fragebogen2: Sarah Risch.


fragebogen2: Sarah Risch, Verlagsleiterin Print und Online bei turi2, wollte als Kind hoch hinaus und als Flugbegleiterin abheben. Im Videofragebogen von turi2.tv verrät sie, dass sie sich heute mit festem Boden unter den Füßen deutlich wohler fühlt als in der Luft. Dafür begeistert sie sich für die luftigen Schlagzeilen der Klatschpresse und das Zusammenbasteln von Ikea-Regalen.
turi2.tv (1-Min-Video auf YouTube)

"W&V": Rund die Hälfte der TV-Vermarkter überzeugt mit Angeboten.

IP Deutschland gewinnt beim "W&V"-Vermarktercheck für das TV mit der Agentur Plan und der Partnervermittlungs-App Marry Me als echtem Kunden. Etwa die Hälfte der getesteten Fernsehvermarkter überzeugt mit ihren Angeboten. Die großen Sales-Häuser betreiben auch für mögliche Kunden mit eher überschaubarem Budget einen recht großen Aufwand.
"Werben & Verkaufen" 29/2018, S. 10-15 (Paid), wuv.de (Kurzfassung)

Wir graturilieren: Frank Nielebock wird 47.


Wir graturilieren: Frank Nielebock, Geschäftsführer der WDR Mediagroup feiert heute seinen 47. Geburtstag mit Kuchen und Kollegen im Büro – und am Wochenende noch einmal in München mit seiner Frau beim Italiener. Das Beste am abgelaufenen Jahr war die erfolgreiche Neuausrichtung des WDR-Vermarkters, deren Vorteile trotz "Verschlankung und Straffung" inzwischen bei "den Kolleginnen und Kollegen gesehen und gelebt" werden.

Im neuen Jahr soll dieser Prozess genau so erfolgreich und spannend fortgesetzt werden, persönlich wünscht sich Frank Nielebock Gesundheit. Über Glückwünsche freut er sich auf allen Kanälen, u.a. per Mail oder die LinkedIn – oder gern auch persönlich, denn "Postkarten werden immer weniger".

Carat-CEO Klaus Nadler: TV-Vermarkter müssen beweglicher werden.

Video-Tipp: TV-Vermarkter müssen sich damit abfinden, dass immer mehr Nutzer auf Streaming ausweichen, findet Carat-CEO Klaus Nadler. Das Nutzerverhalten lasse sich nicht ändern, sagt der Media-Experte im Video-Interview mit "Horizont" am Rande der Screenforce Days. Wenn die Vermarkter ihre Produkte dem Nutzerverhalten anpassten, könnten sie es auch auffangen, wenn Prime Video und Netflix sich irgendwann für Werbung öffnen.
youtube.com (3-Min-Video)

Franziska von Lewinski: "Wir brauchen in den Agenturen einen kulturellen Wandel."


Wandel durch Annäherung: Franziska von Lewinski, Vorständin in der Agentur FischerAppelt, ist enttäuscht, wenn sie beim Blick in die Fachpresse vorwiegend männliche Führungsriegen in Medien und Agenturen sieht. Im Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande der Emotion Awards bemängelt sie, dass in Agenturen zwar mehrheitlich Frauen arbeiten, es aber oft nur Männer in die Chefetage schaffen.

Deshalb fordert sie einen Wandel der männerdominierten Kultur der Werbebranche – viele Frauen hätten schlichtweg keine Lust, sich da durchzusetzen. Wichtig sei außerdem das Engagement von Frauen für Frauen: "Ich wünsche mir, dass wir uns gegenseitig unterstützen, befördern und auch in die Führungsgremien holen." Denn für einen richtigen Wandel brauche es mehr als "die eine Frau" in den Führungsetagen.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

turi2 schafft die Anzeigenabteilung ab und entwickelt Talk-Show-Formate.

Zopf ab: turi2 baut um und verabschiedet sich vom traditionellen Anzeigenverkauf. Die bisherige Medialeiterin Simone Stähr scheidet aus, ihre Position wird nicht neu besetzt. Anzeigen in der turi2 edition, dem meistgebuchten Printtitel der Marketingkommunikation mit über 30 Anzeigenseiten pro Ausgabe, sind künftig Partnern der turi2 GmbH (turi2.de/partner) vorbehalten. Um die Partner-Betreuung kümmern sich Verleger Peter Turi und Verlagsleiterin Sarah Risch, die auch Ansprechpartnerin für Online-Kunden ist.

In Sachen turi2.tv berät Heike Reuther die Partner. Reuther, die früher Talkshow-Redakteurin bei ZDF und NDR war, entwickelt außerdem neue Talkformate für turi2.tv. Diese werden ab 2019 live bei Events von Partnern der turi2 GmbH über die Bühne gehen und/oder im Branchenfernsehen turi2.tv zu sehen sein. Reuther arbeitete bei turi2 bisher als Leiterin Projekte und künftig als gleichberechtigte Verlagsleiterin neben Sarah Risch.
turi2.de/team

Video-Tipp: ARD-Vermarkter Uwe Esser warnt vor "Zerfledderung der Sportrechte".

Video-Tipp: Uwe Esser, Chef der TV-Vermarktung beim ARD-Vermarkter AS&S, wünscht sich, dass die beitragsfinanzierten Sender weiter bei Sportrechten mitbieten. Im Interview mit "Horizont" am Rande der Screenforce Days warnt er vor einer "Zerfledderung der Sportrechte" und glaubt, dass die Zuschauer weiter "das große Spiel" wünschen.
youtube.com (2-Min-Video)

Score Media verliert Ippen als Kunde und holt Carsten Dorn als Chef.


Stürmische Zeiten: Score Media verliert die Verlagsgruppe Ippen als Kunden, erfährt Ulrike Simon. Das Vertragsende könnte den Vermarkter hart treffen und einen großen Geschäftsanteil kosten. Laut Simon hoffe Score Media, Verleger-Neffe Daniel Schöningh in Gesprächen noch umzustimmen. Der sagt zu Simon, entscheidend sei, "dass und wie sich der noch junge Vermarkter weiterentwickle."

Simon hört außerdem, Score Media erweitere die Führungsspitze um Ex-Springer-Verlagsmanager Carsten Dorn. Dorn, zuletzt bei Media Impact, solle ab Mitte August Co-Geschäftsführer von Heiko Genzlinger werden und Finanzen, IT, Vertrieb und strategische Agenturbeziehungen verantworten.
horizont.net, turi.de (Background)

Google vereinfacht Werbe-Werkzeugkasten, vergibt neue Namen.


Tschüss, Adwords: Google verabschiedet sich, 18 Jahre nach dem Start, von der Marke Adwords. Das Anzeigen-Tool heißt künftig Google Ads und enthält neben Google-Produkten und Partnerseiten auch YouTube, Google Maps und Co. Die Profi-Tools für Anzeigen und Analyse, DoubleClick Advertiser und Google Analytics 360, fusionieren zur Google Marketing Platform. Darin soll das Tool Display & Video 360 die komplette Kampagnenbetreuung durch Kreative, Agenturleute und Media-Mitarbeiter bündeln.

Auch die Werkzeuge für Publisher fusionieren - aus DoubleClick for Publishers und der DoubleClick Ad Exchange wird die integrierte Programmatic-Plattform Google Ad Manager. Die neue Oberfläche soll Vermarktern helfen, "effizienter mehr Geld zu verdienen", lobpreist Google. Nicht nur die Marke Adwords, eng verbunden mit Googles rasantem Aufstieg, geht in Rente - auch der Name DoubleClick verschwindet, nach 22 Jahren.
digiday.com, mediapost.com, adage.com, techcrunch.com, blog.google (Ankündigung)

Analyse: Programmatic-Werbung erholt sich.

Programmatic-Werbung kommt langsam über den DSGVO-Schock von Ende Mai hinweg, schreibt Seb Joseph. Werbekunden kauften nur noch 20 bis 30 % weniger bei Inventar-Marktplätzen als vor der Einführung der neuen Regeln. Die Zustimmungsrate der Besucher von Publisher-Sites zum gezielten Werben habe sich auf rund 75 % eingependelt. Die Telekom etwa gebe wieder soviel aus wie vor der DSGVO.
digiday.com

Facebook führt interaktive Live-Videos und Influencer-Vermittlung ein.

Facebook wertet seine Videodienste für Redaktionen und Werbungtreibende auf. Erste Videomacher können Abstimmungen in Livestreams einbauen. Business-Insider-Ableger Insider und BuzzFeed News testen solche interaktiven Formate. Im Messenger wird es künftig Videowerbung geben, die Nutzer ungefragt beglückt, wenn sie durch ihre Chats scrollen. Über den Brand Collabs Manager können Unternehmen zudem nun Influencer suchen. Außerdem ermöglicht Facebook mehr Videomachern eine Monetarisierung über Werbung und freiwillige 4,99 Dollar-Überweisungen von Fans.
onlinemarketing.de, facebook.com (Interaktiv-Videos), spiegel.de (Messenger-Werbung), t3n.de (Monetarisierung)

Test: YouTube Music bietet tolle Suchfunktion, wirkt aber unfertig.

YouTube Music, Googles neuer Spotify-Konkurrent, punktet mit einer Suchfunktion als echtem Highlight, urteilt Andreas Proschofsky in einem Test. Auch Textpassagen finden den richtigen Song. Noch fehlten aber viele Funktionen, YouTube Music wirke noch unfertig, kritisiert Proschofsky. Audio und Video seien im Dienst gut miteinander verbunden.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie beim Spotify-Konkurrenten Deezer aus Daten ein Musik-Programm wird.

YouTube startet Musik-Streaming-Dienst und Bezahl-Angebot ohne Werbung.



Schöner streamen: YouTube startet einen Spotify-Konkurrenten und einen werbefreien Bezahl-Dienst in Deutschland. Nutzer finden auf YouTube Music gratis Musikvideos, Playlists und Live-Auftritte – für 10 Euro im Monat ist das Angebot werbefrei, kann im Hintergrund abgespielt werden und ist offline nutzbar. Mit YouTube Premium für 12 Euro im Monat bekommen Nutzer das Musik-Angebot plus sämtliche Videos ohne Werbung. Für Herbst kündigt YouTube erste deutsche Eigenproduktionen an.

Im Einzelnen:

YouTube Music vereint auf einer Plattform alle Musik-Angebote von YouTube. Die Start-Ansicht soll sich dynamisch der Nutzung und dem Standort des Nutzers anpassen. Wie bei Spotify oder Deezer gibt es Playlists. Nutzer sollen nach Musik googeln können, indem sie Stichworte oder ein Teil des Songtextes eingeben. Für 9,99 Euro im Monat kommt der Dienst ohne Werbung, läuft auf dem Handy im Hintergrund weiter. Außerdem können Nutzer Musik zum Beispiel vor einer Zugfahrt herunterladen.

YouTube Premium enthält die Leistungen von YouTube Music Premium und geht darüber hinaus: Abonnenten dieses Services bekommen überall auf YouTube keine Werbung zu sehen, können Videos im Hintergrund weiterlaufen lassen und sie für Offline-Zeiten herunterladen. Zahlende Kunden bekommen außerdem vollen Zugriff auf eigens produzierte YouTube-Serien und -Filme. Ab Herbst soll es erste deutsche Produktionen geben, auf Englisch gibt es bereits F2 Finding Football und The Sidemen Show.
per Mail, music.youtube.com, youtube.com/premium

Kommunikation für Käse: Wie Petrella-Chef Sven Tönjes an neue Kunden kommt.


Klassiker für den Käse: Sven Tönjes bringt beruflich Frischkäse unter die Leute – und baut in der Vermarktung vor allem auf TV und Print. Für seine Marke Petrella bucht Tönjes besonders gerne in Zeitschriften, sagt er im Video-Interview von Horizont und turi2.tv. Vor allem Food-Titel sind ein beliebtes Umfeld, weil die Zeitschriften von Interessierten gekauft werden – während TV-Zuschauer Werbung ungefragt "aufgehalst" bekämen.

Tönjes sieht die Lage optimistischer als viele aus der Medienbranche. Print werde es weitere 10, 20 Jahre geben. Petrella-Hersteller Petri Feinkost kommt das gelegen: Das Unternehmen aus dem Weserbergland hat wenig Erfahrung im Online-Geschäft und ist ein Zwerg unter den Konsumgüter-Riesen. Ganz anders als Tönjes' langjähriger Arbeitgeber mit ganz ähnlichem Namen: Für den Fleischkonzern Tönnies brachte er knapp 20 Jahre Schwein und Rind an Hausmänner und -frauen.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

"Alles aus einer Hand" – So arbeitet Bauers "House of Food".


Ein Topf: Bauer brutzelt die Inhalte für Koch-Zeitschriften, Food-Strecken in Magazinen und Corporate Publishing künftig in derselben Küche, dem House of Food. Verlagsleiter Malte Jensen hofft im turi2.tv-Interview am Rande von Bauers Food Trend Tag auf mehr Knowhow-Austausch, Flexibilität und neue Geschäfte, etwa beim Corporate Publishing. Aktuell arbeiten 70 Mitarbeiter in der neuen Einheit für Redaktion, Produktion und Vermarktung – und es sollen noch mehr werden.

Die Vermarktung kommt ohnehin schon aus einer Hand, erklärt Martina Schönherr, Anzeigenleiterin Food bei Bauer: "Ich möchte fast sagen, die einseitige Zeitschriften-Anzeige allein ist ausgestorben." Kunden wollen heute einen Mix aus unterschiedlichen Maßnahmen, erklärt Schönherr am Beispiel vom Dosentomaten-Hersteller Mutti Parma – vom Blogger-Event über Rezept-Videos bis zur Zeitschriften-Anzeige.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

"Kicker" vermarktet Sportwetten künftig selbst.

Kicker will sich künftig stärker um die Marketingaktivitäten von Sportwetten-Anbietern kümmern und schafft dafür ein eigenes Vermarktungsteam um Taygun Karakas. Er berichtet an Martin Schumacher, Vermarktungsleiter im Olympia-Verlag. Bisher ließ der "Kicker" Sportwetten klassisch über den Außendienst und im Digitalen über Ströer vermarkten.
sponsors.de

"W&V": Norman Wagner wechselt von Mindshare als Mediachef zur Telekom.

Norman Wagner folgt als Mediachef bei der Telekom auf Andreas Nassauer, berichtet "Werben & Verkaufen". Wagner war erst im Januar von Mediacom zur Schwesteragentur Mindshare gewechselt. Offiziell bestätigt sei die Personalie aber bislang von keiner der beiden Firmen.
"Werben & Verkaufen" 23/2018, S. 42-43 (Paid), turi2.de (Wagner), turi2.de (Nassauer)

Thomas Koch empfielt Reichweite und Kontinuität bei Werbung.

Werbung muss große Reichweite und Kontinuität garantieren, soll sie eine Marke erfolgreich machen, sagt Thomas Koch. Dafür müssten Werbende jedem Medium ihre Rolle zuweisen. Das Internet hält Thomas Koch für keinen geeigneten Werbeträger. Stattdessen empfiehlt er Werbung auf Digital-Out-of-Home-Medien, auf die er sich mit seiner Agentur konzentriert.
"Horizont" 22/2018, S. 16 (Paid)

Zahl des Tages: Wein-Magazin "Falstaff" wächst und investiert international.

Zahl des Tages: Liebliche 600.000 Euro Anzeigenumsatz erzielt das Wein-Magazin Falstaff pro Ausgabe im deutschsprachigen Raum. Die österreichischen Macher wollen das moussierende Magazin zur europäischen Online-Marke ausbauen: Die Expansion nimmt Tschechien, Polen und Skandinavien in den Blick, 2019 dekantiert Falstaff seine digitale Auslese nach China.
horizont.at

Schweizer Verlage gründen neuen Werbevermarkter.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz: AZ-Medien, Corriere del Ticino, Tamedia, NZZ und der Verband Schweizer Medien gründen eine Aktiengesellschaft, die künftig ihre Print-Werbevermarktung übernehmen soll. Die Firma ersetzt Publicitas, der die Medienhäuser nach Zahlungsausständen gekündigt haben. Die neue Firma soll explizit keine Anzeigen verkaufen, sondern lediglich Kampagnen abwickeln. Das neue Unternehmen soll auch externen Kunden offenstehen.
nzz.ch, new-business.de

Agof: Anpassung an die DSGVO erschwert Umfeldplanungen für junge Zielgruppen.

Agof muss ihre Digital Facts an die Altersgrenzen der DSGVO anpassen und nimmt ab der kommenden Reichweitenstudie Onlinenutzer ab 16 Jahren unter die Lupe, nicht wie bislang ab 14 Jahren, schreibt Thomas Nötting. Dadurch seien die Onlinezahlen künftig nicht mehr komplett kompatibel mit anderen Mediakennzahlen, die Reichweiten weiterhin ab 14 Jahren ausweisen können. Durch die Neuerung würden vor allem Umfeldplanungen für junge Zielgruppen erschwert. Außerdem verlören die Digital Facts für Kinderkampagnen an Relevanz.
"Werben & Verkaufen" 18/2018, S. 8-9 (Paid)

Zitat: Mediacom-Chef Tino Krause sieht Werbebudgets als besten Hebel für Veränderungen.

"Die Werbungtreibenden haben mit ihren Budgets den größten Hebel in der Hand. Ich glaube, es ist an der Zeit, eine starke Botschaft zu setzen."

Tino Krause, Chef der größten deutschen Mediaagentur Mediacom, wünscht sich im "Horizont"-Interview mehr Mut von seinen Kunden, ihr Werbegeld abzuziehen, wenn das Werbeumfeld und die Sichtbarkeit nicht mehr stimmen.
"Horizont" 17/2018, S. 12/13 (Paid)

Weiteres Zitat aus dem Interview:

"Früher hätte man wahrscheinlich Journalisten zu Schnittchen eingeladen, um feierlich neue Partnerschaften zu verkünden - aber heute läuft das eben anders als in der guten alten Zeit."

Tino Krause ist begeistert von der "neuen Offenheit" innerhalb von Agenturgruppen, miteinander zusammenzuarbeiten.

Zitat: Katja Brandt sieht eine veränderte Rolle von Agenturchefs.

"Der eine große Hero, der für alles steht, funktioniert heute nicht mehr. Dafür verändern sich die Dinge viel zu schnell."

Katja Brandt, Mindshare-Chefin für die DACH-Region, sagt im "W&V"-Interview, sie wäre eine schlechte Geschäftsführerin, würde sie ihre Agentur so aufbauen, dass der Erfolg an ihr persönlich hängt.
"Werben & Verkaufen" 17/2019, S. 10-15 (Paid), turi2.de (Background)

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Die Rolle von Agenturchefs hat sich verändert. Es wird weniger über einzelne Personen definiert."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mindshare-Chefin Katja Brandt wünscht sich klare Regeln für digitale Werbewirkung.

"Horizont": Kartellamt blockiert Bündnis von Bauer, Burda und Funke.

Verlage: Ein geplantes Bündnis der Branchengrößen Bauer, Burda und Funke scheitert am Kartellamt, erfährt Roland Pimpl. Die Behörde sperre sich gegen Allianzen in der Werbevermarktung und auch im Vertrieb. Trotz gelockerter Kriterien durch die sogenannte GWB-Novelle befürchten die Kartellis offenbar marktbeherrschende Stellungen und Probleme mit dem EU-Kartellrecht.

Fürsprecher wie Burda-Vorstand Philipp Welte und der inzwischen ausgeschiedene Funke-Chef Manfred Braun werben schon lange für mehr Zusammenarbeit, um das schrumpfende Kerngeschäft der Verlage gegenüber Mediaagenturen, Google und Facebook zu stärken. In der Diskussion war, dass Bauer und Funke ihre Anzeigen von der Burda-Tochter BCN vermarkten lassen. Bauer sollte den Vertrieb für Titel aller drei Verlage übernehmen. Diese Pläne müssen nun eingedampft werden. Roland Pimpl hört im Funke-Flurfunk, dass sich das Thema Allianzen dort vorerst komplett erledigt habe.
"Horizont" 16/2018, S. 6 (Paid), turi2.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Burda-Vorstand Philipp Welte im Jahr 2016.

Publicis Media gibt Boyle und Prüsse die Geschäfte außerhalb Amerikas.

Publicis Media: Gerry Boyle, Chef des Asien-Pazifik-Geschäfts, übernimmt zusätzlich die Verantwortung für die Geschäfte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Der Schotte zieht dafür Ende 2018 von Singapur nach London. Vorgänger Iain Jacob verlässt Publicis nach 15 Jahren. Boyle und COO Nicole Prüsse, die sich aus alten Zeiten bei Zenith Optimedia kennen, verantworten damit bei Publicis das gesamte Media-Geschäft außerhalb Amerikas.
new-business.de, mumbrella.asia

Wie würden Sie für turi2 werben, Herr Wahl? Der RMS-Chef erklärt Radiowerbung in digitalen Zeiten.


Bleibt alles anders: Das Geschäft mit Radiowerbung hat sich in den vergangenen 20 Jahren komplett verändert, sagt Matthias Wahl, Chef des Privatradio-Vermarkters RMS. Seit knapp einem Jahr verantwortet Wahl die Arbeit des Radio-Werberiesen aus Hamburg. Im Interview mit turi2.tv am Rande des Radio Advertising Summit in Düsseldorf schwärmt er von den neuen digitalen Möglichkeiten.

So könne der Vermarkter schon bei der Planung von Spots die Affinität der Hörer für eine Marke mithilfe von Daten ermitteln und die Spots darauf ausrichten, erklärt er am Beispiel der Marke turi2. Dank Echtzeitbuchung könnten etwa Reifenhersteller ihre Winterreifen-Angebote passend zum Wetterbericht über den ersten Frost platzieren.

Überhaupt glaubt Wahl an eine große Zukunft für das Genre Audio – und das liege auch an Spotify. "Wir sind natürlich auf irgendeiner Stufe Wettbewerber", sagt der RMS-Chef, "aber wir sind längst an einem Punkt, wo das ein Wettbewerb ist, der das Geschäft belebt." Bei der RMS hat man jedenfalls Erfahrungen mit dem schwedisch-stämmigen Startup. Vor Wahls Zeit als Chef ließ sich Spoitfy in Deutschland von RMS vermarkten.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Volkswagen schreibt seine globalen Agenturbudgets neu aus.


Software-Update: Volkswagen stellt wie bereits spekuliert wurde das Agenturmodell für seine Muttermarke VW um, berichtet Mehrdad Amirkhizi. Im Zuge der Neuausrichtung schreibt der Konzern einen Großteil seiner Budgets neu aus. Laut Volkswagen-Marketingchef Jochen Sengpiehl wird die Marke künftig mit Regional-Hubs für Europa, China, Nordamerika, Südamerika und dem Rest der Welt arbeiten, in denen jeweils alle Dienste gebündelt werden und die jeweils von einer Werbeholding gesteuert werden. VW will dafür alle weltweit aktiven Holdings zu Pitches einladen. Einzig PHD als weltweite Mediaagentur behält ihr Mandat sicher.

Insbesondere in Europa will VW künftig auch mehr aus der Zentrale in Wolfsburg entscheiden und in den einzelnen Ländern einheitlicher in der Werbung auftreten. Ohne Zahlen zu nennen, kündigt Jochen Sengpiehl zudem an, künftig weniger Geld für Paid Media auszugeben und stattdessen mehr in selbstverbreitetes Content Marketing zu investieren. Bis zum Jahresende soll das neue Agenturmodell stehen. Im kommenden Sommer will der Konzern dann ein überarbeitetes Corporate Design inklusive überarbeitetem Logo vorstellen.
horizont.net, turi2.de (Background)