Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

turi2.tv – die Top 5 des Branchenfernsehens im April 2019.


Die Quoten bei turi2.tv: Media-Pionier Gabor Steingart erklärt, wie er ganz ohne Werbung ein Podcast-Imperium aufbauen will – ein Thema, das polarisiert und mit mehr als 8.800 Views die meisten Zuschauer anlockte – Platz 1 im Ranking der meistgeklickten turi2.tv-Videos. "Spiegel"-Blattmacher Clemens Höges spricht über die Aufklärung der Affäre Relotius. Und Jessica Peppel-Schulz, neue Deutschlandchefin von Condé Nast, berichtet, wie sie nach dem Sabbatical mit 120 % in den neuen Job starten will.
die ganze Top 5 anschauen, turi2.tv (die Top 5 in einer Playlist)

Emotionaler als "Geo": Peter Wohlleben und Michael Schaper stellen "Wohllebens Welt" vor.


Print über Bäume: Gruner + Jahr erweitert die Reihe seiner Persönlichkeits-Magazine um ein Heft mit dem Bestseller-Autor Peter Wohlleben – heute Mittag hat der Verlag "Wohllebens Welt" der Öffentlichkeit vorstellt. Wohlleben firmiert als "Chefreporter" unter Chefredakteur Michael Schaper. Ein klassisches Persönlichkeits-Magazin soll das Heft nicht sein, sagt Wohlleben im Video-Interview von turi2.tv, eher ein "Natur-Magazin mit speziellem Blick, nämlich meinem."

Chefredakteur Schaper, selbst eher kein Naturbursche, gesteht, dass er anfangs nicht sicher war, ob "Geo" und Wohlleben kompatibel sind. Er war dem falschen Vorurteil erlegen, dass Wohlleben einen esoterischen Ansatz verfolgt. Das aber stimme nicht – in "Wohllebens Welt" sei alles wissenschaftlich fundiert. Wohlleben finde andere Worte und beschreibe emotionaler und eingängiger als die klassischen "Geo"-Texte. Das habe sich seine Redaktion für dieses Heft zu eigen gemacht.

"Wohllebens Welt" liegt ab heute mit 110.000 Auflage am Kiosk und soll alle drei Monate erscheinen. Das Heft kostet 6 Euro.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

"E-Mobilität muss man anders rüberbringen": Renault-Chef Uwe Hochgeschurtz im Auto-view.


Frankreich fährt vor: Das kleine gallische Auto-Dorf Renault zeigt deutschen Automobil-Römern die Rücklichter. Alle Hersteller wollen zu Elektro-Marken werden – "wir haben das bereits vor fünf Jahren gemacht", sagt Renaults Deutschland-Statthalter Uwe Hochgeschurtz beim "Focus" Inner Circle. Für "Horizont" und turi2.tv nimmt Hochgeschurtz Platz im Renault Zoe und sagt: Den Ottomotor-Normalverbraucher spreche er am effektivsten über den Fahrkomfort an.

Der geräumige Kleinwagen Zoe fahre sich "sehr angenehm". Anstelle eines röhrenden Auspuffs erwartet den Fahrer eine fast lautlose Automatik. "Man muss heutzutage Elektromobilität anders rüberbringen", sagt Hochgeschurtz und versucht gängige Vorurteile zu widerlegen. Mit einer realen Reichweite von 300 Kilometern komme der Zoe gut bis zur nächsten von 18.000 Ladestationen. Der Kaufpreis sei, abzüglich E-Auto-Bonus, nah an einem konventionellen Auto.
turi2.tv (4-Min-Interview)

Anschauen, was gesund macht: Gudrun Kreutner über Kommunikation und digitale Apotheken.


Gesunde halbe Stunde: Gudrun Kreutner ist die "Anwältin der Apotheker" – und nach dem Podcast veröffentlicht turi2.tv jetzt das Video zum Gespräch. Die PR-Chefin des "Apotheken Umschau"-Verlages Wort & Bild spricht mit Jens Twiehaus über Kommunikation, digitale Herausforderungen für die 20.000 deutschen Apotheken und den Wandel des Verlages. Und auch Kreutners gesundes Hobby ist ein Thema: Die Österreicherin findet ihren persönlichen Ausgleich in der Kunst und hat ein eigenes Atelier in Wien.
turi2.tv (33-Min-Video auf YouTube)

Einzelne Abschnitte anklicken:
Gudrun Kreutner über ...
0:00 ... sich, Job und ihre Bahn-Leidenschaft
4:02 ... ihre Rolle und den Wort & Bild Verlag
6:36 ... Herausforderungen der Verlagsbranche
8:21 ... die PR-Arbeit und Gesundheitskommunikation
11:47 ... Apotheker und die Verbindungen des Verlags zu ihnen
15:01 ... die Digitalisierung im Apotheken-Markt
18:43 ... das E-Commerce-Angebot von Wort & Bild
19:53 ... ihre Arbeit als Künstlerin und Parallelen zur Kommunikationswelt
25:51 ... den Wandel im Wort & Bild Verlag
30:54 ... die Kunst als berufliche Ausflucht

Dieses Gespräch gibt es auch nur zum Hören als Podcast.

"Das war ein Fehlstart" – Uber-Manager Christoph Weigler will auch Partner der Taxis sein.


Uber-nommen: Uber-Mann Christoph Weigler will kein Taxi-Schreck mehr sein und steckt den noch rauchenden Colt ein. Im Interview von turi2.tv am Rande des "Focus" Inner Circle in Berlin geht der Deutschland-Chef des Fahrdienstvermittlers lieber in die Charme-Offensive und gesteht: Ubers erste Runde auf dem deutschen Markt war ein "Fehlstart". Als Grund für den ruppigen Beginn nennt er Ubers fehlende Kinderstube: "Wir waren gerade erst drei Jahre alt", als das Startup nach Deutschland kam, "getrieben vom Enthusiasmus".

Heute weiß Weigler, der Uber seit drei Jahren leitet, dass Wild-West-Mentalität hierzulande nicht weiterhilft. Anders als viele Fahrer in Berlin kann er mit Taxifahrern sprechen, ohne mit Eiern beworfen zu werden. Allein in der Bundeshauptstadt lassen sich neben den Uber-eigenen Fahrern auch 1.500 klassische Taxifahrer Fahrten von Uber vermitteln, sagt Weigler – ein für den deutschen Markt maßgeschneidertes Konzept.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

"Spiegel"-Aufklärer Clemens Höges: Relotius-Kommission möchte keinen Zeitdruck.


Wortkarge Aufklärer: Knapp vier Monate nach der Relotius-Affäre treffen sich hunderte Journalisten beim Reporterforum im "Spiegel"-Haus – und sind teils verwundert über die wenigen Antworten. "Spiegel"-Blattmacher Clemens Höges bittet um Geduld und sagt: "Die Kommission möchte sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen". "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann sagt seine Teilnahme am Workshop der Reporter kurzfristig ab – wegen einer Management-Tagung.

Die dreiköpfige Kommission habe viele Gespräche mit Beteiligten geführt und interne Abläufe hinterfragt, erzählt Höges. Ihr Bericht gehe zunächst an Chefredaktion und Geschäftsführung. Auf ungeduldige Fragen von Anwesenden, wann Ergebnisse vorliegen werden, antwortet Höges lediglich: "bald". "Es ist für uns eine große Aufgabe, denn wir stellen absolute Transparenz her", sagt Höges bei der Eröffnung der Veranstaltung (siehe Video). In Zeiten von Fake News gehe es darum, wieder das Vertrauen der Leser zu gewinnen: "Das gilt für den 'Spiegel', aber nicht nur für den 'Spiegel' – obwohl der 'Spiegel' gewissermaßen Ground Zero war." (Foto: Jens Twiehaus)
turi2.tv (2-Min-Video mit Höges)

Clemens Höges zur Relotius-Aufklärung im Video:

VDZ-Präsident Rudolf Thiemann hält Google-Geldregen für keinen Automatismus.


Dann eben ohne: VDZ-Präsident Rudolf Thiemann lässt den Regenschirm für den großen Geldregen, den sich manche Verlage nun durch das europäische Leistungsschutzrecht erhoffen, noch in der Tasche. Ob Google künftig für jeden Text-Snippit zahle, "das müssen Sie Google fragen, ich weiß das nicht", sagt er im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München. Für die Verlage sei entscheidend, ob sie mit den Digital-Konzernen freiwillige Vereinbarungen erzielen, "um einen fairen Anteil an den Werbeeinnahmen zu bekommen, die im Umfeld unserer Inhalte generiert werden". Falls nicht, würden sicher "einige Verlage auch überlegen, dass Reichweite nicht alles ist", sagt Thiemann.

Der Politik wirft Thiemann "Hasenfüßigkeit" vor, wenn Politiker jungen YouTube-Usern im Vorfeld der Europawahl überängstlich versprechen, für die Urheberrechtsreform eine Regelung ohne Upload-Filter zu finden. "Ich halte das für falsch, so zu denken". Angst vor eigenen Inhalten von Google, Apple und Co hat der VDZ-Präsident nicht: "Wettbewerb sind wir gewohnt. Wenn Google und Co eigene Inhalte schaffen, dann müssen wir das zur Kenntnis nehmen, das dürfen sie ja schließlich."
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Jessica Peppel-Schulz startet bei Condé Nast mit 120 % Power.


Aus der Auszeit an die Spitze: Jessica Peppel-Schulz ist seit dem 1. April neue Deutschlandchefin von Condé Nast. Geplant war das nicht, denn eigentlich wollte sie sich nach ihrem Ausstieg bei der Digital-Agenturgruppe UDG 2017 zwei Jahre Auszeit gönnen. Doch der Job bei Condé Nast war zu verlockend, sagt sie im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München, ihr erstes Video-Interview seit ihrem Amtsantritt. "Mein Herz ist gesprungen für diese Herausforderung. Deshalb war das dann doch eine leichte Entscheidung." Gereizt habe sie vor allem das global orientierte Markenportfolio von Condé Nast.

Frisch im Amt will Peppel-Schulz zu ihren Plänen und Strategien für Condé Nast noch nichts sagen und spricht lieber über ihr Sabbatical. Seit ihrem 15. Lebensjahr habe sie "noch nie nicht gearbeitet". Ihre Auszeit war für sie "die Chance, einmal einfach in den Tag hineinleben zu dürfen." Statt "fancy Weltreisen" bedeutete das für die Mutter dreier Kinder aber vor allem: "den Alltag einer Familie genießen". Die Familie hat sie während ihrer Auszeit ordentlich auf Trab gehalten, "und deshalb bin ich jetzt energetisch 120 % da." Außer einem Energieschub bringt sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Verlag mit, den Plan, Innovationsprozesse "mit Ruhe, Gelassenheit und Reife" zu begleiten - und den guten Vorsatz, "regelmäßig zu Mittag zu essen".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Berufe mit Zukunft: Z wie Zeitungsmanager – Carsten Dietmann.


Mut zum Misserfolg: Carsten Dietmann, Geschäftsführer der Gruner + Jahr-Tochter DDV Mediengruppe, hat sein Medienhaus neben dem Journalismus auf vier weitere Säulen gestellt. Für die turi2 edition #8 spricht er mit Maria Gramsch über sinnstiftende Produkte, Erfolge und wie er Misserfolge mit dem ganzen Team verarbeitet. Lesen Sie das ganze Porträt von Zeitungsmanager Carsten Dietmann hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

turi2.tv – die Top 5 des Branchenfernsehens im März 2019.


Die Quoten bei turi2.tv: Kommunikation im Wandel, E-Sport und die "Apotheken-Umschau" – das Programm im Branchenfernsehen turi2.tv war auch im März sehr vielfältig. Vogel-Chef Matthias Bauer erklärt, wie der Fachverlag sich zum Kommunikations-Haus wandelt und lockte mit rund 5.300 Views die meisten Zuschauer an. "Zocker vom Dienst" Benedikt Wenck trimmt die dpa auf E-Sport (2.365 Views) und Wort & Bild-Chef Dennis Ballwieser erläutert im Strategiegespräch, warum Kokurrenz den Verlag besser macht.
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Waltraut von Mengden kämpft für Verlage gegen die "Feinde" aus Fernost und Übersee-West.


Chinesen und Amerikaner aufgehorcht: Waltraut von Mengden macht als erste Vorsitzende des Verbands der Zeitschriftenverlage in Bayern Lobbyarbeit bei der Politik. Die Verlage haben "einen gemeinsamen 'Feind' ausfindig gemacht", der "uns leider allen das Leben schwer macht", sagt sie im Interview von turi2.tv beim VZB-Mediengipfel in München und meint Tech-Giganten aus den USA und China. Die hätten durch ihre Monopolstellung "einen ungeheuren Wettbewerbsvorteil". Umso wichtiger sei es für die deutschen Verlage, sich zu vernetzen und der Politik die Macht der Verlage, auch als Wirtschaftsmacht, zu demonstrieren.

Früher war Waltraut von Mengden Geschäftsführerin des MVG Verlags, damals noch Herausgeber der deutschen "Cosmopolitan". Heute ist sie aus dem operativen Verlagsgeschäft weitgehend raus und darüber nicht ganz unglücklich. Sie ist noch an zwei Verlagen beteiligt, u.a. an Inspiring Network von Katarzyna Mol-Wolf, schaut sich das Geschäft aber sonst aus der "Vogelperspektive" an. "Ich freue mich, dass ich nicht mehr so 200 % in diesem operativen Geschäft sein muss", sagt sie. Gerade für kleinere und mittelständischen Verlage sei das Leben "schon sehr hart" geworden.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Berufe mit Zukunft: X wie Xing-Digital-Kommunikatorin – Lisa Nölting.


Veteranin unter 30: Lisa Nölting, Partner Relationship Managerin bei Xing, organisiert die jährlich stattfindende Konferenz New Work Experience mit, verhandelt mit Sponsoren und kümmert sich um Kontakte zu Influencern. Für die turi2 edition #8 erzählt sie Markus Trantow, weshalb sie Xing als Arbeitgeber schon so lange treu ist und wie sie sich ihren Job "selbst zusammengeschneidert" hat. Lesen Sie das ganze Porträt von Xing-Digital-Kommunikatorin Lisa Nölting hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Berufe mit Zukunft: V wie Verlegerin – Katarzyna Mol-Wolf.


Die wandelnde Dranbleiberin: Inspiring-Network-Chefin und "Emotion"-Verlegerin Katarzyna Mol-Wolf beschreibt ihre Arbeit als ständige Transformation. Für die turi2 edition #8 porträtiert Markus Trantow die Verlegerin als Frau, die die Frage "Wer will ich sein?" in den Mittelpunkt ihres Wirkens stellt. Lesen Sie das ganze Porträt von Verlegerin Katarzyna Mol-Wolf hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Berufe mit Zukunft: P wie Produktmanager – Stefan Ottlitz.


Zwischen Stratege und Mädchen für alles: Stefan Ottlitz sitzt beim "Spiegel" als Produktchef genau zwischen Verlag und Redaktion. Für die turi2 edition #8 besucht Markus Trantow den früheren Kapuzenpulli- und heutigen Sakko-Träger und spricht mit ihm über erfolgreiche Produktentwicklung, die disruptive Zukunft und seinen neuen Chef-Modus. Lesen Sie das ganze Porträt von Produktmanager Stefan Ottlitz hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

turi2 edition #8: Rügenwalder im Wandel vom Schinkenproduzenten zum Erbsen-Wurstmacher.


Club der eingefleischten Vegetarier: Godo Röben ist ein bodenständiger Querdenker – erst macht er eine Großfleischerei zum Markenartikel, dann packt er Erbsen und Soja in die Wurstpelle. Markus Trantow trifft ihn für die turi2 edition #8 und spricht mit ihm über gute Ideen, die Metzger-Ehre und Veggie zum Nutzen der Gesellschaft und der Gesellschafter. Lesen Sie den ganzen Artikel über die Rügenwalder Mühle hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

turi2 edition #8: Coca-Cola – Flucht aus dem Zucker.


Brausebrauer im Umbruch: Coca-Cola ist eine Marken-Ikone – und muss dringend weg vom Dickmacher-Image. Für die turi2 edition #8 besucht Peter Turi den deutschen Standort in Berlin: Patrick Kammerer, Director Public Affairs und Communications, erzählt von der neuen Wachstumsstrategie, die auf Wasser und Tee baut. Marketing-Direktor Michael Willeke erklärt, warum die Marke bewegt wirbt und auf Regionalität setzt. Lesen Sie den ganzen Artikel über Coca-Cola hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier (Kammerer) und hier (Willeke) den Videofragebogen.

turi2 edition #8: Adobe im Wandel – Willkommen im Aboclub.


Alles nur gecloudt: Einst versorgte Adobe Kreative mit Software-Paketen im Karton. Heute betreibt die Mutter von PDF und Photoshop ihr Business fast komplett in der Wolke. Peter Turi trifft für die turi2 edition #8 Katrin Baumann, Marketingchefin für Zentraleuropa – sie erzählt, wie sich die Software für Kreative im Vertriebsmodell zwischen Amazon und Netflix positioniert. Lesen Sie den ganzen Artikel über Adobe im Wandel hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

turi2 edition #8: Heidelberger Druckmaschinen auf dem Weg ins Plattformgeschäft.


Druck formt ein neues Geschäftsmodell: Heidelberg, der weltgrößte Druckmaschinenhersteller, will Druckereien nicht länger nur Maschinen verkaufen, sondern Produktivitätszuwachs – und ein gutes Gefühl. Peter Turi trifft für die turi2 edition #8 drei der treibenden Akteure, nämlich Sonja Mechling, Stephan Plenz und Ulrich Hermann. Lesen Sie den ganzen Artikel über Heidelberger Druckmaschinen im Wandel hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie die Videofragebögen von Mechling, Hermann und Plenz.

"Konkurrenz macht uns immer besser" – Wort & Bild-Chef Dennis Ballwieser im Strategie-Gespräch.


Prävention gegen Print-Arthrose: Wort & Bild-Chef Dennis Ballwieser hat gut Lachen – knapp 10 Mio Ausgaben der "Apotheken Umschau" setzt der Verlag jeden Monat ab und erreicht damit 20 Mio Leser, gedruckt. Printkrise? Nicht im beschaulichen Baierbrunn. Dass sich die Apotheken-Kundenzeitschrift trotzdem digitalisieren muss, erklärt Ballwieser im großen Interview von turi2.tv: "Heute ist es für die Über-60-Jährigen noch völlig normal, mit Papiermedien umzugehen, das wird sich bei uns genauso verändern, wie es sich bei den Magazinen und Tageszeitungen verändert hat." Schon heute bietet der Verlag Apps für die Apotheken vor Ort und versucht, den traditionellen Apothekern in die digitale Welt zu helfen.

Im Video-Podcast spricht Ballwieser auch über seinen eigenen Weg zur "Rentner-Bravo", wie das Flaggschiff des Verlags manchmal etwas abschätzig genannt wird. Der heute 38-Jährige arbeitet seit 15 Jahren für "Apotheken Umschau" – und so abwertend findet er "Rentner-Bravo" auch gar nicht: "Das ist ein großes Lob. Als ich durch die Pubertät gegangen bin, da war das ohne die 'Bravo' kaum vorstellbar."

Das ganze Gespräch zwischen Dennis Ballwieser und turi2-Chefredakteur Markus Trantow ist jetzt auch als Video-Interview verfügbar. Wer lieber hört, klickt auf turi2.de/podcast oder bei Spotify, iTunes und Deezer.
turi2.tv (40-Min-Video bei YouTube)

Buch-Boom: Markus Dohle erklärt, wie der Buchmarkt von Netflix & Co profitiert.


Altes Medium, neue Gewinne: Markus Dohle, Buch-Vorstand von Bertelsmann und als Chef von Penguin Random House wichtigster Buch-Verleger der Welt, versprüht auf der Bilanz-Pressekonferenz des Medienriesen Print-Optimismus. Im Video-Interview von turi2.tv jubelt Dohle, "die Endverbraucher-Ausgaben für Bücher steigen jedes Jahr", auch angefeuert von Netflix, Amazon Prime und Co. Hollywood braucht gute Stoffe und verfilmt mehr Bücher des Riesen-Verlags, viele Film- und Serien-Fans greifen hinterher zum gedruckten Original, sagt Dohle.

Also alles in Butter im Buch-Business? Dohle gibt zu, dass die Zahl der Buch-Leser gerade in Deutschland sinkt: "20 % der Menschen sind für 80 % des Buch-Umsatzes verantwortlich". Damit dem Verleger die Leser nicht doch irgendwann ausgehen, setzt Dohle auf spannende Kinderbücher und freut sich auch hier über Wachstum. "Seit 'Harry Potter' vor 20 Jahren sind Kinder- und Jugendbücher die am schnellsten wachsende Buch-Kategorie."
turi2.tv (5-Min-Video)

Mehr über Markus Dohle lesen Sie auch in der turi2 edition #8, die am 9. Mai erscheint.

Mitarbeit: Jens Twiehaus

Wie aus dem Vogel-Verlag ein Dienstleister für Kommunikation wird.


Fliegender Wandel: Der frühere Vogel-Verlag ist der Wandel-Weltmeister in der Fachmedien-Branche. Aus dem einstigen Zeitschriften-Haus wird ein Kommunikations-Unternehmen, das neben Journalismus jetzt auch PR macht, Websites baut oder Events ausrichtet. Im turi2.tv-Video erläutert der junge Vogel-Chef Matthias Bauer die Transformation des fast 130 Jahre alten Unternehmens mit Hauptsitz Würzburg. Bauer sagt: "Wer anführend sein möchte, muss sich weiterentwickeln."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

"Wir brauchen digitale Bildung": SAP-Vorstand Christian Klein über den Wandel im Software-Konzern.


Noch immer Neuland: SAP-Vorstand Christian Klein ist seit Studientagen ein Teil des Software-Konzerns – und erlebt auch im digital geborenen Unternehmen stetigen Wandel. Doch Klein fürchtet, dass ihm bald die Mitarbeiter ausgehen, berichtet er beim "Focus" Inner Circle in Berlin. Programmieren und vernetztes Denken – "das müssen Schulen und Universitäten in ihre Lehrpläne aufnehmen", sagt Klein im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Intern bildet SAP etwa in Künstlicher Intelligenz weiter: "Auch für viele unserer Mitarbeiter sind diese neuen Technologien Neuland."

SAP, 1972 gegründet, habe gerade in den vergangenen Jahren massive Neuerungen erlebt: Unternehmen legen ihre Daten in die Cloud, wollen alle SAP-Dienste auch auf Smartphones nutzen – und nun steckt Künstliche Intelligenz in immer mehr Produkten. "In der heutigen Zeit ist es schon sehr, sehr spannend in der IT-Branche", meint Klein, der selbst am Konzept des intelligenten Unternehmens bastelt – sprich: mehr Agilität im Alltag: "Die Kunden erwarten ein individualisiertes Produkt. Sie erwarten möglichst noch am nächsten Tag eine schnelle Lieferung."
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

"Tech-Konzerne zu zerschlagen wäre saudumm": Frank Thelen will lieber "deutschen Champion" aufbauen.


Anpacken statt verbieten: Investor Frank Thelen findet es schlicht "saudumm", massiv wachsende Internet-Unternehmen wie Google und Facebook zwangsweise aufzuspalten. Thelen geht unternehmerisch an die Sache und kündigt im Video-Interview beim "Focus" Inner Circle an, in Deutschland einen Innovations-Champion aufbauen zu wollen. Sein Fokus liegt auf Blockchain, Energie und digital vernetzter Mobilität. Deshalb tritt Thelen bei der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" kürzer: "Ich will mich jetzt mehr auf Zukunftstechnologien konzentrieren."

Thelen warnt die wirtschaftlich florierende Gesellschaft vor zu viel Gelassenheit: "Uns geht es heutzutage noch sehr gut. Industrien, die wir haben, wie die Autoindustrie, die blühen noch. Die werfen noch tolle Gewinne ab. Aber das wird sich sehr bald ändern." In den neuen Leit-Industrien sei Deutschland hinten dran, obwohl es an der Zeit sei, ein Gegengewicht zu GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) aus den Vereinigten Staaten und BAT (Baidu, Alibaba, Tencent) aus China aufzubauen. Aber: "Erstmal müssen wir überhaupt digital werden", sagt Thelen im Video von "Horizont" und turi2.tv.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Thelen über die notwendige Digitalisierung der kompletten Verlagswelt.

"Ein gesellschaftliches Phänomen" – Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa.


Der will nicht nur spielen: Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa. Im Sportressort kümmert er sich um die Profi-Athleten an der Tastatur. Wenck erläutert im Video von Horizont und turi2.tv, weshalb virtuelle Ballerspiele mehr als Freizeitvertreib sind: Profis verdienen Millionen – und pushen sich teils durch Doping. Wenck sagt: "Über gesellschaftliche Phänomene sollten wir ernsthaft berichten."

Die dpa bietet Online-Medien einen Newsfeed zu E-Sport-Themen an, bis Februar zum Testen kostenlos. "Bild" und "Mindener Tageblatt" probierten die neuen News von der nüchternen Nachrichtenagentur aus. Wenck ist selbst Zocker und beobachtet die Szene schon lange. Ein interner Blog-Beitrag löste seine Beförderung zum journalistischen Kapitän für digitale Leibesübungen aus.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Korrektur:


turi2.tv – die Top 7 des Branchenfernsehens im Februar 2019.


Die Quoten bei turi2.tv: Über 33.000 Views für die sieben meistgesehenen Videos – das Branchenfernsehen turi2.tv freut sich auch im Februar über Bestwerte. Das meistgesehene turi2.tv-Video war mit über 10.000 Aufrufen das 6-Minuten-Porträt von Edith Kimani, die bei der Deutschen Welle Afrika ein Gesicht gibt. Das Gesicht der Deutschen Bahn und damit oft Prellbock wütender Fahrgäste ist Richard Lutz, der im turi2.tv-Interview beschwichtigt: "Sie sehen, ich lebe noch" – und mehr als 7.000 mal angeschaut wurde. Im neuen Reich der Funke Mediengruppe in Essen führt Immobilien-Chef Heiko Hansler turi2.tv durchs Haus (über 4.500 Views) und in Hamburg zeigen Selma Stern und Nikolaus Blome die neue "Bild Politik. Bei der dpa-Chefredaktionskonferenz äußern Chefredakteure und -redakteurinnen ihre Erwartungen an den Nachwuchs. Und dpa-Chefredakteur Sven Gösmann will sich künftig ganz nach den Bedürfnissen der Kunden richten.
die Top 7 anschauen, turi2.tv (die Top 7 in einer Playlist)

"Bei uns geht es um Markenwelten" – Lisa Tippelt vermarktet Beautyprodukte auf möglichst vielen Kanälen.


Schöne Geschichten: Die Zeiten der für ein Jahr durchgebuchten einseitigen Anzeige sind definitiv vorbei, sagt Lisa Tippelt, verantwortlich für die Fashion- & Beauty-Werbung bei Bauer Advertising, im Gespräch mit "Horizont" und turi2.tv. Nach zwölf Jahren im Anzeigengeschäft weiß sie: "Die Kunden fragen immer mehr nach noch nie dagewesenen Geschichten und Konzepten" – in Print, Online und Social Media.

"Es geht darum, die Marke so emotional wie möglich aufzuladen", sagt Tippelt über ihr Verkaufsrezept am Rande der Verleihung des Prix de Beauté in Wiesbaden. Egal, ob es sich um Pflegeprodukte und Mode, oder um Autos und Finanz-Produkte handelt. Die Kern-Kompetenz von Bauer sieht sie vor allem in der Zielgruppen-Expertise: "Wir können genau sagen, wie ich welche Leserin welchen Titels am besten anspreche."
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Ende der Reichweiten-Vermarktung: Nikolaus Förster macht "Impulse" zum Abo-Only-Magazin.


Weichmacher, ade: Nikolaus Förster schraubt an der Strategie seines Unternehmer-Magazins Impulse. Ab April streicht der Verleger und Herausgeber alles, was die Auflage weich macht und künstlich in die Höhe treibt – Bordauflage, Lese-Zirkel, nur teilweise bezahlte Mitglieder-Abos für Verbände fallen weg. Die bisher stolze Auflage von knapp 70.000 Heften schrumpft auf 12.500, der Copy-Preis steigt um 5 auf 24,90 Euro. Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Förster den neuen Weg: "Wenn Kunden das Magazin für 25 Euro kaufen und es zugleich in einer Fluglinie kostenlos bekommen, passt das nicht mehr zusammen." Auch vom Kiosk, wo "Impulse" ohnehin nur einige Hundert Exemplare absetzt, verschwindet das Heft.

Werbekunden will Förster mit einem leicht gesenkten Preis und dem Versprechen "100 % Zielgruppe und 0 % Streuverluste" bei der Stange halten. Gleichzeitig meldet er positive Geschäftszahlen in eigener Sache: Der Verlag ist mit 4,4 Mio Euro Umsatz und 136.000 Euro Gewinn im dritten Jahr in Folge profitabel und das Magazin längst nicht mehr der einzige Umsatzbringer: Seminare, Coachings und Unternehmerreisen sorgen zusätzlich für Umsatz.

Im Interview empfiehlt Förster Verlegern, in Qualität zu investieren: "Nur wenn die Qualität stimmt, wird es auch eine Zahlungsbereitschaft geben." Viele Verlage sind qualitativ nicht mehr so hochwertig wie früher, findet Förster, und daher von bröckelnden Anzeigen-Erlösen abhängig.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

"Die Leserin entkommt uns nicht" – für Lara Gonschorowski ist "Cosmo" eine Lebenseinstellung.


Im Beauty-Dschungel: Lara Gonschorowski, die neue Chefredakteurin der "Cosmopolitan", ist zum ersten Mal Gastgeberin des Prix de Beauté in Wiesbaden. Der Preis sei ein "Navigationsinstrument" für die Leserinnen, im unglaublich großen Beauty-Markt die besten Produkte zu finden, sagt sie im Interview von Heike Reuther für "Horizont" und turi2.tv. "Wir sind das Magazin mit der größten Beauty-Kompetenz. Da liegt es auf der Hand, dass wir dafür auch einen Award verleihen."

Ihre Leserinnen möchte Gonschorowski "in jeder Situation und an allen möglichen Orten" erreichen: Nicht nur mit dem Print-Magazin und Social Media, sondern auch mit einem Cosmo-Podcast und bald auch mit eigenen Coaching-Programmen. "Die Leserin entkommt uns überhaupt nicht, wir sind überall da, wo sie sich bewegt, und können überall in Kontakt treten", sagt Gonschorowski.

Außerdem verrät sie im turi2-Interview, für was ihr Herz als Chefredakteurin am lautesten schlägt und warum es niemals eine "Cosmopolitan Woman" für die Zielgruppe 50+ geben wird.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

"Ein Medien-Unternehmen im Körper eines Tech-Konzerns" – Chefredakteur Florian Stickel über die Microsoft-Redaktion.


Zwischen München und Berlin: Florian Stickel leitet seit 18 Jahren die Redaktion von Microsoft Deutschland. Im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv berichtet er, wie sich die Arbeit verändert hat. Vor anderthalb Jahren ist die Redaktion von München nach Berlin gezogen – der Münchner Stickel führt die Redaktion seitdem aus der Ferne: "Das ist überhaupt kein Problem", sagt der Chefredakteur am Rande der dpa-Chefredaktionskonferenz. Die Technologie des Software-Riesen machte es möglich – etwa mit Tools für Online-Meetings.

Wie viel Medienunternehmen steckt im Tech-Konzern aus dem Silicon Valley? "Erstaunlich viel", sagt Stickel. Aber die Arbeit hat sich verändert: Früher hat die Redaktion ihre Inhalte selbst erstellt, heute kuratieren die Redakteure in Berlin Texte und Bilder von Medienpartnern wie dpa, Tagesspiegel.de oder Bunte.de. Stickel achtet auf einen bunten Mix aus harten und weichen News, Unterhaltung, Sport und "alles was die Leute so beschäftigt" – um ein möglichst breites Publikum zu erreichen.
turi2.tv (3-Min-Video), turi2.de (Background)

"Print wird leider unterschätzt" – Burda-Verlagschef Burkhard Graßmann im Strategie-Gespräch.


Print-Plädoyer: Burkhard Graßmann hält im großen Video-Interview von turi2.tv eine flammende Rede fürs Gedruckte. Der Verlags- und Anzeigenchef von Marken wie "Focus" und "Playboy" sagt im Gespräch mit Peter Turi, dass die Industrie zu oft Pferde reitet, die schon lange tot sind – und meint damit Online-Inventar, dessen Wirkung seiner Meinung nach an vielen Stellen verpufft. Die Reichweite von Zeitschriften und die Werbewirkung von Gedrucktem sei dagegen doppelt und dreifach belegt, durch Studien wie IVW, MA und LAE. Und der Burda-Manager gibt Einblicke in die Arbeit der Anzeigen-Abteilung, die heutzutage immer häufiger wie eine Agentur arbeitet, um den Werbekunden Kommunikationslösungen anzubieten.

Weitere Themen des 52-Min-Gesprächs sind Burdas Geschäft mit Events und Siegeln, der Umgang mit Influencern und neue Zeitschriften-Erfindungen. Außerdem spricht Graßmann über seinen größten Misserfolg und seine Leidenschaft fürs Segeln. Der Talk mit Peter Turi und Burkhard Graßmann ist nun auch als Video verfügbar, einzelne Themen lassen sich unten gezielt anklicken. Wer nur hören möchte, findet das Gespräch im turi2 podcast – sowie direkt bei Spotify, iTunes und Deezer.
turi2.tv (52-Min-Video)

Burkhard Graßmann spricht mit Peter Turi über

0.17 Min ... seinen größten Misserfolg mit Musicload.

04.19 Min ... seine Plattensammlung, die er im Zuge der Digitalisierung entsorgt hat.

07.51 Min ... das Offline-Gefühl beim Segeln.

09.30 Min ... seine Doppelrolle als Verlagschef und Anzeigenverkäufer.

11.20 Min ... seinen Wechsel von der Tech-Branche ins Verlagsgeschäft.

14.40 Min ... die Print-Neuerfindung "Free Men's World".

17.52 Min ... über Line-Extensions bestehender Zeitschriften.

19.19 Min ... Burdas Geschäft mit Siegeln und Produkttests.

32.25 Min ... die Bedeutung des klassischen Anzeigengeschäfts und der Marktforschung.

33.39 Min ... über Zeitschriften vs. Online- und TV-Werbung.

38.38 Min ... Trends in der Werbeindustrie.

40.28 Min ... Events als Geschäft.

43.13 Min ... die Trennung von Redaktion und Werbung.

45.47 Min ... den Umgang mit Influencern.

48.44 Min ... Marken, die selbst kommunizieren.

"Hundefutter werden wir nie verkaufen" – Sven Gösmann über das Geschäft der dpa in Zeiten sinkender Auflagen.


Beistand von oben: Sven Gösmann empfiehlt der Medienbranche, "in sich zu gehen" – nach der Causa Relotius und gemieteten Komparsen in Reportagen tue das sicher gut, sagt der Chefredakteur der dpa im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Zur Chefredaktions-Konferenz lädt Gösmann am Montag dieser Woche in die Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, "ein klassischer Ort".

Statt Einkehr setzt die Nachrichtenagentur auf Austausch mit den führenden Journalisten ihrer Kunden. Kein dpa-Produkt solle mehr an den Bedürfnissen der angeschlossenen Redaktionen vorbei entwickelt werden, so Gösmann. So soll ein neues auf dem Chat-Programm Slack basierendes Tool die Kommunikation zwischen Agentur und Redaktionen beschleunigen, Künstliche Intelligenz die Bild-Suche der dpa besser machen.

Angesichts sinkender Zeitungs-Auflagen und damit auch Agentur-Einnahmen setzt Gösmann auf "Quersubventionierung": dpa-Töchter wie news aktuell und technische Dienstleistungen helfen dabei, sagt er. Allerdings würden die Nebengeschäfte immer "Journalismus-nah" sein, "Hundefutter werden wir nie verkaufen".
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Auch bei turi2.tv: Das erwarten Chefredakteure von Journalismus-Einsteigern.

"Sie sehen, ich lebe noch": Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt.


Lutz nimmt's locker: Richard Lutz ist der Buhmann der Bahnfahrer – als Chef der Deutschen Bahn muss er den Kopf für alle Probleme hinhalten. Wie nimmt er die Berichterstattung wahr, fragen "Horizont" und turi2.tv bei der dpa-Chefredaktionskonferenz. Lutz antwortet pragmatisch-ironisch: Er lebe noch. Einen Bogen um die Presse macht er nicht, wohl aber um Social Media: "Für Twitter, Facebook und andere Dinge bin ich wahrscheinlich schon zu alt", sagt der 54-Jährige.

Werktags vertraut Lutz auf den dicken Pressespiegel der Bahn und liest meist digital, am Wochenende hält er bevorzugt Papier in der Hand. Er sieht in den Medien ein Stimmungsbarometer. "Wir sind ja kein abgehobenes Unternehmen", sagt er. "Man muss ein Gefühl dafür kriegen, wie dieses Unternehmen draußen wahrgenommen wird." Um die Stimmung in den sozialen Netzwerken macht er dabei, womöglich sicherheitshalber, einen Bogen.
turi2.tv (2-Min-Interview)