Meinung: Werbekampagnen reichen nicht aus, um Vertrauen zu gewinnen.

Werbekampagnen können ehrliche Kommunikation und Vertrauen nicht ersetzen, meint Stefan Wegner, Geschäftsführer bei Scholz & Friends Berlin. Agenturen sollten nicht nur die aktuelle Lage ihrer Kunden kommunizieren, sondern auch Veränderungen ermöglichen. Oft wünschten sich Organisationen und Firmen aber eine schnelle Kampagne, statt über einen notwendigen Kulturwandel zu reden.
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Christof Baron: Gegen die Marktmacht von Facebook und Google kann nur die Politik helfen.


Digitale Ernüchterung: Christof Baron, als Mediachef Herr über die Werbemillionen des Pharma-Konzerns Sanofi, hat das Schlagwort der "digitalen Besoffenheit" bei Werbern und Mediaplanern geprägt – nun folgt die Ernüchterung. Inzwischen dürfe man kritisch über Digital-Werbung sprechen, "ohne an die Wand gestellt zu werden", sagt Baron im Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Bewegtbild-Gipfel. Viele Werbe-Entscheider gingen heute rationaler mit Digital-Werbung um als noch vor einem Jahr.

Google und Facebook bleiben relevante Plattformen, sagt Baron. Alle Werbetreibenden müssten aber kritisch prüfen, ob Werbung bei den Playern aus dem Silicon Valley das hält, was sie verspricht: "Niemand nutzt Facebook der Werbung wegen." Baron beklagt zudem die Marktmacht der Tech-Konzerne aus den USA. Dagegen würden nur noch politische oder steuertechnische Hebel helfen.
turi2.tv (3-Min-Interview bei YouTube)Kommentieren ...

Zitat: Onlinewerbung wirkt zu selten, findet Tina Beuchler.

"Wenn eine längere Kreation nur zwei Sekunden gezeigt wird, hat sie mit Sicherheit nicht die volle Werbewirkung erzielt."

Tina Beuchler, OWM-Vorsitzende und Nestlé-Mediachefin, kritisiert die mangelnde Leistung von Onlinewerbung – und Agenturen, die tun, als sei das ein Problem zwischen Medien und Unternehmen.
wuv.de

Aus dem turi2-Archiv: Nestlé-Mediachefin Tina Beuchler wünscht sich Print-Titel mit klarem Profil.

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Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.


Schoko auf allen Kanälen: Uwe Storch hat den süßesten Job der Branche. Der Media-Chef von Ferrero platziert Werbung für 28 Marken in deutschen Medien. Nutella, Duplo und die Ü-Eier sind seine "Kinder". Papa Uwe platziert sie immer seltener in teuren TV-Spots. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv sagt der Print-Fan: "Wir versuchen heute, alle Medien zu nutzen." Eine kluge Verhandlungsposition, mit der er die Preise drücken kann. Kritisch merkt Storch an: "Wir kennen von allem den Preis, aber von wenigem den echten Wert." Storch persönlich hält sich von sozialen Medien weitgehend fern, weil er "vielleicht zu alt" dafür sei.
turi2.tv (3-Min-Interview auf YouTube)Kommentieren ...

Agentur Crossmedia will expandieren und eröffnet ein Büro in London.

Crossmedia expandiert nach London. Bürochef in der britischen Hauptstadt ist Tony Williams, der von OMD kommt. Crossmedia verspricht mehr Transparenz für Kunden und lässt sich das von unabhängigen Wirtschaftsprüfern bescheinigen. Mit dem Konzept will die Agentur nun internationale Kunden gewinnen. Startkunde ist das Ferienwohnungsportal Homeaway.
"Werben & Verkaufen" 47/2017, S. 46-47 (Paid), wuv.deKommentieren ...

Zitat: Christof Baron sieht Wettbewerbsnachteil in der Marktmacht von Facebook & Co.

"Die Silicon Valley Giants sind nicht mehr zu bremsen. Der Rest ist eben der Rest - und der muss schauen, was übrig bleibt."

Christof Baron, Mediachef beim französischen Pharmakonzern Sanofi, sieht in der Marktmacht von Google, Facebook und Co einen "gravierenden Wettbewerbsnachteil" für alle Konkurrenten, die auch um Werbegelder buhlen.
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Telekom wählt Mindshare als neue Media-Agentur und macht mehr inhouse.


Neu verbunden: Die Telekom baut ihr Mediageschäft radikal um. Statt einer Unterteilung allein in Einkauf und Planung arbeitet sie künftig mit fünf Teilbereichen, für die sie Agenturen zum Pitch gebeten hat. Als neuer Partner für den Einkauf und die Kampagnen-Planung abseits von Suchmaschinen-Werbung und Programmatic löst demnach die Group-M-Agentur Mindshare ihre Schwesterfirma Mediacom ab, die bisher den gesamten Etat gehalten hat. Der Bereich der Media-Strategie wird künftig von der Telekom selbst inhouse verantwortet.

Die Pitch-Sieger für weitere Bereiche stehen laut "Horizont" und "W&V" bereits weitestgehend fest, sollen aber erst zum Jahreswechsel bekannt gegeben werden. Laut mehreren Berichten bemühten sich um das nun Mindshare zugesprochene Los unter anderem auch WPP, Omnicom und Publicis.
horizont.net, wuv.deKommentieren ...

Mediaplus-Chef Andrea Malgara weiß, wann Werbung wirkt.


Tutto bene: Andrea Malgara verzehrt sich nach guter Werbung – auch wenn sich die Branche wandelt. Der Mediaplus-Chef sagt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, das Geschäft werde immer schöner und spannender. Malgara macht beim best4-Event in Frankfurt auch Zeitungs- und Magazinmachern Mut, mit einem einfachen Argument: "Die Größe der Anzeigen spricht für Print."

Malgara ist die Liebe zur Werbung buchstäblich in die Wiege gelegt worden. Er entstammt einer italienischen Medien- und Marketingfamilie, der Vater war Werbefilmproduzent. Schon damals sei Werbung nicht nur Emotion, sondern auch hartes Daten-Geschäft gewesen. "Mathematik ist keine Meinung", zitiert Malgara einen Merksatz. Will heißen: Fakten schlagen Gefühle und Geld fließt nur für Reklame, die wirklich wirkt.
turi2.tv (3-Min-Interview auf YouTube)Kommentieren ...

Agenturen gründen Werbe-Netzwerk 100percent.


Aus einem Guss: Acht Werbe- und Kommunikationsagenturen stellen sich gegen die zunehmende Fragmentierung der Agenturlandschaft und gründen die neue Werbe-Holding 100percent, berichtet das "Handelsblatt". Gemeinsam wollen sie ihren Kunden dabei helfen, den "Blick auf das Großeganze" nicht zu verlieren. Kopf des Netzwerks ist Henk Slagman, Inhaber der Hamburger Werbeagentur Where is the beef. Außerdem im Bunde sind der Eventanbieter Metzler Vater, die Digitalagentur Oevermann Networks und die Kreativagentur Orca Campaign, der Employer-Branding-Spezialist Westpress, die PR-Beratung A&B One sowie die Mediaagentur Die Mediafabrik und die Kommunikations-Architekten von Brandroom.

Mit zusammen rund 600 Mitarbeitern und 60 Mio Euro Umsatz wäre das Bündnis nach Serviceplan und Jung von Matt die drittgrößte inhabergeführte Agentur Deutschlands, rechnet Slagman vor. Alle Agenturen bleiben eigenständig und arbeiten auch weiterhin mit Partnern außerhalb der Holding zusammen. Wenn es bei einer Bewerbung sinnvoll erscheint, unter einem Label aufzutreten, wollen die Agenturen das aber künftig tun.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)Kommentieren ...

Florian Biechele wird Head of Media Solutions bei BurdaNews.

BurdaNews macht Florian Biechele, 31, zum Vermarktungschef. Er verantwortet die Abteilungen Media Marketing und Media Solutions ab Dezember und berichtet direkt an Geschäftsführer Burkhard Graßmann. Zuletzt hatte Florian Biechele die digitale Vermarktungseinheit von BurdNews sowie das Produktmanagement von "Focus" und "Playboy" geführt. Er übernimmt von Andreas Mauch, der die Vermarktung bisher kommissarisch geführt hat.
horizont.netKommentieren ...

Jochen Kalka: Agenturen sind für Frauen miese Arbeitgeber.

Agentur-Branche beutet Frauen stärker aus als die meisten anderen Branchen, meint Jochen Kalka. Schaffe es eine Frau in die Führungsspitze, verdiene sie dort weniger als ihr männlicher Kollege, schreibt Kalka und verweist auf den neuen "W&V"-Gehaltsspiegel. Laut diesem zahlen die Agenturen Einsteigern und manchen Berufsgruppen fast schon prekäre Löhne. Technik- und Digitalspezialisten werden demnach verzweifelt gesucht, der Jugendwahn bei Agenturen sei ungebrochen.
"Werben & Verkaufen" 46/2017, S. 5 (Kalka, Paid), "Werben & Verkaufen" 46/2017, S. 16-23 (Gehaltsspiegel, Paid) Kommentieren ...

Iris Gavric gründet Agentur und schnappt sich den Etat von Fisherman’s Friend.

Iris Gavric gründet die Agentur Arouse mit vier Angestellten und schnappt ihrem früheren Arbeitgeber Scholz & Friends den Kunden Fisherman's Friend weg. Die Halspastillen-Marke will sich mit frischen Spots neu aufstellen, der Vertrag mit Scholz & Friends endet noch 2017. Gavric war bei Scholz & Friends bis 2016 Art Directorin, seitdem ist sie selbstständig.
"Werben & Verkaufen" 46/2017, S. 56 (Paid)Kommentieren ...

Carat verantwortet den Einkaufsetat der Bundesregierung, PHD die crossmediale Planung.

Bundespresseamt beauftragt ab 2018 Carat mit dem Mediaeinkauf und die Omnicom-Agentur PHD Media mit der crossmedialen Planung. Carat verantwortet bislang den Gesamt-Etat, künftig vergibt die Bundesregierung die Etats für Einkauf und Planung aber getrennt. Welche Agenturen im Bereich Media neben PHD die digitale Planung und die Planung für Außenwerbung und Ambient übernehmen, soll Ende November bekanntgegeben werden.
wuv.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"Welt am Sonntag" ist ab 2018 nicht mehr einzeln belegbar.

Welt ist ab 2018 nur noch in zwei Belegungseinheiten für Werbekunden buchbar: Als Werktags-Paket mit "Welt" und "Welt Kompakt" sowie als Paket "Welt Print Gesamt", in dem eine "Welt"-Werktagsausgabe und eine Ausgabe der "Welt am Sonntag" stecken - die "WamS" ist also nicht mehr allein buchbar. In der IVW werden Werktags- und Sonntagsausgabe künftig schmeichelhafterweise gemeinsam ausgewiesen. Vermarkter Media Impact startet daneben auch "Hack die Welt" - das ist keine Aufforderung, sondern eine Hackathon-Reihe, die Werbepartner sponsern können.
horizont.netKommentieren ...

Nestlé-Mediachefin Tina Beuchler wünscht sich Print-Titel mit klarem Profil.


Weniger Gemischtwarenladen: Tina Beuchler, Digital- und Mediachefin beim Lebensmittelriesen Nestlé, will künftig vor allem in spezialisierten Print-Titeln werben. Im Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des VDZ Publishers' Summit sagt Beuchler, dass Print immer dann zum Zuge kommt, "wenn wir Zielgruppen, die wir enger fassen können, ansprechen wollen". Außerdem sieht die mächtige Media-Managerin Print für vertiefte Kommunikation als richtiges Mittel.

Der Trend, dass immer mehr Werbegeld ins Netz fließt, wird sich fortsetzen, glaubt Beuchler. Bei Nestlé gebe es allerdings keine Vorgabe, um welchen Prozentsatz Digitalwerbung wachsen müsse: "Wir kommen immer von der Kommunikationsstrategie, von der jeweiligen Marke."

Beuchler sieht sich zwar in der Verantwortung, mit ihren Werbeausgaben auch Qualitätsmedien zu finanzieren. Einen großen Shift zu Print werde es deswegen wahrscheinlich aber nicht geben. Die Unternehmen seien ihren Investoren gegenüber verpflichtet, die besten und effektivsten Werbe-Optionen im Markt zu sondieren.
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)Kommentieren ...

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turi2.de/media

Media Impact startet neues System, um digitale Anzeigenauslieferung zu messen.

Media Impact bietet seinen Kunden ein neues System mit mehreren Tools an, um die Auslieferung digitaler Kampagnen zu überprüfen. Der Springer-Funke-Vermarkter arbeitet dafür mit den Messdienstleistern Meetrics und Integral Ad Science zusammen und will so Preis-Nachverhandlungen ausschließen. Digitalchef Carsten Schwecke sagt im Interview mit Horizont Online, die Zähldifferenzen, aufgrund derer die Unternehmen nachverhandeln, kämen durch die Nutzung unterschiedlicher Mess-Tools zustande. Der Vermarkter testet außerdem zur Zeit Targeting auf der Basis des Leserverhaltens.
horizont.netKommentieren ...

Amazon entscheidet sich bei Media-Pitch für IPG Mediabrands.

Amazon vertraut seinen weltweiten, schätzungsweise mehr als 1 Mrd Dollar schweren Media-Etat IPG Mediabrands an. IPG und Publicis Media waren in dem Pitch offenbar die Finalisten. Die IPG-Agentur Initiative hat den globalen Media-Etat 2013 von WPP-Tochter Mindshare übernommen. WPP-Tochter MEC behält den digitalen Buying-Account in den USA.
new-business.de, adweek.com, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Ads.txt soll Publisher vor Betrügereien beim Programmatic Advertising schützen.

Ads.txt: Eine kleine Textdatei soll Publisher davor schützen, dass Betrüger per Programmatic Advertising Anzeigenplätze gegen ihre Inhalte verkaufen. In der Ads.txt werden dafür alle authorisierten Verkäufer genannt - Werber können dadurch vor einem automatisierten Kauf prüfen, ob der Werbeplatz echt ist. Die Initiative geht vom Onlinewerber-Verband IAB aus, Google empfiehlt Publishern "dringend", die Technik zu nutzen.
digiday.com, support.google.com (Background)Kommentieren ...

Facebook legt künftig alle Anzeigen offen.

Facebook macht sämtliche Werbung auf seiner Plattform transparent. Anzeigen werden künftig mit Seiten der Werbungtreibenden verbunden und damit sichtbar für alle, auch die Konkurrenz. Politische Kunden müssen ihre Identität offenlegen, Anzeigen zu landesweiten US-Wahlen werden vier Jahre gespeichert. Die neuen Transparenz-Regeln greifen in Kanada ab November, in Deutschland voraussichtlich nächsten Sommer. Facebook war wegen russischer Einflussnahme auf die Stimmung vor den US-Wahlen in die Kritik geraten.
fb.com, theverge.com, adage.comKommentieren ...

Online-Werbung: BurdaForward weist Klick-Betrug aus.

BurdaForward will Online-Kampagnen transparenter auswerten und weist künftig eine Invalid Traffic Rate aus – Klicks, die nicht durch Menschen, sondern durch Bots erzeugt wurden. Als Dienstleister ist die Firma Moat an Bord. Zusätzlich liefern Meetrics und Integral Ad Daten zu Ad Fraud. Der Mittelwert für Werbebetrug liegt laut Digital-Lobby BVDW bei 2,2 %.
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Private TV- und Radiosender erwarten Umsatzplus von knapp 6 %.

Privatsender wachsen 2017 um knapp 6 %, prognostiziert die Privatfunklobby VPRT – so gering wie seit 2011 nicht mehr. Die Umsätze der Radio- und TV-Sender sollen demnach um 637 Mio auf 11,6 Mrd Euro steigen. Alle Einnahme-Gattungen legen zu, darunter TV (+1,1 %) und Radio (+2,2 %) am geringsten. Die größten Wachstumsraten melden Instream-Audiowerbung (+38 %) und Paid Video-on-Demand (+26 %).
presseportal.de, handelsblatt.comKommentieren ...

Bertelsmann investiert in Media-CRM-Anbieter Boostr.

Bertelsmann beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde für das US-Startup Boostr in Höhe von 1 Mio Dollar, berichtet "New Business". Das Tool der Firma soll speziell Akteuren im Media- und Werbegeschäft helfen, die Kundenbeziehungen effizient zu managen. Zu den Mit-Investoren gehören die Video-Firma Cheddar und Bryan Goldberg von der Frauen-Website Bustle.
New Business, 43/2017, S. 28 (Vorabmeldung)Kommentieren ...

Analyse: Anzeigenblätter setzen verstärkt auf Studien zur Werbewirkung.

Anzeigenblätter starten eine Marktforschungs-Offensive, schreibt Christian Gehl. Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter will künftig regelmäßig Studien zur Werbewirkung vorlegen. Außer Anzeigen sollen diese auch andere Werbeformen wie Advertorials oder Beilagen untersuchen. Die Gratisblätter wollen auch nationale Marken als Anzeigenkunden gewinnen.
"Werben & Verkaufen" 42/2017, S. 24-25 (Paid)Kommentieren ...