-Empfehlungen 124 Bücher mit "einschlägiger Verschwörungsliteratur" sowie 56 impfskeptische Werke.
netzpolitik.org

Burda Forward stellt cookiefreie Werbe-Technologie “Sugarless” vor.

Burda Forward bereitet sich auf eine Werbewelt ohne Cookies vor: Die sebst­entwickelte Technologie "Sugarless" soll "kontext- und contentbasiert" funktionieren sowie "zustimmungsfrei und daten­schutz­konform" sein. Das System kann laut Burda Forward Inhalte analysieren, Bedeutungs­zusammen­hänge herstellen und mit Werbebotschaften verknüpfen.
wuv.de, lifepr.de