Analyse: Redaktionelle Angebote sind für Google nicht kriegsentscheidend.

Google verdient nur wenig an journalistischen Angeboten, analysiert der SEO-Software-Anbieter Sistrix. Nur bei 0,25 % der journalistisch geprägten Suchbegriffe wird Werbung eingeblendet. Von den Such-Treffern führen überschaubare 7,89 % auf journalistische Domains – und sind damit hinsichtlich des EU-Leistungsschutzrechtes relevant. Sistrix wertete 53 Mio Suchbegriffe und 1.278 redaktionelle Domains aus.
sistrix.de, horizont.net

Medien verlieren immer mehr Entscheider – Print bricht ein.

Große Medienmarken erreichen fast durch die Bank weniger Entscheider, ergibt die Leseranalyse LAE. Print büßt massiv ein: die werktägliche "Welt" minus 17,1 %, Handelsblatt verliert 14,4 % Entscheider und auch die Print-"Zeit" liegt bei minus 11,6 %. "Focus Money" büßt 28,1 % ein, "Brand Eins" 15,7 %. Auch viele Medien-Websites werden seltener von den 2,9 Mio Entscheidern in Deutschland besucht: Focus Online verliert 16,4 % in dieser Zielgruppe, sueddeutsche.de 12 %. Hingegen gewinnt welt.de 9,4 % Entscheider hinzu. Ein Lichtblick unter 21 Titeln ist das "Handwerk Magazin", das crossmedial sein Niveau hält und gedruckt sogar leicht gewinnt. Die meisten Entscheider über alle Ausspielwege hinweg, nämlich 52,5 %, erreicht die Marke "Spiegel".
meedia.de, lae.de

Es geht ums große Glück: Trendforscherin Corinna Mühlhausen vermisst die Health-Bedürfnisse der Deutschen.


Marktforschung mal anders: Corinna Mühlhausen fühlt den Konsumenten in Deutschland den Puls. Die Trendforscherin und Journalistin stellt beim Innovation Day Health von Gruner + Jahr eine neue Marktforschungs-Studie vor, die erstmals nicht nur Alter und Einkommen berücksichtigt, sondern individuelle Bedürfnisse und das Lebensgefühl der Kunden greifbar machen will. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv erklärt Mühlhausen, wie sie die Studie auf den Gesundheitssektor anwendet und Unternehmen helfen will, Kunden gezielter anzusprechen.

Mühlhausen teilt die Menschen in Milieus ein mit klangvollen Namen wie "junge Aufstiegsorientierte" und den "eskapistischen Lebenskünstler". Insgesamt hat sie 28 Milieus identifiziert, 15 davon seien für den Gesundheitssektor besonders spannend. Großer Antrieb, erklärt Mühlhausen, ist für viele Gruppen das Streben nach Glück. Dabei gehe es, anders als zum Start der Wellness-Welle, nicht nur um die eigene Gesundheit und Fitness: Heute wollen viele Menschen gesund und fit sein, um auch für andere da sein zu können.
turi2.tv (4-Min-Video)

Zitat: Frauke Ludowig will nicht die Moderatorin spielen.

"Natürlich übernehme ich eine Rolle, wenn ich vor die Kamera trete, aber ich spiele dann nicht die Moderatorin, ich bin in diesem Moment die Moderatorin."

RTL-Moderatorin Frauke Ludowig sagt im "Clap"-Porträt, dass sie auch bei seichten Themen authentisch bleiben kann. Vor "Exclusiv" hatte sie "absolut keine Promi-Affinität".
"Clap" 69, S. 6 - 11 (Teaser)

Weitere Zitate aus dem Porträt:

"Ich stehe lieber vor 5.000 fremden Menschen auf der Bühne als vor einem kleinen Kreis von Leuten, die mich kennen - da bin ich nach wie vor eher schüchtern und gehemmt."

"Wenn wir eine andere Idee statt Promis gehabt hätten, dann wäre es eben das geworden."

"Unser Metier wird oft unterschätzt und belächelt, mein Ziel ist deshalb, relevanz zu schaffen."

China erwägt, FedEx auf die schwarze Liste zu setzen.

FedEx gerät zwischen die Fronten im Handelsstreit zwischen China und den USA. China erwägt, dem Logistikunternehmen alle Geschäfte in China zu untersagen. Der Schritt sei eine Reaktion auf nicht ausgelieferte Huawei-Pakete. FedEx gab am Montag bekannt, seinerseits die Trump-Regierung verklagen zu wollen. Die Einhaltung der Sanktionen gegen chinesische Firmen sei logistisch weitestgehend unmöglich.
businessinsider.de

Meinung: Gesichtserkennung birgt Gefahren.

Gesichtserkennung kann für Diskriminierung missbraucht werden oder durch mangelnde Daten diskriminierende Ergebnisse liefern, schreiben Christof Kerkmann, Axel Postinett und Stephan Scheuer. Einige Unternehmen machten daher mittlerweile Rückzieher. Städte wie San Francisco erlassen Verbote oder strenge Regeln. In China hingegen setzt der Staat auf flächendeckenden Einsatz von Gesichtserkennung zur Überwachung.
handelsblatt.com

Meinung: Internetsperren werden häufiger.

Internetsperren nehmen zu, sagt Alp Toker von der Organisation Netblocks. Manchmal würden Regierungen nur Social Media blockieren, manchmal auch fast das gesamte Netz lahm legen. Die technischen Möglichkeiten, Zensur zu betreiben, seien gestiegen. Gleichzeitig sei es nicht mehr so leicht möglich, das Netz für die Opposition zu kappen, selbst aber online zu bleiben, da häufig ganze Rechenzentren heruntergefahren werden müssten, um das Netz zu blockieren.
sueddeutsche.de

Zahl des Tages: US-Umsatz mit Podcast-Werbung soll bis 2021 auf 1 Mrd Dollar steigen.

Zahl des Tages: Auf rund 1 Mrd Dollar soll der Werbeumsatz mit Podcasts bis 2021 in den USA steigen, errechnet Guggenheim. Aktuell lägen die Umsätze noch nicht einmal halb so hoch, seien jedoch im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte gewachsen. Profiteur könnte Spotify werden. Die Schweden investieren kräftig in Podcasts und könnten bis zu einem Viertel der Umsätze abgreifen.
businessinsider.de

Facebook übergibt der französischen Justiz Nutzerdaten von Autoren von Hassbotschaften.


Facebook klickt auf Teilen: Facebook will den französischen Justizbehörden künftig die Nutzerdaten von Personen mitteilen, denen Hassrede vorgeworfen wird. Das hat der französische Digitalminister Cedric O bekannt gegeben. Damit erklärt sich der Online-Gigant weltweit erstmals bereit, die betreffenden Informationen auch bei Hassrede mit öffentlichen Stellen zu teilen. Bisher war dies nur im Zusammenhang mit Terrorismus oder Gewaltverbrechen der Fall.

Facebook hat sich bisher darauf berufen, im Fall von Hassrede nicht zur Weitergabe von Nutzerdaten verpflichtet zu sein und darauf verwiesen, dass Länder ohne unabhängige Justiz eine entsprechende Regel missbrauchen könnten. Der Entscheidung in Frankreich waren mehrere persönliche Treffen zwischen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorausgegangen.
stuttgarter-nachrichten.de, reuters.com

Basta: CBS-Moderatorin King will Instagram-Chef Adam Mosseri nicht glauben.

Unerhört: Instagram-Chef Adam Mosseri soll in einem CBS-Interview Moderatorin Gayle King erklären, warum sie passende Werbung angezeigt bekommt, auch wenn sie nicht nach den Produkten gesucht habe. King bemüht den Zufall, Datenabgleich und vorausschauende Algorithmen als Erklärung. King hat eine einfachere Erklärung: Instagram höre ihre Gespräche mit.
mashable.com, twitter.com (2-Min-Video)



Meinung: "Bild" baut auf Facebook erfolgreiche Communitys für Sportfans auf.

Bild betreibt für einzelne Sportarten oder Vereine eigene Facebook-Seiten und Gruppen und baut damit erfolgreich Communitys auf und vermarktet Paid Content, schreibt Torben Lux. Die Gruppen hätten zwar weniger Mitglieder als die Seiten Fans, erzeugten aber deutlich mehr Interaktionen. Gerade wenn die Reporter auch mitdiskutieren, entstehe so Vertrauen.
omr.de

Daniel Lingenhöhl wird Chefredakteur bei "Spektrum der Wissenschaft".

Spektrum der Wissenschaft macht Digitalchef Daniel Lingenhöhl, 45, zum Chefredakteur der gesamten Marke. Lingenhöhl verantwortet ab Oktober auch die Ableger wie "Gehirn & Geist". Der Wissenschaftsjournalist kam 2004 erstmals in die Onlineredaktion. Er folgt auf Carsten Könneker, der die Geschäftsführung der Klaus Tschira Stiftung übernimmt.
dnv-online.net, turi2.de (Könneker)

Falkemedia und SHZ wollen Zeitschriften-Geschäft fusionieren.

Zeitschriften: Falkemedia und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) wollen ihr Magazingeschäft zusammenlegen. Das Kartellamt prüft die Pläne, berichtet Meedia. Falkemedia verlegt rund 20 Titel, etwa das Thermomix-Magazin "Mein Zaubertopf", "Landgenuss" und das Technik-Magazin "MacLife". Zum SHZ gehören u.a. "Landgang", "Sylt-Magazin" und "Handballwoche". Der SHZ bestätigt Fusionspläne, Falkemedia kommentiert sie nicht.
meedia.de

Kommunikationschef Ralph Fürther und Sportchef Roman Steuer verlassen Sky.


Bye bye, Sky: Der Bezahlsender Sky strukturiert in Deutschland um, in diesem Zuge verlassen Kommunikationschef Ralph Fürther (rechts im Bild) und Sportchef Roman Steuer das Unternehmen zum 30. Juni, berichtet DWDL. Die Entscheidungen seien in Unterföhring gefallen. Die Kommunikationsabteilung von Ralph Fürther, der seit 20 Jahren bei Sky arbeitet, wird aufgeteilt: Die interne Kommunikation fällt in den Bereich Bereich Human Resources, die Produkt-, Unternehmens- und Event-PR verantwortet künftig das Marketing. Die Aufgaben von Roman Steuer übernimmt Jacques Raynaud, der als Executive Vice President Sports & Advertising bisher an Steuer berichtet hat.

In einem Schreiben an die Mitarbeiter, aus dem DWDL zitiert, begründet Sky den Umbau mit einem "sich rasant verändernden Medienmarkt", in dem das Unternehmen seine "Strukturen kontinuierlich überprüfen und verschlanken" müsse, um "noch agiler und flexibler agieren zu können". Gemeint sind wohl die neuen Konkurrenten Netflix, Amazon und Co. Im Rahmen dieser Transformation baue Sky "auch im oberen Management Hierarchiestufen ab".
dwdl.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ralph Fürther: Sky stellt sich breiter auf für die Duelle mit Netflix und Amazon. (09/2018)

Zitat: Charlotte Roche erlebte Sexismus nach ihren Belästigungs-Vorwürfen.

"Ich dachte wirklich: Das gibts nicht mehr. Dass man charakterlich auseinandergenommen wird als Ferndiagnose von Leuten."

Moderatorin Charlotte Roche ist erschüttert über den Anwalt des geschassten WDR-Filmchefs Gebhard Henke: Er habe wegen knapp bekleideter Instagram-Fotos ihre Glaubwürdigkeit infrage gestellt.
vice.com (5-Min-Video), turi2.de (Background)

"stern" startet die YouTube-Show "Diskuthek".


Die Zerstörer aus Hamburg: Der "stern" startet das politische Video-Format Diskuthek auf YouTube. Melanie Stein und Aimen Abdulaziz-Said, beide mit NDR-Hintergrund, sprechen zunächst mit Talkgästen, anschließend in einem YouTube-Livevideo mit Experten und der Community. Geld für das Projekt kommt über die News Initiative von YouTube-Eigner Google.

Für die "Diskuthek" hat sich Gruner + Jahr eigens ein Studio aufs Verlagsdach gebaut. Zum Start am Donnerstag diskutieren im "Rooftop-Studio mit Industriecharme" die CDU-Hoffnung Philipp Amthor und Jung-Sozialist Kevin Kühnert. "stern"-Videochefin Isa von Heyl verantwortet das Projekt mit einem eigens gegründeten Redaktionsteam.
presseportal.de, stern.de, youtube.com (40-Sek-Trailer)

"Brigitte" lässt ein grünes Beiboot für jüngere Frauen zu Wasser.

Brigitte startet einen Ableger für die Generation #FridaysForFuture: Das halbjährliche Magazin rund um Nachhaltigkeit richtet sich an Frauen ab 25 Jahren. Gruner + Jahr kündigt den Start für Herbst an mit 120.000 Auflage und einem Copypreis von 5,90 Euro. Auf welcher Sorte nachhaltigem Recycling-Papier gedruckt wird, ist noch nicht bekannt.
presseportal.de

Bericht: Zehn Mobilfunk-Provider von Hackern angegriffen.

Hacker-Angriff: Mindestens zehn Mobilfunk-Provider in Europa, Asien und Afrika sind Opfer von vermutlich chinesischen Hackern geworden, sagt die amerikanisch-israelische Sicherheitsfirma Cybereason in einem Bericht. Ziel der Hacker war es demnach, gezielt 20 Personen auszuspähen, die Verbindungen zu China haben. Die Angriffe liefen seit mindestens 2017 und glichen einem Katz- und Mausspiel, sagt der Bericht. Die Hacker hatten es auf alle Daten abgesehen – von Zahlungsinformationen bis zu E-Mail- und Standort-Daten.
cybereason.com via forbes.com, wsj.com (Paid)

Facebook konkretisiert Pläne für unabhängiges Gremium im Kampf gegen Hatespeech.


Hilfe bei der Hassabwehr: Facebook legt in Berlin weitere Details zu seinem geplanten Gremium gegen Hatespeech vor. 40 Mitglieder, darunter Wissenschaftler, Juristen und Journalisten, sollen transparent über strittige Hatespeech-Fälle beraten, kündigt Facebook-Sprecher Nick Clegg an. Die Arbeit soll noch im Sommer starten. Über die Start-Besetzung entscheidet Facebook, Nachfolger sollen die Mitglieder selbst bestimmen. Eine Amtszeit dauert drei Jahre, eine Wiederwahl ist möglich. Facebook verspricht, sich an die Entscheidungen des Gremiums zu halten.

Facebook steht seit geraumer Zeit im Kreuzfeuer der Hatespeech-Kritik – und zwar von zwei Seiten: Die einen kritisieren, Facebook lösche zu übereifrig, die anderen, Facebook lösche zu wenig und langsam. Viele Fragen das Gremium betreffend sind noch unklar, etwa wer darüber entscheidet, welche Streitfälle den Entscheidern vorgelegt werden.
handelsblatt.com (Paid)

Paypal streicht am Standort Berlin 309 von 355 Stellen.

Paypal will die Aufgaben des Teams am Standort in Berlin Wilmersdorf an andere Standorte oder externe Partner verlegen und streicht in Berlin 309 der 355 Stellen. Verdi verhandelt mit dem Bezahldienstleister über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan. Laut Heise.de könnte hinter dem Wegfall der Stellen in Berlin ein Outsourcing an polnische Standorte des Dienstleisters Sitel stehen.
heise.de