Verlage warten ab, bevor sie sich einer der Datenallianzen anschließen, beobachtet Roland Pimpl.

Verlage warten erstmal ab, ob die Datenallianzen ihnen nutzen, beobachtet Roland Pimpl. Das läge daran, dass bisher weder die Ausgestaltung der E-Privacy-Verordnung feststünde, noch der genaue Plan der Allianzen. Außerdem buhlen zwei Anbieter um Partner, die Verlage werden das beste Angebot aushandeln, statt sich jetzt schon entweder an Springer und Allianz oder ProSiebenSat.1 und Co zu binden.
"Horizont 33/2017", S. 16 (Paid)Kommentieren ...

Irland will gegen Steuernachzahlungs-Forderung der EU-Komission vorgehen.

Apple: Der irische Finanzminister Paschal Donohoe sagt, Irland treibe die von der EU-Komission geforderten 13 Mrd Euro zwar wie gefordert von Apple ein, werde aber rechtlich gegen den Beschluss vorgehen. Irland sei "nicht der globale Steuereintreiber für alle anderen". Die EU-Komission hat 2016 festgelegt, dass Apples minimale Steuerbelastung in Irland einer unzulässigen Beihilfe gleichkommt.
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Die YouTuber von #DeineWahl werden auch Martin Schulz befragen.

Bundestagswahl: Die YouTuber von #DeineWahl werden demnächst auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz befragen, das sei zwar noch nicht offiziell verkündet, aber inoffiziell ausgemachte Sache, schreibt Christian Meier. Vier YouTuber haben heute Angela Merkel interviewt, organisiert und redaktionell vorbereitet vom ProSiebenSat.1-YouTube-Netzwerk Studio71. Überraschende Erkenntnisse konnten die YouTuber der Kanzlerin nicht entlocken.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Anna Hunger fragt die Branche, was sie vom Verteilen des "Deutschland-Kuriers" hält.

Werbe-Verantwortung: Anna Hunger fragt die Branche, ob die Südwestdeutsche Medienholding verantwortungslos handelt, wenn sie im "Stuttgarter Wochenende" den rechten "Deutschland-Kurier" als Beilage mitverteilt. Der DJV findet die Angelegenheit irritierend, Madsack äußert sich nur schwammig, Schwäbisch Media stellt sich gegen das Hetzblatt. Der BDZV will sich in wirtschaftliche Belange der Verlage nicht einmischen. DuMont distanziert sich, auch, weil die Postille dem "Berliner Kurier" optisch arg ähnelt. Der Presserat hält den "Deutschland-Kurier" eher für "ein Vereinsblatt".
kontextwochenzeitung.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hope Hicks wird interimistische Kommunikationschefin im Weißen Haus.

USA: Donald Trump ernennt Hope Hicks, 28, zur vorläufigen Nachfolgerin von Anthony Scaramucci. Hicks arbeitet im Weißen Haus bisher als Direktorin für strategische Kommunikation. Als solche regelt sie z.B. den Zugang von Journalisten zum Präsidenten. Im Wahlkampf 2016 war sie Trumps Sprecherin, früher arbeitete sie in der PR für Trumps Firma und die seiner Tochter. Wie lange sie den Posten der Kommunikationschefin besetzen soll, ist nicht bekannt.
horizont.netKommentieren ...

Meinung: Merkel kommt in YouTube-Interviews gut weg, Nachfragen fehlen.

Angela Merkel profitiert von den vier Live-Interviews mit YouTube-Stars wohl am meisten, analysiert Ingo Rentz. In den Gesprächen hätten kritische Nachfragen gefehlt, die YouTuber hätten zu sehr ihre Fragen abgespult. Die Interviews hätten zudem frecher fragen können. Ein "kleiner Lichtblick" sei Alexander Böhm alias AlexiBexi gewesen, der auch mal die Kanzlerin unterbrach. Als Beispiel für Merkels lockeres Auftreten nennt Rentz die Beichte von Fragestellerin Ischtar Isik, sie habe noch nie jemanden von Angesicht zu Angesicht interviewt. Merkel antwortete: "Ihr allererstes Interview im Leben? Sonst machen Sie immer nur Selbstdarstellung?"

Motherboard wirft Merkel vor, das Kanzleramt zur Organisation des Interviews eingespannt zu haben. Die Absprachen liefen über das Bundeskanzleramt und nicht über das CDU-Wahlkampfteam. Merkel habe damit den Regierungsapparat für den Wahlkampf benutzt.
horizont.net, motherboard.vice.com (Bundeskanzleramt), youtube.com (106-Min-Video), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Faz.net startet den werktäglichen Wahl-Newsletter "Countdown".


Dahinter steckt immer ein Frühaufsteher: Faz.net startet einen Themen-Newsletter rund um die Bundestagswahl. Der "Countdown" wird bis zum Wahltag werktäglich um 6.30 Uhr verschickt und soll den Lesern morgens politischen Überblick verschaffen. Die Redaktion widmet sich dem Merkel-Schulz-Duell, Geschichten von hinter den Kulissen und schreibt, welche politischen Themen die Wahl beeinflussen. "Eingeordnet und mit persönlicher Handschrift der "FAZ"-Autoren", verspricht Mathias Müller von Blumencron in der Ankündigung. Der Countdown reiht sich in ein breites Newsletter-Angebot ein, die "FAZ" bietet noch 18 weitere Newsletter an, u.a. mit Politik-, und Finanzanalysen und Tageszusammenfassungen.
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Airbnb schmeißt rechte Nutzer raus und steht damit künftig in der Bringschuld, meint Eike Kühl.

Airbnb, der Chatdienst Discord, Paypal und die Crowdfunding-Plattform Patreon blockieren nach den Charlottesville-Vorfällen rechte Nutzer. Das ist legal und ähnlich wie das Hausrecht anzusehen, sagen Rechtsexperten. Fraglich ist allerdings, wie die Dienste rechte Nutzer identifizieren. Eike Kühl sieht außerdem das Problem, dass die Plattformen damit eine gewisse Bringschuld haben und ihre Haltung konsequent auch bei künftigen Neonazi-Veranstaltungen durchziehen müssen.
zeit.deKommentieren ...

Video-Tipp: Anthony Scaramucci besucht Late-Night-Talker Steven Colbert.

Video-Tipp: Donald Trumps Kurzzeit-Kommunikationschef Anthony Scaramucci besucht die "Late Show" mit Stephen Colbert. Dabei sagt er, Donald Trump hätte sich früher von weißen Rassismus abgrenzen sollen. Aus seiner Ablehnung gegenüber Steven Bannon macht Anthony Scaramucci keinen Hehl: Er hält den umstrittenen Berater für einen der Leaker. Ginge es nach ihm, wäre Bannon lange gefeuert.
youtube.com (10-Min-Video, Teil 1), youtube.com (3-Min-Video, Teil 2), welt.de
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US-Techfirmen gehen gegen Nazi-Inhalte vor.

Nazi-Websites: Die Domainanbieter GoDaddy und Google Domains kündigen ihre Dienste für die Neonazi-Website Daily Stormer, die zu teils gewaltsamen Demonstrationen Rechtsextremer im Bundesstaat Virginia aufgerufen und sich anschließend über eine getötete Gegendemonstrantin lustig gemacht hatte. Beide Firmen berufen sich auf Verletzung der Geschäftsbedingungen durch die Website, die sich an das deutsche Hetzblatt Der Stürmer aus dem Nationalsozialismus anlehnt. Facebook hat die Veranstaltungsseite zu der "Unite the Right"-Demo gelöscht. US-Techfirmen haben bisher eher gezögert, Hetze auf ihren Plattformen zu regulieren. Die US-Rechtsprechung definiert freie Meinungsäußerung breiter als u.a. in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien.
recode.net, welt.de, reuters.com, nytimes.com (Background Rechtslage)Kommentieren ...

Deutsche YouTuber halten sich mit ihrer politischen Meinung zurück.

YouTuber und Wahlen: Politik ist auf Unterhaltungskanälen auf YouTube nicht gut aufgehoben, findet Gronkh alias Erik Range. Abseits des YouTuber-Quartetts, das die Kanzlerin trifft, beschäftigen sich auch nur die üblichen Verdächtigen wie Tilo Jung mit den Wahlen. YouTuber mit sehr vielen Abonnenten halten sich dagegen fast alle komplett bedeckt.
spiegel.de, turi2.de (Kanzlerin-Treff)Kommentieren ...

Zitat: Grünen-Kampagnenmacher Robert Heinrich paktiert aus Pragmatismus mit Facebook.

"Wir müssen mit dem Facebook arbeiten, das es gibt, nicht mit dem Facebook, das ich gerne hätte. Als Campaigner muss ich pragmatisch sein. Ich plakatiere ja auch auf der Umgehungsstraße, die ich politisch verhindern will."

Grünen-Wahlkampfmanager Robert Heinrich kann für die Kampagne keine Rücksicht nehmen auf datenschutzkritische Töne unter grünen Genossen.
turi2.tv (4-Min-Video)

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Basta: Primaten-Personal für Trump.

Einmal mit Profis zusammenarbeiten: Donald Trump beherrscht das Prinzip "hire and fire" im Rekordtempo und hält wenig von Personal, das ihm geistig vorauseilt. Kurz bevor er alle möglichen Kandidaten für die Ämter im Weißen Haus verbraucht hat, hilft die Wissenschaft: Forscher haben Schimpansen das "Schere, Stein, Papier"-Spielen beigebracht, die Personal-Knappheit ist gebannt.
heute.deKommentieren ...

Zitat: Anthony Scaramucci hätte sich eine zweite Chance von Trump gewünscht.

"Natürlich hätte ich mir gewünscht, sie hätten mir ein Stück Seife gegeben und gesagt: Wasch Dir am Waschbecken in der Herrentoilette den Mund aus und mach weiter!"

Anthony Scaramucci, sagenhafte zehn Tage Kommunikationschef im Weißen Haus, spricht in der ABC-Show "This Week" über seine Amtszeit und gesteht Fehler ein. Über Donald Trump verliert er kein böses Wort.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Stephan Holthoff-Pförtner ist kein unabhängiger Medienminister, fürchtet die Opposition.

Unabhängigkeits-Zweifel: Die Ministerehrenkommission von Nordrhein-Westfalen hat sich bisher noch nicht mit Stephan Holthoff-Pförtner befasst, der seit kurzem Medienminister ist und gleichzeitig 16,7 % Anteile an der Funke-Mediengruppe hält. Juristen und Oppositionspolitiker zweifeln seine Unabhängigkeit an, auch wenn er seine Stimmrechte im Verlag an seinen Adoptivsohn übertragen hat. Die Landesregierung hat als wichtige Aufgabe die Erneuerung des WDR-Gesetzes auf der To-Do-Liste stehen, es geht um Werbezeiten und Aufsichtsratsplätze. Die Lokalradios fordern eine Werbebeschränkung für den WDR, Funke ist an 14 Lokalsendern beteiligt. Ministerpräsident Armin Laschet versichert, Holthoff-Pförtner werde sich nicht an Entscheidungen beteiligen, "die seine Verlagsgesellschaft unmittelbar betreffen".
nw.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Die Grünen setzen im Wahlkampf auf digitalen "Snackable Content".


Mit einem Happs sind die im Hirn: Die Grünen wollen im Wahlkampf vor allem digital auftrumpfen. Kern ihrer Kampagne ist schnell verdaulicher "Snackable Content" für soziale Medien. Die halbe grüne Kriegskasse wird für Werbung im Web geplündert, sagt Kampagnen-Manager Robert Heinrich im Video-Interview von turi2.tv. Heinrich ziert sich nicht, beim Datenfresser Facebook zu buchen: Schließlich plakatiere die Partei auch an Umgehungsstraßen, die sie politisch verhindern will.

Die Grünen-Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir möchten sich mit einem "Zukunfts-Wahlkampf" positionieren. Das bedeutet: nicht zurück zu alten Zeiten, sondern Gutes noch besser machen. Die Kernbotschaften lauten auf mehr Klimaschutz, mehr Integration und mehr soziale Gerechtigkeit. Die Themen sprechen viele junge Wähler an – und die wiederum sind digital unterwegs. Heinrich will aber auch gute Fernsehbilder inszenieren, weil er weiß, dass Grünen-Anhänger häufig "Tagesschau" gucken.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Das Interview ist Teil der Wahlkampf-Serie von turi2 und dem Hamburger Wahlbeobachter. Auch Peter Tauber (CDU) und Elias Kouloures (Piraten) sprachen schon über ihre Strategien. Tauber, Kouloures und Heinrich gewährten zudem einen Blick auf ihren Homescreen.Kommentieren ...

Regierungsnahe Medien in der Türkei werfen "Focus"-Journalist Spionage vor.

Focus Weltkugel ohne SchriftzugFocus erntet für ein Interview mit dem türkischen Oppositionsführer Kemal Kilicdarouglu den Zorn regierungsnaher Medien. Kilicdarouglu rät im Interview indirekt von Reisen in die Türkei ab, wo es "für niemanden eine Sicherheitsgarantie" gebe. Das Erdogan-nahe Blatt "Star" wirft Interviewer Frank Nordhausen vor, ein Spion zu sein. Nordhausen habe die Türkei inzwischen verlassen, schreibt "Focus"-Chefredakteur Robert Schneider im Editorial der kommenden Ausgabe.
meedia.deKommentieren ...

Basta: Deezer hilft mit Musik bei der Wahlentscheidung.

Playlistenkandidat: Mit Musik geht alles leichter - auch die Bundestagswahl. Das glaubt zumindest der Musik-Streamingdienst Deezer und liefert einen musikalischen Wahl-O-Mat. CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke haben ihre Playlisten abgegeben, neun Fragen ermitteln die größte musikalische Übereinstimmung. Die CDU etwa votiert für die deutsche Nationalhymne als prägenden Song ihrer Partei, die SPD fühlt sich mit "Denken Sie groß" von Deichkind gut beschrieben.
wuv.de, musik-o-mat.comKommentieren ...

Zur Bundestagswahl bringt "Cicero" ein unterhaltsames Wahl-Sonderheft heraus.

Cicero bringt zur Bundestagswahl ein Sonderheft heraus, bei dem "fast alle Texte mit einem ironischen Unterton versehen" sind, schreibt Daniel Häuser bei "Clap". Das Blatt mit 42.000 Auflage für 9,80 Euro liefert eine unterhaltsame "Gebrauchsanweisung zur Bundestagswahl". Im Heft gibt es u.a. launige Portraits von allen 48 Parteien, die zur Wahl antreten. Das Sonderheft erscheint am 17. August.
clap-club.deKommentieren ...

Zahl des Tages: Bundestagsfraktionen haben 2016 rund 4,6 Mio Euro für PR ausgegeben.

Zahl des Tages: Schlappe 4,6 Mio Euro haben sich die Bundestagsfraktionen 2016 ihre Öffentlichkeitsarbeit kosten lassen. Die Union schlachtet mit 1,4 Mio Euro das dickste Sparschwein zugunsten der öffentlichen Meinung, gefolgt von der Linksfraktion mit 1,3 Mio Euro, der SPD mit 1,0 Mio Euro und den Grünen mit 800.000 Euro.
abgeordnetenwatch.deKommentieren ...

Türkische Behörden erteilen Haftbefehle gegen 35 Journalisten.

Türkei Flagge 150Türkei hat Haftbefehle gegen 35 Journalisten ausgestellt. Die Behörden werfen den Journalisten vor, Mitglied der verbotenen Gülen-Bewegung zu sein. Unter den bereits Festgenommenen befindet sich Burak Ekici, Herausgeber der regierungskritischen Zeitung Birgün. Alle gesuchten Journalisten sollen die Messenger-App ByLock genutzt haben, was den türkischen Justizbehörden als Beweis für die Gülen-Mitgliedschaft gilt.
spiegel.de, handelsblatt.comKommentieren ...

Bundespresseamt schreibt Media-Etat neu aus.

Bundespresseamt schreibt seinen Media-Etat mit einem Volumen von rund 100 Mio Euro neu aus. Die PR-Behörde der Bundesregierung trennt erstmals Einkauf und Planung: Ab 2018 soll es eine zentrale Einkaufsagentur geben und drei Planungsagenturen für crossmediale Kampagnen, für rein digitale sowie für Out-of-Home- und Ambientmarketing. Das Bundespresseamt verspricht sich davon mehr Wettbewerb. Bisher hält die Wiesbadener Agentur Carat den Etat.
horizont.net, wuv.deKommentieren ...

Medien: Frühere niedersächsische Landesregierungen sprachen sich eng mit VW ab.

David McAllister (CDU)
Politisch heiße Steilpässe: Volkswagen hat dem damaligen CDU-Ministerpräsidenten David McAllister Kommunikationsrichtlinien vorgegeben und Pressemitteilungen vorab vorgelegt, berichten Medien. Volkswagen und die niedersächsische Staatskanzlei hatten demnach verabredet, sich gegenseitig mit "Steilpässen" zu bedienen und den politischen Ball zwischen Wolfsburg und Hannover hin und her zu spielen. Auch der damalige FDP-Wirtschaftsminister Jörg Bode, der sich nun über Ministerpräsident Stephan Weils Absprachen mit VW empört, war demnach beteiligt.

Ministerpräsident McAllister erhielt im Februar 2011 "generelle Statements als Antwort auf mögliche Fragen zum VW-Konzern". Bode ließ sich laut den Berichten für ein TV-Interview zur Vorbereitung "Informationen aus Sicht von Volkswagen" schicken. Laut Bayerischem Rundfunk führten VW und die Auto-Industrie schon unter Ministerpräsident Christian Wulff bei Regierungspapieren die Feder.
nwzonline.de, noz.de, br.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Hör-Tipp: Osborne hat sich als Chef des "Evening Standards" gemacht.

Hör-Tipp: George Osborne macht laut Beobachtern einen soliden Job als Chef der Londoner Zeitung "Evening Standard", schildert Sandra Pfister. Die Politik-Berichterstattung sei unter dem Ex-Finanzminister hervorragend. Doch ein Interessenkonflikt bleibe wegen Osbornes hohem Gehalt beim US-Fondsverwalter Blackrock. Auch mit Premierministerin Theresa May habe Osborne wohl noch eine Rechnung offen.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Neun Journalisten klagen gegen Entzug der G20-Akkreditierung.

Klage gegen Schwarze Liste: Neun Journalisten ziehen gegen das Bundespresseamt von Regierungssprecher Steffen Seibert vor Gericht. Sie wollen nachträglich feststellen lassen, dass es rechtswidrig war, ihnen vor dem G20-Gipfel in Hamburg die zuvor erteilte Akkreditierung wieder zu entziehen, schreibt Fatina Keilani im "Tagesspiegel". Insgesamt sind 32 Journalisten betroffen, die erst zugelassen und kurz vor dem Gipfel auf eine Schwarze Liste gesetzt wurden.

Laut Bundespresseamt habe es "Sicherheitsbedenken" gegen die Medienvertreter gegeben. Genauere Erklärungen gibt es nicht. Die Betroffenen werfen dem Bundeskriminalamt und dem Bundespresseamt vor, zu Unrecht gebrandmarkt worden zu sein. (Foto: dpa)
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Google stellt Wahl-Infos bereit und setzt am Wahlabend auf Live-Infos.

Google wird rund um die Bundestagswahl selbst zum Publisher: Alle Kandidaten können ihre Standpunkte in Infoboxen direkt innerhalb der Google-Suche platzieren. Am Wahlabend sollen ab Punkt 18 Uhr die ersten Prognosen online sein. Parallel sendet YouTube eine Wahl-Livesendung in Kooperation der ProSiebenSat.1-Tochter Studio71 und dem öffentlich-rechtlichen Jugendangebot Funk. Das ZDF streamt schon vorher das TV-Duell der großen Sender live auf YouTube. Zentrale Info-Plattform zu politischen Google-Suchdaten ist die Google-Trends-Seite 2Q17.de.
turi2 vor Ort bei der Wahlparty von Google in Berlin, 2Q17.deKommentieren ...

Funk sendet Live-Show am Wahlabend.

Funk, Jugendangebot von ARD und ZDF, macht es wie die Mutterkanäle und sendet am Wahlabend live. In der Sendung "Wahlgemeinschaft" führen mehrere Moderatoren durch den Abend und begrüßen Nachwuchspolitiker und YouTube-Stars. Zudem gibt es aktuelle Wahlergebnisse. Die Show soll 14- bis 29-Jährigen Politik näherbringen. Produzent ist die ProSiebenSat.1-Tochter Studio 71, die auch hinter dem YouTube-Interview mit Angela Merkel steht.
funk.net, turi2.de (Background)
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SWMH-Anzeigenblatt "Stuttgarter Wochenende" verbreitet AfD-nahen "Deutschland-Kurier".

Stuttgarter Wochenende, Anzeigenblatt der Südwestdeutschen Medienholding, hat seiner jüngsten Ausgabe die AfD-nahe Wochenzeitung Deutschland-Kurier beigelegt, berichtet die "Kontext:Wochenzeitung". Die Verbreitung des rechtspopulistischen Blatts war eine bewusste Entscheidung, sagt Bernhard Reese, Geschäftsführer der Zeitungsgruppe Stuttgart, bei der das Anzeigenblatt erscheint. Es sei nicht sein Job, die "Appetitlichkeit" von politischen Beilagen zu bewerten, auch solche Meinungen müssten einen "Marktplatz" finden. Zudem hat die Verbreitung 10.000 Euro in die Kasse des Verlags gespült.
kontextwochenzeitung.de
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Zahl des Tages: Trump hat laut "Vice" 2 Mal täglich eine Mappe mit positiven Berichten erhalten.

Zahl des Tages: Genau 2 Mal pro Tag hat sich US-Präsident Donald Trump laut Vice von seinen früheren Mitarbeitern Reince Priebus und Sean Spicer eine 20 bis 25 Seiten dicke Mappe mit positiven Nachrichten vorlegen lassen - um 9.30 und 16.30 Uhr. Damit hätten sie sich als Überbringer positiver Medienberichte, Tweets und Screenshots beweisen wollen. Trump habe von Kritik und schlechten Nachrichten nichts wissen wollen.
news.vice.com, mashable.comKommentieren ...

Lese-Tipp: Trump-Chefdeuter Lord soll CNN-Zuschauern zeigen, wie schräg Trump ist.

Jeffrey LordLese-Tipp: Jürgen Schmieder porträtiert Jeffrey Lord (Foto), der bei CNN den Trump-Chefdeuter spielt. Lord stelle sich als "tumben Hinterwäldler" und Trumps Gefolgsmann dar. Dies solle den liberalen CNN-Zuschauern zeigen, wie schräg Trump und seine Anhänger seien, schreibt Schmieder. Lord lasse sich seine Rolle als Prügelknabe des Trump-kritischen TV-Kanals ordentlich bezahlen.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Angela Merkel lässt sich von vier YouTubern interviewen.


Vier Influencer + Angie: Angela Merkel will zur Bundestagswahl ran an die junge Zielgruppe und lässt sich von vier YouTubern live interviewen. Das ProSiebenSat.1-YouTube-Netzwerk Studio71 organisiert und bereitet das Interview redaktionell vor. Der wohl bekannteste Fragesteller ist Mirko Drotschmann, 31, alias MrWissen2Go, der Journalist produziert auch eine Wissenssendung für den MDR. Die weiteren Interviewer sind Ischtar Isik, 21, auf Beauty und Fashion spezialisierte Influencerin, Lisa Sophie, 22, die einen Lebenshilfe- und Unterhaltungs-Kanal betreibt, und der Tech-Vlogger Alexander Böhm, 28, alias AlexiBexi. Zusammen erreichen die YouTuber rund 3 Mio Abonnenten.

LeFloid, der als erster YouTuber vor zwei Jahren Angela Merkel vor der Kamera hatte, ist nicht wieder mit dabei, obwohl er bei Studio71 unter Vertrag steht. Sein Interview wurde viel kritisiert, aber auch viel geklickt. Das 30-Min-Gespräch kommt bei YouTube auf mehr als 5 Mio Abrufe. Das neue Influencer-Gespräch soll am 16. August zwischen 13 und 14 Uhr auf den Kanälen der YouTuber laufen. Unter #DeineWahl können Nutzer Fragen stellen.
spiegel.de, dwdl.de, youtube.com/DeineWahl

Aus dem Archiv von turi2.tv: AlexiBexi über seinen Pakt mit dem NDR.
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Medien: Opposition weiß schon seit 2016 von Weils redigierter Rede.


Gut abgehangene Empörung: Die Opposition in Niedersachsen weiß offenbar schon seit knapp einem Jahr, dass Ministerpräsident Stephan Weil eine Regierungserklärung mit Volkswagen abgestimmt hat. "Süddeutsche Zeitung", WDR, NDR und dpa zitieren aus dem Protokoll einer vertraulichen Sitzung des NRW-Wirtschaftsausschusses im Jahr 2016. Damals hielt sich die Empörung der Opposition demnach in Grenzen. Der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode wollte "gar nicht so genau wissen", welche Passagen ausgetauscht wurden.

Die Landesregierung hatte die Abgeordneten aller Parteien zuvor darüber informiert, dass die Weil-Rede über die VW-Abgasaffäre dem Konzern zur Prüfung vorgelegt worden war. Es sei gängige Praxis, dass die Landesregierung öffentliche Erklärungen, Reden und Pressemitteilungen, die VW betreffen, dem Konzern vorab vorlege. Nun sagt Bode, aufgrund der Berichterstattung der "Bild am Sonntag" wisse man, dass nicht alle Kommunikation zwischen der Landesregierung und VW in der Akte enthalten war. (Foto: Holger Hollemann / dpa, Montage: turi2)
ndr.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)1 Kommentar

Zitat: Sigmar Gabriel verteidigt Text-Abstimmung mit VW.

"Die Vorwürfe gegenüber Herrn Weil finde ich abenteuerlich. Ich hätte mich - ich war Ministerpräsident in Niedersachsen, ich war auch mal im Aufsichtsrat bei VW - exakt genauso verhalten."

Außenminister Sigmar Gabriel verteidigt seinen Parteigenossen, den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der seine Regierungserklärung mit Volkswagen abgestimmt hat. Es wäre im Gegenteil ein Vorwurfsgrund gewesen, den Text nicht rechtlich mit VW abzustimmen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Basta: Hans-Dietrich Genscher macht wieder Wahlkampf für die FDP.

Never change a winning Pullunder: Mancher Liberale scheint von der Zugkraft der FDP-Spitzenkandidaten nicht ganz überzeugt und setzt lieber auf Nummer sicher. Nur so ist es zu erklären, was die "Süddeutsche Zeitung" im Münchner Vorort Ottobrunn entdeckt hat: Ein FDP-Wahlplakat, das nicht Christian Lindner zeigt, nicht Wolfgang Kubicki, auch keinen lokalen Liberalen, sondern FDP-Urgestein Hans-Dietrich Genscher. Das Plakat stammt von der Bundestagswahl 1987.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Staatskanzlei Niedersachsen veröffentlicht redigierte Rede von Stephan Weil über VW.

Niedersächsische Staatskanzlei hat unter dem Druck der Öffentlichkeit die Originalrede von Ministerpräsident Stephan Weil samt Änderungen von VW veröffentlicht. Zuvor hatte die Staatskanzlei den Bericht der "Bild am Sonntag", dass Volkswagen Weils Rede frisiert habe, "grob verzerrend und irreführend" genannt. Die damalige "Rückkopplung" der Texte mit VW sei aufgrund der laufenden Gespräche Volkswagens mit den US-Justizbehörden "absolut sachgerecht" gewesen.
tagesschau.de (redigierte Rede), stk.niedersachsen.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)1 Kommentar

Israel ordnet Schließung von Al-Jazeera-Büro an.

Israel macht Ernst und verbannt Al Jazeera aus dem Land. Kommunikationsminister Ayub Kara kündigt an, den Journalisten des arabischen Senders die Akkreditierung zu entziehen. Bei Kabel- und Satellitenbetreibern habe er beantragt, die Übertragung zu stoppen. Zuvor hatte Ministerpräsident Netanjahu mehrfach beklagt, dass seine Behörden nichts dagegen unternehmen, dass Al Jazeera nach seiner Ansicht zu Gewalt aufrufe.
derstandard.at, theguardian.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zu Besuch im Neuland: Die Piratenpartei will für die Bundestagswahl von Donald Trump lernen.


turi2 und der Hamburger Wahlbeobachter widmen sich vor der Bundestagswahl den Werbekampagnen der Parteien. Auch Peter Tauber gewährte schon Einblick in die CDU-Zentrale.

Entern kurz vorm Kentern: Werbetexter Elias Kouloures hat lukrative Agentur-Jobs hinter sich gelassen und widmet sich der Rettung der Piratenpartei. Als Kreativdirektor will er die heftige Schlagseite der einstigen Politik-Stars korrigieren. Kouloures äußert beim Bürobesuch von turi2.tv Anerkennung für Marketing-Könner Donald Trump: Er habe eine klare Botschaft konsequent kommuniziert.

Die Piraten gehen mit dem Slogan "Freu dich aufs Neuland" in die Kampagne zur Bundestagswahl. Eine positive Botschaft, die nicht nur das "Neuland" Internet meint, sondern auch die Utopie einer sozial gerechteren Gesellschaft. Kouloures will den Slogan digital und analog kommunizieren, weiß aber selbst, dass ihm eine schwere Schlacht bevorsteht. Manche in der Partei "verstehen Transparenz falsch", sagt er. Sie wollten alles öffentlich diskutieren, doch öffentlicher Streit wirke negativ auf Wähler. Die Fetzen sollen künftig also lieber intern fliegen, statt vor aller Augen in sozialen Netzwerken.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Elias Kouloures hat turi2 auch schon seinen Homescreen gezeigt. Und das komplette 10-Minuten-Gespräch finden Sie ungeschnitten hier:
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