Google findet erneut ein Datenleck bei Google+, das 52,5 Mio Nutzer betrifft.

Google findet erneut eine Sicherheitslücke bei seinem bereits aufs Abstellgleis gefahrene Netzwerk Google+. Das Datenleck betrifft 52,5 Mio Nutzer, Google+ muss sich nun schon im April statt im August 2019 vom Netz verabschieden. Erst Anfang Oktober hatte Google ein Datenleck bei seinem sozialen Netzwerk veröffentlicht.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Zitat: Zeitschriften und Influencer werden unterschiedlich hart kontrolliert.

"Wenn ein Frauenmagazin drei Handtaschen empfiehlt, gilt das als redaktioneller Service. Macht eine Influencerin auf Instagram dasselbe, wird Werbung unterstellt."

Influencer-Vermittler Christoph Kastenholz beklagt sich im "Horizont"-Interview darüber, dass Schleichwerbung durch Zeitschriften und Influencer mit zweierlei Maß gemessen würden. Der Presserat sei als "Organ der Verlage" nicht an echter Kontrolle interessiert.
horizont.net (Paid)

UK-Parlament veröffentlicht interne Facebook-Dokumente.


Transparenz vor Intransparenz: Das britische Parlament veröffentlicht Auszüge aus internen Facebook-Dokumenten im Rahmen der Untersuchungen des Datenskandals um Cambridge Analytica. Die Dokumente wurden Ende November vom App-Entwickler Six4Three beschlagnahmt. In den veröffentlichten Papieren befinden sich u.a. E-Mails von und an Facebook-Chef Mark Zuckerberg sowie weitere leitende Führungskräften von Facebook.

Damian Collins, Vorsitzender des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport im UK-Parlaments, fasst die Ergebnisse der Untersuchung in sechs Punkten zusammen. Facebook habe u.a. die Daten von Anrufen und Textnachrichten von Android-Nutzern gespeichert und versucht, dies vor den Nutzern zu verbergen. Auch Daten über die Nutzung von Apps soll Facebook so abgegriffen haben – Ziel sei es gewesen, durch das unwissentliche Ausspähen der Smartphone-Nutzung herauszufinden, wer die größten Konkurrenten sind und welches Unternehmen sich Facebook demnach als nächstes einverleiben sollte.

Derweil mache sich unter den Facebook-Angestellten Unmut aufgrund der anhaltenden negativen Berichterstattung breit, berichtet BuzzFeed. Sowohl aktuelle als auch ehemalige Mitarbeiter beschreiben die Atmosphäre innerhalb des Unternehmens als angespannt und teilweise sogar feindselig. Man hoffe intern "auf einen Sundar- oder Dara-Moment" – also einen Führungswechsel und den Rücktritt von Gründer Zuckerberg. Unter den Angestellten wachse außerdem die Paranoia – sie haben teilweise separate Telefone, um mit Kollegen über Facebook zu lästern.
cnet.com, buzzfeednews.com

EU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich wollen Onlinewerbeerlöse mit 3 % besteuern.

Europa EU-Flagge SterneEU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich einigen sich auf einen Kompromiss und wollen die Onlinewerbeerlöse der Internetgiganten mit einer Umsatzsteuer in Höhe von 3 % besteuern, berichten dpa und AFP übereinstimmend. Die Digitalsteuer soll bis März 2019 beschlossen werden und im Januar 2021 in Kraft treten, sollte es keine Einigung innerhalb der OECD geben.
zeit.de

EU-Expertentruppe gegen russische Propaganda soll größer werden.

EU stockt ihre Einsatztruppe gegen russische Internet-Propaganda auf. Die sogenannte East StratCom Taskforce soll von überschaubaren 15 auf wackere 50 Köpfe wachsen, berichtet das "Handelsblatt". Vor den Europawahlen steigt ihr Budget auf 5 Mio Euro – die Wahlen sind eine potenzielle Zielscheibe für den Versuch Russlands, Europa über Desinformations-Kampagnen zu spalten.
"Handelsblatt", S. 10 (Paid)

NDR "Zapp"-Bericht über die Taskforce:

Lese-Tipp: Lewis-Chef Rafael Rahn sieht bei Unternehmen Social-Media-Nachholbedarf.

Lese-Tipp: Social-Media-User wollen kein Zaungast sein, sondern ein aktiver Teil einer Community, sagt Rafael Rahn (Foto), Deutschland-Chef der Agentur Lewis, im Interview mit Sarah Hölting. Der Großteil der Unternehmen nutze Social-Media-Kanäle einseitig, um über Produkte zu berichten. Nachholbedarf hätten viele Firmen bei der User-Interaktion.
absatzwirtschaft.de

Cambridge Analytica hat die Modemarken-Vorlieben für Mikrotargeting genutzt.

Facebook: Cambridge Analytica hat die Vorlieben für Modemarken von Facebook-Nutzern ausgewertet, um Mikrotargeting im US-Wahlkampf zu betreiben, erklärt Whistleblower Christopher Wylie. Menschen mit Interesse an Abercrombie & Fitch tendierten eher dazu liberaler zu sein, Wrangler-Fans seien in der Regel eher konservativ und auf "Ordnung" bedacht.
nytimes.com (Paid), adage.com

YouTube öffnet seine Stories-Funktion für Nutzer mit mehr als 10.000 Abonnenten.

YouTube macht seine von Snapchat und Instagram kopierte Stories-Funktion für Nutzer mit mehr als 10.000 Abonnenten verfügbar. Im Vergleich zur Konkurrenz bleiben Stories bei YouTube sieben Tage online und können auch von Nicht-Abonnenten gesehen werden. Zuschauer können kommentieren und Fragen stellen – die Antworten der YouTuber sind öffentlich für jeden ersichtlich.
techcrunch.com, theverge.com

Facebook bekam schon 2014 Hinweise auf russischer Einmischung in den US-Wahlkampf.


Daten-Grüße aus Moskau: Facebook hat wohl bereits 2014 Hinweise auf eine mögliche russische Einflussnahme auf den US-Wahlkampf bekommen. Ein britischer Untersuchungsausschuss zu Fake News hat Facebooks Europa-Lobbyisten Richard Allan mit internen E-Mails konfrontiert. Darin weist ein Facebook-Techniker schon im Oktober 2014 darauf hin, dass eine russische IP-Adresse täglich "3 Mrd Datenpunkte" bei Facebook anzapfen würde.

Facebook nennt die E-Mails "unverifiziert" und "parteiisch", bestätigte aber, dass die Vorkommnisse 2014 untersucht wurden. Es seien damals keine Hinweise auf einen Datenverstoß gefunden worden. Statt um 3 Mrd Anfragen habe es sich nur um 6 Mio legitime Daten-Abfragen pro Tag gehandelt.
theguardian.com, zeit.de, stern.de

"Living at Home & Holly": G+J plant neues Influencer-Magazin.

Gruner+Jahr bringt mit der Bloggerin Holly Becker ein neues Influencer-Magazin heraus. Als Special der Zeitschrift "Living at Home" soll es zweimal im Jahr mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren erscheinen, erstmals am 24. Januar. Das "Holly"-Heft stammt von der Deutschen Medien-Manufaktur (DMM), ein Gemeinschaftsunternehmen von G+J und dem Landwirtschaftsverlag Münster.
wuv.de

Meinung: Facebook blickt auf ein Krisenjahr zurück.

Facebook-LogoFacebook und sein Chef Mark Zuckerberg hatten ein schweres Jahr, schreiben Anna Steiner in der "FAS" und Benedikt Fuest in der "Welt am Sonntag". Rückläufige Benutzerzahlen in den Kernmärkten, ein stark gefallener Aktienkurs und nicht zuletzt die Datenskandale würden die Frage aufwerfen, ob Facebook im Niedergang sei. Die Übernahmen von Instagram und WhatsApp würden Facebook jedoch derzeit auf Kurs halten. In der "Bild am Sonntag" mutmaßt Frank Siering, Mark Zuckerberg könnte seine Nummer 2, Sheryl Sandberg, entlassen, da er ihr einen Großteil der vergangenen Fehler anlaste.
"Welt am Sonntag", S. 36 (Paid), "FAS", S. 26 (Paid), bild.de

Zuckerberg schickt Lobbyisten Allan zur Facebook-Befragung in London.

Facebook schickt seinen Lobbyisten Richard Allan zu einer internationalen Anhörung am Dienstag, Mark Zuckerberg hat leider keine Zeit. Vertreter aus sieben Staaten wollen Facebook zu Datenskandalen und dem Fake-News-Problem befragen. Delegierte werfen Zuckerberg nun Führungsversagen vor, weil er nicht selbst nach London kommt. Die Teilnehmer des Tribunals reisen aus Argentinien, Brasilien, Kanada, Irland, Lettland und Singapur an.
telegraph.co.uk, techcrunch.com

Datenschutzbeauftragter verhängt erstes DSGVO-Bußgeld in Deutschland.

DSGVO: Der Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg verhängt das erste Bußgeld in Deutschland. Ein Social-Media-Anbieter muss nach einer Datenpanne 20.000 Euro zahlen, kommt dank "umfassender Kooperation" aber "glimpflich" davon. Den Angaben nach könnte es um knuddels.de gehen, die im September eine Datenpanne meldeten.
baden-wuerttemberg.datenschutz.de via openpr.de, turi2.de (Background)

Facebook legt Berufung gegen britische Cambridge-Analytica-Strafe ein.

Facebook-LogoFacebook legt Berufung gegen eine Geldstrafe ein, die Großbritannien im Rahmen des Cambridge-Analytica-Skandals erheben will. Die Datenschutz-Behörde ICO verlangt 500.000 Pfund (rund 560.000 Euro). Facebook wehrt sich, weil die Behörde in ihrer Begründung aus Sicht des Unternehmens grundlegende Prinzipien infrage stellt, wie Informationen online geteilt werden. Es fehle außerdem eine rechtliche Grundlage, weil keine Daten britischer Nutzer betroffen waren.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Basta: LinkedIn will auch eine Rolle bei den Cool Kids spielen.

Bewerber-Blamage: LinkedIn buhlt mit einer Stories-Funktion um die Gunst von Studenten. Über "Student Voices" sollen sie Erfahrungen über ihre Zeit im Studium posten. Die Inhalte werden nicht wie bei Snapchat oder Instagram gelöscht – Arbeitgeber erhalten also womöglich ein recht authentisches Bild von ihren Bewerbern.
techcrunch.com

Facebook zeigt die Nutzungsdauer in seiner App an.

Facebook-LogoFacebook rollt "Your Time on Facebook" für die Überwachung der eigenen Nutzungsdauer weltweit aus. Nutzer können sich damit u.a. ein Zeitlimit für das Surfen bei Facebook setzen. Das Feature läuft lediglich in der App, nicht auf dem Desktop und auch nicht insgesamt für ein Profil. Das soziale Netzwerk hatte die Funktion bereits im Sommer angekündigt, technische Probleme haben den Start verzögert.
techcrunch.com

Zahl des Tages: Snaps neue Kamera-Brille Spectacles soll 350 Dollar kosten.

Zahl des Tages: Spektakuläre 350 Dollar soll die neue Generation von Snaps Kamera-Brille Spectacles kosten, berichtet Cheddar. Das neue Modell mit zwei Kameras liegt damit 150 Dollar über dem Preis des Vorgängermodells. Der Rahmen bekommt ein Upgrade aus Alu, die Kameras sollen AR-Effekte in Videos erzeugen können.
cheddar.com, cnet.com

Soziale Medien sind "Echokammern", sagt Serviceplan-Kommunikationsprofi Focken.

Soziale Medien sind oft nur "Echokammern", sagt Serviceplan-Kommunikationsprofi Ronald Focken im "W&V"-Gespräch mit Sigmar Gabriel. Ein echter Dialog finde bei Facebook & Co kaum statt, was die Frustration mancher Nutzer erkläre. Niemand darf sich von den sozialen Medien "gefangen" nehmen lassen, warnt Gabriel. Die Nachricht sei wichtiger als der Verbreitungsweg.
"Werben & Verkaufen" 47/2018, S. 24-26 & S. 47-48 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ronald Focken im Sommer 2017 über den Berlin-Boom für Agenturen.

"Unsere Influencer sitzen in der Redaktion": BurdaStyle-Chefin Manuela Kampp-Wirtz baut auf ihre Marken.


Noch nicht aus der Mode: Manuela Kampp-Wirtz wacht als Chefin von Burdas Style-Segment über zahlreiche Medien zu den schönen Seiten des Lebens. Doch die frisch geföhnte Welt von "Elle", "InStyle" und "Harper’s Bazaar" steht besonders unter Druck, seit Internet-Stars sich exzessiv beim Wimpern tuschen filmen. Kampp-Wirtz nimmt die Konkurrenz im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv gelassen: Ihre Mode-Experten säßen weiter in der ersten Reihe vor dem Laufsteg. "Wir haben Expertise, unsere Influencer sitzen in der Redaktion."

Kampp-Wirtz vertraut auf starke Traditionsmarken – zu denen neben den Fashion-Titeln auch "Bunte" und "Freundin" gehören. Sie macht die Marken lieber selbst zu Plattformen, auf denen Influencer stattfinden. Zu Veranstaltungen wie der InStyle Lounge lade Burda selbst Influencer ein, ebenso zahlende Werbekunden und Publikum. Die Burda-Zeitschriften versuchen Instagram und Co zu nutzen, statt sich ausnutzen zu lassen. Mit ihrem Team denkt Kampp-Wirtz auch schon einen Schritt weiter: Burdas Mode-Marken sollen auch auf Sprachassistenten präsenter werden, weil Alexa in immer mehr Haushalten zur Mitbewohnerin wird.
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Facebook und Zuckerberg verteidigen sich gegen "New York Times"-Artikel.

Facebook: Mark Zuckerberg beteuert, erst aus der "New York Times" von Aufträgen an die Lobby-Firma Definers erfahren zu haben – sie soll negative Nachrichten über Facebook-Konkurrenten gestreut haben. Die "Times"-Behauptung, Facebook-Topmanager hätten das Vorgehen gegen russische Einflussnahme gebremst, bezeichnet Facebook als "schlicht nicht zutreffend". Das Facebook-Board verbreitet indes, das Gremium habe Zuckerberg und Co-Chefin Sandberg dazu gedrängt, konsequenter gegen Einflussnahme vorzugehen.
techcrunch.com (Zuckerberg), mashable.com (Russland), businessinsider.de (Board), turi2.de (Background)

Ombudsstelle soll bald bei strittigen Facebook-Löschungen vermitteln.

Facebook will Beschwerden über gelöschte Inhalte 2019 an eine Art Ombudsstelle abgeben. Mark Zuckerberg begründet diesen Schritt mit seiner Einsicht, Facebook solle nicht zu viel Macht erhalten zu entscheiden, was freie Meinungsäußerung und was verboten ist. Facebook liest und löscht weiter selbst – das externe Gremium soll ins Spiel kommen, wenn ein Nutzer die Begründung von Facebook nicht akzeptiert.
techcrunch.com

Lese-Tipp: Die "New York Times" beschreibt das mangelhafte Krisen-Management bei Facebook.

Lese-Tipp: Die "New York Times" zeichnet detailreich nach, wie Facebook sich durch die politischen Krisen der vergangenen zwei Jahre manövriert hat. Mark Zuckerberg und Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg unterschätzen demnach lange die Tragweite – und informierten sich mangelhaft über Details. Die Autoren listen auch auf, mit welcher Kraft und welchen Seilschaften Facebook versucht hat, hinter den Kulissen die Wogen zu glätten. Eine lustige Randnotiz: Nachdem Apple-Chef Tim Cook Facebook kritisierte, verordnete Zuckerberg seinen Top-Leuten die Nutzung von Android-Handys.
nytimes.com, nytimes.com (Kurzfassung)

Facebook startet Online-Kurse für Weiterbildung im Beruf.

Facebook verstärkt sich im Bereich Weiterbildung: Learn with Facebook startet in den USA mit 13 kleinen Online-Kursen etwa zu Marketing-Themen. Mit Partnern soll das Portfolio an Kursen wachsen, auch der Kauf von E-Learning-Portalen ist möglich. Facebook bietet auch eine Funktion, mit der sich Mentoren mit ihren Mentees vernetzen können. Seit einigen Monaten gibt es auch in Deutschland Stellenanzeigen auf Facebook.
techcrunch.com, finance.yahoo.com

Zitat: Pinterest-CEO Silbermann glaubt, Menschen urteilen erst noch über das Smartphone.

"Das Smartphone ist gerade erst elf Jahre alt und damit noch recht jung - im Vergleich zum Radio oder dem Fernsehen. Die Menschen entscheiden erst noch, wie viel sie davon dauerhaft in ihren Alltag integrieren wollen."

Pinterest-CEO Ben Silbermann sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass Menschen wollen, dass Technologie ihr Leben erleichtert und sie es nicht kontrollieren soll.
handelsblatt.com

Renner: Facebook handelt sich ein Ordnungsgeld in Höhe von 10.000 Euro ein.

Facebook-LogoFacebook ignoriert eine einstweilige Verfügung vom Landgericht Berlin und handelt sich ein Ordnungsgeld in Höhe von 10.000 Euro ein, schreibt Kai-Hinrich Renner. Facebook hatte einen Nutzer gesperrt, das Landgericht Berlin sah diese als unrechtmäßig an und forderte Facebook auf, die Sperre aufzuheben. Laut Facebook wurde die einstweilige Verfügung "nicht wirksam zugestellt".
morgenpost.de

Influencer wegen zu wenig Werbe-Posts verklagt.

Kein Like: Eine PR-Agentur verklagt Influencer Luka Sabbat, weil er nicht genug Werbung gemacht hat. Sabbat sollte für 60.000 Dollar die Foto-Brille Snap Spectacles mit einer bestimmten Anzahl an Instagram-Posts bewerben und diese vorher abstimmen. Die Agentur klagt wegen Ver­trags­bruchs und ungerechtfertigter Bereicherung.
bento.de, instagram.com


Twitter testet schnellere Umschaltmöglichkeit der Tweet-Reihenfolge.

Twitter macht die Ansicht der Tweets wieder einfacher zwischen der früher angewendeten chronologischen Reihenfolge und den mittels Algorithmus sortierten "Top Tweets" umschaltbar. Ein prominent platzierter Button ermöglicht den Wechsel. Die Funktion versteckt sich bisher in den Profileinstellungen. Twitter testet den neuen Button zunächst bei wenigen iOS-Nutzern.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

"Der Mann auf der Bank" erzählt Geschichten zur Zukunft der Vergangenheit.


Geschichten über Geschichte: Der Pay-TV-Sender History und die Bewegtbild-Agentur Gary Glotz von Karikaturist Peter "Bulo" Böhling begegnen Geschichtsvergessenheit mit Humor. In der Animationsreihe Der Mann auf der Bank spricht ein älterer Herr mit Menschen, die fremdenfeindlich sind, Fakten verleugnen oder lieber mit dem Finger auf andere zeigen, statt sich selbst zu hinterfragen. Als Vorlage für den Mann auf der Bank diente Bulo sein eigener Vater, heute 93, der den Zweiten Weltkrieg und die dunklen Stunden der deutschen Geschichte selbst miterlebt hat.

"Das ist eine Reise in die Vergangenheit gewesen, bei der ich sehr oft geweint habe und fassungslos vor dem saß, was ich da gehört, gesehen und gelesen habe", sagt Bulo im Interview mit turi2.tv. History-Produzent Emanuel Rotstein will mit dem Projekt zeigen, "dass wir eine klare Haltung haben" und junge Leute dazu bringen, "sich mit dem Damals auseinanderzusetzen". Die zunächst vier rund zweiminütigen Clips laufen demnächst im TV, im Web und den Social-Media-Kanälen von History. turi2.tv zeigt bereits einen kleinen Ausschnitt.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Studie: Internet ist Hauptinformationsquelle in Westeuropa.

Online first: Unter 30-Jährige konsumieren Nachrichten mehrheitlich digital, sagt eine Studie des US-Forschungsinstituts Pew Research Center über die Mediennutzung in Westeuropa. Nur 16 % der 18- bis 29-jährigen Deutschen lesen regelmäßig Printprodukte, bei den über 50-Jährigen sind es 60 %. Der Bekanntheitsgrad von traditionellen Medien sei durch Nachrichtenverbreitung in den sozialen Netzwerken auch bei den unter 30-Jährigen weiter hoch. Alle Altersgruppen hielten Nachrichtenmedien grundsätzlich für gesellschaftlich wichtig.
pewresearch.org, sueddeutsche.de