TV-Tipp: Anne Will talkt über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel.

TV-Tipp: Um 21.45 Uhr spricht Anne Will im Ersten mit ihren Gästen über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel für die deutsch-türkischen Beziehungen. Gäste sind Yücels Chefredakteur Ulf Poschardt, CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Europa-Staatsminister Michael Roth, der Menschenrechtler Peter Steudtner und Linke-Politikerin Sevim Dağdelen.
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US-Sonderermittler erwirkt Anklagen gegen St. Petersburger Trollfabrik.

US-Sonderermittler Robert Mueller (Foto) erreicht Anklagen gegen 13 russische Staatsbürger und drei Firmen wegen Verschwörung zum Betrug. Eine Grand Jury auf Bundesebene sieht ausreichende Verdachtsmomente u.a. gegen Jewgeni Prigoschin, auch bekannt als Putins Lieblingskoch. Es geht im Kern um eine berüchtigte Trollfabrik in St. Petersburg, die Prigoschin aufgebaut und gegen die Konkurrenten von Donald Trump eingesetzt haben soll.
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"SZ": Gabriel und Schröder haben Yücels Freilassung vorangetrieben.


Auf die Sprünge geholfen: Die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR haben monatelang recherchiert, wie deutsche Geheimdiplomatie funktioniert – am Fall Deniz Yücel. Georg Mascolo und Christiane Schlötzer beschreiben in der "SZ am Wochenende" ausführlich, wie Sigmar Gabriel mithilfe von Gerhard Schröder im Geheimen die Fäden gesponnen hat, um Yücel freizubekommen.

Schröder sei "der einzige Deutsche, dem er noch vertraue", soll Erdogan einmal gesagt haben, deshalb wurde der Altkanzler ins Boot geholt. Die Journalisten haben eingewilligt, erst nach der Freilassung zu berichten, um sie nicht zu gefährden. Gabriel und Schröder haben sich jeweils mehrere Male mit Erdogan getroffen, u.a. in Rom und in Istanbul, um die Bedingungen der Freilassung auszuhandeln.

Sie stand zwischenzeitlich auf wackeligen Füßen, weil die Türken durch die GroKo-Verhandlungen und die innerparteilichen Probleme der SPD unsicher waren, ob Gabriel noch der richtige Verhandlungspartner sei. Einen Deal habe es nicht gegeben, sagt Gabriel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
"SZ am Wochenende", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Update: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist frei.


Deniz is free: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist aus türkischer Untersuchungshaft frei. Er sei bereits auf dem Weg zum Flughafen in Istanbul, sagte Außenminister Sigmar Gabriel bei einer Pressekonferenz am Nachmittag. Yücels Ziel sei ihm unbekannt. Es habe keine "Deals" mit der Türkei gegeben, betont Gabriel, abgesehen von der Verfahrensbeschleunigung auch keine politische Einflussnahme. Am Vormittag hat ein Gericht in Istanbul die Freilassung Yücels für die weitere Dauer des Verfahrens angeordnet. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Anklage vorgelegt, die 18 Jahre Haft fordert.

Springer-Chef Mathias Döpfner zeigt sich "unendlich erleichtert" und dankt allen, die sich für Yücels Freilassung eingesetzt haben, insbesondere Sigmar Gabriel. "Es ist ach ein guter Tag für den Journalismus und für die Freiheit", sagt Döpfner. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt berichtet von Freudentränen im Newsroom: "Das ist der schönste Tag in meinem Berufleben als Journalist." Gabriel appelliert im Blick auf fünf weitere Deutsche, die in der Türkei inhaftiert sind: "Ich glaube, dass wir jetzt das Momentum nützen müssen, auch da über Verfahrensbeschleunigung zu sprechen."

Vorgestern jährte sich der Tag, an dem Deniz Yücel ohne Anklage ein Jahr im Gefängnis saß. Die Inhaftierung hatte die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei enorm belastet. Die türkischen Behörden werfen Yücel Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor.
welt.de, spiegel.de, axelspringer.de, esslinger-zeitung.de (Anklageschrift)1 Kommentar

The Intercept: Wikileaks hat Republikaner im Wahlkampf mit Troll-Tipps unterstützt.

Wikileaks Logo 150Wikileaks hat im US-Wahlkampf aktiv versucht, Hilary Clinton als Präsidentin zu verhindern und Republikanern Tipps gegeben, wie sie die gegnerischen Demokraten in den sozialen Medien trollen können, berichtet The Intercept. Das Portal zitiert private Gruppen-Chats von Twitter aus dem Jahr 2015 und geht davon aus, Julian Assange habe die Wikileaks-Nachrichten verfasst.
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Oswald Metzger wechselt von "The European" zu "Tichys Einblick".

Tichys Einblick wirbt Chefredakteur Oswald Metzger, 63, beim Debatten-Magazin The European ab. Er leitet künftig das Berliner Büro des "liberal-konservativen Meinungsmagazins" von Roland Tichy. Metzger hat eine bunte politische Karriere hinter sich: In seiner Jugend trat er in die SPD ein, saß für die Grünen im Bundestag und ist seit 2008 Mitglied der CDU. Seit vielen Jahren ist Metzger freier Publizist und regelmäßiger Talkshow-Gast.
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Lufthansa nutzt nun doch Niki-Maschinen – nur nicht als Eigentümer.

Luftverkehr: Niki Laudas aus der Air-Berlin-Insolvenz zurückgekaufte Airline Niki fliegt nun doch für die Lufthansa, berichtet das "manager magazin". Die Firma vermiete "zahlreiche" Maschinen an die Lufthansa-Tochter Eurowings. Die Lufthansa wollte Niki eigentlich selbst kaufen, hat den Plan aber im Dezember verworfen - die EU-Kommission hatte ihre Ablehnung aus kartellrechtlichen Bedenken angekündigt.
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NDR-Verwaltungsrat vermisst Staatsferne bei KEF-Beurteilung der Sparpläne.

NDR Logo 150x150NDR-Verwaltungsrat wirft der KEF fehlende Staatsferne vor. Die Vorsitzende Dagmar Gräfin Kerssenbrock kritisiert, dass die Stellungnahme der Gebührenkontrolleure zu den Sparplänen von ARD, ZDF und Deutschlandradio inhaltlich den Äußerungen einiger Ministerpräsidenten entspreche, die stärkere Einschnitte fordern. Damit greife die KEF in die Programmautonomie der Sender ein und versuche "einen Weg für die politische Vorgabe der Beitragsstabilität zu finden".
presseportal.de1 Kommentar

Emmanuel Macron verlegt Pressesaal aus dem Elysée-Palast.

Korrespondenten im Elysée-Palast müssen den Pressesaal im Ehrenhof nach 40 Jahren räumen, da dieser als Konferenzraum für die Berater des Präsidenten benötigt wird. Der Pressesaal müsse aus Platzgründen in ein Nebengebäude verlegt werden. Journalisten sehen darin den "politischen Willen, die Presse auf Abstand zu bringen".
persoenlich.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Bild des Tages: Die SPD hinterlässt halbleere Biergläser.


Sozialdemokratische Leere: Auf einem Biertisch stehen ein leerer Bierkrug und halbleere Weißbiergläser. In einem Steinkrug dahinter schwanken zwei rote Papierfähnchen der SPD. Im weiß-blauen Festzelt im niederbayerischen Vilshofen hat beim Politischen Aschermittwoch der SPD zuvor der Hamburger Oberbürgermeister Olaf Scholz die Genossen die Sticheleien gegen Horst Seehofer und Angela Merkel unterhalten. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa / Picture Alliance)Kommentieren ...

Startup-Verband fordert eigenes Digitalministerium.

Digitalministerium: Der Bundesverband Deutscher Startups fordert Union und SPD mit einer Online-Petition dazu auf, den Zuschnitt der Ministerien noch einmal zu überdenken. Andere Digital-Verbände unterstützen die Initiative. CDU und CSU hatten in ihrem Regierungsprogramm einen Digitalstaatsminister im Bundeskanzleramt versprochen, die SPD gar ein eigenes Ministerium. Nach jetziger Planung soll das Digitale aber wieder zusammen mit dem Verkehr gebündelt werden.
faz.net, digitalministerium.orgKommentieren ...

FPÖ-Chef versucht Schadensbegrenzung nach Lügen-Vorwurf gegen ORF-Mann Armin Wolf.

Österreich: Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache versucht sich nach seinem Lügen-Vorwurf gegen ORF-Anchorman Armin Wolf rauszureden. Sein Facebook-Post sei nicht gegen Wolf persönlich gerichtet, sondern Kritik an der "tendenziösen und manipulativen Berichterstattung" des ORF. Wolf mag nicht so recht glauben, dass der Post mit seinem Konterfei nicht persönlich gemeint war und will bei seiner Klage bleiben.
derstandard.at, arminwolf.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Türkischer Premierminister hofft auf baldige Freilassung von Deniz Yücel.


#FreeDeniz: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel sitzt heute seit genau einem Jahr ohne Anklage in türkischer Haft. Nun macht der türkische Premierminister Binali Yildirim Hoffnung auf eine baldige Freilassung: "Ich bin der Meinung, dass es in kurzer Zeit eine Entwicklung geben wird", sagt Yildirim in einem Interview der ARD-"Tagesthemen". Yücel werde in Kürze vor Gericht kommen und "jede Verhandlung ist eine Chance, damit er freikommt", sagt Yildirim.

Auf die Frage nach der Rechtsstaatlichkeit, ein Jahr ohne Anklage im Gefängnis verbringen zu müssen, weicht er aus und verweist auf die Gerichte, die allein entscheiden würden. Der DJV fordert von der Bundesregierung trotz Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung mehr Einsatz für die Freilassung: "Deniz Yücel darf nicht zum Groko-Opfer werde", sagt DJV-Chef Frank Überall.
tagesschau.de (9-Min-Video), tagesspiegel.de, djv.deKommentieren ...

"New York Times" kündigt frisch eingestellter Kolumnistin.

New York TimesNew York Times trennt sich nur Stunden nach der Ankündigung, sie einzustellen, von der Tech-Journalistin Quinn Norton. Sie sollte leitende Kolumnistin für Technologiethemen werden. Twitter-Nutzer beschuldigten Norton nach der Personalmeldung, rassistische und homophobe Tweets verbreitet zu haben. Sie ist nach eigenen Angaben mit dem Neonazi-Hacker Andrew Auernheimer befreundet, dem Technikchef der rechtsextremen US-Website Daily Stormer. Norton sieht ihre Aussagen aus dem Kontext gerissen.
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Weil zu Will keiner will und Plasberg nicht darf, betalkt nun Maischberger das Groko-Drama.

Sandra Maischberger springt für Will und Plasberg in die Groko-Bresche: Weil Anne Will keine Gäste gefunden hat und "hart aber fair" wegen Karneval ausfallen musste, ändert Maischberger das Thema. Statt um die Flucht aus Europa, wie es zum Themenabend vorgesehen war, betalkt sie mit ihren Gästen nun das "Groko-Drama".
presseportal.de, turi2.de (Background Will)
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Ukraine verzichtet auf TV-Übertragung der Fußball-WM in Russland.

Ukrainisches Fernsehen verzichtet trotz Rechten auf die Übertragung der Fußball-WM in Russland. Grund sind die politischen Spannungen zwischen beiden Ländern nach der Annexion der Krim im März 2014. Auch ein ukrainischer Privatsender streicht seine ursprünglich geplante Parallel-Ausstrahlung. Die Nationalmannschaft der Ukraine tritt ohnehin nicht an.
derstandard.atKommentieren ...

Gästemangel: "Anne Will" muss Sondersendung streichen.


Keiner will zu Will: Moderatorin Anne Will hat für ihre Polit-Talkshow gestern Abend keine Gäste gefunden, schreiben Bild.de und Meedia. Planmäßig hätte die Talkshow zwar Karnevals-Pause gehabt, aus aktuellem Anlass wollte die Redaktion jedoch außerplanmäßig trotzdem senden. Themen hätte es genug gegeben, doch alle eingeladenen Politiker hätten sich wegen der Groko-Verhandlungen gesammelt "offenbar Zurückhaltung auferlegt", sagt die ARD.

Auch heute bleibt die Betrachtung der politischen Lage noch den Jecken überlassen - hart aber fair fällt ebenfalls zugunsten von Karneval aus. Sandra Maischberger diskutiert am Mittwoch im Rahmen eines Themenabends über das Thema "Flucht aus Europa". Erst am Donnerstagabend ist bei Maybrit Illner im ZDF wieder Platz für politische Debatten - sofern sie Gäste findet. (Foto: NDR/Wolfgang Borrs)
bild.de, meedia.de
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"Welt" veröffentlicht Passagen aus Deniz Yücels Buch, geschrieben in den "Kleinen Prinz".

Welt veröffentlicht vorab Passagen aus dem Buch von Deniz Yücel, das am 14. Februar erscheint. Es enthält Texte aus seiner Zeit vor der Inhaftierung und Stücke aus dem im Gefängnis. "Welt" druckt zu letzteren Bilder des Manuskripts – Yücel hat es heimlich in den Weißraum einer Ausgabe von "Der kleine Prinz" geschrieben.
welt.de, edition-nautilus.de (Buch)Kommentieren ...

Basta: AfD-Politiker Peter Boehringer sendet Mobbing-Mails nur aus Versehen.

Der Fluch des flüchtigen Fluchens: Peter Boehringer stolpert über eine E-Mails aus 2016, die der "Spiegel" ausgräbt. Der AfD-Politiker schreibt dort u.a. über "die Merkelnutte". Alles inoffiziell natürlich, Boheringer findet in seinem Archiv auch nur eine entschärfte Version, und überhaupt: Sollte sein kleiner Zeh eventuell versehentlich doch auf Senden gedrückt haben, dann nur an einen ganz kleinen Privatkreis.
"Spiegel 7/2018", S. 26 (Paid)Kommentieren ...

AfD will eigenen Newsroom starten.


Alternative Medien: Die AfD will ab April eine PR-Offensive starten und dafür einen eigenen Newsroom gründen, berichtet der "Focus". Neben einer klassischen Pressestelle plant die Partei mit 20 weiteren Mitarbeitern. Sie sollen im Schichtbetrieb 24 Stunden am Tag ähnlich wie in einer journalistischen Redaktion arbeiten und vorrangig parteinahe Inhalte in sozialen Medien verbreiten. Dazu richtet die AfD in ihren Bundestagsfraktionsräumen auch ein eigenes TV-Studio ein.

Drei Mitarbeiter will die Partei darauf abstellen, Themen ausfindig zu machen, die laut AfD-Fraktionschefin Alice Weidel "unter den Teppich gekehrt werden." Die Themen sollen "journalistisch sauber für die Öffentlichkeit" aufbereitet werden. "Solange die AfD von vielen Medien ignoriert oder mit Fake News gezielt schlechtgemacht wird, kann es nur diesen Weg geben", begründet Weidel die Pläne gegenüber dem "Focus".
"Focus" 7/2018 (Vorabmeldung)7 Kommentare

"Spiegel": Gabor Steingart steht beim "Handelsblatt" vor der Ablösung.


Gewitterwolken über Düsseldorf: Gabor Steingart steht beim "Handelsblatt" vor der Ablösung, schreibt der "Spiegel". Grund sei ein Zerwürfnis mit Dieter von Holtzbrinck. Der Verleger der Handelsblatt Media Group störe sich an Steingarts Kampagne gegen SPD-Chef Martin Schulz. Auslöser ist laut "Spiegel" das Morning Briefing von Mittwoch. Darin schreibt Steingart, dass der inzwischen ungeliebte Schulz "Außenminister Sigmar Gabriel zur Strecke bringen" wolle.

Der "Spiegel" zitiert aus einem Schreiben Holtzbrincks an Schulz, in dem sich der Verleger bei dem Politiker entschuldigt: "Das heutige 'Morning Briefing' von Gabor Steingart hat mich schockiert. Inhalt und Stil des Sie betreffenden Textes entsprechen weder meinen publizistischen Qualitäts- und Wertevorstellungen noch denen der Handelsblatt-Redaktion." Am Nachmittag soll es ein Gespräch mit dem Aufsichtsrat gegeben haben, schreibt der "Spiegel". Für Freitag sei ein Gespräch zwischen Steingart und Holtzbrinck geplant.

Steingart ist nicht nur Herausgeber, sondern besitzt als Miteigentümer 3 % des Verlags. Er wirkt seit 2009 in Düsseldorf, seit 2013 agiert er als Junior-Verleger. Das neue "Handelsblatt"-Hauptquartier ist maßgeblich von seinen Ideen und Vorstellungen geprägt, genauso wie die Ausrichtung der Wirtschaftszeitung auf Live-Journalismus. (Foto: Jens Twiehaus/turi2)
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.

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Ulrich Wilhelm: Politik muss sich um Netzbetreiber und Plattformen kümmern.

Ministerpräsidenten müssen bei der Neuordnung des Telemediengesetzes auch auf Netzbetreiber und Plattformen achten, meint der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm. Vodafone, T-Online, Web.de und Google News entwickelten sich zu großen Nachrichtenanbietern, die von Kontrollen und Regulierungen kaum betroffen seien. Falls die ARD künftig weniger im Internet berichten dürfe, diene dies deshalb nicht automatisch den Verlagen.
focus.deKommentieren ...

Zitat: Ex-Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof plädiert gegen Werbung bei ARD und ZDF.

"Ich wäre dafür gewesen, den Rundfunkbeitrag nicht um 48 Cent auf 17,50 Euro zu senken. Diese Ersparnis beeindruckt den Bürger nicht."

Ex-Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof sagt im "Welt"-Interview ein werbefreier öffentlich-rechtlicher Rundfunk würde mehr Zustimmung erhalten als ein günstigerer.
welt.de (Paid)Kommentieren ...

Deutsche Journalisten schießen sich auf Macron als Erlöser-Figur ein, schreibt Benedict Neff.

Journalismus: Deutsche Journalisten schwärmen für den französischen Präsidenten als Retter der EU, beobachtet Benedict Neff. Die "Zeit" betitelt ihn als "Heiland", die "Süddeutsche Zeitung" als "Held", die "Welt" als "Visionär". Die "beklemmende Regierungsbildung in Berlin" sei Ursache der Verknallerei, das journalistische Mitgefühl für Merkel hingegen fast aufgebraucht.
nzz.chKommentieren ...

BND-Journalistenklage nutzt Pressefreiheit als Vorwand, glaubt Christian Rath.

Journalisten, die beim Bundesverfassungsgericht gegen das BND-Gesetz klagen, tun das nur am Rande, um die Pressefreiheit zu schützen, glaubt Christian Rath. Im Kern gehe es um die Fernmeldefreiheit von allen, für die Öffentlichkeitsarbeit eigneten sich überwachte ausländische Journalisten aber besser als z.B. "überwachte ausländische Rüstungsmanager." Journalisten, die ihre Kommunikation mit Informanten schützen wollen, müssen sie auch künftig verschlüsseln, glaubt Rath.
taz.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Forscher Manfred Faßler fordert ein Netz-Check-Ministerium.

"Wir bräuchten ein Check-Ministerium."

Der Medienwissenschaftler Manfred Faßler fordert im Interview mit der "FAZ" politische und rechtliche Eingriffsmöglichkeiten für soziale Netzwerke. Politiker sollten überlegen, wie sich eine Infrastruktur entwickeln lässt, mit der Daten im Netz auf ihre Richtigkeit geprüft werden können.
"FAZ", S. 13 (Paid)Kommentieren ...

Basta: Katarina Barley recherchiert in der Maske von "Hart aber Fair".

Die Maske entrissen: SPD-Politikerin Katarina Barley versucht sich bei Talker Frank Plasberg erfolgreich als Rechercheurin. In der Diskussion über den Fall Dieter Wedel deckt sie auf, dass die Maskenbildnerinnen bei "Hart aber Fair" sexuelle Belästigung erleben müssen. Plasberg begrüßt die Recherche-Leistung und das Publikum klatscht.
mediathek.daserste.de (75-Min-Video, Barley ab Min 37)Kommentieren ...

"Zapp" kritisiert Oliver Welke wegen Witz über stotternden AfD-Mann.

Oliver Welke macht sich im ZDF über einen stotternden AfD-Mitarbeiter lustig, kritisieren u.a. "Zapp" und "NZZ"-Journalist Marc Felix Serrao. Der AfD-Mitarbeiter hatte stotternd erklärt, viele Flüchtlinge würden die deutsche Sprache nicht gut genug lernen können, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. "Heute-Show"-Moderator Welke zeigte ein Video davon und äffte den Stotterer nach. Der AfD-Mann hatte vor seiner Rede in einem Bundestagsausschuss erklärt, dass er stottert. Die "Heute Show" entschuldigt sich für den Fehler.
twitter.com ("Zapp"), huffingtonpost.de, twitter.com (Serrao), twitter.com ("Heute Show")Kommentieren ...

Zitat: Es gibt im Journalismus keinen Kompromiss, sagt Anja Reschke.

"Wenn Holocaust-Leugner behaupten, es seien keine Juden ermordet worden und die Realität liegt bei sechs Millionen – einigt man sich dann gütlich bei drei?"

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke glaubt, dass Journalismus Tatsachen zeigen soll, nicht die Rezipienten streicheln.
journalist-magazin.de (Kurzfassung)

Weitere Zitate:
"Man gerät im Falle eines Shitstorms schnell in eine Rechtfertigungsposition, um sich und seine Arbeit zu verteidigen. Da rate ich zum Bremsen. Schenk dem Hass nicht zu viel Aufmerksamkeit."

"Das Alleinstellungsmerkmal der publizistischen Willensbildung durch Journalisten ist verloren. Die neue Frage lautet daher: Was ist der Unterschied, der Mehrwert von journalistischen Produkten
im Gegensatz zu allen anderen, die da publizieren? Das ist ja entscheidend für die zukünftige Finanzierung des Journalismus."


"Die Kräfte, die die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Systems in Deutschland fordern, haben vor allem ein politisches Interesse. Es geht in Wahrheit doch keinem um Volksmusik oder Sportrechte."Kommentieren ...

Meinung: Staaten müssen ein Abkommen gegen Cyber-Kriege schließen.

Cyber-Krieg: Staaten müssen ein internationales Abkommen gegen Cyber-Kriege schließen, mahnt Virenscanner-König Jewgeni Kaspersky. Die gegenseitigen Internet-Angriffe von Staaten seien zu heftig. Die USA haben Kaspersky-Software in ihren Behörden verboten, weil der Hersteller von Antiviren-Software mit russischen Geheimdiensten zusammenarbeite.
"Welt am Sonntag", S. 32-33 (Paid), welt.de (Vorabmeldung), turi2.de (Background)Kommentieren ...

We Do sichert sich den Etat für die DGB-Kampagne zur Betriebsratswahl.

We Do sichert sich im Pitch den Etat des Deutschen Gewerkschaftsbunds für die Kampagne zur Betriebsratswahl 2018 und löst damit die Agentur Zum goldenen Hirschen ab, schreibt "New Business". Die Kampagne umfasst das Internet, 1.000 Großflächen, Plakate und weitere Werbemittel. Sie soll Betriebsräte motivieren und Angestellten den Nutzen der Betriebsräte zeigen. Die Berliner Agentur We Do arbeitet erstmals für den DGB.
"New Business" 06/2018, S. 7 (Paid)Kommentieren ...