USA schaffen mit neuer Regelung das gleichberechtigte Internet ab.

Zwei-Klassen-Internet wird ab Donnerstag Realität in den USA. Die Kommunikationsbehörde FCC schafft auf Wunsch von Trump und Druck der Unternehmen die Netzneutralität ab. Es entsteht ein "Pay-to-Play"-Internet, schreibt Bernd Graff: Anbieter dürfen bestimmte Seiten und Apps bevorzugen, zum Nachteil finanzschwacher Web-Angebote.
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"New Yorker"-Reporter Ryan Lizza muss wegen Belästigungsvorwürfen gehen.

New Yorker feuert seinen Star-Reporter Ryan Lizza wegen Belästigungsvorwürfen gegen ihn. Auch CNN beendet die Zusammenarbeit. Lizza weist die Anschuldigungen zurück. Er hatte im Juli Aufnahmen veröffentlicht, in denen Donald Trumps Kommunikationschef Anthony Scaramucci Mitarbeiter des Weißen Hauses vulgär beschimpft und damit für Schlagzeilen gesorgt.
faz.net, nytimes.comKommentieren ...

Zahl des Tages: KEF kürzt Finanzbedarf der Öffentlich-Rechtlichen um 753,4 Mio Euro.

Zahl des Tages: Um beachtliche 753,4 Mio Euro kürzt die KEF den angemeldeten Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio, schreibt Volker Nünning. Die Sender kämen in der laufenden Rundfunk-Beitragsperiode mit weniger Geld aus als sie angemeldet haben. Für die Sender errechnet die Finanzkommission demnach für die Beitragsperiode 2017 bis 2020 einen Überschuss von 549,7 Mio Euro. Der Überschuss soll vom Finanzbedarf der Anstalten in der nächsten Vierjahresperiode abgezogen werden.
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CNN muss Story über Trump Jr. und Wikileaks korrigieren.

CNN Logo 150CNN korrigiert eine Story über Donald Trump Jr. und Wikileaks: Eine E-Mail, die dem Trump-Team im Wahlkampf vorab Zugang zu gehackten Dokumenten über die Demokraten gegeben haben sollte, ist erst später als von CNN berichtet abgeschickt worden. CNN hatte den 4. September genannt, tatsächlich wurde die Mail am 14. September verschickt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wikileaks die Dokumente längst öffentlich ins Netz gestellt. Die "Washington Post" wirft CNN vor, Trump neue Munition in der Fake-News-Debatte zu liefern.
cnn.com, washingtonpost.comKommentieren ...

Deniz Yücel bedankt sich ausführlich bei Menschen, die ihm schreiben.

Deniz Yücel berichtet in der "Welt" auf zwei Seiten aus seinem Haft-Alltag und beantwortet viele Zuschriften. An die Öffentlichkeit kommen die Texte über seine Ehefrau Dilek. U.a. bedankt sich Yücel bei der Nachwuchs-Journalistin Lena W., die sich auch seinetwegen für eine Ausbildung bei der "Welt" und an Springers Axel Springer Akademie beworben hat. Yücel schreibt: "Liebe Akademie, die nehmen wir, ja? Super, danke!"
"Welt", S. 7-8 (Paid)Kommentieren ...

Freundeskreis #FreeDeniz schaltet Anzeigen für Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Der Freundeskreis #FreeDeniz schaltet in deutschen und türkischen Zeitungen Anzeigen für eine Freilassung von Yücel. Sie erscheinen u.a. in den Samstags-Ausgaben von "Süddeutscher Zeitung", "Bild" und "Welt", fünf Literaturnobelpreisträger machen bei der Solidaritätsaktion mit. Yücel sitzt am Sonntag seit 300 Tagen in türkischer Haft. Seine Zeitung hat am Samstag eine Sonderausgabe zu Ehren Yücels gedruckt.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20, "Welt", S. 9, "Welt", S. 10, "Bild", S. 8 (Paid), welt.de, turi2.de (Background)2 Kommentare

Basta: Land Brandenburg sucht jetzt einen Flughafen-Koordinator.

Bitte ein Beamter: Brandenburgs Staatskanzlei hat offenbar genug vom jahrelangen Pfusch beim Bau des Fluchhafens BER. Als Lösung will sie einen Beamten einstellen, der sich endlich um die Flughafen-Koordinierung kümmern soll. Klar, dass die Stelle unbefristet ist. Zugleich präsentiert die Flughafengesellschaft laut "Spiegel" einen neuen Plan: Der Airport soll 2020 in Betrieb gehen - ohne das vermurkste Hauptterminal.
bund.de, "Spiegel" 50/2017, S. 40-41 (Paid)Kommentieren ...

AfD hat als einzige Partei zielgruppengenaue Wahlwerbung bei Facebook ausgespielt.

AfD hat im Wahlkampf mehr Wähler über soziale Medien mobilisiert als alle anderen Parteien, schreibt der "Spiegel". Die Quadriga-Hochschule Berlin stößt bei der AfD jedoch auf "datenschutzrechtlich bedenkliche Methoden". Die Partei habe Facebook-Nutzer mittels Microtargeting in sieben Gruppen eingeteilt, darunter Mütter, Arbeiter oder Gewerkschafter, und ihnen gezielt bezahlte Wahlwerbung angezeigt.
"Spiegel" 50/2017, S. 23 (Paid)Kommentieren ...

"Welt" erscheint Samstag mit Grundriss der Zelle von Deniz Yücel.


Zwölf Quadratmeter: Am Sonntag sitzt "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel seit 300 Tagen in türkischer Haft. Die "Welt" druckt deshalb am Samstag eine Sonderausgabe mit so vielen Seiten wie noch nie und bedruckt nur die Vorderseiten. Auf den Rückseiten bildet die Tageszeitung die Zelle von Deniz Yücel ab. Legt man alle Seiten aneinander, erhält man einen maßstabsgetreuen Grundriss der 4,18 x 3,10 Meter großen Zelle.

Die Redaktion fertigt den Grundriss nach Skizzen von Yücel an, die durch die Anwälte des Korrespondenten aus dem Gefängnis zur "Welt" gelangt sind. Auf Welt.de wird die Gefängniszelle auch für Virtual Reality Brillen erlebbar gemacht.
welt.de, facebook.de/weltKommentieren ...

Kai-Hinrich Renner hält Ländesmedienanstalten für ein Ärgernis.

Landesmedienanstalten sind für bundesweite Sender letztlich "Papiertiger", schreibt Kai-Hinrich Renner. Passen den Sendern die Entscheidungen nicht, wechseln sie zur nächsten Anstalt. Den Kontrollbehörden der Privatsender fehle die eigene Kontrolle: In Sachsen konstatiert der Rechnungshof eine Überfinanzierung, in Rheinland-Pfalz wird Ex-NRW-Statssekretär Marc Jan Eumann zum neuen Direktor gewählt - ohne Ausschreibung oder Gegenkandidaten.
abendblatt.de, turi2.de (Background Eumann)Kommentieren ...

Lese-Tipp: ARD und ZDF geraten immer stärker unter Druck – teilweise zurecht.

Lese-Tipp: Öffentlich-rechtliche Medien geraten in ganz Europa unter Druck, dokumentiert Götz Hamann. Geld wird gekürzt und gesellschaftlicher Rückhalt schwindet, wie etwa die "schrotflintenmäßige Titelgeschichte" im "Spiegel" zeige. Doch vieles läuft falsch: Jüngste Sparrunden gehen nicht an den Umfang des Programms und Ostdeutsche werden in den Programmen schlecht repräsentiert.
"Zeit" 51/2017, S. 28 (Paid)Kommentieren ...

Zitat: ZDF-Intendant Bellut wundert sich über BDZV-Präsident Döpfner.

"Ich habe noch keine einzige Klage von einem Verleger oder Chefredakteur gehört, wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören."

ZDF-Intendant Thomas Bellut versteht die giftige Debatte nicht. Über kämpferische Aussagen von BDZV-Präsident Mathias Döpfner hat er sich "schwer gewundert".
"Zeit" 51/2017, S. 29 (Paid), zeit.de

Weitere Zitate:

"Google und Amazon sind wohl schwieriger zu kritisieren, denen ist Kritik aus Deutschland am Ende auch egal."


"Wir sollten uns als Qualitätsmedien gemeinsam darauf konzentrieren, in möglichst großer Zahl zu überleben."

"Immer, wenn in Deutschland versucht wird, etwas Größeres zu machen, gibt es den Kartellhammer."2 Kommentare

Marc Jan Eumann wird Direktor der Medienanstalt von Rheinland-Pfalz.

Landeszentrale für Medien Rheinland-Pfalz (LMK) wird künftig von SPD-Politiker Marc Jan Eumann als Direktor geführt. Die Versammlung der LMK wählt ihn für sechs Jahre – mit 19 von 34 Stimmen, berichtet Michael Hanfeld. Der Medienjournalist kritisierte zuvor, Eumann werde in geheimer Wahl und ohne Gegenkandidat auf diesen gut dotierten Posten gehievt.
lmk-online.de, faz.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Niggemeier: "stern" glaubt, in die Köpfe von Menschen schauen zu können.

stern verbreitet in seinen Berichten über Angela Merkel seit Jahren falsche Spekulationen und Schwurbeljournalismus, kritisiert Stefan Niggemeier. Das Magazin glaube, in die Zukunft und in die Köpfe fremder Menschen schauen zu können. Als Beispiel nennt der Medienjournalist die Behauptung von Hans-Ulrich Jörges von 2013, Merkel werde schon 2016 abtreten und wolle nicht zur Bundestagswahl 2017 antreten.
uebermedien.de (Paid)Kommentieren ...

ABC beurlaubt Investigativ-Reporter wegen Fehlers in Trump-Recherche.

ABC suspendiert Reporter Brian Ross für vier Wochen ohne Gehaltszahlung. Der Investigativ-Journalist hatte am Freitag berichtet, dass Trump-Berater Michael Flynn vom damaligen Präsidentschafts-Kandidaten aufgefordert worden sei, Kontakt mit russischen Beamten aufzunehmen. Später musste der Sender korrigieren, dass Trump als gewählter Präsident Flynn aufgefordert habe, die Möglichkeiten für eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland zu sondieren. Ross entschuldigt sich für den Fehler, Trump gratuliert dem Sender via Twitter zur Beurlaubung des Journalisten.
businessinsider.de, faz.netKommentieren ...

Türkei wirft Deniz Yücel in Stellungnahme Propaganda für PKK und Gülen-Bewegung vor.


Liebesgrüße aus Ankara: Die ARD zitiert aus der am Dienstag von der Türkei am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vorgelegten, 51-seitigen Stellungnahme zum Fall Deniz Yücel. Darin begründet das Justizministerium die Untersuchungshaft gegen den "Welt"-Journalisten damit, dass er sowohl die PKK als auch die Gülen-Bewegung unterstützt habe. In seinen Artikeln habe Deniz Yücel die PKK als legitime Organisation bezeichnet und ihre Gewalttaten befürwortet. Ferner habe er Hass unter der türkischen und kurdischen Bevölkerung verbreitet und Staatspräsident Erdogan mit diffamierenden Äußerungen herabgesetzt. Ferner erklärt die Türkei, es habe bislang keine Verzögerung beim Verfahren oder den Ermittlungen gegeben.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte von der Türkei eine Stellungnahme erbeten, da Deniz Yücel hier Beschwerde gegen seine Untersuchungshaft eingelegt hat. Das Gericht hat bereits erklärt, es wolle den Fall mit Vorrang behandeln.
tagesschau.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Christoph Blocher unterstützt Volksinitiative gegen Radio- und Fernsehgebühren.

Schweiz: Medienunternehmer und SVP-Politiker Christoph Blocher unterstützt die Volksinitiative "No-Billag", über die die Schweizer im März abstimmen. Die Initiative schlägt vor, in der Verfassung ein Verbot für staatliche Radio- und Fernsehgebühren zu verankern. Selbst wolle Blocher jedoch nicht ins TV-Geschäft einsteigen, sagt er der "Zeit". Er habe in seinem Leben noch nie einen Fernseher besessen.
zeit.deKommentieren ...

Italien plant Gesetz gegen Fake News nach deutschem Vorbild.

Italien, oder genauer die regierende Demokratische Partei, plant die Einführung eines Gesetzes gegen die Verbreitung von Fake News. Die Pläne sehen vor, soziale Netzwerke mit mehr als einer Mio registrierten Nutzern in Italien dazu zu verpflichten, Fake News zu löschen. Andernfalls drohen Geldstrafen von bis zu 5 Mio Euro. Das Gesetz ähnelt dem vom Bundestag beschlossenen Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Deutschland.
derstandard.at, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Medien ignorieren die AfD inzwischen, beobachtet Mats Schönauer.

Medien lassen sich kaum noch von Provokationen der AfD ködern, nicht mal "mit Hakenkreuz und Hitler", beobachtet Mats Schönauer. Über Alice Weidels erste Bundestagsrede habe z.B. kaum ein Medium berichtet. Er findet zwar gut, dass die breite mediale Verstärkung der Partei abflacht, plädiert aber für "unaufgeregtes, einordnendes Hinschauen".
uebermedien.deKommentieren ...

G20-Affäre: Bundespresseamt plant Stelle für Akkreditierungsbeauftragten.

Bundespresseamt reagiert auf die Panne beim G20-Gipfel in Hamburg und setzt einen Akkreditierungsbeauftragten ein. Der Ansprechpartner wird Ende des Jahres ernannt und soll u.a. Sicherheitshinweise prüfen und eng mit dem Bundesinnenministerium und den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten.
dw.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

USA kämpfen gegen EU-Digitalsteuer.

USA kündigen Widerstand gegen die von Teilen der EU geplante Digitalsteuer an, berichtet die "Wirtschaftswoche". Die Vorschläge sehen unter anderem die Schaffung von virtuellen Betriebsstätten vor, um zu verhindern, dass Gewinne außerhalb der EU oder gar nicht versteuert werden. Die USA wollen dem Bericht zufolge Regelungen verhindern, die US-Unternehmen treffen würden.
wiwo.deKommentieren ...

Cornelia Holsten mahnt Influencer zu klarer Werbe-Kennzeichnung.


Schleichende Verbesserung: Cornelia Holsten kämpft gegen Schleichwerbung in sozialen Medien. Und die Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt sieht erste Erfolge: Influencer auf YouTube kennzeichnen Produktplatzierungen besser, sagt sie im Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Bewegtbildgipfel in Düsseldorf. Sorgenkinder: Instagram und einige Werbungtreibende.

Einige Unternehmen verheizten Influencer ohne Rücksicht und Strategie. "Damit zerstören sie ein ganzes Marketing-Segment", sagt Holsten, die ab Januar als Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten zur Chef-Aufseherin wird. Ihr ganz persönlicher Tipp für die richtige Kennzeichnung: Das Hashtag #werbung an die erste Stelle setzen. "Das versteht jeder und würde im Zweifel auch jedes Gericht verstehen."
turi2.tv (3-Min-Interview auf YouTube)Kommentieren ...