Meinung: TikTok-Influencer entlocken ihren Followern Geld mit fragwürdigen Methoden.

TikTok: Im weniger bekannten Streaming-Bereich der chinesischen Plattform laufen zum Teil fragwürdige Geschäfte, berichtet Markus Böhm. Gegen Geld können User anderen Nutzern Animationen schicken. Viele Influencer werben mit dubiosen Versprechen wie Aufmerksamkeit oder ihrer Handynummer um die Animationen und erhalten so Geld, während TikTok mitverdient. Viele der Spender und Empfänger sind minderjährig. TikTok will die Funktion ab dem 20. Dezember nur noch volljährigen Nutzern gestatten.
spiegel.de

Gruner + Jahr integriert Neon vollständig in stern.de.

Neon verschwindet auch online als eigenständiges Angebot. Zum Jahreswechsel integriert Gruner + Jahr das Angebot in stern.de, markiert es jedoch weiterhin mit einen Neon-Logo. Die Digitalredaktion des "stern" produziert die Stücke. Gleichzeitig stellt der "stern" seine zweite Digitalreihe neu auf: Die bisherige Neon-Redaktionsleiterin Sarah Stendel übernimmt die das Social-Media-Ressorts des Stern. Isa von Heyl, zurzeit Video und Audio-Chefin, wird dritte stellvertretende Chefredakteurin und ersetzt den ausscheidenden Tolgay Azman. Hendrik Holdmann übernimmt dafür das Video-Ressort.
guj.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Telekom-Chef Tim Höttges bastelt eine Jahres-Bilanz.

Video-Tipp: Telekom-Chef Tim Höttges wendet sich zum Jahresende erneut im modisch fragwürdigen Weihnachts-Pulli an seine Mitarbeiter und die Investoren und zieht in einem Video Bilanz. Statt wie 2018 in die Weihnachtsbäckerei zieht es den Manager dieses Jahr in die Bastelstube. Am Ende des Spots gibt es wie im Vorjahr noch eine Reihe Outtakes.
youtube.com (5-Min-Video), turi2.de (Background)

TikTok hat in Deutschland 5,5 Mio aktive Nutzer.

TikTok zählt in Deutschland mittlerweile mehr als 5,5 Mio aktive Nutzer, schreibt Michael Kroker. Im Schnitt verbrächten sie rund 50 Minuten pro Tag auf der chinesischen Plattform. Damit ist Deutschland inzwischen der größte europäische Markt für TikTok, noch vor Großbritannien mit rund 5,4 Mio Nutzern. Im Frühjahr waren noch nur 4,1 Mio deutsche Nutzer rund 39 Minuten pro Tag auf TikTok aktiv.
blog.wiwo.de

Champions League geht ab 2021 an die Streaming-Anbieter Dazn und Amazon.


Sky ist am Limit: Sky verliert nach rund 20 Jahren die TV-Rechte an der Champions League. Ab der 2021 beginnenden Saison wird der Top-Wettbewerb im europäischen Vereinsfußball fast ausschließlich bei Dazn laufen. Amazon hält dann die Rechte am Topspiel am Dienstag. Damit ist die Champions League mit einer Ausnahme künftig nur bei Anbietern zu sehen, die zumindest aktuell bei Privatkunden lediglich auf die Verbreitung via Internet setzen. Denn auch das ZDF bekommt wieder einen Teil vom Kuchen: Laut "Bild" wird der Sender das Endspiel im Free-TV zeigen und zuvor Zusammenfassungen der Begegnungen am Spieltag.

Aktuell teilen sich Dazn und Sky die Champions-League-Rechte. Während Sky, das lange Jahre die Pay-TV-Rechte exklusiv hielt, die meisten Topspiele und Konferenzen der Spieltage zeigt, überträgt Dazn die weiteren Spiele als Einzelspiel. Erstmals gibt es in der laufenden Rechteperiode keine Spiele im Free-TV.
bild.de (paid), dwdl.de

“Handelsblatt”: Bundesregierung plant Dachfonds zur Startup-Finanzierung.

Bundesregierung plant einen Zukunftsfonds, der Geld in deutsche Startups stecken soll, berichtet das "Handelsblatt". Er soll verhindern, dass Gründer auf der Suche nach Kapital ins Ausland abwandern. Der geplante Fonds unter dem Arbeitstitel "Wasserfallmodell" soll ein Dachfonds mit öffentlichem und privatem Geld von insgesamt rund 1 Mrd Euro werden, der in Venture-Fonds investiert. Die Konstruktion soll Risiken streuen. Der Staat soll ein größeres Risiko tragen, aber auch größere Renditechancen haben.
handelsblatt.com

Basta: Es ist wohl unvermeidlich.

Thanatos: Donald Trump twittert sich mal wieder als starke Figur. Nachdem er sich neulich Sylvester Stallones jugendlichen Körper lieh, löscht er nun als massenmordender Marvel-Bösewicht Thanos seine Gegner im Kongress aus. Kurz nach der Szene verliert der Bösewicht übrigens.
spiegel.de



OWM: Andrea Tauber-Koch und Uwe Storch kritisieren SevenOne Media.

OWM Markenverband 150OWM-Vorsitzende Andrea Tauber-Koch und Uwe Storch gehen im "Horizont"-Interview mit SevenOne Media ins Gericht. Grund ist eine Preiserhöhung des P7S1-Vermarkters für Spots unter 30 Sekunden. Die erhöhten Preise seien "völlig unangebracht", so Tauber-Koch. Storch ärgert sich außerdem über die Art der Mittelung – diese sei "aktionistisch, unprofessionell und völlig überhastet". Letzteres sehen die Verantwortlichen bei SevenOne Media ein – die Kommunikation sei "kurzfristig" und "nicht optimal" verlaufen.
"Horizont" 50/2019, S. 11-12 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv (11/2017): Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.

BVerwG: Verfassungsschutz muss Einsicht in Akte von Nazi-Kriegsverbrecher Alois Brunner gewähren.

Bild darf die Akte von Nazi-Kriegsverbrecher Alois Brunner einsehen, der Verfassungsschutz muss Chefreporter Hans-Wilhelm Saure Einsicht gewähren, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Nach Ablauf der Frist von 30 Jahren seien die Voraussetzungen für einen "archivrechtlichen Nutzungsanspruch" gegeben.
sueddeutsche.de

“NYT”: Harvey Weinstein und seine Ankläger erzielen vorläufige Einigung in Höhe von 25 Mio Dollar.

Hollywood: Produzent Harvey Weinstein und der Vorstand seines Filmstudios haben eine vorläufige Einigung in Höhe von 25 Mio Dollar mit Dutzenden Frauen erzielt, berichtet die "New York Times". Mit dem Deal müsste Weinstein weder selbst zahlen noch ein Fehlverhalten eingestehen. Die Gelder sollen von Versicherern der Weinstein Company kommen.
nytimes.com, insider.com

DW-Personalrat distanziert sich von Artikel in Verdi-Magazin “M”.

Deutsche Welle: Der örtliche Personalrat Bonn distanziert sich von einem Artikel im Verdi-Magazin "M", in dem ein anonymer Personalrat dem deutschen Auslandssender "strukturellen Machtmissbrauch gegenüber Freien" vorgeworfen hat. Die zitierten Äußerungen sowie Einschätzungen der Kompetenzen von Führungskräften seien dem Personalrat zuvor nicht bekannt gewesen.
per Mail, turi2.de (Background)

Berliner Verlag schließt Analyse von Holger Friedrichs Stasi-Vergangenheit ab.


Ad acta: Der Berliner Verlag hat die Untersuchung der Stasi-Vergangenheit von Neu-Eigentümer Holger Friedrich abgeschlossen. Marianne Birthler, Ex-Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde, und Historiker Ilka-Sascha Kowalczuk kommen zu dem Schluss, Friedrich habe "überwiegend Offenkundiges berichtet". In nur einem Fall sei ein Anderer durch Friedrichs Zuarbeit strafrechtlich belehrt worden.

Weitere Folgen könnten lediglich "mit Akten, die über Dritte eventuell existieren" analysiert werden. Birthler und Kowalczuk sehen dies jedoch nicht als "wahrscheinlich" an, die durch Friedrich weitergegebenen Informationen hätten keinen "politisch-ideologischen Charakter".

Jochen Arntz und Elmer Jehn, Chefredakteure der "Berliner Zeitung" und des "Berliner Kurier", wollen die Aufarbeitung in den kommenden Wochen publizistisch und mit Diskussionsveranstaltungen begleiten.
faz.net, berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

YouTube untersagt künftig “bösartige Beleidigungen”.


Neue rote Linie: YouTube passt seine Richtlinien an und will künftig Videos sperren, wenn darin Personen "bösartig beleidigt" werden auf Grund von schutzwürdigen Kriterien wie u.a. Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Das kündigt YouTube-Manager Matt Halprin an. Bisher galt dies nicht als Hassrede. Die neuen Regeln sollen für alle Nutzer gelten, auch öffentliche Amtsinhaber. Googles Video-Netzwerk reagiert damit auf eine fortlaufende Debatte rund um den Vox-Journalisten Carlos Maza, der regelmäßig vom rechts-konservativen Comedian Steven Crowder online beleidigt wurde. Maza veröffentlichte im Mai einen Zusammenschnitt solcher Beleidigungen und löste so intensive Diskussionen aus.

Maza zeigt sich auf Twitter skeptisch. YouTube würde PR-Krisen begegnen, indem es unscharfe Richtlinien erlasse, die es dann nicht wirklich verfolge. Es gäbe keinen Grund zu glauben, dass YouTube seine populärsten Regelbrecher wirklich sperre. Das eigentliche Problem seien zudem nicht Beleidigungen gegenüber einzelnen Personen, sondern Hass gegen ganze Gruppen.
buzzfeed.com, twitter.com (Stellungnahme Maza)

Lese-Tipp: Zerstörtes Vertrauen statt komplexer Debatte beim Berliner Verlag.

Lese-Tipp: Holger Friedrich, Verleger der "Berliner Zeitung", hat mit seinem Schweigen zu den Stasi-Vorwürfen "Vertrauen in der Redaktion und weit darüber hinaus" zerstört, schreibt Jana Hensel in der "Zeit" nach mehreren Gesprächen mit dem Verlegerpaar. Andererseits fragt sie sich, ob Friedrich jemals eine Chance gehabt hätte, dass "sein Fall hinreichend vielschichtig und komplex diskutiert wird".
zeit.de

Matthias Thieme wechselt von der “Frankfurter Neue Presse” zur “Berliner Zeitung”.

Frankfurter Neue Presse und Chefredakteur Matthias Thieme gehen nach rund eineinhalb Jahren wieder getrennte Wege. Thieme wechselt im Februar zur "Berliner Zeitung" wo die Neuverleger Silke und Holger Friedrich ihn zum Chefredakteur mit Schwerpunkt Digitales machen. Bei der "FNP" bleibt der bisherige Co-Chefredakteur Max Rempel am Ruder.
mediengruppe-frankfurt.de, turi2.de (Background)

Zitat: Sky-Vermarkungschef Ralf Hape ermutigt Agenturen zu mehr Düsternis.

"Es gibt wohl nichts, was düsterer wäre und mehr Sex und Gewalt beinhaltet als 'Game of Thrones' – und trotzdem war es weltweit einzigartig erfolgreich."

Sky-Vermarkungschef Ralf Hape sagt im "Horizont"-Interview, dass viele Agenturen und Marken sich gegen Werbung im Umfeld von Sex & Crime sperren, gerade dies aber die derzeit erfolgreichsten Felder beim Streaming seien.
horizont.net

Retouren: Forscher fordern gesetzliche Mindestgebühr.

E-Commerce: Rücksendungen sollten eine gesetzliche Mindestgebühr kosten, argumentieren Forscher der Uni Bamberg. Bei 3 Euro würde die die Zahl der Retouren um 16 % sinken. Kleine Händler scheuten sich bisher, solche Gebühren einzuführen, weil sie einen Nachteil gegenüber großen Konkurrenten fürchten. Eine Gebühr könne auch Preise senken, da Onlinehändler weniger Retourenkosten kalkulieren müssten.
spiegel.de

Schwarzkopf setzt Scherz-Shampoo vom Postillon in die Tat um.

Schwarzkopf, Shampoo-Marke von Henkel, hat einen Postillon-Scherz aufgegriffen und das angepriesene Shampoo ohne Schnickschnack in die Tat umgesetzt. Das Schwarzkopf-Marketing reagiert fix, hat keine 24 Stunden später einen Spot im Netz, nach nicht einmal einem Monat ein fertiges Produkt, schreibt Jonas Jansen über den spontanen Marketing-Erfolg. Normalerweise dauert es bis zur Markteinführung ein Jahr. Die nur 1.600 Flaschen sind schnell alle vergriffen.
"FAZ", S. 21 (Paid)

Lese-Tipp: Neuseeländer beraten Boris Johnson beim Social-Media-Wahlkampf.

Lese-Tipp: Der britischer Premiere Boris Johnson (Foto) vertraut beim Digital-Wahlkampf auf Hilfe aus Neuseeland, schreibt Mijam Hecking. Die Social-Media-Berater Ben Guerin und Sean Topham haben den Auftrag, den Tories zum Wahlsieg zu verhelfen. Ihre Strategie: Die Menschen "auf der Suche nach dem nächsten Katzenfoto" über Gefühle kapern und dieselbe Nachricht immer wieder in unterschiedlichen Formen bringen.
manager-magazin.de

Zahl des Tages: NBC verkauft Olympia-Werbung für mehr als 1 Mrd Dollar.

Zahl des Tages: Für mehr als 1 Mrd Dollar hat NBC Universal in den USA bereits Werbung für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio verkauft. Der Konzern hofft, den Rekordwert von 1,2 Mrd Dollar bei den Spielen 2016 in Rio noch zu toppen. Dank Zeitverschiebung laufen Tages-Wettbewerbe aus Tokio im US-TV zur Primetime.
sportbusiness.com, hollywoodreporter.com