Twitter verbannt Werbung von Kaspersky Lab.

Twitter verbietet dem russischen Sicherheitssoftware-Hersteller Kaspersky Lab, Werbung zu schalten. Das Geschäftsmodell von Kaspersky verstoße gegen die Werbevorschriften, schreibt der Kurznachrichtendienst. Kaspersky kündigt an, das für Twitter verplante Werbebudget an die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation zu spenden.
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Zitat: Richard David Precht sieht Digitalisierung als bisher verniedlichten Umbruch.

Richard David Precht"Der ei­gent­li­che Kern der Di­gi­ta­li­sie­rung be­steht darin, dass die Leis­tungs- und Ar­beits­ge­sell­schaft, wie wir sie bis­her kann­ten, zu Ende geht. Und das ist ein epo­cha­ler Um­bruch."

Philosoph Richard David Precht sagt im "Spiegel"-Interview, bisher seien die Folgen der Digitalisierung maß­los ver­nied­licht worden. Immer mehr Menschen merkten, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung ihre Le­bens­ver­hält­nis­se um­wälze.
"Spiegel" 17/2018, S. 78-80 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Im Kin­der­gar­ten mit Pro­gram­mie­ren für alle an­zu­fan­gen ist in je­der Hin­sicht Un­sinn. Mil­lio­nen un­ta­len­tier­te IT­ler braucht in der Zu­kunft nie­mand."

"War­um fin­den die Men­schen es auf ein­mal un­sitt­lich, dass die Di­gi­tal­kon­zer­ne ma­chen, was sie im­mer ge­macht ha­ben: Da­ten ab­schöp­fen, Men­schen aus­spio­nie­ren, Da­ten wei­ter­ge­ben, Pro­fi­le er­stel­len? Sie fin­den es un­sitt­lich, weil es Trump ge­nutzt hat. Wenn Cam­bridge Ana­ly­ti­ca die Da­ten an Ber­nie San­ders ge­ge­ben hät­te, wäre der Auf­schrei wahr­schein­lich sehr viel klei­ner, ob­wohl der ei­gent­li­che Skan­dal nicht die Wei­ter­ga­be an Trump war, son­dern, dass man Per­so­nen­da­ten ohne de­tail­lier­te Zu­stim­mung über­haupt kom­mer­zi­ell wei­ter­ge­ben kann."

"Das Si­li­con Val­ley folgt dem Men­schen­bild der Ky­ber­ne­tik. Es sieht den Men­schen als ei­nen ler­nen­den Or­ga­nis­mus, der als Re­flex­me­cha­nis­mus funk­tio­niert, nicht an­ders als eine Rat­te im La­bor. Und auf ge­nau die glei­che Wei­se ar­bei­ten die Leu­te, die die Al­go­rith­men bei Face­book pro­gram­mie­ren. Wenn ich weiß, was dich in­ter­es­siert, dann wer­de ich dir im­mer das emp­feh­len, was du magst."

"Es wird eine zen­tra­le Auf­ga­be des Staats sein, da­für zu sor­gen, dass wir nicht in eine Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft zer­fal­len. Ei­nen Ar­beits­a­del, der sei­ne Kin­der auf Pri­vat­schu­len schickt, und ein Mil­lio­nen­heer an Ab­ge­häng­ten, die durch eine im­mer aus­ge­fuchs­te­re Un­ter­hal­tungs­in­dus­trie be­spaßt wer­den, durch ein uni­ver­sel­les Las Ve­gas."Kommentieren ...

Datenschützer Johannes Caspar leitet Verfahren gegen Facebook ein.

Facebook-LogoFacebook: Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar leitet gegen Facebook ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Hintergrund ist der Datenmissbrauch durch Cambridge Analytica. Im Fall einer Verurteilung droht Facebook ein Bußgeld von bis zu 300.000 Euro. Ein Bußgeld hätte Signalwirkung, da die neue EU-Datenschutzgrundverordnung künftig auch deutlich höhere Strafzahlungen vorsieht.
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Plattenfirma BMG stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang.

BMG stellt die umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang vorerst kalt. Die Zusammenarbeit der Bertelsmann-Tochter mit den Musikern ruht. Nun soll es ein Gespräch mit den harten Jungs über ihre politische Haltung geben. In einem Song bezeichnen sie ihre Körper als "definierter" als den von Auschwitz-Insassen – für diese künstlerische Leistung erhielten sie einen Echo. BMG hatte bereits reumütig 100.000 Euro für eine Kampagne gegen Antisemitismus angekündigt.
faz.net (Paid)Kommentieren ...

BGH erlaubt AdBlock Plus.

Kein unlauterer Wettbewerb: Der Bundesgerichtshof weist eine Klage von Springer gegen Adblock Plus ab. Das Angebot des Werbeblockers stelle keine gezielte Behinderung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb dar, so der BGH. Adblock Plus versuche nicht, andere Unternehmen zu verdrängen, sondern verfolge in erster Linie das Ziel, seinen eigenen Wettbewerb zu stärken. Da der Anbieter damit Geld erziele, die Anzeige von Werbung auf Verlagsseiten über eine Whitelist zuzulassen, setze das Geschäftsmodel sehr wohl die Funktionsfähigkeit der Verlags-Websites voraus. "Der Klägerin ist auch mit Blick auf das Grundrecht der Pressefreiheit zumutbar, den vom Einsatz des Programms ausgehenden Beeinträchtigung zu begegnen, indem sie die ihr möglichen Abwehrmaßnahmen ergreift. Dazu gehört etwa das Aussperren von Nutzern, die nicht bereit sind, auf den Einsatz des Werbeblockers zu verzichten", lässt das Gericht ferner wissen.

Claas-Hendrik Soehring, Leiter Medienrecht bei Springer, kündigt an, dass Springer nun eine Verfassungsbeschwerde anstrebt: "Wir sehen im heutigen Urteil eine Verletzung der über Artikel 5 Grundgesetz geschützten Pressefreiheit, weil Werbeblocker die Integrität von Onlinemedien und deren Finanzierung gezielt zerstören." Außerdem plane Springer eine Klage im Hinblick auf das Urheberrecht, da Adblock Plus für seinen Dienst den Code der Springer-Websites verändere.

In erster Instanz war Springer am Landgericht Köln bereits mit dem Versuch, Adblock Plus zu untersagen, gescheitert. Im Berufungsprozess am OLG Köln gaben die Richter Springer Recht und forderten Adblock Plus zur Unterlassung auf, ließen aber Revision vor dem BGH zu. Das hat nun geurteilt und die Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben
juris.bundesgerichtshof.deKommentieren ...

ARD will kein weiteres Sparpaket vorlegen.

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm sieht kein weiteres Sparpotential bei der ARD – ohne Programmeinschnitte. "Die Vorstellung, dass wir jetzt schon zum 1.1.2021 erneut Hunderte Millionen ausweisen können, ist nicht realistisch", sagte er am Donnerstag in München. Er hofft auf eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab 2021, die er "Teuerungsanpassung" nennt. Bis morgen fordert die Rundfunkkommission der Länder eine Stellungnahme zu weiteren Sparüberlegungen des Senderverbundes.
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Waltraut von Mengden und Anina Veigel verschaffen Verlagen Gehör bei der Politik.



Sprachrohr der Verlage: "Wir stehen vor sehr ungleichen Rahmenbedingungen gegenüber den großen, amerikanischen Login-Giganten", sagt Waltraut von Mengden im Video von Horizont und turi2.tv. Sie ist die Erste Vorsitzende des Verbands der Zeitschriftenverlage in Bayern, der als Landesverband des VDZ auf regionaler Ebene Lobbyarbeit für die Belange der Zeitschriftenverleger macht. In der Münchner Staatskanzlei stößt sie damit auf offene Ohren: "Wir arbeiten sehr gut und sehr intensiv mit der bayerischen Politik zusammen." Besonders am Herzen liegt Waltraut von Mengden die Medienbildung. Mit dem VZB fordert sie ein verpflichtendes Schulfach, in dem junge Menschen lernen, Inhalte eigenständig zu bewerten.

Neben der Lobbyarbeit sieht sich der VZB, der 2018 seinen 70. Geburtstag feiert, als Netzwerk für seine Mitglieder. Geschäftsführerin Anina Veigel ist besonders wichtig, "dass sich die Mitglieder auch untereinander kennenlernen und ganz viele Visitenkarten getauscht werden". Regelmäßige Events und Kaminabende bieten die Möglichkeit dazu, ebenso die Jahrestagung an diesem Donnerstag in München.
turi2.tv (3-Min-Video anschauen bei YouTube)
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Facebook holt weltweit Nutzer-Einverständnis nach EU-Datenschutz-Grundverordnung ein.

Facebook-LogoFacebook holt sich ab dieser Woche von seinen Nutzern das okay für die Verwendung von persönlichen Daten ab, um der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung zu entsprechen. Auch Nutzer außerhalb der EU will Facebook um ihr Einverständnis bitten. Konkret geht es die Erlaubnis für personalisierte Werbung, die Verwendung von Daten zum politischen, religiösen und familiären Hintergrund, sowie die automatische Gesichtserkennung, die künftig auch in der EU wieder zum Einsatz kommen soll.
newsroom.fb.comKommentieren ...

Rundfunkbeitrag-Kläger zweifeln an Verfassungsrichter Ferdinand Kirchhof.

Rundfunkbeitrag: Zwei Kläger könnten das Verfahren am Bundesverfassungsgericht vorerst stoppen. Sie kritisieren, dass einer der Richter Ferdinand Kirchhof ist, Bruder von Paul Kirchhof, der als juristischer Vater der Beitragsreform gilt. Das Gericht soll im Mai entscheiden, ob die Erhebung des Rundfunkbeitrags vom Grundgesetz gedeckt ist.
"Handelsblatt", S. 18 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: Marius Müller-Westernhagen gibt als Echo auf den Echo-Skandal seine Echos ab.

"Eine Industrie, die ohne moralische und ethische Bedenken Menschen mit rassistischen, sexistischen und gewaltverherrlichenden Positionen nicht nur toleriert, sondern unter Vertrag nimmt und auch noch auszeichnet, ist skrupellos und korrupt."

Musiker Marius Müller-Westernhagen gibt alle seine sieben Echo-Trophäen aus Protest gegen die Auszeichnung der Rapper Kollegah und Farid Bang zurück.
spiegel.deKommentieren ...

"Spiegel" besucht die NetzDG-Sachbearbeiter im Bundesamt für Justiz.

Netzwerkdurchsetzungsgesetz sorgt im zuständigen Bundesamt für Justiz bisher nicht für Stress, beobachten Melanie Amann und Marcel Rosenbach bei einem Ortsbesuch. Die zuständigen Beamten bearbeiten die wenigen Fälle analog. Das Amt sammelt die Nutzerbeschwerden in Aktenreihen auf Papier, sortiert nach sozialem Netzwerk.
spiegel.de, turi2.de (background)Kommentieren ...

USA kappen Hardware-Exporte an Chinas Telko-Ausrüster ZTE.

USA entziehen dem chinesischen Telekom-Ausrüster ZTE für sieben Jahre die Export-Lizenz für wichtige US-Hardware. Die Firma soll trotz Sanktionen den Iran und Nordkorea mit Mobilfunk-Technik beliefert haben, in der Komponenten aus US-Produktion verbaut sind. Die Aktien der US-Fiberoptiker Acacia und Oclaro fallen nach der Entscheidung rapide.
ft.com (Paid), bloomberg.com, barrons.comKommentieren ...

USA und Großbritannien kritisieren staatliche russische Hacker-Attacken.

Russland: Behörden der USA und Großbritanniens werfen staatlichen russischen Hackern vor, weltweit Regierungen und Infrastruktur anzugreifen. Sie würden u.a. Router infizieren, teilen das FBI und das US-Heimatschutzministerium sowie das Nationale Cyber-Sicherheitszentrum von Großbritannien mit. Russland habe Millionen Computer im Visier und bereite möglicherweise neue Angriffe vor.
faz.netKommentieren ...

Kim Dotcom plant einen Fileshop.

Kim Dotcom will einen Fileshop launchen, der Nutzern ermöglicht, ihre verschlüsselten Dateien auf anderen Plattformen zu verkaufen. Ob seine geplante Internetseite mit der URL k.im illegal genutzt werden wird, liege nicht in seiner Verantwortung, sagt der Internet-Unternehmer im Interview mit Spiegel Online. Seit Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten gebe es weniger Druck im Gerichtsprozess gegen ihn wegen Urheberrechtsverletzung.
spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zahl des Tages: 45 Journalisten wollen die Arbeit von Daphne Caruana Galizia vollenden.

Zahl des Tages: Genau 45 Journalisten von 18 internationalen Medien arbeiten zusammen, um die Recherchen der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia abzuschließen. An der Recherche beteiligen sich u.a. WDR, NDR, "Süddeutsche Zeitung" und "Zeit". Die Recherche-Ergebnisse sollen ab Dienstag veröffentlicht werden.
twitter.com (1-Min-Video), forbiddenstories.org, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Lese-Tipp: "Neue Osnabrücker Zeitung" interviewt RT-Moderatorin Jasmin Kosubek.

Lese-Tipp: RT-Moderatorin Jasmin Kosubek stellt sich im Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Fragen von Daniel Benedict und Burkhard Ewert. Darin sagt Jasmin Kosubek, es gäbe keinen "großen geheimen Plan" hinter RT deutsch und es sei mühsam, sich ständig als Kreml-Sprachrohr zu rechtfertigen. Anders als bei ARD und ZDF sei bei RT deutsch der Absender klar. Großen Einfluss könne ihr Kanal mangels Reichweite nicht auf die Gesellschaft ausüben.
noz.deKommentieren ...

DJV fordert Gesetz zur Regelung von Auskunftsansprüchen von Journalisten.

djv-LogoDJV spricht sich für eine gesetzliche Regelung der Auskunftsansprüche der Presse aus, auf Landesebene existiert sie bereits. Der DJV-Vorsitzende Frank Überall sagt, er sei besorgt über den Kommentar eines leitenden Beamten aus dem Kanzleramt, der schreibt, die Gatekeeper-Funktion herkömmlicher Presse verliere an Bedeutung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagt, es handele sich dabei nicht um die Position der Bundesregierung.
djv.deKommentieren ...

Viele Direktvertriebler sind graue Schafe, findet Claudia Groß.

Direktvertrieb in Deutschland braucht bessere gesetzliche Kontrolle, z. B. eine Behörde, die Unternehmen registriert, Provisionsregeln prüft und teure Starter-Kits verbietet, sagt Claudia Groß im "Handelsblatt"-Interview. Sie hat auf Verkaufspartys und Schulungen diverser Direktvertriebe recherchiert. Vertriebler seien oft nicht richtig geschult, was besonders bei Gesundheits- und Finanzprodukten gefährlich werden könne. Pyramidensysteme sind in Deutschland zwar verboten, aber nur schwer nachzuweisen.
wiwo.deKommentieren ...

"taz" recherchiert Verbindungen von AfDlern zu rechten Organisationen.

taz veröffentlicht ein Rechercheprojekt, bei dem sie untersucht hat, welche Mitarbeiter die AfD für den Bundestag eingestellt hat. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass 48 Mitarbeiter der AfD Verbindungen zu Organisationen der extremen oder der Neuen Rechten haben. Außerdem gibt es Verbindungen zu 30 rechtsextremen Organisationen.
taz.de, taz.de (Onlinevisualisierung)Kommentieren ...

Jurychefin des Literatur-Nobelpreis tritt nach Missbrauchsskandal zurück.

Literatur-Nobelpreis: Die Jury-Vorsitzende Sara Danius tritt zurück und zieht damit die Konsequenz aus einem Belästigungsskandal. Auch das Jurymitglied Katarina Frostenson tritt zurück. Insgesamt 18 Frauen werfen ihrem Ehemann Jean Claude Arnault vor, sie sexuell belästigt zu haben. Auch soll Arnault insgesamt sieben Male die Namen von Preisträgern vorab ausgeplaudert haben.
spiegel.deKommentieren ...

Regulierungsvorschlag: Facebook verpflichten, Daten nicht gegen das Interesse seiner Nutzer zu nutzen.

Facebook fb-logo-neuFacebook könnte in den USA nach dem Treuhand-Prinzip reguliert werden, schlägt Yale-Professor Jack Balkin vor. Demnach würden Cloud-Anbieter als Informations-Treuhänder klassifiziert, die nicht gegen die Interessen ihrer Nutzer handeln dürfen. Wie in den USA bereits bei Juristen, in der Medizin und in der Finanzbranche üblich, würden dann Gerichte bei Verstößen gegen dieses Gebot Strafen festlegen. Der Vorteil: Es bräuchte keine Mehrheit im Kongress, die derzeit schwer zu organisieren wäre. Der Verbraucherschutz sei bei dieser Lösung robuster als bei der EU-Regelung DSGVO, die Zustimmung der Nutzer verlangt - und damit ein leidliches Maß an Medienkompetenz bei den Nutzern voraussetzt.
theverge.comKommentieren ...

Bild des Tages: Angela Merkel guckt.


Ein Blick sagt mehr als Tausend Worte... und Bundeskanzlerin Merkel hebt bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem dänischen Ministerpräsidenten Rasmussen den Begriff "Töter-Blick" auf ein neues Level. Aber sie guckt nur – den Journalisten sagt Merkel nämlich, dass Deutschland sich nicht an einem Militärschlag in Syrien beteiligen wird. (Foto: Simone Kuhlmey / Pacific Press / picture alliance)Kommentieren ...

Interims-Chef von Cambridge Analytica tritt ab.

Alexander Tayler
Zurück ins Glied: Cambridge Analytica verliert nach nur drei Wochen seinen Interims-CEO Alexander Tayler. Cambridge Analytica schreibt, Tayler werde in seinen vorherigen Job als Daten-Verantwortlicher zurückkehren. Er soll sich um technische Untersuchungen und Nachfragen zum Datenskandal der Firma kümmern.

Laut "Wall Street Journal" soll Julian Wheatland neuer Chef der Datenanalyse-Firma werden. Wheatland ist zurzeit Vorstand des britischen Ablegers von Cambridge Analytica. Im März hatte Cambridge Analytica den langjährigen Chef Alexander Nix suspendiert.
wsj.com (Paid), zeit.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

E-Privacy-Verordnung wird zur politischen Hängepartie.

E-Privacy-Verordnung ist Gegenstand verbitterter Kämpfe in Brüssel, berichten Catrin Bialek, Till Hoppe und Ina Karabasz. Noch immer haben sich einige nationale Regierungen, darunter Deutschland, noch nicht auf eine Position festgelegt, um sie mit dem EU-Parlament zu verhandeln. Die Hängepartie sorgt für Verunsicherung bei den Unternehmen. Datenschützer, Internetkonzerne und Verleger werben für ihre Positionen.
"Handelsblatt", S. 20 (Paid)Kommentieren ...

Kongress-Anhörung: Reumütiger Mark Zuckerberg schließt kostenpflichtiges Facebook nicht aus.


Mit Spannung erwartete Aussage: Bei seiner Anhörung vor Vertretern des US-Kongresses zeigt sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg wie erwartet reumütig. Eingangs trägt er seine vorab bereits verbreitete Erklärung vor, in der er sich für den Datenskandal um Cambridge Analytica persönlich entschuldigt. Zuckerberg sagt: "Es tut mir Leid. Es war mein Fehler. Ich habe Facebook gegründet, ich leite die Firma und ich bin verantwortlich für das, was hier passiert ist." Durch mehr Transparenz und technische Maßnahmen will Facebook künftige Datenskandale verhindern.

Gleichsam räumt Mark Zuckerberg ein, dass es noch Jahre brauchen werde, ehe Hasspostings verlässlich durch automatische Maßnahmen erkannt werden können. Im weiteren Verlauf der Anhörung schließt Mark Zuckerberg eine kostenpflichtige Version von Facebook, die etwa auf Werbung verzichte, nicht grundsätzlich aus. Danach befragt, spricht er nur von einer Version von Facebook, die es stets kostenlos geben werde. (Foto: newscom)
tagesschau.de, faz.net, theverge.com, businessinsider.deKommentieren ...

Ungarn: Regierungskritischer Medienunternehmer wirft das Handtuch.

Ungarn: Der regierungskritische Medienunternehmer Lajos Simicska stellt den Betrieb seines Senders Lanchid-Radio und die vor 80 Jahren gegründete oppositionelle Zeitung "Magyar Nemzet" ein, seinen TV-Sender Hir-TV will er "rationalisieren". Der Schritt habe finanzielle Gründe. Die Redaktion der Wochenzeitung "Heti Valasz" hat er aufgefordert, nach einem Investor Ausschau zu halten, an den er verkaufen kann. Simicska warf Ungarns Regierungschef Viktor Orban 2015 vor, er wolle unabhängige Medien beseitigen und ging auf regierungskritischen Kurs.
derstandard.atKommentieren ...

EU-Kommission schlägt Gesetz für EU-weite Sammelklagen vor.

EU: Kommissarin Věra Jourová legt am Mittwoch einen Gesetzentwurf für EU-weite Verbraucher-Sammelklagen vor. Institutionen wie Verbraucherverbände sollen stellvertretend für Geschädigte auf Unterlassung oder Schadenersatz klagen können. Sie brauchen dafür kein Mandat, müssen aber ihre Finanzierung offenlegen und dürfen nicht profitorientiert sein. Jourová sagt der "Welt", es dürfe "nicht so billig sein, zu betrügen". Kollektivklagen gibt es bisher nur in wenigen EU-Ländern, darunter Frankreich, Italien und Spanien.
welt.deKommentieren ...

Meinung: Politico hat sich zum exklusiven Leserclub für Zahlungskräftige entwickelt.

Politico schließt den Großteil der Öffentlichkeit aus, weil das Angebot für eine Pflichtlektüre "für viele schlicht zu teuer" ist, findet Alexander Mühlauer und fragt sich, "was das noch mit klassischem Journalismus zu tun hat". Mit dem kostenlosen Newsletter Brussels Playbook wolle das Portal diesen Vorwurf entkräften.
sueddeutsche.deKommentieren ...

"Spiegel": Post will Parteien weiter Daten verkaufen.

Deutsche Post will auch weiter Daten über die politischen Tendenzen von Stadtteilen und Wohngebieten verkaufen, berichtet der "Spiegel". Das Angebot sei legal. Die Politik müsse vorgeben, ob es legitim sei, dass Parteien mit solchen Daten ihren Wahlkampf optimieren. Die Daten kämen nicht aus dem Brief- oder Paketgeschäft, sondern aus öffentlich zugänglichen Quellen.
"Spiegel" 15/2018, S. 61 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...