"Focus": Russische Hacker planen Veröffentlichung gestohlener Bundestagsdaten.

Bundestags-Hack: Die russische Hacker-Gruppe APT28 bereitet womöglich die Veröffentlichung gestohlener Daten aus dem Bundestag vor, schreibt "Focus" und beruft sich auf Sicherheitskreise. Die deutsche Spionageabwehr und das BSI hätten registriert, dass APT28 bereits im Januar Domains wie btleaks.com angemeldet und eine Facebook-Seite eingerichtet habe.
"Focus" 26/2017, S. 16 (Paid), focus.deKommentieren ...

Bild des Tages: Indisches Dorf benennt sich nach Donald Trump.

Trump Village in Indien
Ein Dorf für den US-Präsidenten: Ein armes indisches Bauerndorf benennt sich in "Trump Village" um. Die Einwohner des Dorfes, die um ein Plakat herumstehen, erhoffen sich davon Aufmerksamkeit und Geld. Denn am Wochenende trifft Donald Trump den indischen Staatschef Narendra Modi in Washington. Die Idee zu der Umbenennung kommt von einer Nichtregierungsorganisation namens Sulabh, die das Dorf in Zusammenarbeit mit den Einwohnern mit Toiletten versorgt hat. (Foto: Tsering Topgyal/ AP Photo /picture alliance)Kommentieren ...

Union und SPD einigen sich auf Grundzüge des Netzhetze-Gesetzes.


Soziales Gesetzwerk: Union und SPD einigen sich auf Grundzüge des Gesetzes gegen Hasskriminalität im Internet. Das geplante Gesetz soll soziale Netzwerke wie Facebook verpflichten, offensichtlich strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde zu löschen oder zu sperren. Nicht eindeutige Fälle müssten innerhalb einer Woche entschieden werden.

Plattformen wie Facebook und YouTube sollen laut "Spiegel" einen Zustellungsbevollmächtigen in Deutschland einsetzen müssen. Dieser müsse innerhalb von zwei Tagen Behörden, die sich wegen illegaler Inhalte melden, Auskunft erteilen. Die Regierung wolle den sozialen Netzwerken erlauben, ein gemeinsames Zentrum zur Prüfung der Beschwerden einzurichten, das Informationen über seine Arbeit veröffentlicht.

Das Bundesjustizministerium unter Heiko Maas soll die Pläne nun schriftlich zusammenfassen. Die endgültige Einigung könnte kommende Woche folgen.
spiegel.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

BSI warnt vor Hacker-Angriff auf Manager und Beamte.

BSI warnt Manager und Behördenmitarbeiter vor Cyber-Attacken. Einen Angriff auf Regierungsnetze habe das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereits abgewehrt. Die Angreifer senden demnach an ausgewählte Führungskräfte E-Mails, die echt erscheinen und Passwörter erbeuten sollen. Die Angriffe ähneln denen gegen die Demokratische Partei in den USA und die französische En-Marche-Bewegung.
deutschlandfunk.de, derwesten.deKommentieren ...

Flughafen BER löst Lars Wagner als Kommunikationschef ab.

Pannenflughafen BER degradiert Lars Wagner, bisher Chef der Unternehmenskommunikation. Die Stelle wird neu ausgeschrieben. Wagner bleibt aber Leiter der Pressestelle. Flughafen-Bauherrin Flughafen Berlin Brandenburg GmbH begründet die Entscheidung mit der "Umstrukturierung zentraler Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder im Zusammenhang mit dem Wechsel der Geschäftsführung zu Beginn dieses Jahres". Im März ist der Berliner Ex-Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup Chef des Pannen-Flughafens geworden.
prreport.de, berlin-airport.deKommentieren ...

Bundestag lockert das Kameraverbot bei Entscheidungen hoher Gerichte.

Bundestag lockert das Übertragungsverbot für die Urteile der höchsten deutschen Gerichte. Medien dürfen wichtige Urteilsverkündungen der obersten Bundesgerichte künftig im Fernsehen und im Internet übertragen. Die Lockerung des seit 1964 bestehenden Verbots von Ton- und Fernsehaufnahmen soll mehr Transparenz schaffen. Sie gilt für Entscheidungen des Bundesgerichtshofs, des Bundesverwaltungsgerichts, des Bundesarbeitsgerichts, des Bundessozialgerichts und des Bundesfinanzhofs. Das Gericht muss der Übertragung jedoch in jedem Einzelfall zustimmen.
deutschlandfunk.de,dw.comKommentieren ...

Golfstaaten fordern Schließung des katarischen Senders Al Dschasira.

Al DschasiraAl Dschasira soll schließen, fordern die arabischen Staaten, die ihre Kontakte zu Katar, dem Heimatland des Senders, vor Wochen abgebrochen haben. Der Sender ist den zumeist autokratisch geführten Staaten ein Dorn im Auge, weil er über Oppositionsbewegungen im arabischen Raum berichtet - außer in Katar selbst. Katar hat eine Schließung bereits im Vorfeld abgelehnt. Daneben wird in der vom Vermittlerstaat Kuwait weitergegebenen Liste u.a. ein Abbruch der Beziehungen zum Iran, der Muslimbruderschaft, der Hisbollah, und Al-Kaida gefordert.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Kohle-Unternehmen klagt gegen John Oliver und HBO.

John Oliver, Moderator der Late-Night-Show "Last Week Tonight", sowie sein Sender HBO und der Mutterkonzern Time Warner sehen sich mit einer Diffamierungs-Klage des Kohleindustrie-Barons Robert Murray konfrontiert. Hintergrund ist ein Beitrag aus der vergangenen Woche, in der "Last Week Tonight" die US-Kohleindustrie kritisch und satirisch betrachtet. In dem Beitrag hat John Oliver bereits offengelegt, dass Murrays Firma auf eine Anfrage mit der Aufforderung reagierte, von einer Diffamierung Abstand zu nehmen, da man andernfalls juristische Mittel ergreifen werde.
mashable.com, thedailybeast.com, youtube.com (24-min-Video)

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Ulrike Simon: Journalisten sind Schuld am Bedeutungsverlust der Bundespressekonferenz.

Bundespressekonferenz verliert an Bedeutung, beobachtet Ulrike Simon. Oft finden die Fragestunden mit Ministeriumssprechern vor leeren Rängen statt. Grund sind die Sparmaßnahmen vieler Redaktionen: Wer einen langen Anfahrtsweg hat, schaut sich die Konferenzen lieber im Livestream an. Nun denkt der Verein der Bundespressekonferenz über Reformen nach. So könnte der Livestream künftig nicht mehr live, sondern zeitversetzt gesendet werden. Damit würden diejenigen bestraft, die nicht erscheinen. Die Bundespressekonferenz ist eine weltweit einzigartige Einrichtung, die von Journalisten getragen wird. Die Politiker sind nur zu Gast.
daily.spiegel.de (Paid)Kommentieren ...

Ex-Familienministerin Kristina Schröder geht in die PR.

Kristina Schröder, 39, stellt die Weichen für ihr Leben nach dem Bundestag: Schröder, von 2009 bis 2013 Bundesfrauen- und -familienministerin, heuert bei der Kommunikationsagentur Deekeling Arndt Advisors an. Dort soll sie als Senior Advisor ihre politischen Erfahrungen einbringen. Seit 2013 ist sie nur noch CDU-Bundestagsabgeordnete ohne Amt, zur Wahl im September tritt sie nicht mehr an.
prreport.de
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"Zeit"-Interview: Ex-"Bild"-Chef Günter Prinz findet "Bild" heute langweilig.

Günter Prinz, 87, von 1971 bis 1981 Chef der "Bild", geht im Interview mit der "Zeit" hart mit den heutigen Machern des Boulevard-Blatts ins Gericht: Er lese die Zeitung nicht mehr, weil sie ihm zu langweilig sei. Prinz, der in der Zeit der Studentenbewegung zeitweise Bodyguards hatte, verteidigt überspitzte Schlagzeilen aus der Zeit. Wenn von 10.000 Schlagzeilen 100 misslungen seien, finde er das zwar schlimm, "aber die Quote ist halbwegs okay".

Günter Prinz gibt den Verlegern von "stern", "Spiegel" und "Zeit" eine Mitschuld daran, dass 1968 Steine und Brandsätze gegen das Springer-Hochhaus flogen. Zwar habe niemand gewollt, dass Steine fliegen, die Kampagne gegen Springer sei "ohne die publizistische Unterstützung der anderen großen Blätter" nicht möglich gewesen.
"Zeit", 26/2017, zeit.de (Vorab) Kommentieren ...

Mexikanische Journalisten: Regierung bespitzelt uns.

Mexiko: Die Regierung bespitzelt Medien und Aktivisten, sagen mexikanische Journalisten. Die Regierung habe eine Spionagesoftware auf den Handys installiert und private Kommunikation abgefangen. Die Journalisten und Aktivisten würden die Regierung nun wegen des mutmaßlichen Spähangriffs verklagen. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück.
derstandard.atKommentieren ...

Bundespressekonferenz: Bundestag beschränkt Arbeit von Journalisten.

Bundestag behindert die Arbeit von Journalisten, kritisieren die Bundespressekonferenz und der DJV. Es sei nicht zu verstehen, dass künftig alle Mitglieder der Bundespressekonferenz "Sicherheitsüberprüfungen wie an Flughäfen" unterzogen würden. Die Bewegungsfreiheit für Journalisten in den Gebäuden des Bundestags werde eingeschränkt, etwa beim Zugang zur Reichstagskuppel. Kritisch sei auch, dass die Politik-Journalisten künftig für jedes Jahr eine neue Akkreditierung für den Bundestag benötigen. Bisher gelten die Akkreditierungen bis zu eine Legislaturperiode lang.
tagesspiegel.deKommentieren ...

Umfrage: Die Mehrheit der Deutschen will ein Gesetz gegen Fake News.

Fake News sollen mit einem eigenen Gesetz bekämpft werden, findet eine Mehrheit der deutschen Online-Nutzer. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW sind 80 % der Meinung, dass neue Gesetze nötig sind, um Social-Media-Anbieter zum schnelleren Löschen von Falschnachrichten zu zwingen. Aktuell arbeitet die Bundesregierung am umstrittenen Netzwerkdurchsuchungsgesetz, um gegen Hassbotschaften und Fake News vorzugehen.
"FAZ", S. 13 (Paid), turi2.de (Background)1 Kommentar

Erstmals Verfahren gegen verhaftete Journalisten in der Türkei eröffnet.

Türkei Flagge 150Türkei eröffnet das erste Verfahren gegen seit dem Putschversuch verhaftete Journalisten. Bisher sitzen die meisten Reporter, darunter auch die deutschen Mesale Tolu und Deniz Yücel, ohne eine Anklage in Haft. Der Prozess gegen 17 Publizisten könnte wegweisend für alle weiteren werden. Zwei der Angeklagten werden wie Deniz Yücel vom Anwalt Veysel Ok vertrten.
welt.de1 Kommentar

Bernie Sanders wird zur Medien-Marke.

Bernie Sanders, US-Senator und ehemaliger Präsidentschaftskandidat, baut seit der Wahl seine Präsenz in den sozialen Medien weiter aus, berichtet Jake Horowitz. Ein dreiköpfiges Team produziert unter anderem Erklärvideos, Mini-Reportagen und Interview-Sendungen und orientiert sich dabei eher an Medien als anderen Politikern. Bernie Sanders generiert auf diese Weise große Reichweite, die ihn bei einem erneuten Anlauf auf das Weiße Haus helfen könnte.
mic.comKommentieren ...

Basta: Pamela Anderson schreibt einen Liebesbrief an Julian Assange.

From Pamela with love: Pamela Anderson setzt sich auf ihrer Website für Julian Assange ein. Der Wikileaks-Gründer habe sich für die Unterdrückten und Armen eingesetzt. Davon scheint Pamela Anderson nicht nur politisch beeindruckt: Sie schreibt, sein Engagement mache Assange "sexy" und schließt ihren offenen Brief mit der Botschaft "Ich liebe dich".
spiegel.de, pamelaandersonfoundation.orgKommentieren ...

"stern" zieht wegen Kohls Tod Erscheinungstag vor.

stern zieht wegen Helmut Kohls Tod für eine Teilauflage den Erscheinungstermin von Donnerstag auf Mittwoch vor. Die Ausgabe wird sich auf 40 Extra-Seiten mit dem früheren Bundeskanzler befassen. Autorin Ulrike Posche porträtiert Kohls zweite Ehefrau Maike Kohl-Richter. Ein Gespräch mit Historiker Gregor Schöllgen ordnet das Wirken Kohls ein. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz würdigt den Altkanzler als "Jahrhundertgestalt".
meedia.de, turi2 - eigene InfosKommentieren ...

"Focus" bringt nach Kohls Tod aktualisierte Ausgabe an den Kiosk.


Flinke Finger im "Focus": Burdas "Focus" reagiert am schnellsten unter den wöchentlichen Nachrichtenmagazinen auf den Tod von Altkanzler Kohl und hat bereits seit heute Nachmittag eine aktualisierte Ausgabe seines am Samstag erschienenen Hefts im E-Paper-Angebot. Im Handel liegt das Heft mit 100.000 Auflage ab morgen früh. Es berichtet auf rund 30 Seiten über Kohl, Weggefährten wie Fahrer Eckhard Seeber schreiben über ihre Erlebnisse mit dem Altkanzler. Seeber verrät, dass er stets Kölnisch Wasser und englische Ice-Bonbons im Handschuhfach aufbewahren musste.

Auch Texte des Ufa-Chefs Nico Hofmann und des verstorbenen Kohl-Biografen Hans-Peter Schwarz erscheinen. Hofmann zeigt sich von Kohls Ausstrahlung und Wissen über Filme beeindruckt. Zudem veröffentlicht das Burda-Magazin das 170-seitige E-Book Helmut Kohl – Ein großer Deutscher mit einem Preis von 3,99 Euro.
per Mail, dnv-online.net, "Focus" 25/2017 (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Filmautor Stephan Lamby über viertägige Kohl-Interviews.

Lese-Tipp: Filmemacher Stephan Lamby schildert, wie er die vier Tage des Interviews mit Helmut Kohl erlebt hat. Zu Beginn habe Lamby Kohls Sympathie mit seiner Herkunft aus dem Rheinland und dem Besuch eines jesuitischen Gymnasiums gewonnen. Im Gespräch über Ehefrau Hannelore, die sich das Leben genommen hatte, brach dem Altbundeskanzler die Stimme, Tränen traten in seine Augen. Lamby und Co-Autor Michael Rutz hatten 2003 für den NDR das letzte große TV-Interview mit Kohl geführt.
dbate.deKommentieren ...

Helmut Kohl war PR-Profi – und er beherrscht die Medien bis heute.

Helmut Kohl war der erste Medienkanzler, erinnert sich Hans-Jürgen Jakobs. Als Kanzler habe Kohl besten Kontakt zu Medien-Bossen gehalten, damit Zeitungen und Fernsehen auf Linie bleiben. Zu Leo Kirch pflegte er eine kolossale Freundschaft, die auch Springer und "Bild" umschlossen habe. Thomas Tuma kritisiert viele Nachrufe in diesen Tagen als "medialen Weihrauch" und "Heiligenverehrung" – insbesondere in den Springer-Medien. Er wünscht sich kritische Würdigungen.
handelsblatt.com (Jakobs, Paid), www.handelsblatt.com (Tuma, Paid)Kommentieren ...

Georg Löwisch entschuldigt sich für missglückten "taz"-Titel zum Tod von Helmut Kohl.

taz gibt zu, dass der Titel zum Tod von Altkanzler Helmut Kohl "missglückt" ist. Chefredakteur Georg Löwisch schreibt "in eigener Sache", dass die "taz" ihre Titel "lieber frech und frei als brav" gestalte – das sei danebengegangen. Ein Witz, "der von so vielen falsch verstanden" werde, sei schlecht. Die Redaktion habe versucht, mit der Titelseite einen Kontrapunkt zur unkritischen Verklärung zu setzen, die häufig einsetze, wenn ehemals Mächtige sterben.

Die Zeitung hatte mit der Schlagzeile "Blühende Landschaften" ein Arrangement aus Trauerkränzen bebildert und dafür bei Facebook und Twitter massive Empörung geerntet.
taz.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

"taz" titelt zum Tod von Helmut Kohl mit "Blühenden Landschaften".

taz macht zum Tod von Helmut Kohl mit der Schlagzeile "Blühende Landschaften" auf und zeigt ein Blumen-Arrangement mit Trauerkränzen. In das Foto montiert die Zeitung eine Birne. Nach Meinung vieler Leser vergreift sie das linke Blatt damit kräftig in Text und Bild. Auf der Facebookseite der Zeitung sammeln sich rund 800, meist kritische Kommentare. Auch viele Medienmenschen üben Kritik: Timm Klotzek nennt die Seite 1 bei Twitter "ekelhaft", der frühere "Merian"-Chef Andreas Hallaschka schreibt, "man kann Zeitungen auch ohne Taktgefühl, Maß und etwas Anstand gestalten", dürfe sich dann aber nicht über Verachtung wundern.
tagesspiegel.de, welt.de

Update 17.33 Uhr: Georg Löwisch entschuldigt sich für missglückten "taz"-Titel zum Tod von Helmut Kohl.
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Zitat: Heiko Maas fordert mehr Mut und weniger "deutsche Prinzipienreiterei".

"Wir brauchen keine Privilegien für ausländische Potentaten wie Erdogan. Das Recht soll nicht bevormunden, sondern schützen."

Justizminister Heiko Maas fordert in einem Gastbeitrag in der "Wirtschaftswoche" weniger Ideologie und "deutsche Prinzipienreiterei" und mehr Mut, Lösungen zu finden.
"Wirtschaftswoche", 25/2017, S. 8, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Lese-Tipp: Schriftsteller Thor Kunkel will AfD in Wahlkampagne zu "happy product" machen.

Lese-Tipp: Melanie Amann beobachtet den Schriftsteller Thor Kunkel, der früher mit einem Roman über Nazis, die Pornofilme drehen, einen Skandal ausgelöst hat. Inzwischen verantwortet er die Bundestagswahl-Kampagne der AfD. Er will aus der Partei ein "happy product“ machen, das "der Masse ein besseres Socio-pleasure bietet". Er soll sogar eine Imagekampagne speziell für Frauke Petry und ihre Familie entwickelt haben, aber Petry habe ihr Kind nicht politisch instrumentalisieren lassen wollen.
"Spiegel 25/2017" S. 38 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Juristen wollen Verfassungsbeschwerde gegen Quellen-Überwachung einlegen.

TKÜ: Mehrere Juristen wollen Verfassungsbeschwerde gegen die Quellen-Telekommunikationsüberwachung einlegen, die Thomas de Maizière den Sicherheitsbehörden gewähren will. Sie sei ein "noch nie da gewesener Eingriff in die Privatsphäre", sagt Ulf Buermeyer, Richter und Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Er kritisiert, dass das Datenausforschen von WhatsApp und Co nicht nur in Terrorfällen möglich sein soll, sondern auch bei weniger schweren Straftaten.
"Spiegel 25/2017" S. 27 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Heiko Maas lenkt bei seiner Sieben-Tage-Löschfrist ein.

Heiko Maas besteht nicht mehr darauf, dass Facebook und Co Hasskommentare und Falschbehauptungen binnen sieben Tagen löschen müssen, schreibt der "Spiegel". An einem abschwächenden Zusatz solle das Gesetz nicht scheitern, sagt er bei einer SPD-Veranstaltung. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages sieht im aktuellen Gesetzesentwurf von Maas einen Eingriff in die Meinungsfreiheit. Die "FAZ" erfährt von einer Beschlussvorlage der Grünen, die eine Regelung vorsieht, die dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz ausdrücklich ähneln und auch für Social Bots gelten soll.
"Spiegel 25/2017" S. 28 (Paid), "FAZ", S. 22 (Paid) turi2.de (Background)Kommentieren ...

EU will Milliarden-Strafe gegen Google verhängen.

Google: EU-Kommission will offenbar eine Rekord-Strafe gegen den Konzern verhängen, weil er seine Marktmacht als Suchmaschinenbetreiber ausnutze, um vergleichsuchende Nutzer zu Google Shopping zu lenken. Die Kontrolleure in Brüssel hegen den Verdacht, dass Google die Ergebnisse zum Eigenvorteil anpasst und eigene Anzeigen bevorzugt. Sie ermitteln seit fast sieben Jahren gegen den Konzern.
sueddeutsche.de (Paid), handelsblatt.comKommentieren ...

Zitat: Marc Walder schließt einen Rückzug aus Polen aus.

"Ich schliesse kategorisch aus – und dies gilt auch für Axel Springer –, dass wir uns in Polen von unseren Zeitungen, Zeitschriften oder Internetportalen trennen wollen, weder von einzelnen noch von allen."

Ringier-CEO Marc Walder will nicht verkaufen, obwohl der Ton regierungsnaher Medien und der Regierung gegenüber ausländischen Medien sich massiv verschärft habe.
nzz.ch

weitere Zitate aus dem Interview:

"Die Ausgestaltung eines Mediengesetzes kann auch Nuancen haben. Da stellt sich etwa die Frage nach den Marktanteilen eines Unternehmen oder nach der Cross-Ownership über verschiedene Bereiche – Presse, Radio, Fernsehen, Internet – hinweg. Dies ist Sache der Wettbewerbskommission, und die soll unabhängig von der Politik agieren können."

"Gerüchte sind Teil der politischen Agenda. Wir können nicht viel mehr machen, als zu dementieren und klarzumachen, dass wir ein unabhängiger und langfristig orientierter Investor sind."Kommentieren ...