Ringier-Chef Marc Walder will Werbekunden das Komplettpaket liefern.


Züchten statt Zukaufen: Ringier-CEO Marc Walder sagt Kreativ- und Mediaagenturen den Kampf an. Die bisherigen Aufgaben der Dienstleister sieht Walder künftig als Teil des Verlagsgeschäfts: "Man baut eigene Sales-Teams auf und bietet Kunden Komplettpakete an: die Kreation der Werbung, die Produktion, die Distribution", sagt Walder im "Horizont"-Interview und denkt an Digital-Vorbilder wie Vice oder BuzzFeed. Agenturen einfach zuzukaufen kommt für Walder nicht infrage: "Das ist nicht die Strategie. Wir bauen die Kompetenz selber auf", sagt er.

Ringier macht heute 60 % seines Gewinns durch Digital-Geschäfte, doch die Subventionierung des publizistischen Angebots durch die Einnahmen aus E-Commerce und Plattform-Geschäften sthet für Walder nicht zur Diskussion: "Mit welcher Begründung wollen Sie eine Familienzeitschrift mit Geldern aus digitalen Marktplätzen subventionieren?"
"Horizont" 13/2017, S. 40/41 (Paid)Kommentieren ...

Amazon schließt zugekauften E-Commerce-Händler Quidsi.

Amazon macht Quidsi dicht, den Anbieter hinter E-Commerce-Seiten wie Diapers.com, Soap.com und BeautyBar.com. Rund 260 Mitarbeiter in New Jersy verlieren ihren Job, Quidsis Programmierer kommen beim Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh unter. Amazon hatte Quidsi 2011 für 545 Mio Dollar übernommen, die Firma wurde aber nie profitabel.
bloomberg.com, businessinsider.de, excitingcommerce.deKommentieren ...

Daimler und VW werben in Großbritannien nicht mehr bei YouTube.

Daimler streicht vorerst alle Werbung bei YouTube in Großbritannien, nach Informationen von "Bild" ein sechsstelliger Betrag. Zuvor war Mercedes-Werbung vor extremistischen IS-Videos geschaltet worden. Auch VW hat seine YouTube-Werbung auf der Insel gestoppt und gehört damit zu rund 250 britischen Firmen, die ihre Spots nicht mehr vor Extremisten-Clips sehen wollen.
bild.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Axel Wüstmann hält Ed-Sheeran-Songs für besser verkäuflich als journalistische Texte.

"Gibt es wirklich einen journalistischen Content, der wie ein Lied von Ed Sheeran irgendwann zum Standardpreis von einem Dollar verkauft wird? Da sollten wir uns keine Illusionen machen."

Axel Wüstmann, CEO des Schweizer Medienhauses AZ Medien, ist bei Paid Content wenig optimistisch. Auch weil Ed-Sheeran-Songs langlebiger sind als Zeitungsartikel, die meist nur einmal gelesen werden.
"Horizont" 13/2017, S. 36 (Paid)
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SpotX verkauft Video-Werbung für Gutefrage.net.

Gute Frage, Frage-Antwort-Plattform von Holtzbrinck, kooperiert mit SpotX, Spezialist für Programmatic Advertising, der zur RTL Group gehört. SpotX verkauft für Gutefrage.net die automatisch ausgespielte Outstream-Videowerbung. Rund 70 deutsche Publisher gehören bereits zu den Kunden von SpotX, u.a. IP Deutschland, Discovery, Gruner + Jahr und Vice.
horizont.netKommentieren ...

Meinung: Ulrike Simon sieht Bertelsmann in der Welt-Liga abgehängt.

Bertelsmann spielt national in einer Liga für sich, hat aber international den Anschluss verloren, analysiert Ulrike Simon. Mit Zeitschriften- und Buchgeschäft, TV-Sendern und Musikverlag ist Bertelsmann so breit aufgestellt, wie kein anderes Medienunternehmen hierzulande, doch in der Welt-Liga geben mit Disney, News Corp, Time Warner und Viacom andere Konzerne den Ton an.
"Horizont" 13/2017, S. 1 (Paid) Kommentieren ...

"El Trome" ist die erfolgreichste spanischsprachige Tageszeitung der Welt.

El Trome aus Peru ist mit 740.000 verkauften Exemplaren pro Tag die meistgelesene spanischsprachige Zeitung der Welt, obwohl sie erst vor 15 Jahren gegründet wurde, beobachtet Felix Lill. Das Blatt, dessen Name übersetzt "Anpacker" bedeutet, fällt durch bunte, wild gestaltete Titel und emotionales Storytelling auf. Die Zeitung kann auch florieren, weil die flächendeckende Internetversorgung fehlt, schreibt Lill.
"Die Zeit" 14/2017, S. 29 (Paid)Kommentieren ...

Yücel-Anwälte beantragen Freilassung beim türkischen Verfassungsgericht.

Deniz Yücel: Die Anwälte des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten haben beim türkischen Verfassungsgericht einen Antrag auf Freilassung von Yücel aus der Untersuchungshaft eingereicht. Die Inhaftierung verletze u.a. "sein Recht auf körperliche Unversehrtheit und seine persönliche Freiheit" sowie das Recht "auf ein faires Verfahren", argumentieren die Anwälte. Yücel ist seit vier Wochen in Einzelhaft, deutschen Botschaftsvertretern bleibt der Zugang zu Yücel verwehrt.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Peter Burger wird kommissarischer Chefredakteur der "Rhein-Zeitung".

Rhein-Zeitung ernennt Peter Burger zum kommissarischen Chefredakteur. Das hat Verleger Walterpeter Twer laut kress.de heute der Redaktion mitgeteilt. Peter Burger war bisher Vize-Chef für Lokales. Er folgt auf Christian Lindner, der am Dienstag überraschend erklärte, dass er nicht weiter für das Unternehmen tätig sei. Hinter den Kulissen soll es Streit zwischen Lindner und Twer über die Ausrichtung der "Rhein-Zeitung" gegeben haben.
kress.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Internetprovider in den USA sollen weiter Browserdaten verkaufen dürfen.

US-Kongress stimmt dafür, dass Internetanbieter weiterhin das Surfverhalten ihrer Nutzer auswerten und die Daten an Werbetreibende verkaufen dürfen. Damit stoppen Senat und Abgeordnetenhaus ein 2016 von der US-Telekom-Aufsicht erlassenes Verbot, das dieses Jahr verbindlich werden sollte. Das neue Gesetz muss noch von Donald Trump unterzeichnet werden.
zeit.deKommentieren ...

Jörg Eggers sieht die deutschen Anzeigenblätter auf Erfolgskurs.


Mit dem Bohrhammer: Anzeigenblätter sind mit 87 Mio Auflage stille Riesen im Medienmarkt – im vergangenen Jahr erzielen sie sogar ein Umsatzplus von 5,9 %. Eine Trendwende? Mehr denn je liefern sie "Kaufimpulse für Produkte, die man sonst nicht haben möchte", gibt Geschäftsführer Jörg Eggers vom Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter freimütig zu. Eggers selbst ist stolzer Besitzer eines Bohrhammers – weil ein Gratisblatt ihn zum Kauf trieb.

Eggers Verband BVDA ermittelt, dass die Leser-Blatt-Bindung steigt: 68 % der Leser würden ihr Anzeigenblatt stark oder sehr stark vermissen. Auch Werbekunden schätzten die Blätter, mit denen sie in die unterschiedlichsten Haushalte vordringen. Die Werbeumsätze liegen mit 1,9 Mrd Euro auf dem Niveau von Publikums- und Fachzeitschriften zusammen. Der Markt ist komplex: 1.298 Titel erscheinen in 436 Verlagen.
youtube.com (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

Justizministerium streicht Vorab-Filter aus Gesetz gegen Hass im Netz.

Justizministerium unter Heiko Maas ändert den Entwurf zum Gesetz gegen Hass im Netz. Die Forderung, wonach Plattformbetreiber das erneute Speichern illegaler Inhalte verhindern müssen, entfällt. Dafür erweitert das Ministerium die Palette der Inhalte, die binnen 24 Stunden gelöscht werden müssen, unter anderem um Kinderpornografie, verfassungsfeindliche Verunglimpfung von Verfassungsorganen und die Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Straftaten.
spiegel.deKommentieren ...

WDR-Tochter kümmert sich um Weltvertrieb des "Sandmännchens".

WDR mediagroup, die privatwirtschaftliche Tochter des WDR, übernimmt den internationalen Vertrieb der öffentlich-rechtlichen Einschlaf-Formate "Sandmännchen", "Kallis Gute-Nacht-Geschichten", "Jan & Henry", "Raketenflieger Timmi" und "Lennart im Grummeltal". WDRmg will mit den Kinderprogrammen bei der Format-Messe Miptv Anfang April in Cannes punkten.
presseportal.deKommentieren ...

Deutsche Welle startet Plattform InfoMigrants.

Deutsche Welle 150Deutsche Welle startet gemeinsam mit France Médias Monde und der italienischen Nachrichtenagentur ANSA die Plattform InfoMigrants. Die Seite addresiert auf Englisch, Arabisch und Französisch Menschen aus und in Afrika südlich der Sahara, dem Nahen Osten, Afghanistan und Pakistan. InfoMigrants soll insbesondere Personen, die nach Europa flüchten wollen, über die Gefahren aufklären und realistische Erwartungen vermitteln. Die Kooperation ist zunächst für ein Jahr angesetzt und wird von der Europäischen Kommission finanziert.
infomigrants.netKommentieren ...

Gruner + Jahr wächst digital um 48 %.

Gruner + Jahr meldet, dass das Digitalgeschäft des Verlags in Deutschland und Frankreich nun rund ein Viertel des Umsatzes ausmacht. In Deutschland sei das Digitalgeschäft um 48 % gewachsen. Der Umsatz mit Print-Anzeigen sei durch neue Zeitschriften stabil. Schon am Dienstag meldete der Mutterkonzern Bertelsmann, dass G+J 2016 von 1,58 Mrd Euro (2015: 1,61 Mrd) umgesetzt und das operative Ergebnis jedoch von 131 Mio Euro auf 137 Mio Euro verbessert habe.
horizont.net, presseportal.de, turi2.de (Bertelsmann)Kommentieren ...

Christian Nienhaus will YouTube von Agof statt AGF messen lassen.

Christian Nienhaus, Chef von Springer-Vermarkter Media Impact, kritisiert auf dem BDZV-Vermarktungsgipfel den "Alleingang" der TV-Sender, YouTube und Facebook in die AGF integrieren zu wollen. Besser geeignet sei die Agof, um so unterschiedlichen Situationen der Nutzung Rechnung zu tragen. Auf der gleichen Veranstaltung wirbt Manfred Bosch, Geschäftsführer von Redblue Marketing, für mehr Kooperationen zwischen Tageszeitungen und Werbekunden. So könnten beide Seiten gegenüber den großen US-Digitalunternehmen stärker auftreten.
horizont.netKommentieren ...

Heike Betzwieser wird Head of Content bei picture alliance.

dpa holt Heike Betzwieser zu ihrer Foto-Tochter picture alliance und macht sie dort zum Head of Content. In der neuen Position soll sie die Analyse, Weiterentwicklung und Umsetzung der Content-Strategie der Bildagentur steuern. Zuletzt war Heike Betzwieser als selbstständige Beraterin im Bereich Digital Content aktiv, zuvor hat sie unter anderem das Multimedia-Office von T-Online geleitet.
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Analyse: Unabhängiger Journalismus in Kirgistan ist bedroht.

Kirgistan: Unabhängiger Journalismus ist im bisherigen Zufluchtsland für Medienmacher der zentralasiatischen Nachbarländer immer stärker bedroht, analysiert Edda Schlager. Die Regierung handle zunehmend repressiv, auch für ausländische Journalisten werde es ungemütlicher. Bisher sei Kirgistan eine Insel der Pressefreiheit in Zentralasien gewesen.
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"Süddeutsche Zeitung": Neuer Hacker-Angriff auf Bundestag.

Die Hacker und das Hohe Haus: Hacker haben im Februar erneut versucht, in das Netz des Bundestages einzudringen, schreibt Hakan Tanriverdi. Mindestens zehn Abgeordnete aller Fraktionen seien betroffen, die IT-Abteilung des Parlaments habe den Angriff abgewehrt. Abgeordnete kritisierten die Informationspolitik des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und des Bundesverfassungsschutzes in dem Fall.

Ziel der Attacke war u.a. die Grünen-Abgeordnete Marieluise Beck. Sie sagte, im Februar sei der Rechner einer Mitarbeiterin abgestürzt. Anschließend habe die Bundestagsverwaltung von auffälligen Serverbewegungen berichtet. Demnach waren alle Rechner befallen, die auf eine bestimmte ausländische Nachrichtenseite zugegriffen hatten. 2015 war das Parlament Opfer einer Hacker-Attacke geworden. damals mussten Server und Netzwerke für die Reperatur mehrere Tage abgeschaltet werden.
sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...