Twitter: Experten kritisieren Botswatch-Studie wegen Zweifel an der Methodik.

Twitter-Bots: Experten kritisieren die Methodik der Social-Bot-Studie des Berliner Startups Botswatch, da die genauen Kriterien der Methodik unklar seien, schreibt Robert Tusch. Die Zahlen seien nicht interpretierbar, da weder Studie noch Methode veröffentlicht wurden, erklärt Analyst Luca Hammer. Es sei kaum möglich, Bots maschinell zu erkennen, da so das Antwortverhalten einzelner Accounts nicht ausgewertet werde. In der Größenordnung sei das für Programme "nicht machbar".
meedia.de, turi2.de (Background)

Berliner Startup misst Rekordzahl an Roboter-Tweets seit Bundestagswahl.

Zwitschernde Roboter: Fake-Profile machen immer stärker politisch Stimmung, schreibt "Welt". Die Twitter-Debatte über den UN-Migrationspakt sei maßgeblich von Robotern beeinflusst worden. Diese hätten automatisiert Beiträge gepostet. Das Berliner Startup Botswatch visualisierte Twitter-Profile in einer Netzwerkwolke, um auffällige Verbindungen sichtbar zu machen: 28 % aller Tweets zum Migrationspakt seien Fake. Bei anderen politischen Debatten liege die KI-Quote bei bis zu 15 %.

Social Bots sind seit der Bundestagswahl nicht mehr so aktiv gewesen wie aktuell. Auch bei der Diesel-Affäre gebe es Versuche, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. KI-Postings zielen gegen die "westliche Wertegemeinschaft", sagt die Botswatch-Geschäftsführerin Tabea Wilke. Die genauen Urheber der Fake-Tweets seien schwer zu ermitteln, zum Teil kämen diese aus dem AfD-nahen Umfeld, so die Autoren der Studie.
"Welt" S. 8 (Paid)

Vodafones Unitymedia-Deal wird zum EU-Streitfall.

Kabel-Fusion: Die Unitymedia-Übernahme durch Vodafone gerät zur EU-Machtprobe, beobachtet das "Handelsblatt". Der EU-Jurist Michele Piergiovanni war schon beim Microsoft-Deal mit LinkedIn involviert und entscheidet, wie es mit der Fusion weitergeht. Vodafone begrüße die Prüfung, da bei wettbewerbsrechtlichen EU-Bedenken das als kritischer geltende Bundeskartellamt nicht mehr zuständig wäre.
"Handelsblatt", S. 20-21 (Paid), turi2.de (Background)

"Scheichlösung": Rundfunkgebühr darf nicht von Benzinpreisen abhängen, findet Joachim Huber.

Rundfunkbeiträge an die Inflationsrate zu koppeln ist eine "Scheichlösung", kommentiert Joachim Huber. Die Höhe des Beitrages müsse auch von der Leistung der Sender abhängig sein. Kostentreiber wie Benzin hätten keine direkte Auswirkung auf rundfunkspezifische Teuerungsraten.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Ministerin Karliczek setzt bei "5G-Milchkanne" auf Klischees, schreibt Frank Pergande.

5G-Ausbau: Ministerin Karliczek hat mit ihrer Milchkanne eine nachvollziehbare Botschaft unglücklich formuliert, schreibt Frank Pergande. Zunächst müsse flächendeckend 4G verfügbar sein, bevor 5G komme. Doch sprachlich greife Karliczek in die Klischeekiste. Weder gäbe es irgendwo noch die Milchkanne, noch den restlos hoffnungslosen Ort auf dem Lande.
"FAS", S. 8 (Paid)

Zahl des Tages: Fast jeder fünfte Job könnte durch Roboter ersetzt werden.

Zahl des Tages: Wissbegierige 18 % der Deutschen denken, dass eine Weiterbildung nötig wird, um durch die Digitalisierung nicht wegrationalisiert zu werden, zitiert die "Welt am Sonntag" aus einer Deloitte-Studie. Fast jeder fünfte deutsche Arbeitsplatz könnte laut OECD in den nächsten 20 Jahren durch Roboter ersetzt werden. Ökonomen rechnen an anderer Stelle mit neuen Jobs.
"Welt am Sonntag", S. 41 (Paid)

VW-Jurist belastet Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch.

VW-Abgasskandal: Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch soll schon etwa drei Monate vor Bekanntwerden der Dieselaffäre von einem VW-Juristen vom Abgas-Betrug bei US-Autos und den möglichen Kosten für Rückrufe und Schadenersatz erfahren haben, sagt der betreffende Jurist im Verfahren wegen Marktmanipulation. VW widerspricht. Pötsch, damals Finanz-Vorstand, ist heute für die Aufklärung des Skandals zuständig.
sueddeutsche.de, "Bild am Sonntag", S. 14 (Paid)

"Edison"-Chef Franz Rother muss sich für beleidigenden Tweet entschuldigen.

Zurückgerudert: "Edison"-Chefredakteur Franz Rother entschuldigt sich für einen beleidigenden Tweet, in dem er die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als "weiße, alte, hässliche Frau" bezeichnet. Er habe einen Witz machen, aber niemanden persönlich angreifen wollen, so Rother. Den Original-Tweet hat er inzwischen gelöscht. Der Werber und Feminist Robert Franken hatte zuerst auf den Tweet aufmerksam gemacht, anschließend zog er Kreise.

"Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe distanziert sich und twittert, dass der "Edison"-Chef kein "Handelsblatt"-Mitarbeiter sei. "Gleichwohl entschuldige ich mich aufrichtig bei ⁦‪Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel." Das "Handelsblatt" stehe für eine liberale Weltordnung, "wir dulden keine Form von Diskriminierung und Rassismus." Auch Geschäftsführer Frank Dopheide kontert den Tweet von Rother: "Wenn weiße Männer witzig sein wollen – geht es meistens schief."
twitter.com (Robert Franken), twitter.com (Rother-Entschuldigung)

Markus Söder und Dietmar Woidke kommen in den ZDF-Verwaltungsrat.

Polit-Aufseher: Der ZDF-Verwaltungsrat bekommt mit den Ministerpräsidenten von Bayern und Brandenburg, Markus Söder (Foto) und Dietmar Woidke, zwei neue Mitglieder. Das haben die Ministerpräsidenten auf ihrer Konferenz am Mittwoch beschlossen. Der CSU-Mann und der SPD-Politiker nehmen zwei zuletzt vakanten Posten ein, die durch die Länder besetzt werden. Die ursprünglich vorgesehenen Vertreter, Horst Seehofer und Olaf Scholz, durften die Position nicht wahrnehmen, da sie in die Bundesregierung gewechselt sind.
medienkorrespondenz.de

Australien beschließt neues Gesetz zur digitalen Überwachung.

Australien beschließt ein Überwachungsgesetz, mit dem Geheimdienste und Polizei Google, Apple und Co zwingen können, Daten herauszugeben, Nachrichten zu entschlüsseln und Hintertürchen in ihre Produkte einzubauen. Die Behörden können den Unternehmen auch verbieten, darüber zu sprechen. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen bis 7,3 Mio Dollar.
spiegel.de, derstandard.de

Bild des Tages: Angela Merkel besichtigt den Schauplatz für den CDU-Parteitag.


Abtrittsübung: Bundeskanzlerin Angela Merkel steht umringt von Reportern in einer Hamburger Messehalle. Sie hat heute den Schauplatz für den bevorstehenden CDU-Bundesparteitag besichtigt. Hier wird sie am Freitag nach 18 Jahren ihre letzte Rede als CDU-Vorsitzende halten, bevor die oder der neue Parteivorsitzende gewählt wird. (Foto: Michael Kappeler / dpa / Picture Alliance)

EU-Rat stimmt für Upload-Filter im Kampf gegen terroristische Inhalte.


Terror-Feuerwehr: Der EU-Rat macht den Weg für Upload-Filter frei und spricht sich für den Gesetzentwurf der EU-Kommission aus. Damit sollen Online-Plattformen dazu verpflichten werden, "terroristische Inhalte" innerhalb einer Stunde zu sperren oder zu entfernen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder YouTube müssten laut der Verordnung ihre Nutzungsbedingungen anpassen und deutlich machen, dass terroristische Inhalte nicht gespeichert werden dürfen und dies auch überwacht wird.

Die Regelung gilt für Plattformen, sobald sie ihre Dienste auf die EU ausrichten – auch wenn sie ihren Sitz nicht in der EU haben. Sollte ein Netzwerk systematisch gegen die Verordnung verstoßen, könnten Strafen in Höhe von bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes des Konzerns verhängt werden.

Der Digitalverband Bitkom kritisiert die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen, da der Entwurf auch Plattformen einbeziehe, "die zur Verbreitung terroristischer Inhalte überhaupt nicht genutzt werden", sagt Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Auch das zeitliche Fenster von einer Stunde sei problematisch, da jeder Mitgliedsstaat grenzübergreifend Löschungen fordern kann. Daher müssten auch kleine Unternehmen dauerhaft einen Bereitschaftsdienst engagieren. Automatismen zur Löschung von terroristischen Inhalten verstoßen aus Sicht des Verbands gegen das Verbot einer allgemeinen Überwachungspflicht.
heise.de, per Mail

Studie: Geoblocking macht Streaming-Nutzern im EU-Ausland immer noch Probleme.

Streaming funktioniert im EU-Ausland trotz der im April eingeführten EU-Regelung gegen Geoblocking nicht einwandfrei, ergibt eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Knapp 20 % der 2.500 Befragten haben seitdem Streaming im EU-Ausland genutzt, bei 49 % lief das Streaming nicht wie Zuhause. Das häufigste Problem war, dass in Deutschland verfügbare Inhalte im Ausland nicht oder nur teilweise angezeigt wurden.
horizont.net

Basta: Ein neunjähriger Aktivist engagiert sich für Schneeballschlachten.

Runde Sache: Ein Neunjähriger hat in der US-Gemeinde Severance eiskalt für Gerechtigkeit gesorgt, damit auch im Winter alle eine weiße Weste haben. Dank seiner Initiative sind die seit 1921 verbotenen Schneeballschlachten nun nicht mehr strafbar. Als nächstes will er das Gesetz zu Fall bringen, das sein Meerschwein zu einem illegalen Haustier macht.
faz.net

Basta: Trumps Cybersecurity-Berater hat das Internet nicht verstanden.

Dot-In-Blase: Rudy Giuliani, Trumps Cybersecurity-Berater, hat in einem Tweet ein Leerzeichen vergessen. Das Ergebnis: die Domain G-20.In, hinter der ein findiger Follower direkt eine heimliche Botschaft hinterlegt hat. Giuliani, der das Prinzip von Domains offenbar nicht verstanden hat, vermutet nun einen heimtückischen Eingriff vom Anti-Trump-versifften Twitter.
mashable.com, heise.de

Politico: Email-Accounts von Wahlkampfmitarbeitern der Republikaner wurden gehackt.


Ausgespäht: Ein Wahlkampfkomitee der Republikaner ist während der US-Kongresswahlen mehrere Monate lang ausgespäht worden, schreibt Politico. Konkret handelt es sich um Tausende Emails von vier Wahlkampfmitarbeitern. Sie wurden nicht veröffentlicht und auch nicht als Druckmittel eingesetzt.

Woher die Hacker kommen, ist nicht bekannt, das FBI ermittelt. Die Betroffenen wussten offenbar seit April von dem Angriff, hätten aber geschwiegen, um die internen Ermittlungen nicht zu behindern. Komiteemitglieder wie Sprecher Paul Ryan wussten selbst nichts von dem Angriff, bis das Nachrichtenportal mit Fragen dazu anklopfte.
politico.com

EU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich wollen Onlinewerbeerlöse mit 3 % besteuern.

Europa EU-Flagge SterneEU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich einigen sich auf einen Kompromiss und wollen die Onlinewerbeerlöse der Internetgiganten mit einer Umsatzsteuer in Höhe von 3 % besteuern, berichten dpa und AFP übereinstimmend. Die Digitalsteuer soll bis März 2019 beschlossen werden und im Januar 2021 in Kraft treten, sollte es keine Einigung innerhalb der OECD geben.
zeit.de

Verkehrsminister Scheuer und Finanzminister Scholz erhöhen PR-Ausgaben deutlich.

Polit-PR: Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU, Foto) und Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) erhöhen die PR-Ausgaben ihrer Ministerien deutlich, berichtet das "Handelsblatt" unter Bezug auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Scheuer werde mit dem Start seines "Neuigkeitenzimmers" die Ausgaben 2019 von 1 Mio auf rund 2,5 Mio erhöhen. Scholz kalkuliert 2019 mit 5 Mio Euro statt wie bisher 3,7 Mio Euro. Beide Minister begründen die Ausgaben mit für die Öffentlichkeit wichtigen Krisen wie dem Dieselskandal und den unsicheren Finanzmärkten.
"Handelsblatt", S. 11 (Paid), turi2.de (Background "Neuigkeitenzimmer")

Aus dem Archiv von turi2.tv: Minister Andreas Scheuer erklärt seine Kommunikation: Neuigkeiten-Zimmer und Instagram Live.

Nach "BamS"-Bericht: Grüner Rezzo Schlauch verlässt Aufsichtsrat von WMP.

BamS vs WMP: Die Berichterstattung der "Bild am Sonntag" über die PR-Arbeit der Agentur für Saudi-Arabien hat erste Folgen: Der Grüne Rezzo Schlauch verlässt den WMP-Aufsichtsrat, schreibt "BamS" in der aktuellen Ausgabe. Fragen nach dem Grund für den Ausstieg lasse Schlauch unbeantwortet. Die Zeitung hatte von einem internen Papier berichtet, in dem die Agentur behauptet, die Stimmung in deutschen Medien zugunsten Saudi-Arabiens beeinflusst zu haben. Via Meedia hatte Agentur-Chef Michael Inacker zum Gegenangriff geblasen und Mails zwischen einer "BamS"-Redakteurin und der Agentur weitergegeben. Sie sollen belegen, dass "BamS" die PR-Firma als "Full-Service-Agentur" für einen Saudi-Arabien-Bericht genutzt habe.
"Bild am Sonntag", S. 2, turi2.de, meedia.de (Background)

Ungarns Regierungsmedien werden zentralisiert.

Pressefreiheit: Ungarns Regierung fasst 476 regierungsnahe Medien in eine Holding zusammen. Laut Opposition soll Ministerpräsident Orban (Foto) die Zentralisierung angeordnet haben, damit Staatsmittel nicht unkontrolliert genutzt werden. Journalistenverbände wie der DJV kritisieren den Versuch, die Pressefreiheit einzuschränken. Das Kartellamt muss noch zustimmen.
persoenlich.com

Cambridge Analytica hat die Modemarken-Vorlieben für Mikrotargeting genutzt.

Facebook: Cambridge Analytica hat die Vorlieben für Modemarken von Facebook-Nutzern ausgewertet, um Mikrotargeting im US-Wahlkampf zu betreiben, erklärt Whistleblower Christopher Wylie. Menschen mit Interesse an Abercrombie & Fitch tendierten eher dazu liberaler zu sein, Wrangler-Fans seien in der Regel eher konservativ und auf "Ordnung" bedacht.
nytimes.com (Paid), adage.com

Zitat: Katarina Barley sieht sich bei der EU-Urheberrechtsreform als Vermittlerin.

"Es macht keinen Spaß, von den Verlegern, YouTube, Google und den Kreativen verhauen zu werden. Und am Ende werden sie mich vermutlich alle verhauen."

Bundesjustizministerin Katarina Barley hofft bei einer Podiumsdiskussion von "Süddeutscher Zeitung", Jetzt.de und der LMU darauf, dass die Reaktionen rund um die EU-Urheberrechtsreform dafür sprechen, dass ein guter Ausgleich zwischen allen geschaffen wurde.
"Süddeutsche Zeitung", S. 35

Zitat: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke findet Migrationspakt-Berichterstattung unvoreingenommen.

"Die Nachrichtenangebote von ARD-aktuell haben die Aufgabe, die unterschiedlichen Positionen im gesellschaftlichen Diskurs angemessen abzubilden."

"Tageschau"-Chefredakteur Kai Gniffke verteidigt im Interview mit der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit die Berichterstattung über den UN-Migrationspakt als "unvoreingenommen".
jungefreiheit.de

Peter Altmaier will deutschen Startups helfen.

Startups: Wirtschaftsminister Peter Altmaier gründet mit den Verbänden BDA, BDI, DIHK und ZDH eine Initiative, die Probleme von Startups – in der Ausbildung, mit der Bürokratie und mit der Finanzierung – angeht. Gründer sollen künftig z.B. mit einem Behördengang alles erledigen können, der Gründergeist belebt und der Zugang zu Kapital gefördert werden.
handelsblatt.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wirtschaftsminister Peter Altmaier macht sich für "Super-Mediathek" stark.

Die Bundesregierung will in der Bitcoin-Grauzone aufräumen.

Bundesregierung prüft die Gesetze für den Handel mit Kryptowährungen, liest die "FAZ" in der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des FDP-Manns Frank Schäffler. Darin verteidigt sie, dass die Finanzaufsicht Bafin Kryptowährungen als Finanzinstrumente eingeordnet hat. Das Kammergericht Berlin schrieb in einem Urteil, diese Einschätzung falle nicht in den Bafin-Aufgabenbereich. Die Bundesregierung will das nun mit Gesetzen ändern. Kritiker sagen, Bitcoin und Co seien keine Kryptowährungen, weil ihnen klassische Geld-Merkmale fehlen.
"FAZ", S. 25 (Paid)

"Le Monde" klagt gegen Frankreich, um amtliche Dokumente einzusehen.

Le Monde_150x150Le Monde will die französische Regierung juristisch dazu bringen, Dokumente herauszugeben. Die Zeitung gehört zum Investigativ-Netzwerk, das die Panama Papers und kürzlich die Implant Files veröffentlicht hat. Darin geht es um fehlerhafte Implantate. "Le Monde" hat bei der Recherche Infos bei staatlichen Stellen über die Zulassung verschiedener Geräte angefragt. Frankreich verweigert sie und beruft sich auf das im Juli erlassene Gesetz zum Schutz des Geschäftsgeheimnisses. Die unabhängige Instanz, an die sich Bürger in solchen Fällen wenden können, hat die Anfrage der Zeitung ebenfalls abgewiesen. "Le Monde" hat ein Schnellverfahren beantragt.
"FAZ", S. 15 (Paid)