Zahl des Tages: Donald Trump hat eine App auf seinem iPhone.

Zahl des Tages: Genau 1 App hat Donald Trump auf seinem präsidialen iPhone, berichtet Mike Allen bei Axios. Wenig überraschend sei das die Twitter-App. Offenbar braucht Donald Trump nicht mehr zum Regieren. Zu Beginn seiner Amtszeit war er in die Kritik geraten, da er sein nicht ausreichend gesichertes privates Android-Gerät weiter genutzt hatte.
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Türkei fasst verurteilten "Nokta"-Chefredakteur bei Fluchtversuch.

Türkei Flagge 150Türkei fasst Murat Capan, ehemaliger Chefredakteur des geschlossenen Magazins Nokta, als er versucht, die Grenze nach Griechenland zu überqueren. Am Dienstag hatte ein Gericht Murat Capan und seinen Kollegen Cevheri Güven zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das Gericht wirft den beiden vor, einen "bewaffneten Aufstand" gegen die Regierung aufgewiegelt zu haben.
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Ex-Minister Wolfgang Clement nimmt Einfluss im Dauerlauf.


Macht macht müde Männer munter: Wolfgang Clement ist mit 76 Jahren umtriebig wie eh und je. Der Ex-Chefredakteur und Ex-Bundesminister bekleidet zig Ämter – weil ihn der Einfluss interessiert. Wach und fit halten Clement eine Stunde Jogging jeden Morgen, erzählt er bei der Launchparty für die turi2 edition Innovation in Düsseldorf. Im Videointerview sagt Clement: "Das Laufen ist eine unglaubliche Stunde der Konzentration und auch eine Stunde, um Neues zu entwickeln."

Clement ist u.a. Kuratoriumsvorsitzender des Lobby-Verbandes Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Oberaufseher bei Landau Media. "Mir geht es nicht ums Geld verdienen, ich hab überhaupt kein Verhältnis zum Geld", sagt Clement im Interview. "Die Möglichkeit, Dinge zu verändern, hält mich wach." Seine wichtigsten Leistungen seien die Agenda-2010-Reformen gewesen, für die er hart kritisiert wurde. Entscheidend sei aber, was hinten raus kommt – und Clement sieht seine Ergebnisse "in größerer Gelassenheit als früher" positiv.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Ägypten sperrt Websites von Al Jazeera und Huffington Post.

Ägypten sperrt den Zugang zu mehreren Nachrichtenseiten, darunter Al Jazeera und das arabischsprachige Angebot der Huffington Post. Laut Sicherheitskreisen sind die Seiten gesperrt worden, weil sie "Terrorismus unterstützen". Der Schritt kommt zwei Tage nachdem Äußerungen des Emirs von Katar verbreitet wurden, in denen er mehrere arabische Staaten kritisiert. Katar behauptet, die Aussagen seien gefälscht. Auch Saudi-Arabien und die Vereinten Arabischen Emirate haben in der Folge mehrere Internetseiten gesperrt.
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Basta: Achtung, Akteneinsicht.

Unverfrorene Zeitdiebe: Weil Journalisten Anfragen an den BND stellen, muss dort bald der 25-Stunden-Tag eingeführt werden. Denn, so das Bundeskanzleramt, man beobachte eine "schleichende Aushöhlung der Nachrichtendienste und ihrer Fähigkeit zur Aufgabenerfüllung durch Archivanfragen". Alle 6.500 BND-Mitarbeiter, das Referat Archivwesen und die Pressestelle ertrinken in den süßer-Brei-artigen Anfragen und knapsen Gerüchten zufolge bereits Zeit beim Zähneputzen und Luftholen ab.
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Bild des Tages: Barack Obama trifft Mathias Döpfner.


Döpfner meets Obama: Wie alle wirkt auch Barack Obama neben Mathias Döpfner etwas.. nunja.. eingelaufen, aber das Lächeln sitzt. Während seines Deutschland-Besuchs ist der Ex-US-Präsident zu Gast bei Axel Springer im Berliner Verlagshaus, Döpfner hat gemeinsam mit der Obama Stiftung zu einem kleinen Abendessen und Gespräch mit Obama in den Journalisten-Club eingeladen.
(Foto: Daniel Biskup / Axel Springer)Kommentieren ...

Facebook sperrt Inhalte, die Holocaust leugnen, nicht in allen Ländern, in denen dies strafbar ist.

Facebook-LogoFacebook: In 14 Ländern ist es strafbar, den Holocaust zu leugnen, das Netzwerk sperrt aber nur in acht dieser Länder, u.a. Deutschland, Belgien und Italien, entsprechende Inhalte. In internen Schulungsunterlagen schreibt Facebook, Inhalte würden nicht entfernt, "bis ein Land den politischen Willen nachgewiesen hat, nationale Zensurgesetze durchzusetzen".
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Zitat: Gerald Hensel will über extremistische Kommunikationswege aufklären.

"Dass jeder irgendwie gegen Hass ist, ist klar. Wie, von wem und wo dieser Hass zu welchem Zweck produziert wird: das ist die eigentlich interessante Frage."

Gerald Hensel, Ende 2016 Initiator der Initiative #KeinGeldFürRechts, will mit dem Kommunikatoren-Netzwerk Fearless Democracy die Zivilgesellschaft gegen Extremisten wappnen.
absatzwirtschaft.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Neue Interview-Reihe bei Zeit Online stellt Gästen nur eine Frage.

Zeit Online startet die neue Video-Reihe Eine Frage der Zeit. Tina Hildebrandt und Marc Brost, beide Leiter des Berliner Hauptstadtbüros, empfangen im wöchentlichen Wechsel prominente Gesprächspartner, denen sie nur eine Frage stellen. Die soll immer wieder auch einen Bezug zur aktuellen "Zeit"-Titelgeschichte haben und sich zu einem "kurzen, temporeichen Gespräch" entwickeln. Für die heutige Premiere setzt Zeit Online auf ein sicheres Pferd als Gast: Linken-Politiker Gregor Gysi.
turi2 - eigene Infos
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Zahl des Tages: EU beschließt Europa-Quote für Netflix & Co.

Europa EU-Flagge SterneZahl des Tages: Mindestens 30 % europäische Produktionen sollen Video-Abrufdienste wie Netflix und Amazon Video künftig im Repertoire haben. Die EU-Medienminister haben in Brüssel eine Änderung der EU-Medienrichtlinie beschlossen. Großbritannien, Dänemark, die Niederlande, Finnland und Luxemburg waren gegen eine EU-Quote, wurden aber überstimmt.
derstandard.at, dwdl.de1 Kommentar

Zitat: DJV-Chef Frank Überall fordert ein Presse-Auskunftsrecht auf Bundesebene.

"Bald ist Bundestagswahl. Lasst die Parteien wissen, dass wir ein Presseauskunftsrecht fordern."

DJV-Chef Frank Überall verlangt ein verbindliches Auskunftsrecht auf Bundesebene. Anlass ist der Vorwurf von "Bild" an das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Zeitung belogen zu haben. Dies müsse Folgen haben, sagt Überall.
twitter.com, facebook.com (Bundesamt für Verfassungsschutz)Kommentieren ...

Deutsches Internet-Institut entsteht in Berlin.

Deutsches Internet-Institut entsteht in Berlin. Die neue Forschungseinrichtung soll den digitalen Wandel erforschen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Ein Konsortium aus fünf Hochschulen und zwei außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus Berlin und Brandenburg gründet das Institut, das in den ersten fünf Jahren 50 Mio Euro erhält.
spiegel.deKommentieren ...

Zahl des Tages: 700 Seiten Trump-Dokumente veröffentlicht – alles Fake.

Zahl des Tages: Auf insgesamt 700 Seiten enthüllen die Trump Documents Strukturen und Arbeitsprozesse im Weißen Haus. Enthalten sind E-Mails, detaillierte Tagespläne sowie mit Buntstift ausgemalte Briefings für den Präsidenten. Der würde die Dokumente wohl als Fake News bezeichnen und hätte ausnahmsweise recht - der vermeintliche Scoop stammt von der Satire-Seite The Onion.
theonion.com via theverge.comKommentieren ...

Türkisches Gericht verurteilt Chefredakteure von Satire-Magazin zu 22,5 Jahren Haft.

Türkei Flagge 150Türkei verurteilt die beiden Chefredakteure des politischen Satire-Magazins Nokta, Cevheri Güven und Murat Capan, zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft. Das Gericht wirft ihnen vor, einen "bewaffneten Aufstand" gegen die Regierung aufgewiegelt zu haben. Im November 2015 stand in ihrem Magazin, in der Türkei beginne ein "Bürgerkrieg", dazu ein Foto von Präsident Erdogan, der ein Selfie vor einer Soldaten-Beerdigung macht.
horizont.netKommentieren ...

TV-Sender halten an Duell zwischen Merkel und Schulz ohne kleine Parteien fest.

TV-Duell zur Bundestagswahl: Die TV-Sender lehnen die Forderung von Grünen, Linken und FDP ab, auch Vertreter der Opposition zum TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zuzulassen. "Ein Duell ist ein Duell, also die direkte Auseinandersetzung zwischen zwei Kontrahenten", sagen ARD, ZDF, RTL und Sat.1 in einer gemeinsamen Stellungnahme. ARD und ZDF hätten bereits im April alle im Bundestag vertretenen Parteien zu einer TV-Debatte der Spitzenkandidaten eingeladen, die im September ausgestrahlt werden soll. Unter Umständen sollen daran auch AfD und FDP teilnehmen.
dwdl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ex-G+J-Chef Bernd Buchholz kandidiert auf aussichtsreichem Platz für die FDP.

 Bernd BuchholzBernd Buchholz, Ex-Vorstandschef von Gruner + Jahr, kandidiert auf dem 2. Platz der Landesliste der Nord-FDP für den Bundestag. Buchholz hat sich in einer Kampfabstimmung für den aussichtsreichen Platz durchgesetzt. Der Vorgänger von Julia Jäkel saß bereits vier Jahre im Landtag von Schleswig-Holstein, bevor er 1996 zu G+J kam.
liberale.de, kn-online.deKommentieren ...

Österreichs Kanzler Kern wirft Medien vor, das reale Leben der Bürger zu ignorieren.

Bundeskanzler Christian KernChristian Kern wirft den Medien vor, die "realen Lebensverhältnisse" der Menschen nicht zu behandeln. Die Newsroom-Macher seien zu sehr auf Klicks fixiert, sagt der österreichische Kanzler auf dem European Newspaper Congress. Das Ziel der Aufklärung verschwinde aus den Redaktionen. Auch die Politik sei gefordert, den Journalismus zu stärken. Kern habe Respekt vor den Zeitungen, die heute unter völlig anderen Bedingungen als vor 20 Jahren arbeiteten. Der SPÖ-Politiker fordert von Facebook, Google und YouTube, ihre Algorithmen offenzulegen.
news.at, derstandard.atKommentieren ...

Analyse: Regierungsnahe Medien hetzen in Polen gegen deutsche Zeitungsbesitzer.

Polnische Medien, die der Regierung nahe stehen, hetzen gegen deutsche Zeitungseigentümer im Land, analysiert Gabriele Lesser. Der Verlagschef von Ringier Axel Springer werde im Privatsender Republika als "Gauleiter" bezeichnet, der glaube, den Polen Vorschriften machen zu dürfen. Politiker und Juristen der Regierungspartei PiS arbeiteten intensiv an Gesetzen, mit denen die angebliche "deutsche Mediendominanz" gebrochen werden soll. Als Erstes wolle die Regierung dem Verlag Polskapress mit dem Mutterhaus Passauer Neue Presse an den Kragen gehen. 60 % der Polen befürworten laut einer Umfrage die geplante "Repolonisierung" der Medien.
taz.deKommentieren ...

Grüne, FDP und Linke wollen gemeinsames TV-Duell aller Parteien mit Chance auf den Bundestag.


Mitspielrecht für alle: Das TV-Duell zur Bundestagswahl sollte allen Parteien offenstehen, "die eine Chance auf den Einzug in den Bundestag haben", fordern Grüne, FDP und Linke in einem offenen Brief an die Chefredakteure von ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1. Nur so hätten die kleinen Parteien eine Chance, "mit den Spitzenkandidaten der Regierungsparteien direkt in Schlagabtausch zu treten". Unterzeichnet haben den Brief, der am morgigen Montag verschickt werden soll, Grünen-Chef Cem Özdemir, der Linken-Vorsitzende Dietmar Bartsch und FDP-Chef Christian Lindner. Auch zur Konfrontation mit der AfD sind die Parteispitzen vor laufender Kamera bereit, dabei sollte die Regierung sich jedoch "nicht aus der Verantwortung ziehen".

Nach jetziger Planung treffen Angela Merkel und Martin Schulz am 3. September aufeinander. Das Duell wird gleichzeitig von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 übertragen. Für Grüne, Linke, FDP und AfD plant Sat.1 ein separates TV-Duell. Kein Vergleich zur großen Bühne, kritisieren die Kleinen: "Wenn nur die Regierenden diese Arena und Aufmerksamkeit bekommen, dann schadet das nicht nur dem politischen Diskurs an sich, sondern auch dem Ansehen der Medien." (Archivfoto: picture alliance/AP Photo, Montage: turi2)
spiegel.de, zeit.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Britischer Moderator James O’Brien streitet im Radio mit Brexit-Wutbürgern.

Radiomoderator James O'Brien ist einer der scharfsinnigsten Journalisten Großbritanniens und so etwas wie der britische Domian, schreibt Stefanie Bolzen. In seiner werktäglichen Anruf-Talkshow öffnet das Volk ihm seine Seelen, was nicht selten im Streit über den Brexit endet. O'Brien gibt dabei gar nicht vor, neutral zu sein und reagiert scharf und direkt, wenn ihm die Standpunkte seiner Anrufer nicht passen.
"Welt am Sonntag", S. 10 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Erschossener Journalist Javier Valdez fühlte sich in Mexiko alleingelassen.

"Früher standen wir Journalisten in der dritten Reihe, heute stehen wir ganz vorne in der Schusslinie und sind zur Zielscheibe von Militär, Polizei und organisiertem Verbrechen geworden."

Der mexikanische Journalist Javier Valdez, 50, war eine der letzten kritischen Stimmen Mexikos - am Montag wurde er auf offener Straße erschossen. Wer in Mexiko ernsthaften Journalismus betreibe, sei allein und finde aus Angst keinen Rückhalt in der Gesellschaft, sagt er im Interview, das er Ende Februar dem deutschen Blogger Airen gegeben hat.
faz.netKommentieren ...

Ex-SPD-Sprecher Lars Kühn berät Flughafen BER.

Pannenflughafen BER engagiert Ex-SPD-Sprecher Lars Kühn, 50, als Kommunikationsberater, schreibt "Bild am Sonntag". Für "strategische Beratung" erhalte Kühn einen Tagessatz von 2.000 Euro. Im Bundestagswahlkampf 2002 und 2005 hat er die gesamte Presse- und Medienarbeit der SPD verantwortet. Zuletzt war Kühn bis Ende Februar Vorstand der Berliner Unternehmens- und Kommunikationsberatung WMP EuroCom.
"Bild am Sonntag", S. 9 (Paid), vorab.bams.deKommentieren ...

Gründer Ev Williams sagt Sorry für Twitters Mitschuld an Donald Trump.

Twitter-Mitgründer Evan Williams entschuldigt sich für Donald Trump. In einem Beitrag der "New York Times" sagt Williams "Sorry", sollte Twitter mitverantwortlich dafür sein, dass Trump im Weißen Haus sitzt. Der US-Präsident hatte diese Vermutung selbst in einen Fox-Interview geäußert. "Das Internet ist kaputt", fürchtet Williams, der sich als Chef von Medium heute auf Langtexte fokussiert. Seine einstige Hoffnung, dass die Welt durchs Netz besser werde, habe sich nicht erfüllt.
nytimes.com, theverge.comKommentieren ...

Elysée-Palast veröffentlicht Bekenntnis zur Pressefreiheit.

Emmanuel Macron, neuer Staatspräsident in Frankreich, sieht sich genötigt, ein Bekenntnis seiner Regierung zur Pressefreiheit zu veröffentlichen. Für Kritik hatte die Auswahl der Reporter gesorgt, die Macron nach Mali begleiten dürfen. Laut Elysée-Palast seien nicht bestimmte Medienvertreter ausgewählt worden, vielmehr wolle Macron sich für "spezialisierte Journalisten" öffnen, die "einen anderen Blick" auf seine Arbeit hätten.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Video-Tipp: Jakob Augstein und Jan Fleischhauer diskutieren bei "Spiegel Daily" über "Bundeswehrmacht".

Video-Tipp:: Jakob Augstein und Jan Fleischhauer streiten in der ersten Ausgabe ihrer Video-Kolumne bei Spiegel Daily darüber, wie viel Wehrmacht noch in der Bundeswehr steckt. Fleischhauer bleibt meist ruhig, aber bestimmt, während Augstein ihm ins Wort fällt, wild gestikuliert und durch Gesten unmissverständlich wissen lässt, dass er Fleischhauers Meinung so gar nicht teilt. Insgesamt launig und unterhaltsam, auf einen gemeinsamen Nenner kommen beide Diskutanten wie in jeder Polit-Talkshow natürlich nicht. Für einen Schmunzler sorgt Fleischhauers Sohn, der sich als Überraschungsgast ins Bild schleicht. Augstein verrät als Fun Fact, dass er gedient und dabei bedient hat - in der Bundeswehr-Kantine.
daily.spiegel.de (10-Min-Video, Paid)Kommentieren ...

Türkei will Verleger Burak Akbay und weitere Journalisten verhaften.

Türkei Flagge 150Türkei ordnet die Festnahme des Verlegers Burak Akbay an. Sie wirft ihm und drei weiteren Mitarbeitern der regierungskritischen Zeitung "Sözcü" vor, Straftaten zugunsten der Gülen-Bewegung begangen zu haben. Die Verantwortliche für den Online-Auftritt der Zeitung, Mediha Olgun, sei bereits festgenommen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Akbay halte sich im Ausland auf.
n-tv.deKommentieren ...

Gabor Steingart greift "Spiegel" und "Zeit" für Martin-Schulz-Hype an.

Gabor Steingart schießt sich in seinem Morning Briefing auf "Spiegel" und "Zeit" ein. Der "Handelsblatt"-Herausgeber wirft den Blättern vor, den Martin-Schulz-Hype mit Titeln wie "Und dann kam Martin" ("Zeit") und "Merkeldämmerung" ("Spiegel") angeheizt zu haben. Steingart, der sich schon früh als Schulz-Gegner positioniert hat, vergleicht die Berichterstattung der Kollegen mit dem VW-Skandal: "Wenn bei Nachrichtenmagazinen die gleichen Verbraucherschutzgesetze gelten würden wie bei manipulierten Dieselmotoren, müsste man zumindest für diese Ausgabe sein Geld zurückverlangen."

Die Medien hätten die Neugier der Wähler als Wechselwille missverstanden, schreibt Steingart und feuert eine Breitseite Richtung Bernd Ulrich. Der Politikchef der "Zeit" formuliert in der aktuellen Ausgabe, dass kein Zweifel daran bestehe, "dass Martin Schulz ein politisches Großtalent ist". Steingart kontert: "Wo das Zweifeln verlernt wird, beginnt der Glaube. Und wo der Glaube beginnt, endet der Qualitätsjournalismus."
morningbriefing.handelsblatt.com2 Kommentare

"Wiwo" schleicht durchs lahme deutsche Internet.

Digital abgehängt: Die "Wirtschaftswoche" widmet sich in ihrer Titelgeschichte dem Internet-Entwicklungsland Deutschland, wo der schnelle Zugang zum Netz "allzu oft bestenfalls ein Trampelpfad" ist, schreibt Thomas Kuhn. In 23.000 deutschen Gewerbegebieten gebe es keine Glasfaserleitungen, zudem mangele es an einem klaren Rechtsrahmen zum Schutz vor Cyberangriffen.
wiwo.deKommentieren ...

Zitat: Sascha Lobo hält Gesetze und Algorithmen für den falschen Weg, gesellschaftliche Probleme zu lösen.

"Man darf nicht den Fehler machen, zu hoffen, wenn bloß das richtige Gesetz erlassen ist, wenn bloß Facebook den richtigen Algorithmus aus der großen Kiste holt – dann ist das ganze Problem gelöst."

Internet-Erklärer Sascha Lobo hält nichts davon, mit einem schnell durchgeboxten Gesetz gegen Hasskommentare im Netz ein gesellschaftliches Problem zu lösen. Heute berät der Bundestag über den Gesetzesentwurf von Heiko Maas.
taz.deKommentieren ...

Französischer Präsident Macron sperrt Journalisten aus dem Elysée-Palast aus.


L'état c'est moi: Journalisten dürfen die Sitzungen des neuen französischen Regierungskabinetts nicht mehr im Innenhof des Elysée-Palastes verfolgen. Der frisch gewählte Präsident Emmanuel Macron hat die Erlaubnis seiner Vorgänger, die Journalisten einen freien Zugang zum Sitz des Staatsoberhauptes gewährte, am Donnerstag aufgehoben, schreibt Michaela Wiegel in der "FAZ". Macron und sein Premierminister Edouard Phil­ip­pe würden "einen neuen Umgang mit der Presse pflegen", sagt Regierungssprecher Chris­to­phe Cas­ta­ner. Auch zum traditionellen "Familienfoto" der neuen Ministerriege waren keine TV-Kameras, sondern nur der offizielle Fotograf zugelassen. Unter Journalisten sorgten die neuen Regeln für Empörung.

Dazu passt, dass Macron seinen Ministern eingeschärft habe, nicht in jedes Mikrofon zu sprechen, das ihnen hingehalten werde, und sie zu "Vertraulichkeit, Disziplin, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein" ermahnt hat. Das neue französische Staatsoberhaupt will anscheinend verhindern, dass Intrigen und Konflikte über die Presse öffentlich ausgetragen werden, wie es in der Vorgänger-Regierung der Fall war. (Foto: picture alliance / abaca)
faz.net, blendle.com (Paid)1 Kommentar

Bundestagsfraktionen einigen sich auf Kompromiss zu Kameras im Gericht.

Kameras im Gerichtssaal: Der Rechtsausschuss des Bundestages hat sich auf Änderungen zum Gesetzesentwurf des Justizministeriums geeinigt. Demnach sollen Aufzeichnungen "historisch bedeutsamer Prozesse" erlaubt sein, jedoch nur Ton ohne Bild. Von den Urteilsverkündungen der fünf Bundesgerichte sollen auch Bildaufnahmen möglich sein, bevorzugt von justizeigenen Kameras. Solange die fehlen, sollen Pool-Lösungen dafür sorgen, dass jede Redaktion Bilder bekommt, auch wenn es zu viele Anmeldungen von Journalisten gibt.
sueddeutsche.de
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Fox-News-Gründer Roger Ailes, 77, ist tot.

Roger Ailes ist tot. Fox News bestätigte den Tod seines Gründers und langjährige CEOs. Er wurde 77 Jahre alt. Mitte 2016 musste Roger Ailes seinen Posten räumen, weil mehrere Mitarbeiterinnen ihm sexuelle Belästigungen vorwerfen. Auch politisch war Roger Ailes aktiv, arbeitete unter anderem als Medienberater für Richard Nixon, Ronald Reagan, George H.W. Bush und zuletzt Donald Trump.
bloomberg.com, spiegel.deKommentieren ...

AfD und FDP dürfen bei bundesweiten Privatsendern dreimal 90 Sekunden werben.

AfD und FDP bekommen zur Bundestagswahl gleich viel Werbezeit im Privatfunk, entscheiden die Landesmedienanstalten. Bundesweite Radio- und TV-Sender müssen beiden Parteien mindestens dreimal 90 Sekunden Werbezeit einräumen. CDU und SPD stehen mindestens acht Zeitfenster à 90 Sekunden zur Verfügung, Grüne, Linke und CSU je vier.
derwesten.deKommentieren ...

Deutscher Generalkonsul darf Deniz Yücel erneut im Gefängnis besuchen.

Deniz Yücel: Der deutsche Generalkonsul in Istanbul darf den "Welt"-Korrespondenten am morgigen Donnerstag zum zweiten Mal in türkischer Untersuchungshaft besuchen. Er will sich dabei u.a. ein Bild von den Haftbedingungen machen. Das Auswärtige Amt begrüßt die Erlaubnis, bleibt aber bei der Forderung, Deniz Yücel freizulassen.
welt.deKommentieren ...

Basta: US-Präsident Trump kupfert Rede aus Hollywood-Film ab.

Der Präsident und das filmreife Plagiat: US-Präsident Donald Trump hat mit der Entlassung des CIA-Chefs und der Weitergabe von Geheimdienstpapieren an Russland viele Probleme an der Backe. Da wollte er sich bei einer Rede an der Liberty University in Virginia offenbar Zeit sparen - und kupferte eine fremde Rede ab. Die Quelle: der Hollywood-Film Natürlich blond.
n-tv.deKommentieren ...

"Zapp": BND-Vorläufer unterwanderte den NDR- und WDR-Vorgänger NWDR.

Nordwestdeutscher Rundfunk: Der BND-Vorläufer Organisation Gehlen schleuste Agenten in den Vorgänger von NDR und WDR ein, um angebliche Staatsfeinde im Sender unter Kontrolle zu behalten, sagt "Zapp". Unterlagen aus dem BND-Archiv stuften den NWDR als "Gefahr für die Entwicklung einer gesunden westlichen Demokratie" ein. Der frühere Vize-Chefredakteur des WDR-Hörfunks August Hoppe sei bewusst im NWDR platziert worden. Der öffentlich-rechtliche Sender sei als eine Zentrale der kommunistischen Unterwanderung eingeschätzt worden.
ndr.deKommentieren ...