Video-Tipp: Steffen Hebestreit überlegt noch, ob er auf Musk-Post reagiert.

Video-Tipp: Journalist Tilo Jung löchert Regierungs­sprecher Steffen Hebestreit (Foto) in der Bundes­presse­konferenz zur Gaga-Reaktion von Elon Musk auf den Trump-Post von Sebastian Hotz. Musk hatte geschrieben, "El Hotzo" wäre von der deutschen Regierung bezahlt. Ob er darauf reagiere, überlege Hebestreit sich noch.
x.com/TiloJung (3-Min-Video)

Taboola vermarktet Native Advertising für Apple.

Kein Werbe-Taboo: Der Online-Vermarkter Taboola, bekannt durch Chumbox-Werbung am Ende von Webseiten, schließt eine Kooperation mit Apple. Innerhalb der Apps "Apple News" und "Apple Stocks" vermarktet Taboola Native Advertising. Taboola arbeitet weltweit mit mehr als 9.000 Verlags­partnern und über 18.000 Werbetreibenden zusammen.
axios.com, iphone-ticker.de

Zahl des Tages: Facebook liegt bei Social-Media-Nutzung weiterhin vorne.

Zahl des Tages: Noch 48 % der Menschen in Deutschland haben in den vergangenen 30 Tagen Facebook genutzt, sagt der "Social Media Report 2024" von YouGov. Damit liegt das von manchen bereits totgesagte Meta-Netzwerk über alle Alters­gruppen an der Spitze, gefolgt von YouTube (41 %) und Instagram (40 %). Die höchste Nutzung hat Facebook mit 55 % unter den "Baby­boomern", bei der Gen-Z sind es nur 25 %. Bei den jungen Nutzern dominieren Instagram und YouTube.
yougov.de

Ex-Bielefelder Fabian Klos wird Experte für 3. Liga bei MagentaTV.

Dritt­einschätzung: Der frühere Fußball-Profi Fabian Klos, 36, wird Experte für die 3. Liga bei MagentaTV. Seine Premiere hat er am 3. August beim Spiel RW Essen gegen Alemannia Aachen. Zum Abschluss der vergangenen Saison hat Klos seine aktive Karriere nach 13 Jahren und über 500 Profi-Spielen bei Arminia Bielefeld beendet.
kicker.de, instagram.com

Basta: Dubai-Prinzessin reicht via Instagram die Scheidung ein.

Dubai, bye: Prinzessin Sheikha Mahra bint Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Tochter des Herrschers von Dubai, hat genug von ihrem Gatten Mana Al Maktoum. "Lieber Ehemann, da du mit anderen Personen beschäftigt bist, erkläre ich hiermit unsere Scheidung", teilt sie ihm und 430.000 Followern bei Instagram mit. Gemeinsame Fotos sind auf den Accounts der beiden bereits gelöscht, auch scheinen sie sich nicht mehr zu folgen. Unklar, ob gegen­seitiges Entfolgen eine Scheidung in Dubai bereits rechts­kräftig macht.
t-online.de, instagram.com

Klick-Tipp: “Zeit Online” visualisiert EU-Wahl-Ergebnisse aus ganz Europa.

Klick-Tipp: Knapp sechs Wochen nach der Europawahl hat "Zeit Online" die Wahlergebnisse von mehr als 83.000 Gemeinden in allen 27 EU-Staaten ausgewertet. Eine interaktive Landkarte zeigt, welche Parteien­familie in einer Gegend am stärksten ist. Im Vergleich mit der Europawahl 2019 fällt auf, dass mehr Regionen im Blau der Rechts­außen­parteien eingefärbt sind.
zeit.de (€)

Gewerkschaften vermissen Strategie in HR-“Radiostrategie”.

Hessischer Frustfunk: Die Gewerkschaften DJV, Verdi und Unisono äußern in einem Offenen Brief an HR-Intendant Florian Hager (Foto) ihr "Unverständnis" über dessen "Radio­strategie", "die aus unserer Sicht keine ist". Mehr als 270 HR-Beschäftigte haben den Brief bereits unterzeichnet. Besonders frustrierend erscheine, "dass trotz angekündigter 'Umschichtungen ins Digitale' vor allem Leerstellen und Perspektivlosigkeit erkennbar werden". Verärgert sei die Belegschaft auch über die Kommunikation: Unmittelbar nach der ersten Information der Beschäftigten sei ein "FAZ"-Beitrag von Michael Hanfeld online gewesen, der vorab informiert worden sei. Es drohe ein "massiver Legitimations­verlust", der "vorauseilende Spargehorsam" werde weder die Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschwichtigen, "noch streich­wütige 'Beitrags­populisten' in der Politik".
dwdl.de, nuudel.digitalcourage.de (Offener Brief), turi2.de (Background)

Deutsche Welle soll 2025 rund 15 Mio Euro mehr bekommen als 2024.


Budget-Welle: Der Haus­halts­entwurf der Bundes­regierung für 2025 sieht für die Deutsche Welle rund 15 Mio Euro mehr Budget vor als 2024, teilt der deutsche Auslandssender mit. In diesem Jahr beträgt der Bundes­zuschuss rund 410 Mio Euro. Gegenüber der mittel­fristigen Finanz­planung sei der vorgesehene Etat sogar 25 Mio Euro höher. Intendant Peter Limbourg wertet die Erhöhung als ein "starkes Zeichen für die Presse­freiheit" und sieht darin "die richtige Investition, um weltweit gegen Desinformation und Zensur vorzugehen". Die Deutsche Welle finanziert sich aus Steuermitteln des Bundes und musste 2023 in Folge von Einsparungen rund 50 Mitarbeitende entlassen, bei rund 150 wurde gekürzt. Für die noch rund 3.800 Beschäftigten laufen derzeit Tarif­verhandlungen mit den Gewerkschaften.
corporate.dw.com

MVFP sieht “Compact”-Verbot als Eingriff in die Pressefreiheit, distanziert sich aber von Inhalten des Magazins.

Pflichtmitteilung: Der Verlegerverband MVFP ringt sich mit einem Tag Verspätung zu einer Stellung­nahme zum Verbot des neu-rechten Magazins "Compact" durch. Die Maßnahme sei ein "schwer­wiegender Eingriff" in die Presse­freiheit. Das Verbot des Verlages nach dem Vereinsrecht "erscheint rechtlich zweifelhaft", heißt es in einer Presse­mitteilung. Gleichzeitig verurteile der Verband "jede Form von Extremismus" und distanziere sich "ausdrücklich von den Inhalten des betroffenen Magazins" – ohne dieses namentlich zu nennen.
mvfp.de

News-Ticker vom 17. Juli 2024


Klage und Gegenklage im Fall Tengelmann: Christian Haub stellt Strafanzeige gegen RTL-Journalistin Liv von Boetticher. manager-magazin.de (€)

Herausgeberin Eva Dichand gibt Geschäftsführung von österreichischer Gratiszeitung "Heute" ab. derstandard.at

Kommunikations­profis Patrick Marinoff, Pascal Staud und Oliver Janik fahren bei Piëch Automotive von Toni Piëch mit. horizont.net (€)

Agentur Bilek Jaeger verklagt ihren Kunden, den Auto­zulieferer ElringKlinger. meedia.de (€)

TikTok scheitert mit Klage gegen Einstufung als digitaler Torwächter in der EU. faz.net

Warner Bros. Discovery entlässt weitere rund 1.000 Angestellte. meedia.de

Meistgeklickter Kopf gestern nach Parshad Esmaeili war Nancy Faeser.

Meistgeklickter Kopf gestern nach Parshad Esmaeili war Nancy Faeser. Die Innenministerin hat das rechte "Compact"-Magazin verboten. ZDF-Satiriker Jan Böhmermann kommt im Ranking nach Faeser, gefolgt von Springer-Vorständin Niddal Salah-Eldin, die den zweiten ESG-Report des Konzerns vorgestellt hat.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 16.7.2024)

“Lass mal lieber ins Kino gehen”: HDF Kino will Menschen ins Kino locken.

Treffer, versenkt: Der Hauptverband Deutscher Filmtheater und die Agentur GUD Berlin setzen ihre Kino-Kampagne "Kino. Fühlst du" mit zwei neuen Spots fort. In einem Clip wird Regisseur Detlev Buck versehentlich von einem Dartspfeil getroffen, woraufhin Spieler Kostja Ullmann (Foto) ihm entgegnet, lieber ins Kino zu gehen. Vom 17. Juli bis 18. August läuft die Kampagne u.a. im TV und auf Social Media.
youtube.com (38-Sek-Video, Darts), youtube.com (33-Sek-Video, Gym)

Elon Musk will Sitz von X und SpaceX nach Texas verlegen.

Flüchtet vor dem Gesetz: Milliardär Elon Musk kündigt an, den Sitz des Kurz­nachrichten­dienstes X und seiner Welt­raum­firma SpaceX nach Texas zu verlegen. Grund sei ein neues Gesetz im US-Bundes­staat Kalifornien, das es Schulen verbietet, Eltern zu informieren, wenn deren Kinder ihre Geschlechts­identität ändern.
nytimes.com (€), twitter.com, spiegel.de

Hör-Tipp: Andreas Arntzen über den Ursprung von Parship.

Hör-Tipp: "Noch heute kommen Mitarbeiter auf mich zu, die sich dafür bedanken, ihren Lebenspartner über mich gefunden zu haben", sagt Wort & Bild-CEO und Parship-Gründer Andreas Arntzen im Gespräch mit Lars Haider. Auf die Idee zur Internet-Partner­vermittlung kam Arntzen, als er für Dieter von Holtzbrinck einen Online-Stellenmarkt aufbauen sollte, erzählt er. Ange­sprochen auf seine vielen beruf­lichen Stationen und Beteiligungen sagt Arntzen, er habe immer das "große Glück" gehabt, das "Angestellt­endasein mit dem Unter­nehmertum kombinieren" zu können.
abendblatt.de (48-Min-Audio)

“Im Dienst der Nachricht”: Medienhistoriker beleuchtet die Geschichte der dpa.

Deutsche Presse-Geschichte: Medien­historiker Hans-Ulrich Wagner veröffentlicht mit dem Buch "Im Dienst der Nachricht" die "erste wissen­schaftlich fundierte und umfassende Darstellung" der 75-jährgen Geschi­chte der dpa. Dafür seien in einem Forschungs­projekt einige Akten­bestände erstmalig ausgewertet worden. Zudem bietet das Buch "Foto-Geschichten", etwa zum Hechtsprung von Boris Becker 1985 in Wimbledon. Das 350-seitige Buch erscheint im Societäts-Verlag und kostet 48 Euro.
presseportal.de

Basta: Das “Digitalschwein” will die Demokratie retten.

Schweinische Idee: Das sogenannte Digitalschwein der Berliner Agentur Unforgettable Group versteht sich als "inklusive Demokratie-Platt­form", bei dem das gleichnamige Schwein zur Rettung eile, "wenn der Ton in der digitalen Debatte außer Kontrolle gerät". Die Website bietet u.a. einen KI-basierten "Reue-Rechner", der bei "echten oder vermeintlichen verbalen Fehltritten" eine Spenden­summe und weitere Verhaltens­tipps an die Hand gibt. Wer künftig also auf der Maus ausrutscht, hat im Zweifel Schwein gehabt.
digitalschwein.de, presseportal.de

Mika Beuster erwartet, dass das “Compact”-Verbot vor Gericht Bestand haben wird.

Bann mit Bestand: DJV-Chef Mika Beuster geht davon aus, dass das Bundes­innen­ministerium um Nancy Faeser beim Verbot des neu-rechten "Compact"-Magazins "juristisch sauber gearbeitet hat", sagt er dem "RND". Er sei sich sicher, dass das Verbot vor Gericht Bestand haben wird. Sollte die Behörde mit dem Verbot scheitern, weil sie "schlampig gearbeitet hat, wäre das politisch ein fatales Signal". Beuster sieht bei "Compact" die "Schwelle zum Extremismus überschritten". Derweil hat YouTube zwei Kanäle im Zusammenhang mit "Compact" gesperrt. Nutzer erhalten den Hinweis, dass die Videos "aufgrund eines behördlichen Hinweises bzw. einer Anordnung" entfernt worden sind.
hasepost.de, welt.de, turi2.de (Background)

Werberat passt Social-Media-Richtlinien für Alkohol-Marken an.


Social Stößchen: Der Deutsche Werberat führt zum 1. August neue Social-Media-Werberichtlinien für Hersteller alkoholhaltiger Getränke ein. Unter anderem sehen diese vor, dass die Alkohol-Marken Alters­beschr­änkungen auf den jeweiligen Plattformen anwenden und die Teilen-Funktion für Minderjährige deaktivieren müssen. Influencer, die für die Brands werben, sollen von den Herstellern auf die Einhaltung der "Verhaltensregeln über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke" hinge­wiesen werden. Darin heißt es z.B., dass nicht zu missbräu­chlichem Konsum alkoholhaltiger Getränke aufgefordert werden darf. Stellt der Werberat einen Verstoß gegen den Kodex fest, muss das Unternehmen die Löschung der Postings von dem betreffenden Influencer verlangen. Zudem sollen die Marken die User-Kommentare auf ihren eigenen Social-Media-Präsenzen regelmäßig inhaltlich auf die Einhaltung des Regelwerks überprüfen und transparent machen, dass sie Betreiber und Verantwortliche des jeweiligen Accounts sind.
werberat.de, werberat.de (neuer Kodex als PDF), horizont.net (€), absatzwirtschaft.de

Foto: Imago / Zoonar

Um über 150 %: Aldi hat seinen Werbe-Etat im Juni deutlich aufgestockt.

Werben lohnt sich: Der Discounter Aldi hat nach Nielsen-Zahlen im EM-Monat Juni rund 52 Mio Euro brutto in Werbung investiert und damit satte 153 % mehr als im Vorjahr, meldet "Horizont". Uefa-Partner und Konkurrent Lidl hat 55 Mio Euro ausgegeben, ein Plus von 61 %. An der Spitze der Top-20-Werbespender steht abermals Procter & Gamble mit Ausgaben von knapp 196 Mio Euro.
horizont.net (€)

Zahl des Tages: Intersport verkauft fast eine halbe Mio EM-Trikots.

Zahl des Tages: Über 450.000 EM-Trikots hat der Sporthändler Intersport nach eigenen Angaben während der Fußball-Europa­meister­schaft verkauft – und damit die Erwartungen übertroffen. "Das hatten wir bei Turnieren in den letzten zwölf Jahren, die ich gut überblicken kann, nicht", sagt Deutschland-Chef Alexander von Preen. Besonders beliebt sei das pinkfarbene Shirt gewesen.
manager-magazin.de

“Medieninsider”: Zeitungsverleger wollen gegen zu langen Textbeitrag vom BR klagen.

Zu viel Text: Süddeutsche Zeitungsverleger planen eine Klage gegen den BR, berichtet "Medieninsider". Konkreter Anlass sei ein 12.000 Zeichen langer Text bei BR24 über das Attentat auf Donald Trump. Die Verleger sähen in derart langen Texten eine "Grenz­über­schreitung". Schon 2015 hatten die Verleger wegen zu großer "Presse­ähnlichkeit" erfolg­reich gegen die BR24-App geklagt.
medieninsider.com (€) via focus.de

News-Ticker vom 16. Juli 2024.


RTL zeigt Sommer-"Dschungel­camp" ab 16. August, bei RTL+ sind die Folgen jeweils einen Tag früher zu sehen. media.rtl.com

RTL2 spannt franz­ösischen Star-DJ David Guetta erneut für On-Air-Marketing ein. presseportal.de

SWR-Kommission findet nach MeToo-Vor­würfen gegen Dirigent François-Xavier Roth keine Hinweise auf Fehl­ver­halten. presseportal.de

Strategische Kommunikations­beratung Brunswick Group holt Andrea Maibaum als Partnerin am Standort Frankfurt und Robert Bischof als Partner in München an Bord. brunswickgroup.com

Roland Boros wird Presse­sprecher von Hessen Chemie. prreport.de

Dior macht Renn­fahrer Lewis Hamilton zum Marken­bot­schafter und Gast-Designer. hypebeast.com

Studie: Rassismus bleibt in den Medien häufig ein Problem von rechts.


Subtil unsichtbar: Rassismus wird in den deutschen Medien zunehmend thematisiert und explizit benannt, jedoch konzentriert sich die Bericht­erstattung oft auf einzelne, aufsehen­erregende Fälle. Das sind zentrale Ergebnisse des zweiten Fokus­berichts des "Nationalen Diskriminierungs- & Rassismus­monitors", kurz NaDiRA, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Subtilere Formen von Rassismus seien weniger sichtbar und würden von den Medien seltener thematisiert. Die Tendenz der Medien, Rassismus als Rand­phänomen darzustellen und sich auf individuelle Täter zu konzentrieren, zeige, dass Medien die strukturelle Dimension von Rassismus weiterhin nur "begrenzt anerkennen", heißt es in dem Bericht.

Für die Medien­auswertung wurden rund 42.000 Artikel aus der "SZ", der "FAZ" und der "taz" seit 1990 ausgewertet. In einer qualitativen Analyse wurde außerdem die Bericht­erstattung der "Süddeutschen Zeitung" über zentrale Ereignisse wie das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992, die Aufdeckung des NSU 2011 und die Morde von Hanau 2020 analysiert. Diese Tiefenanalyse zeigt laut NaDiRa-Bericht zudem, dass rassistische Gewalt sprachlich heruntergespielt und Rassismus durch (Mit-)Beschuldigung der Opfer umgekehrt wird. Dies treffe insbesondere auf die 1990er-Jahre zu.

Als Gegen­maßnahmen schlägt der Fokus­bericht mehr Diversität in den Redaktionen vor. Außerdem müsse "rassismuskritisches Wissen" ein fester Bestandteil von Volontariat und den Curricula an Journalisten­schulen bzw. in den einschlägigen Studien­gängen an Hochschulen und Universitäten werden. "Angehende Journalist*innen sollten im Erkennen verschiedener Formen von Rassismus und den gängigen Abwehr­mechanismen geschult werden und sich ihrer besonderen Verantwortung für die öffentliche Benennung und Anerkennung von Rassismus bewusst sein", fordert der Bericht. Dazu gehöre auch eine Fehlerkultur und die Stärkung kritischer Stimmen in den Redaktionen, "um die eigene Arbeit rassismus­kritisch zu beleuchten".
mediendienst.kna.de (€), rassismusmonitor.de (zentrale Ergebnisse), rassismusmonitor.de (kompletter Bericht, PDF)

Dieser Text ist eine gekürzte und bearbeitete Übernahme eines Beitrags von Steffen Grimberg aus dem KNA Mediendienst

Yvonne von Eyb ist neue Marketingchefin von Burger King.

Burger statt Brillen: Die Fastfood-Kette Burger King holt Yvonne von Eyb als Chief Marketing Officer an Bord. Sie kommt von der Optiker-Kette Apollo, wo sie seit 2015 innerhalb der Geschäfts­leitung Marketing, Produkt und Digital verantwortet hat. Bei Burger King folgt sie auf Klaus Schmäing, der das Unternehmen Ende März verlassen hat. Seitdem hat CEO Jörg Ehmer das Marketing interims­weise mit­verantwortet.
tageskarte.io via horizont.net (€), turi2.de (Background Schmäing)

RBB beendet nach Trump-Post Zusammenarbeit mit “El Hotzo”.

Verhotzt: Der RBB beendet "bis auf weiteres" die Zusammenarbeit mit Autor Sebastian Hotz, bekannt als "El Hotzo". Er wird die Sendung "Theoretisch cool" beim jungen Radioprogramm Fritz nicht mehr moderieren, teilt der Sender mit. Anlass ist ein inzwischen gelöschter Post bei X, in dem er die Schüsse auf Donald Trump mit einem "leider knapp verpassten" Bus verglichen hatte. Seine Äußerungen seien "mit den Werten, für die der RBB einsteht, nicht vereinbar".
presseportal.de, turi2.de (Background)

ZDF zeigt vier neue Folgen des “Satire-Labors” in der Mediathek.

Labor-Humor: Die beiden "Frontal"-Satiriker Andreas Wiemers (links) und Werner Doyé eröffnen erneut ihr Satire-Labor. In vier rund 15-minütigen Folgen werden sie gesell­schaftliche und politische Themen "mit wissen­schaftlicher Gründlichkeit sezieren", dabei geht es u.a. um den Klima­wandel und soziale Gerechtig­keit. Die erste Folge erscheint am 22. Juli in der ZDF Mediathek, weitere im Wochentakt montags.
presseportal.de, zdf.de (vier Folgen von 2023)

ESG-Report: Springer senkt 2023 Emissionen und Stromverbrauch.

Springer legt seinen zweiten ESG-Report vor, der Fort­schritte des Unter­nehmens in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance dokumentiert. Demnach konnte Springer die Gesamt­emissionen 2023 um 7,2 % senken, den Strom­verbrauch um 15,9 %. Zulieferer müssen sich an einen Lieferanten­kodex halten. Talent&Culture-Vorständin Niddal Salah-Eldin sieht den ESG-Report als "wichtiges Instrument, um unseren Beitrag zur Freiheit künftiger Generationen transparent zu machen".
axelspringer.com

Basta: ADAC warnt vor falschen Pannenhelfern im Urlaub.

Gelbe Bengel: Der ADAC warnt vor Betrügern, die sich vor allem in Ost- und Süd­ost­europa als Pannenhelfer im Auftrag des Auto­mobil­clubs ausgeben. Dabei betreibe der ADAC im Ausland keine eigene Flotte und Vertrags­partner dürften das Logo nicht verwenden. Berichtet werden Fälle, in denen Pannen­fahrzeuge manipuliert statt repariert werden. Eine Bande aus Australien tritt seit Jahr­zehnten unter fast identischem Namen sogar als Metal-Band auf.
t-online.de

Katja Wirz wird Unternehmens­sprecherin von Constantin Film.

Gut gewirzt: Die Filmfirma Constantin Film befördert Katja Wirz zur Unternehmens­sprecherin. Sie kam 2005 von ProSiebenSat.1 zu Constantin Film und hat zuletzt die Filmpresse geleitet. Ihre Aufgaben übernehmen Linda Fiolka und Eric Lehmann. Zudem steigt Katharina Hiersemenzel, bisher Senior Vice President Public Policy, als Chief Strategy & Policy Officer in den Vorstand auf.
presseportal.de

Hör-Tipp: Khesrau Behroz rät zur Inspiration außerhalb der eigenen Szene.

Hör-Tipp: Podcast-Macher Khesrau Behroz ist über­zeugt, "dass wir bessere Podcasts machen, wenn wir uns nicht nur im eigenen Kreis drehen", sagt er im "Läuft"-Podcast von "epd Medien". Er selbst lasse sich im Urlaub von Büchern und Magazinen inspirieren, "die ungelesen hier rumstehen". Zusammen mit dem "Spiegel" hat seine Firma Undone kürzlich den Doku-Podcast "Judging Amanda Knox" veröffentlicht. Medien­schaffenden rät er, ihre eigene Arbeit mehr zu hinter­fragen und nicht überheblich als "Wahrheits­finder" aufzutreten.
laeuft-programmschau.podigee.io (27-Min-Audio) via medien.epd.de (€)

Dojo wird Lead-Agentur von Brot für die Welt.

Sozialer Brotjob: Die Hilfs­organisation Brot für die Welt macht die Kreativ­agentur Dojo zu ihrer neuen Lead-Agentur. Die Berliner haben sich in einem Pitch durchgesetzt und betreuen die Leit­kampagne der NGO für mindestens zwei Jahre. Die erste Arbeit von Dojo soll ab September sichtbar sein.
horizont.net (€), linkedin.com

Chief Growth Officer Hanno Stecken verlässt DDB Germany wieder.

Go statt grow: Die deutsche DDB-Gruppe und Chief Growth Officer Hanno Stecken gehen nach knapp einem Jahr wieder getrennte Wege, berichtet "Horizont". Stecken kam im Sommer 2023 von Pia Media zu DDB Germany, um Transformation und Wachstum der Agentur voranzutreiben. Laut "Horizont" soll es "vor allem kulturell wohl zu große Unterschiede" gegeben haben. DDB und Stecken bestätigen die Trennung, betonen aber, dass sie "einvernehmlich" und "ohne böses Blut" erfolgt sei.
horizont.net (€)

Meistgeklickter Kopf gestern war Parshad Esmaeili.

Meistgeklickter Kopf gestern war die Komikerin Parshad Esmaeili. Die Journalistin Georgine Kellermann folgt ihr im Ranking. Dritter im Bunde ist "Katapult"-Gründer Benjamin Fredrich, der angekündigt hat, Sachsen, Thüringen und Brandenburg vor den Landtags­wahlen im September mit einer "demokra­tischen Zeitung" "überschwemmen" zu wollen.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 15.7.2024)

Initiative #stabilbleiben wirbt für hohe Wahlbeteiligung in Sachsen.

Stabile Sache: #stabilbleiben – das fordert ein Bündnis aus Wirtschaft, Kultur und Sport in Sachsen im Vorfeld der Landtagswahl mit verschiedenen Plakaten im öffentlichen Raum. Auf einem Motiv ist etwa zu lesen: "Kacke. Scheisse. Shit: Nicht-Wähler, nachdem er das Wahlergebnis gesehen hat." Ziel sei es, eine hohe Wahlbe­teiligung zu erreichen und den gesell­schaft­lichen Zusammenhalt zu stärken. Entwickelt wurde die Aktion von der Kommuni­kations­agentur Oberüber Karger, zu den Initiatoren gehört u.a. Volkswagen Sachsen.
stabilbleiben.de, sueddeutsche.de

Basta: Viele Deutsche sind teilweise verwirrt von Emojis.

Zwinker, Zwinker: Rund 56 % der Deutschen geben in einer Bitkom-Umfrage an, dass Emojis in ihren Chats schon einmal zu Verwirrungen geführt haben. 48 % antworten sogar häufig nur mit einem Smiley statt mit einem – womöglich vielsagenderen – Text. Elon Musk kann z.B. ein Lied davon singen, seine Kothaufen-Antworten auf Presse-Anfragen waren jedoch wenigstens leicht zu deuten. Zwinker-Smiley.
bitkom.org

Chatgruppe “Itiotentreff”: Polizeibeamte müssen nicht vor Gericht.

Kein Nachspiel: Die rassistische Whats­App-Gruppe "Itiotentreff", aus der u.a. Jan Böhmermann in seinem "ZDF Magazin Royale" Teile zitiert hat, hat für die fünf beteiligten Polizisten keine Konsequenzen – es droht ihnen kein Gerichtsverfahren. Das OLG Frankfurt sagt, es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht und argumentiert, die Nachrichten seien in "private, geschlossene Chatgruppen mit überschaubarem Personenkreis eingestellt worden".
zeit.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Wo Journalisten ihre Sorgen und Ängste loswerden können.

Hör-Tipp: "Viele Kollegen und Kolleginnen haben niemanden, denen sie sich öffnen könnten", sagt Malte Werner von der Helpline vom Netzwerk Recherche, an das sich Journalisten bei Sorgen und Ängsten im Job anonym melden können. In der Branche sei es "nicht so weit verbreitet, über Gefühle zu reden", erzählt Werner im "Druckausgleich"-Podcast. Überwiegend Festangestellte nutzen das Angebot, statt sich Kollegen anzuvertrauen, weil sie Angst hätten, bei nächsten Recherchen als nicht belastbar genug zu gelten und übergangen zu werden.
druckausgleich.podigee.io (47-Min-Audio), netzwerkrecherche.org

Christopher Rux verlässt Stellantis-Konzern nach mehr als zwölf Jahren.

Stellantis und der Chef-Kommunikator der Marken Citroën und Jeep, Christopher Rux, gehen getrennte Wege. Nach rund zwölfeinhalb Jahren sei es für ihn an der Zeit, "eine neue Herausforderung in der Automobilindustrie anzunehmen". Kommunikationschef Sascha Wolfinger ist bis zur Klärung der Nachfolge auch für Citroën und Jeep Presse-Ansprechpartner.
prreport.de

Zahl des Tages: TV-Werbemarkt legt im Jahresvergleich zu.

Zahl des Tages: Auf knapp 1,2 Mrd Euro steigen die Brutto-Werbe­erlöse der TV-Sender laut Nielsen im Juni – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 5,7 %. Die Werbe­spendings über alle Gattungen hinweg bessern sich binnen Jahresfrist von rund 2,5 Mrd auf 2,7 Mrd Euro. Auf Jahressicht das größte Plus macht bisher OOH-Werbung mit 23,3 %, insgesamt wächst der Markt um 10 %.
nielsen.com via dwdl.de

“Menschenverachtend”: Auch der RBB geht auf Distanz zu Sebastian Hotz.


Auf Abstand: Nach dem ZDF distanziert sich auch der RBB von den X-Postings von Satiriker Sebastian Hotz alias "El Hotzo" zum Trump-Attentat. Der Sender nennt diese gegenüber dem "epd" "menschen­verachtend", sie widersprächen den Werten des RBB. Man wolle mit ihm sprechen und danach über weitere Schritte entscheiden. "In unseren Sendungen hätten solche Äußerungen keinen Platz", sagt ein Sendersprecher zu "Bild". Hotz moderiert das monatliche Talk-Format "Theoretisch Cool" auf der Jugendwelle Fritz. Er hatte die Schüsse auf Trump mit einem "leider knapp verpassten" Bus verglichen. Ulrich Deppendorf, langjähriger Chefredakteur des ARD-Haupt­stadt­studios, macht bei X seinem Unmut Luft: Hotz habe "nach dieser Äußerung über das Attentat auf Trump im ÖRR nichts mehr zu suchen". "T-Online" berichtet darüber hinaus, dass die AfD-Landtags­abgeordnete Daniela Oeynhausen Strafanzeige gegen Hotz sowie den Kabarettisten Florian Schroeder gestellt habe. Sie verweist dabei auf ein Gesetz, das die öffentliche Billigung schwerer Straftaten unter Strafe stellt. Schroeder hatte einen YouTube-Clip mit dem Titel "Schei*e nur das Ohr?! Donald Trump wird angeschossen" veröffentlicht.
medien.epd.de (€), bild.de, t-online.de, turi2.de (Background)

Foto: Imago / serienlicht